Mannmann.... welch Mammutdiskussion :-) Irgendwo verstehe ich ja Argumente beider Seiten.
Aber mal ganz ehrlich, was mir so bei den einzelnen Beiträgen durch den Kopf ging (Ihr müßt nicht drauf eingehen, ist nur mal so zum Nachdenken drüber):
1. Jeder meint, die Halterin erzählt Käse, weil die Trainerin angeblich gesagt hätte, die müssen das unter sich ausmachen. Aber jeder geht komischerweise trotzdem von der Annahme oder persönlichen (nicht verifizierten) Einschätzung genau dieser (aber offenbar vollkommen ahnungslosen) Hundehalterin aus, daß der Hund tatsächlich dort sein Revier verteidigen wollte! Könnte doch einfach sein, daß der schlichtweg unerzogen ist, und die gute Frau das mangels Erfahrung falsch interpretiert hat??
2. Irgendwie könnte man beim Durchlesen meinen (dabei glaube ich das keineswegs von Euch!), daß hier keiner der Schreiber in der Lage sei (!sei - nicht ist! Bitte hier nicht falsch lesen.... *gg), seinem eigenen Hund zu vertrauen (dabei ist das Wissen doch fast überall da!). Was ist das heutzutage, daß ich hier Dinge lese wie "kein Hund hat irgendetwas selbst zu regeln" oder "mein Hund hat das nicht zu entscheiden"? Sind Hunde Haussklaven?? Das sind doch selbständige Wesen, die eine eigene Meinung haben dürfen! Vielleicht war der Neue dem "alteingesessenen" Hund einfach nur unsympathisch, und der ist wählerisch in seinen Bekanntschaften? Schreibt ihr Eurem Hund auch noch vor, mit welchem Zahn er das Fleisch abends kauen soll? Meint ihr nicht, daß Herrchen/Frauchen es auch übertreiben kann?
3. Irgendwie habe ich den Eindruck aus dem hier Geschriebenen, daß Ihr Euch auch "alle" (hab jetzt keine Lust, zu zählen, wer sowas in die Richtung schrieb, daher die gemeine Verallgemeinerung) nicht zutraut, entgegenkommende Hunde in ihrer Körpersprache zu lesen (das stimmt mit Sicherheit nicht, daß Ihr es nicht könntet, aber traut Euch doch mal was zu!): egal, bei welchem Fremdhund, der eigene wird sofort herangerufen, hat nichts zu klären, der Fremde köööönnte ja was Böses wollen. Mal ehrlich: selbst wenn man die Körpersprache nicht lesen könnte oder sich selbst unsicher ist: wie oft kommt es vor, daß man einem wirklich gefährlichen Hund, der außer Kontrolle des Halters ist, begegnet?
4. Hunde kommunizieren meist sehr sauber und deutlich, wenn sie normal sozialisiert sind, und ich vertraue meinen Hunden dahingehend vollkommen (und bei Frieda weiß ich, daß sie´s nicht kann -Körpersprache lesen ist schwer mit blinden Äuglein- und sichere entsprechend). Ich weiß genau, wann ich die Kröten machen lassen darf, und wann ich sie besser vorher rausnehme (ich laß die auch nicht ALLES machen oder regeln, keine Sorge! *gg). Wie um Himmels Willen soll ein Hund lernen, mit Anderen umzugehen, wenn er dies nicht im Alltag bei irgendwelchen Begegnungen mit Hunden lernt, die ich ihm erlaube (z.B. weil ich erkenne, das Gegenüber guckt neugierig und würde sich nicht auf meine stürzen)? Andere Hunde verstehen einen Kommentar meiner Hunde, daß sie hier bei uns nicht willkommen sind, tausendmal besser, als wenn ich selbst die wegschicken würde. Meine geraten dabei nicht in Panik oder wären gestreßt bei solchen Lappalien. Also dürfen sie das z.B. (klar, Ausnahmen bestätigen die Regel; wenn ich mit Frieda unterwegs bin, die würde mit den Zähnen klären, wenn einer zu nah kommt, (siehe Erklärung 1. Satz in Klammern) das unterbinde ich durch Blocken des Hundes).
5. Manchmal glaube ich, daß von uns Hundehaltern (und da schließe ich mich ein) vor lauter "bloß nicht negativ auffallen" so viel Menschliches vom Hund verlangt wird an Benehmen, wie dieser gar nicht zu verstehen und leisten in der Lage ist. Daher wird dann vom HH fast schon alles "geregelt". Aber dabei wird oftmals wohl vergessen, daß Hunde doch Tiere sind, die im Allgemeinen sehr wohl (auch unter heutigen oft schwierigen und strssigen Alltagsbedingungen!) in der Lage sind, sich äußerst verständlich auszudrücken, miteinander und uns gegenüber. Wenn man ihnen denn die Chance gibt, dies zu lernen und zu üben. Klar - nicht überall und in jeder Situation, der Erzfeind muß nicht unbedingt auf der Hauptstraße unangeleint verkloppt werden *gg - aber so ein kliiiitzeleiiiiiin bißchen Kommunikation untereinander bei der Spezies Hund....? *schulternfragendheb.....
Natürlich kann ich nachvollziehen, daß man mit nem Rotti z.B. da andere Maßstäbe anlegen muß, weil die BLÖD-geprägte Umwelt ganz anders auf einen großen "Kampf"Schmusehund reagiert, als auf andere Hunde, und daß man dann eher weniger den Weg "selbst regeln" gehen kann, um des Hundes willen. Aber es hat ja von uns nun nicht jeder einen Hund, auf den die Menschen nunmal dummerweise so reagieren.
