Beiträge von BieBoss

    Der Hund meiner Schwester hatte Epilepsie. War ein Schäfi Mix (vmtl. Windhund mit drin), und der wurde über 11 Jahre alt, und wurde am Ende eingeschläfert aus Altersschwäche.

    Mit Medikamenten war er bald relativ gut eingestellt, hatte z.T. über ein Jahr lang keine Anfälle mehr, zuletzt eineinhalb Jahre lang vor seinem Tod.

    Ich denke auch, es gibt unterschiedliche Medikamente, auf die jeder Hund anders reagiert. Klar sollte man nicht alle 4 Wochen wechseln, weil der sich im Körper ja auch alles erstmal einspielen muß mit dem jeweiligen Medikament, aber wenn eines nicht allzu gut hilft udn dauernd Anfä#lle vorkommen trotz allem, gibt es sicherlich auch andere Möglichkeiten.

    Außerdem sagt man oft: getreidefrei füttern, keine Impfungen mehr, kein Streß - da alles soll anfallsauslösend wirken. Hab aber auch schon gelesen, das mit dem getreidefrei wäre überholt - weiß dazu nicht so viel, weils ja nicht mein Hund war, und nachdem er inzwischen tot ist (seit 1,5 Jahren), bin ich sicherlich auch nicht auf dem neuesten Stand (aber Schwesterchen hat getreidefrei gefüttert). Aber wie´s aussieht, ist unser Hund ja nicht der erste gewesen, der trotz Epilepsie ein hohes Alter erreicht hat und nicht daran gestorben ist..... (sie hatte ihn mit 3 Jahren geholt, da war er schon krank, keiner wollt ihn nehmen deswegen, kam aus dem Tierheim)

    Ich würds auch einfach irgendwo plazieren, paar Leckerli drauf, und mal gucken, was passiert. Nicht "hinschieben" oder "hinloben", aber schon ermutigen mit einem "Fein" oder so (oder Klick), wenn sie Interesse zeigt. Das Ding ist ganz normal, egal, wo´s gerade rumsteht.

    Man kanns es zunächst fixieren, aber irgendwann dann die Fixierung lösen, sodaß sie sieht, das rollt halt einfach. Oder mal vor ihrer Nase dem Teil, von dem sie gar ein Leckerli geholt hat, nen kleinen Stups mit dem Finger geben, sodaß es von ihr weg (!) rollert, und dann vor lauter Freude übers Wegrollern selbst quietschen, ihr Leckerli geben, und gleich nochmal anstupsen. Bei meinen würd das sofort ziehen, wenn ich so nen Spaß damit habe.

    Erst mal übern Teppich rollern, dann auf PVC, dann Fliesen oder so, daß es halt schrittweise lauter wird.

    Beim Spielen würd ich sogar meinen Hund einfach mal damit Kunststückchen machen lassen. Darauf absitzen lassen (dabei festhalten), oder Platz oder so (ok, die Biene ist klein genug *gg). Oder drüberspringen von einer Seite auf die Andere. Oder, wenn man klickert, versuchen, dem Hund beizubringen, das Teil selbst anzustupsen (Leckerli drunterlegen, sodaß er nach dem Wegstupsen drankommt). Oder drauf sitzen lassen und das Teil nen Zentimeter weit schieben (nicht loslassen), und daran zusammen mit dem Hund Spaß haben und voll loben während der Bewegung. So hab ich Biene das Schubkarrenfahren gezeigt :-) Man kann auch einfach, wenn der Hund davon schon Leckerli nimmt, wenn man das Leckerli drauf hat, damit vom Hund wegfahren, sodaß er dem Teil hinterherkriechen muß, während es sich bewegt, um ans Leckerli zu kommen (aber erst machen, wenn ihm das Teil im Stehen schon selbstverständlich ist, klar).

    Und wenn man dann mal draußen ist, das Teil mitnehmen, und diese Übungen draußen verlangen. Dann kommt nach dem x-ten Mal ein anderer Skater, und man macht genau dasselbe mit dem fremden Board. Á la "siehste, beißt auch net". Also erstmal Leckerli davon nehmen, dann berühren, dann drauf sitzen etc., halt dieselben Steps (muß net alles auf einmal sein, immer mal wieder halt, der Sommer bietet sicher genügend Möglichkeiten).

