Ha, wenn ich meinen Hund über Streicheleinheiten belohnen würde, der würd mir nen Vogel zeigen. Maja sind Streicheleinheiten sowas von furzpiepegal, wenn wir unterwegs sind als Belohnung, das kannst du dir nicht vorstellen. Jaaaa, ich könnt natürlich meinen Hund den lieben langen Tag völlig ignorieren, damit er Wert auf meine Streicheleinheiten legt, das ist aber m.E. nicht der richtige Weg, einfach weil ich ihn ja belohnen will, nicht ihm die Belohnung "aufzwingen" will.
Wo ist die Belohnung denn bitte noch Belohnung, wenn sie eigentlich unerwünscht ist und ich sie nur etabliere, weil es nix anderes gibt. Ich weiß, der Mensch-Hund-Vergleich ist nicht gern gesehen, aber nur zur Verdeutlichung: Wenn meine Eltern irgendwann mal auf die Idee gekommen wären, mir immer, wenn sie mir was Gutes tun zu wollten, einen Champignon zu geben (ich hasse Champignons!), dann wäre das keine Belohnung gewesen. Also hätte ich nix zu essen mehr bekommen, so lange, bis ich auch Wert auf die Champignons gelegt hätte, eben weils ja nix anderes geben würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das dann tatsächlich als Belohnung gesehen hätte oder als etwas Positives.
Ich will meinen Hund nicht mit etwas "belohnen", worin für ihn eigentlich keine Belohnung steckt. Eine Belohnung ist für mich etwas, was der Hund von Natur aus genial findet, bei dem einen das Leckerchen, beim anderen das Zerrspiel, beim nächsten das verbale Lob, beim nächsten das Streicheln. Muss ich den Hund erst "zwingen", diese Belohnung anzunehmen, ist es für mich keine Belohnung mehr, eben weil es nichts Positives ist, sondern weil der Hund nur aus der Not eine Tugend macht.
Im Übrigen ist es kein Drama, wenn ich mal keine Leckerchen dabei habe. Mein Hund hört trotzdem, er hat ja gelernt, dass es ab und an was gibt, nciht immer. Also gibt es auch auf Spaziergängen, bei denen ich etwas dabei habe, Gelegenheiten, bei denen Maja etwas richtig macht, ohne etwas dafür zu bekommen.
LG, Henrike