Ich glaub manchmal, vor lauter Perfektion, gerade der Halter hier im Forum, wird manchmal übertrieben mit Beschützen und Regeln und Rücksichtnehmen und seeehr viel vom HH (selbst und anderen) verlangt (und auch an Wissen vorausgesetzt), was diese oft einfach nicht können, weil sie´s halt nie gelernt haben - und nicht im DF sind
. Macht halt net jeder, für Manche ist halt der Hund Familienbegleiter, und wird eben anders gehalten, das werden wir net ändern können.
Ich bin relativ entspannt mit meinen und hätte die echt machen lassen in der Situation (wenn ich schon gepennt hätte und vorher nicht gesehen hätte, daß sich da was anbahnen könnte, und die schon mittendrin sind, weil ich weiß, daß das dann umso mehr eskalieren könnte bei meinem Eingreifen), und ich habe NUR kleine Hunde mit 5 / 7,5 / 9 Kilo, und mir ist seit 8,5 Jahren (so lange hab ich die schon) noch NIE ein ungesicherter Hund über den Weg gelaufen, der auch nur einen von den Dreien ernsthaft angegangen wäre, mal ab von kleinen Ressourcen-Meinungsverschiedenheiten, wenn mal einer Leckerli gab, und sich dabei ein anderer Hund unbemerkt zu weit näherte, oder Verteidigung der "eigenen" läufigen Biene-Hündin (ist mir offen gestanden ganz recht, wenn da kein anderer Rüde drangeht *gg) oder terrierüblichem Rumgeprolle. Mal kurz anderen Hund korrigiert, und beide gehen weiter, Verhältnisse geklärt. Das kann doch kein Zufall sein, oder?
Wenn ich aber schon der Meinung bin, daß ich sowas nicht möchte (und das geht jetzt an die TS), dann kommt mein nächster Gedanke:
6. Wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, dann grundsätzlich nur, wenn ich dabei immer ein Auge auf dem Hund haben kann. Insofern kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen, daß Hunde überhaupt in nem Stall frei laufen dürfen (sei es, vom Stallbesitzer aus, sei es vom Halter aus!). Ich kenne das aus der Vergangenheit eher so, daß Hunde den Ställen grundsätzlich fernzubleiben haben (gibt genug Pferde, die keine Hunde ab können, und auch nicht jeder Pferdebesitzer steht auf frei rumlaufende Hunde, könnt ich mir vorstellen), immerhin sind Pferde Fluchttiere, die auch gern mal erschrecken. Sowas würde ich, wenn das schon erlaubt wäre, nur tun, wenn mein Hund da ständig unter meiner Aufsicht wäre - mit in der Box, angeleint am Bauchgurt, was auch immer, ansonsten wäre mein Hund im Auto in der Box mit offenem Kofferraum (siehe das Argument, daß wenn mal was passieren sollte am Hof durch die Hunde, überhaupt keiner mehr den Hund mitbringen könnte, das hier in dem Wust an Beiträgen schon genannt wurde!). Da käme er gar nicht in die Verlegenheit, daß ihn einer vertreiben könnte oder sonstigen Streß machen würde.
Für mich wäre die Pferdezeit Pferdezeit, und daheim Hundezeit. Klar, wenn der Hund mit ausreiten kann, ist das schön, darf und soll er auch gerne - aber bis ich mit dem Pferd den Hof verließe, wär der bei mir im Auto. So ergäbe sich die Frage, ob dem anderen Hund die Anwesenheit von meinem paßt oder nicht, gar nicht mehr, und jegliche Diskussion mit einer anderen Halterin würde sich erübrigen. Soll die doch machen, wie sie möchte, und ihre eigene Einstellung (und Erziehung des Hudes, mit der muß dann sie sich nur noch selbst rumschlagen) behalten, wenn der Stallbesitzer das so akzeptiert - und ich hätt den Ärger net, mein Hund wäre gesichert und entspannt, während er darauf wartet, zum Ausreiten rausgeholt zu werden ausm Auto. Und letztlich hast Du das Problem, daß dieses eingespielte Verhalten in einem Stall mit einer wahrscheinlich schon länger bestehenden Gemeinschaft existiert, und man als Neuling immer ganz schlecht herkommen und alles auf den Kopf stellen kann. Das kommt immer etwas doof, und wenn man sich da nicht einfügt in die Stallgemeinschaft, könnt ich mir vorstellen, daß man recht flott wieder draußen ist dort - nur ne Vermutung, wäre aber menschlich...... Wäre also wohl einfacher, den Hund einfach im Auto zu parken, solang der Stall gemistet wird, oder Pferdchen für den Ausritt fertiggemacht wird, als auf der anderen Seite gegen vermutlich Windmühlenflügel zu kämpfen.
So - des war jetzt echt lang...... :-) Etz muß ich wieder arbeiten. Hab nämlich nächste Woche Urlaub, und werde in der Zeit wohl eher weniger hier reinschauen, daher (ganz offtopic, aber nichtsdestotrotz passend *gg) wünsche ich erstmal schöne Osterfeiertage, v.a. ohne hundliche Kloppereien! 
Werde danach wieder hier reingucken, mal sehen, was noch kommt, und bin gespannt auf die Entscheidung / Berichte, wie´s jetzt laufen wrid, liebe TS..... *wink......