    Irgendwann stellt man sich auch selbst drauf (oder bei Dir halt Dein Sohn), während Hundi zuguckt, und bewegt sich ein klein wenig damit. Zu dem Zeitpunkt sollte der Hund eigentlich nur noch ganz neugierig zum Sohn hingehen, um das Teil zu beschnuppern.

    Ab da kann man dann in der Nähe von Skatern spazierengehen, ab und an mal Kontakt suchen, kurz mit einem quatschen, Board angucken, weitergehen. Man will ja auf Dauer net den Hund dazu bringen, jeden Skater vor lauter Begeisterung zu begrüßen, es reicht ja, wenn er irgendwann (neudeutsch) "gechillt" dran vorbeigehen kann.....

    Das Problem an den Dingern wird halt sein, daß die Skater sich damit ja recht laut, schnell und oft frontal auf einen zu nähern, und das kommt halt beim Hund als aggressiv an, und wenn einer etwas unsicher ist, kläfft er halt dann, weil er meint, sich verteidigen zu müssen. Und wenn Du verknüpft kriegst, daß schnell "Rollern" Spaß bedeutet, net Aggressivität und Angriff, dann müßte das hinzukriegen sein.

    Du kannst Dich auch mal an nem Skatepark einfach auf etwas Entfernung hinsetzen, sodaß Hundi noch was sieht, aber noch relativ ruhig bleiben kann. Nimm Dir was zum Futtern mit, bleib ne Stunde, mach ein Picknick draus, knabbert was, bis der Hund dann (von sich aus, also nicht auf Kommando) ruhig liegen kann und entspannt, trotz der Geräusche und Leute in der Nähe. Dann kannst irgendwann wieder gehen. Aber echt erst, wenn er entspannt ist.

    Das ein-zweimal erfolgreich, dann beim nächsten Mal etwas näher ran, etc. etc.

    Und wenn Dein Sohn selbst skatet, kannst auch einfach nur mit dem Sohn zu ner Zeit rausgehen, wo der relativ allein unterwegs ist, und einfach nur mit Euch beim Gassi mitfährt oder so, zwischenrein mal umkehrt und zurückkommt, etc. - Deinem Sohn wird sie eher vertrauen als fremden Personen, und so lernt sie die Geräusche auch als ungefährlich kennen. Beim Zurückkommen den Sohn evtl. ein Leckerli geben lassen.

    So - mehr Ideen hab ich grad net, irgendwas davon wird schon passen und für Euch machbar sein .-)

    ....... Ich bin schon gereizt wenn ich durch die Tür komme und der Hund sich vor drängelt wie blöde. ich muss mir erst mal den weg frei schaufeln.

    Das is ja ne superblöde Situation..... :-(

    Ich glaub, mir käm der arme Hund irgendwann beim Gassi "abhanden" (und irgendein Kumpel am Hundeplatz, den Dein Bruder ja zu meiden scheint wie das Weihwasser, insofern würde Deinem Bruder das gar net auffallen) hätte plötzlich nen tollen "neuen Hund" *gg Ich glaub, Dein Bruder ist nur zu faul, sich auch nur darum zu kümmern, daß der Hund irgendwo anders unterkommt...

    Aber zu der oben zitierten Situation: normalerweise lernen Hunde doch recht situations-, personen- und ortsbezogen. Ist es denn nicht möglich, daß Du ihm klarmachst, daß Du sowas nicht akzeptierst, und der Hund sich wenigstens dann benimmt, wenn Du reinkommst? Was der dann mit Deinem Bruder anstellt, kann Dir ja dann wurscht sein, wenn der sich gern überfallen lassen möchte daheim... :-) Oder mit Deiner Mutter zusammen trainieren, daß der Hund halt, wenns klingelt, im Körbchen bleibt, bis er die Freigabe kriegt, wieder rauszugehen. Wenn Dein Bruder ihn denn beim Heimkommen gleich ruft, ist das ja dann quasi dessen Freigabe.

