Beiträge von Niani

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    Und was ist bitte an unseren Hundeauswahl so schlimm??? Wir mögen die drei Hunderassen einfach. Meine Freundin findet zb. auch noch eine deutsche Dogge toll, doch ich wiederrum nicht....

    Schlimm ist daran erstmal gar nichts :) Die drei Rassen sind halt bloß von ihren Eigenschaften her sehr sehr unterschiedlich und ihr müsstet euch Gedanken darüber machen, was für einen Hund ihr wollt, was ihr ihm bieten könntet, damit ihr hinterher auch wirklich einen Hund habt, der zu euch passt.

    Ihr müsst euch fragen, ob ihr in der LAge seid, den Laufansprüchen eines Dalmatiners gerecht zu werden. Ob ihr mit dem eventuell vorhandenen Jagdtrieb beim Labrador klarkommt. Wie ihr mit der Sturköpfigkeit der beiden Rassen klarkommt (der Labbi hat keinen will-to-please, der aht nur einen will-to-fress ;)).

    Die Auslastung der unterschiedlichen Rassen läuft nunmal völlig anders ab, einen Labrador macht man anders müde als einen Dalmatiner. Und da liegt es an euch, was euch mehr Spaß machen würde, was ihr euch eher vorstellen könntet.

    Den chi hab ich hier jetzt grad mal rausgenommen, weil ich mich da zu weit aus dem Fenster lehnen würde, weil ich über deren Auslastung wenig weiß :)

    LG, Henrike

    AlexandraZoe: Ja, es ist heftig, aber eigentlich hab ich mich einigermaßen damit arrangiert. Es ist anstrengend, weil man im Urlaub gucken muss, wie man den Hund ernährt (man kann ja kein FeFu mitnehmen) und weil halt äußerste Disziplin gefordert ist (was den Hund nicht interessiert, der alles nimmt, was er findet :headbash: ), dass man nichts gibt, was der Hund nicht darf.
    Aber eigentlich kann auch die Maja einigermaßen damit leben. Der Blutallergietest wurde letztes Jahr im Frühjahr gemacht, danach hab ich alles gemieden, was man mir gesagt hatte. Leider aht die TA-Praxis damals geschlampt und mir nicht gesagt, dass es zwei Parameter gibt und ich hatte nur die Ergebnisse des einen Parameters und hab dementsprechend auch nur diese Sachen gemieden. Dass es einen zweiten Parameter gibt und dass Maja dort auch in mehreren Kategorien noch reagiert hat, wusste ich bis vor einigen Wochen nicht. Meine Fütterungsumstellung im letzten Jahr war nur kurzfristig von Besserung, richtig aufgehört zu kratzen und zu schlecken hatte sie aber nicht (Wie auch, wenn ich aus Unwissenheit weiter Sachen füttere, die sie eigentlich nicht haben dürfte?). Im Winter habe ich mit der Ausschlussdiät angefangen und Glück gehabt, unsere ersten beiden Komponenten waren nämlich direkt solche, die sie verträgt. Insofern ist sehr schnell eine Besserung eingetreten. Durch das Austesten kamen immer wieder mal Reaktionen zum Vorschein, aber ich habe sie soweit stabil, dass sie nur ab und an schleckt und auch nur ab und an kratzt, alles im Rahmen dessen, was akzeptabel ist. Den Bioresonanztest hab ich vor einigen Wochen machen lassen, der hat nochmal Aufschluss über einige Sachen gegeben, die im Bluttest nicht drin waren und mir Anhaltspunkte gegeben, was und wie wir weitertesten. Momentan lebt Maja aber ehrlich gesagt recht gut mit Fisch, Reis, Lebertran, Calciumpräparat und Mineraltabletten. Unsere THP baut sie momentan wieder ein bissle auf und dann wird weitergeschaut, was sie noch verträgt, durch den Pollenflug momentan kann ich eh nicht hundertprozentig bestimmen, worau sie nun reagiert.

    DatMo:
    Ich versuchs mal zu erklären, warum die so ungenau sind, ich weiß nicht, ob es mir gelingt ;)
    Es liegt an der Beschaffenheit und der Methodik der Tests. Einerseits wird dabei im Blut nach Antikörpern gegen bestimmte Allergene gesucht. Dieses Verfahren ist aber nicht sehr zuverlässig, weil die Stärke der Reaktion nicht immer gleichzusetzen ist mit der Stärke der Antikörper im Blut. Andererseits muss man sich überlegen, WOMIT die Labors testen. Die haben dann beispielsweise ein bestimmtes Serum, in dem Rindfleischallergene drinsein sollen. Jetzt soll dieses Serum aber alle "Formen" von Rindfleisch abdecken, nämlich nciht nur pures Muskelfleisch, sondern auch alle anderen Teile vom Rind in jeglicher Qualität, da ja im Fertigfutter auch "Rind" angegeben ist, dort aber im Normalfall nicht nur Muskelfleisch verwendet wird. Als Patientenbesitzer will man aber trotzdem wissen, ob der Hund reagiert auf die Rindanteile im Fertigfutter, deswegen kannst du dir dieses Serum vorstellen als großen "Mix" an Rindallergenen, die alles abdecken sollen, was an Rind irgendwo vorkommen sollte. Nun gibt es ja aber durchaus einen Unterschied, ob ich ein minderwertiges Fertigfutter gebe, in dem "Rinderabfall" drin ist von Rindern aus unbekannter Haltung oder ob ich hochwertiges Biorind-Muskelfleisch gebe. Dementsprechend kann es sein, dass mein Hund evtl. im Test auf Rind reagiert, weil das Serum dieser Mix ist (und die Reaktion auf bestimmte Teile des Serums stattfindet), wenn ich aber hochwertiges Rindfleisch pur füttere, es nciht zu der Reaktion kommt, einfach weil der Hund auf andere Bestandteile des Serums reagiert hat. Kommt irgendwie rüber, was ich hier fasel?