    Solche Lösungen halt zumindest für Euch mal als Notlösung - denn entweder Ihr lebt weiterhin mit dem Hund in dieser Situation (Dein Bruder scheint ja resistent zu sein gegenüber Euren Ratschlägen und Bitten), dann müßt Ihr zwangsläufig den Hund zumindest so weit im Griff haben, daß Ihr damit halbwegs streßarm leben könnt, oder - die Alternative - Ihr sorgt dafür, daß er den Hund abgibt. z.B:, indem Ihr klipp und klar sagt, der Hund kommt uns nichtmehr ins Haus. Was er dann mti dem Hund macht, ist nicht Euer Problem, und wenn der Hund erstmal seine Wohnung zerlegt hat, weil er nicht alleinbleiben kann, dann sieht Dein Bruder vielleicht mal die Notwendigkeit, was zu unternehmen, oder er gibt ihn dann - endlich- in Hände, die mit dem Hund arbeiten wollen und ihn artgerecht auslasten. So schade das auch ist, aber Ihr macht es tatsächlich mit Eurem Verhalten möglich, daß Dein Bruder den Hund behält! Vielleicht hilft es Euch, wenn Ihr Euch das mal so bewußt macht.

    Ich drück Euch die Daumen, daß diese Situation sich irgendwie lösen läßt - so ist das doch kein Leben, und Ihr reibt Euch für diese Dinge auf mit einer Energie, die Ihr jetzt echt woanders gebrauchen könnten (für Euren Papa z.B.). Sowas gibt nur graue Haare :-)

    Ich würde auf keinen Fall den "Alt"hund weiterhin machen lassen, was er will. Klar stinkt ihm das, daß er aus der Prinzenrolle des Einzigen gedrängt wird durch die Hündin, und das läßt er an dieser aus. Wenn mal ein Gasthund da ist, udn er sich mit diesem versteht, ist das w as ganz Anderes - denn da weiß er sicher inzwischen, der geht wieder, wenn der Spaß vorbei ist. Aber wenn der vorhandene Hund erstmal merkt, der zweite bleibt im Hause, ist doch klar, daß er das doof findet. ist wie bei Kindern - kommt das Zweite, ist das erste nimmer der mittelpunkt des Lebens für die Eltern und kann "krätzig" reagieren.

    Klar soll man den Neuen keinesfalls bevorzugen und den "alten" links liegenlassen, das würde sicherlich noch mehr negative Gefühle dem Neuling gegenüber verursachen. Aber genausowenig sollte man den Althund einfach machen lassen - denn wenns nach demn ginge, müßtet Ihr die Neue gleich mal wieder wegbringen, am besten gaaaaaanz weit. Damit er wieder schalten und walten kann, wie er möchte, und nix teilen muß.

    "Dummerweise" (für den Hund) seid aber immer noch IHR diejenigen, die entscheiden sollten (!), wer im Haushalt lebt, und nicht der Hund. Insofern klare Regeln: klar kriegt er mal das erste Lckerli, aber das andere kriegt sie. Verdrängt er sie vom Platz neben mir, fliegt er auch. Klaut er Leckerli, kriegt er nen Anranzer, und sie ein neues.

    Scheucht er sie unters Bett, würd ich ihn einkalt aus dem Zimmer werfen für die nächsten 10 Minuten. Das ist ungebührliches Verhalten, wer sich bei Euch aufhält, entscheidet IHR. Er muß mit der Neuen nicht spielen, er soll sie auch nicht abknutschen - aber er hat sie zu akzeptieren. Und das schließt Mobben und Sichindenvordergrundspielen aus. Punkt.

    Ich unterstell mal ganz böse, daß der Kerle bei Euch grad mal ein paar Prisen Aufmerksamkeit und Entscheidungsfreiheit zu viel bekommen hat bislang, und es wird Zeit, daß er lernt, wo er steht - und das ist nicht an der Entscheiderposition...... :-)

    Weh tun werdet Ihr ihm damit sicherlich nicht, im Gegenteil. Je besser ein Hund seine Grenzen kennt, desto mehr Sicherheit gibt ihm das, er kann entspannen. Und dann kann er sich innerhalb der Grenzen mit größtmöglicher Freiheit austoben. Damit tut Ihr ihm also eher einen Gefallen, wenn ihr ihn bisserl ausbremst, als daß Ihr ihm damit wehtun würdet.

    Wenn ihr dagegen so weitermachen würdet, und Blubbs Vorschläge befolgt, habt Ihr bald nen veritablen Haustyrannen da sitzen, und müßtet die Kleine irgendwann zu ihrem Schutz abgeben.

    Darüber nachzudenken, ob es richtig war, sie zu holen, das ist jetzt zu spät. Nun ist sie da, und Ihr seid in der Pflicht, und das ist gar nicht so schwer, wie sich das vielleicht anhören mag: mit ein paar Regeln (für Beide!) sorgt Ihr dafür, daß auch sie ein unbeschwertes Leben bei Euch haben kann*). Wenn das erstmal akzeptiert wurde, dann kann man versuchen, aus den beiden ein Paar zu machen, das sich mag. Aber erstmal kommt die Erkenntnis, daß die Kleine genauso das Recht hat, bei Euch zu leben, wir der Rüde. und das muß bei ihm ankommen.

    *) Dinge wie: jedem sein Körbchen, der Andere läßt das in Ruhe, sodaß jeder seinen Zufluchtsort hat. Gefuttert wird in Ruhe, anschließend verläßt man den Raum, damit der Andere auch in Ruhe futtern kann. Der andere Napf ist tabu. Zeit für mich ist Zeit für mich, Zeit für den anderen Hund gehört ihm, und ich bleib im Körbchen. Evtl. fürs Rausgehen etc. ein Ritual einführen, daß immer derselbe Ablauf stattfindet. z.B. beide vor Dir absitzen, erst Rüde anziehen, dann Hündin anziehen. Gesittet rausgehen. Immer gleich - dann stellt irgendwann keiner mehr was in Frage, weil das sind EURE Regeln, und die gelten. Punkt. Sowas halt in der Richtung - müßt Ihr selbst überlegen, was sich wie bei Euch umsetzen und einrichten läßt an Regeln. Müßt Euch nur einig sein und dann Euch selbst konsequent dran halten :-)

    .......Wenn es zu heftig ist, den Rüden anleinen und warten bis die Besitzer kommen und ihn mit einer Entschuldigung und Erklärung persönlich übergeben. Ich denke nicht, das die HH dann böse reagieren.

    Ne Entschuldigung? *prust..... Wofür soll ich mich entschuldigen - dafür, daß die ihrem Hund keinen funktionsfähigen Rückruf beigebracht haben? Bei mir würden die nur einen Kommentar kriegen: "Wenn Sie Ihren Hund nicht unter Kontrolle haben oder abgerufen kriegen, gehört er an die Leine!" Ist ja kein Thema, daß ein Hund mal herläuft, wenn woanders ein "Kumpel" frei läuft, so eng seh ich das nicht, zuminest wenn der Andere den dann zügig wieder einsammeln kommt. Aber so weit, daß er außer Sicht gerät, und die lassen den laufen? Das geht in meinen Augen mal gar net.

    Bei mir werden aufdringliche Rüden geblockt und weggeschickt, und das in recht unfreundlichem Tonfall (sonst wirkt´s meist eher hilflos und wenig überzeugend), sollte der Besitzer nicht in Sichtweite sein. Wenn der Besitzer in der Nähe ist, dann mach ich ihm -notfalls mit Händen und Füßen auf größere Entfernung- klar, daß ich seinen Hund grad net so wirklich gebrauchen kann und bitte höflich um Wegnahme oder Anleinen. Man kann ja verscheuchende Bewegungen andeuten oder so, wenn der Andere noch nicht in Hörweite ist, ich denke, das verstehen die meisten Leute schon. Und wenn man dabei zum anderen Hund recht unfreundlich ist, unterstützt das evtl. auch noch den Rückruf des Halters, und der Hund entscheidet sich, doch lieber zurückzugehen.

    Oft hilft es auch schon, wenn der Andere im Anmarsch ist, sich voll auf den eigenen Hund zu konzentrieren, irgendwas von dem zu verlangen (Fußgehen oder so, damit er sich auf einen konzentriert), und mitsamt dem Hund im 90-Grad-Winkel seitlich wegzugehen, gerade Haltung, abweisender Gesichtsausdruck. Viele Hunde können das besser lesen als ihre Halter *gg und bleiben dann stehen und gucken nur noch, und setzen dann die ursprüngliche Richtung fort, statt herzukommen.

    Meine Hunde kann cih auch auf den Arm nehmen, aber wenn dann so ein Labbi-Lover oder so ein Kaliber vor Dir steht udn meint, Dich anspringen zu müssen, um an die Hündin ranzukommen, ist das auch net so lustig - dann lieber blocken, weil es bei mir auch sein könnte, daß die eigene Hündin (speziell Frieda) auf dem Arm dann auch krätzig zu dem wird - und dann zappelt die wie ein glitschiger Fisch *gg und ist kaum mehr zu halten auf dem Arm.

    Wenn man den Hund kennt, das hatte ich schonmal, dann kann man eine Leine mitnehmen und den Hund anbinden, und hinterher den Haltern Bescheid geben, wo sie ihn aufsammeln können. Hatten mal bei uns so nen Streuner, wo jeder wußte, wo er hingehört (Ladengeschäft mit ständig Kundschaft - also Tür auf-Tür zu im ständigen Wechsel, sodaß der Hund alle Chancen der Welt hatte), und der ist bei jeder läufigen Hündin ausgebüchst und im Gassigebiet rumgelaufen - extrem lästig, weil den ist man echt nimmer losgeworden, für den hatte ich dann irgendwann immer ne Leine dabei. Komischerweise hab ich ihn, nachdem ich mir die zugelegt hatte, dann nicht mehr da oben getroffen :-)

    @BieBoss, musst du nicht klauen, der ist ganz legal zu vermitteln. :p

    Hm - habs schon gesehn.... :-) Aber ich hab doch schon 3. Und hilft ja nix: wenn er dann jetzt bei mir hungert, weils für den Vierten nimmer langt, ist ihm ja net wirklich geholfen *ggg (spricht die Frau mit 27 Kilo Fleisch seit gestern in der Truhe und den 3 Zwerghunden *gg)

    Abgesehen davon häng ich an meiner Wohnung, und würd keine weitere Erlaubnis kriegen ;-( Sonst hätt ich glaub schon 10 Hunde oder so......

    Mannmann.... welch Mammutdiskussion :-) Irgendwo verstehe ich ja Argumente beider Seiten.

    Aber mal ganz ehrlich, was mir so bei den einzelnen Beiträgen durch den Kopf ging (Ihr müßt nicht drauf eingehen, ist nur mal so zum Nachdenken drüber):

    1. Jeder meint, die Halterin erzählt Käse, weil die Trainerin angeblich gesagt hätte, die müssen das unter sich ausmachen. Aber jeder geht komischerweise trotzdem von der Annahme oder persönlichen (nicht verifizierten) Einschätzung genau dieser (aber offenbar vollkommen ahnungslosen) Hundehalterin aus, daß der Hund tatsächlich dort sein Revier verteidigen wollte! Könnte doch einfach sein, daß der schlichtweg unerzogen ist, und die gute Frau das mangels Erfahrung falsch interpretiert hat??

    2. Irgendwie könnte man beim Durchlesen meinen (dabei glaube ich das keineswegs von Euch!), daß hier keiner der Schreiber in der Lage sei (!sei - nicht ist! Bitte hier nicht falsch lesen.... *gg), seinem eigenen Hund zu vertrauen (dabei ist das Wissen doch fast überall da!). Was ist das heutzutage, daß ich hier Dinge lese wie "kein Hund hat irgendetwas selbst zu regeln" oder "mein Hund hat das nicht zu entscheiden"? Sind Hunde Haussklaven?? Das sind doch selbständige Wesen, die eine eigene Meinung haben dürfen! Vielleicht war der Neue dem "alteingesessenen" Hund einfach nur unsympathisch, und der ist wählerisch in seinen Bekanntschaften? Schreibt ihr Eurem Hund auch noch vor, mit welchem Zahn er das Fleisch abends kauen soll? Meint ihr nicht, daß Herrchen/Frauchen es auch übertreiben kann?

    3. Irgendwie habe ich den Eindruck aus dem hier Geschriebenen, daß Ihr Euch auch "alle" (hab jetzt keine Lust, zu zählen, wer sowas in die Richtung schrieb, daher die gemeine Verallgemeinerung) nicht zutraut, entgegenkommende Hunde in ihrer Körpersprache zu lesen (das stimmt mit Sicherheit nicht, daß Ihr es nicht könntet, aber traut Euch doch mal was zu!): egal, bei welchem Fremdhund, der eigene wird sofort herangerufen, hat nichts zu klären, der Fremde köööönnte ja was Böses wollen. Mal ehrlich: selbst wenn man die Körpersprache nicht lesen könnte oder sich selbst unsicher ist: wie oft kommt es vor, daß man einem wirklich gefährlichen Hund, der außer Kontrolle des Halters ist, begegnet?

    4. Hunde kommunizieren meist sehr sauber und deutlich, wenn sie normal sozialisiert sind, und ich vertraue meinen Hunden dahingehend vollkommen (und bei Frieda weiß ich, daß sie´s nicht kann -Körpersprache lesen ist schwer mit blinden Äuglein- und sichere entsprechend). Ich weiß genau, wann ich die Kröten machen lassen darf, und wann ich sie besser vorher rausnehme (ich laß die auch nicht ALLES machen oder regeln, keine Sorge! *gg). Wie um Himmels Willen soll ein Hund lernen, mit Anderen umzugehen, wenn er dies nicht im Alltag bei irgendwelchen Begegnungen mit Hunden lernt, die ich ihm erlaube (z.B. weil ich erkenne, das Gegenüber guckt neugierig und würde sich nicht auf meine stürzen)? Andere Hunde verstehen einen Kommentar meiner Hunde, daß sie hier bei uns nicht willkommen sind, tausendmal besser, als wenn ich selbst die wegschicken würde. Meine geraten dabei nicht in Panik oder wären gestreßt bei solchen Lappalien. Also dürfen sie das z.B. (klar, Ausnahmen bestätigen die Regel; wenn ich mit Frieda unterwegs bin, die würde mit den Zähnen klären, wenn einer zu nah kommt, (siehe Erklärung 1. Satz in Klammern) das unterbinde ich durch Blocken des Hundes).

    5. Manchmal glaube ich, daß von uns Hundehaltern (und da schließe ich mich ein) vor lauter "bloß nicht negativ auffallen" so viel Menschliches vom Hund verlangt wird an Benehmen, wie dieser gar nicht zu verstehen und leisten in der Lage ist. Daher wird dann vom HH fast schon alles "geregelt". Aber dabei wird oftmals wohl vergessen, daß Hunde doch Tiere sind, die im Allgemeinen sehr wohl (auch unter heutigen oft schwierigen und strssigen Alltagsbedingungen!) in der Lage sind, sich äußerst verständlich auszudrücken, miteinander und uns gegenüber. Wenn man ihnen denn die Chance gibt, dies zu lernen und zu üben. Klar - nicht überall und in jeder Situation, der Erzfeind muß nicht unbedingt auf der Hauptstraße unangeleint verkloppt werden *gg - aber so ein kliiiitzeleiiiiiin bißchen Kommunikation untereinander bei der Spezies Hund....? *schulternfragendheb.....

    Natürlich kann ich nachvollziehen, daß man mit nem Rotti z.B. da andere Maßstäbe anlegen muß, weil die BLÖD-geprägte Umwelt ganz anders auf einen großen "Kampf"Schmusehund reagiert, als auf andere Hunde, und daß man dann eher weniger den Weg "selbst regeln" gehen kann, um des Hundes willen. Aber es hat ja von uns nun nicht jeder einen Hund, auf den die Menschen nunmal dummerweise so reagieren.

    Ich glaub manchmal, vor lauter Perfektion, gerade der Halter hier im Forum, wird manchmal übertrieben mit Beschützen und Regeln und Rücksichtnehmen und seeehr viel vom HH (selbst und anderen) verlangt (und auch an Wissen vorausgesetzt), was diese oft einfach nicht können, weil sie´s halt nie gelernt haben - und nicht im DF sind :ugly: . Macht halt net jeder, für Manche ist halt der Hund Familienbegleiter, und wird eben anders gehalten, das werden wir net ändern können.

    Ich bin relativ entspannt mit meinen und hätte die echt machen lassen in der Situation (wenn ich schon gepennt hätte und vorher nicht gesehen hätte, daß sich da was anbahnen könnte, und die schon mittendrin sind, weil ich weiß, daß das dann umso mehr eskalieren könnte bei meinem Eingreifen), und ich habe NUR kleine Hunde mit 5 / 7,5 / 9 Kilo, und mir ist seit 8,5 Jahren (so lange hab ich die schon) noch NIE ein ungesicherter Hund über den Weg gelaufen, der auch nur einen von den Dreien ernsthaft angegangen wäre, mal ab von kleinen Ressourcen-Meinungsverschiedenheiten, wenn mal einer Leckerli gab, und sich dabei ein anderer Hund unbemerkt zu weit näherte, oder Verteidigung der "eigenen" läufigen Biene-Hündin (ist mir offen gestanden ganz recht, wenn da kein anderer Rüde drangeht *gg) oder terrierüblichem Rumgeprolle. Mal kurz anderen Hund korrigiert, und beide gehen weiter, Verhältnisse geklärt. Das kann doch kein Zufall sein, oder?

    Wenn ich aber schon der Meinung bin, daß ich sowas nicht möchte (und das geht jetzt an die TS), dann kommt mein nächster Gedanke:

    6. Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, dann grundsätzlich nur, wenn ich dabei immer ein Auge auf dem Hund haben kann. Insofern kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen, daß Hunde überhaupt in nem Stall frei laufen dürfen (sei es, vom Stallbesitzer aus, sei es vom Halter aus!). Ich kenne das aus der Vergangenheit eher so, daß Hunde den Ställen grundsätzlich fernzubleiben haben (gibt genug Pferde, die keine Hunde ab können, und auch nicht jeder Pferdebesitzer steht auf frei rumlaufende Hunde, könnt ich mir vorstellen), immerhin sind Pferde Fluchttiere, die auch gern mal erschrecken. Sowas würde ich, wenn das schon erlaubt wäre, nur tun, wenn mein Hund da ständig unter meiner Aufsicht wäre - mit in der Box, angeleint am Bauchgurt, was auch immer, ansonsten wäre mein Hund im Auto in der Box mit offenem Kofferraum (siehe das Argument, daß wenn mal was passieren sollte am Hof durch die Hunde, überhaupt keiner mehr den Hund mitbringen könnte, das hier in dem Wust an Beiträgen schon genannt wurde!). Da käme er gar nicht in die Verlegenheit, daß ihn einer vertreiben könnte oder sonstigen Streß machen würde.

    Für mich wäre die Pferdezeit Pferdezeit, und daheim Hundezeit. Klar, wenn der Hund mit ausreiten kann, ist das schön, darf und soll er auch gerne - aber bis ich mit dem Pferd den Hof verließe, wär der bei mir im Auto. So ergäbe sich die Frage, ob dem anderen Hund die Anwesenheit von meinem paßt oder nicht, gar nicht mehr, und jegliche Diskussion mit einer anderen Halterin würde sich erübrigen. Soll die doch machen, wie sie möchte, und ihre eigene Einstellung (und Erziehung des Hudes, mit der muß dann sie sich nur noch selbst rumschlagen) behalten, wenn der Stallbesitzer das so akzeptiert - und ich hätt den Ärger net, mein Hund wäre gesichert und entspannt, während er darauf wartet, zum Ausreiten rausgeholt zu werden ausm Auto. Und letztlich hast Du das Problem, daß dieses eingespielte Verhalten in einem Stall mit einer wahrscheinlich schon länger bestehenden Gemeinschaft existiert, und man als Neuling immer ganz schlecht herkommen und alles auf den Kopf stellen kann. Das kommt immer etwas doof, und wenn man sich da nicht einfügt in die Stallgemeinschaft, könnt ich mir vorstellen, daß man recht flott wieder draußen ist dort - nur ne Vermutung, wäre aber menschlich...... Wäre also wohl einfacher, den Hund einfach im Auto zu parken, solang der Stall gemistet wird, oder Pferdchen für den Ausritt fertiggemacht wird, als auf der anderen Seite gegen vermutlich Windmühlenflügel zu kämpfen.

    So - des war jetzt echt lang...... :-) Etz muß ich wieder arbeiten. Hab nämlich nächste Woche Urlaub, und werde in der Zeit wohl eher weniger hier reinschauen, daher (ganz offtopic, aber nichtsdestotrotz passend *gg) wünsche ich erstmal schöne Osterfeiertage, v.a. ohne hundliche Kloppereien! :hust:

    Werde danach wieder hier reingucken, mal sehen, was noch kommt, und bin gespannt auf die Entscheidung / Berichte, wie´s jetzt laufen wrid, liebe TS..... *wink......
    :winken:

    Von uns auch noch ein kleiner Erfahrungsbericht: als meine Frieda damals operiert wurde, blieb ich auch dabei - ging ja ganz schnell: Spritze rein, bums, Hund umgefallen. Hätt der Doc mich nicht vorgewarnt, ich glaub, ich hätt sie vom Tisch fallen lassen *gg

    Ging so für den Hund wesentlich angenehmer, sie ist ja blind, und weiß daher noch weniger als andere Hunde, was da abgeht, und wenn ihr einfach wer die Füßchen festhält (das mögen meine Terris beide seeeehr ungern), dann wehrt sie sich recht vehement - und das kann bei nem Terrier auch trotz Blindheit dumm ausgehen. Man hätte evtl. mit Mauli arbeiten müssen o.ä., was den Hund nur noch mehr verunsichern (wahlweise erzürnen *hähä...) würde. So hielt ich sie, sie war deutlich entspannter, weil sie merkte, ich bin dabei, und gut war. Sie fands zwar doof, aber ich weiß, wie ich sie halten muß, damit sie stillhält *gg

    Beim Aufwachen war ich auch dabei, durfte rein ins Zimmer (extra Raum auf meinen Wunsch hin, weil sie ja mit anderen Hunden nicht kann --> Streß vermieden), sobald sie halbwegs am Aufwachen war, und saß dann neben ihr am Boden und habe sie erstmal ne Stunde wachgeknuddelt :-) Als sie halbwegs laufen konnte (wenn auch voll wackelig - echt süß...), durften wir gehen. Den Weg ins Auto hat sie selbst zurückgelegt.

    Fädenziehen war dann ohne Narkose, das fand Frieda (Fäden den halben Bauch entlang) so doof, daß wir sie zu dritt gehalten haben (ich den Kopf, und je einer die Vorder- und Hinterbeine), damit die Ärztin ungefährdet die Fäden rauskriegte, ohne den Hund dabei zu pieksen..... *gg Ihren Ärger übers Festhalten ließ sie an der Pansen-Portion aus, die ich ihr beim Loslassen präsentierte..... Danach waren dann alle wieder gaaaaanz toll!

    Also - wird schon morgen.... :-) Ihr schafft das!

    ........

    Zum einen Zahlen die meisten Neulinge noch keinen Mitgliedsbeitrag. Zum anderen sprechen wir nicht von normalen Training, sondern von der Prüfungsvorbereitungszeit und da haben die Starter für die Prüfung einfach mal die paar Wochen vor der Prüfung Vorrang.
    Wenn ich die zwei, drei Wochen nicht mal zurückstecken kann, ist das einfach unkollegial. Wenn ich Prüfung machen möchte, erwarte ich ja auch, dass man mich unterstützt und erwarte dass der mit dem Nichtprüfungshund nicht auf sein Mitgliedsrecht pocht, wenn das bedeuten würde, dass ich dadurch nicht zum Trainieren komme.

    Da erwarte ich einfach von jedem Mitglied Kollegialität.

    Das mit den Prüfungen kann ich schon verstehen - aber nicht, wenn genau diese auch für einen Neuling durchaus nachvollziehbare Begründung nicht gegeben würde, sondern ich einfach ferngehalten werde aus diesem Training. Ich kenn das halt so, daß man dann erklärt kriegt, daß bald Prüfungen sind, und man gerne mal mit reinschnuppern könne, aber eben nach den Prüfungen, evtl. mit Angabe der normalen Trainingszeiten oder so.

    Und zu dem Thema Mitgliedsbeitrag: ich persönlich entscheide gerne selbst, wofür ich den Mitgliedsbeitrag zahle - und wenn ich gerne fährten würde (oder zumindest mal reinschauen möchte, ob das was für mich wäre), aber dann ferngehalten werde, dann überleg ich mir, ob ich selbigen Beitrag wirklich dort zahlen soll, wo man mich ohne Angaben einer plausiblen Erklärung aus dieser Stunde fernhält. Ich kann doch über Sinn oder Unsinn einer Mitgliedschaft beim Verein xy erst dann entscheiden, wenn ich das ganze Angebot des Vereins kenne.... Das war halt so mein Hintergedanke bei der Geschichte.