    Bzgl. Ausschlussdiät: Ja, das kann u.U. sehr lange dauern, deswegen sind oftmals solche Allergietests als Anhaltspunkt zu sehen, was man probieren könnte, worauf der Hund nicht reagiert, damit man schonmal einen Anfang hat. Bei einem Hund im Wachstum würde ich mir das sehr genau überlegen, weil es da ganz schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann (ein erwachsener Hund kann das ein wenig besser kompensieren, weil der Knochenbau da ja schon gefestigt ist). Caro sagte es ja schon, da gibt es eine ganze Stange von Dingen, die abgeklärt sein sollten, bevor man mit einer Ausschlussdiät anfängt. Ich hatte wie gesagt Glück, dass wir mit Fisch und Reis von Anfang an richtig lagen und ich sie so erstmal stabil bekommen habe, dass sie keine Reaktionen mehr gezeigt hat. Dir würde ich raten, einfach mal einen anderen TA aufzusuchen, bestenfalls einen, der auf Dermatologie spezialisiert ist und dann erstmal andere Sachen abzuklären, für Kratzen kommen nämlich noch andere Ursachen in Frage, die man zuerst absichern sollte.

    LG, Henrike

    @Jocks B:
    Ich finde deine Haltung nicht schlecht, den Hund grundsätzlich so zu behandeln, als hätte er irgendwas, um nicht aus Unwissenheit etwas kaputt zu machen. So ähnlich sehen es aber denke ich doch viele.

    Wenn ich wirklich nur einen Hund habe, der mit mir normal spazieren geht, ab und an Suchspiele macht, aber generell keinen großen Belastungen ausgesetzt ist, dann sehe ich es auch nciht als zwingend an, untersuchen zu lassen, weil es dann in der Tat keinen großen Unterschied macht, man belastet den Hund ja nciht großartig. Sobald ich aber irgendwelche Ambitionen habe, irgendwas mit dem Hund zu machen, wo Belastungen entstehen, egal ob das nun Hüten, Agility, VPG oder von mir aus auch Dogdancing sind, wäre es doch sinnvoll, es abklären zu lassen, bevor man etwas mit einem Hund macht, das ihm schaden könnte, weil seine Knochen eben nicht dafür "gemacht" sind.

    Ich persönlich konnte mit deiner Haltung bislang nichts anfangen (also jetzt bezüglich dieses Threads), konnte sie nicht richtig nachvollziehen, dein letztes Posting ist für mich aber absolut nachvollziehbar und da denke ich, dass das so auch Sinn macht, wie du es handhabst :)

    LG, Henrike

    Du kannst ja mal gucken, wie Zampa reagiert auf eine "ihr bekannte Hündin" in ihrem Territorium - und dann lernt Zampa die Pflegehündin auch erstmal auf neutralem Boden kennen und dann kommt diese halt mit heim, dann kennen die beiden sich ja auch schon.

    Letztlich muss ich aber auch sagen, dass ich mich bei meiner Hündin auch drauf verlassen würde, dass sie kein territoriales Verhalten zeigt, weil sie grundsätzlich nicht eifersüchtig ist und wäre sie es, wäre ich die allererste, die das "Verteidigen" (egal ob mich, den Futternapf oder die komplette Wohnung...) unterbinden würde.

    Wenn du dir also sicher bist, dass Zampa nichts großartig dagegen hat und auch weißt, wie du reagieren würdest, wenn dem doch so wäre, dann würde ich mir gar nicht so groß einen Kopf drum machen :) Ihr kriegt das schon hin :)

    LG, Henrike

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    um mal zu meiner ursprünglichen Frage zurückzukommen ;)
    bei mal Bällchen werfen und 1 x die Woche joggen und "unauffälligem" Hund - würdet ihr da auch röntgen??? Das ist ja jetzt keine belastung wie agility oder Hüten oder so...

    Bei 1x die Woche joggen sehe ich die Belastung nicht. Bei Bällchen werfen und generell allen Sachen, wo der Hund schnell beschleunigt, stark abbremst (dazu gehören für mich auch "kontrollierte" Apporte, bei denen der Hund erst auf Kommando losrennt) sehe ich es schon als angezeigt, das abklären zu lassen, meine Meinung, wie ich es handhaben würde, wäre es mein Hund :)

    @Jocks:
    Eigentlich wird aber keine "echte" Vollnarkose gegeben, sondern eine leichte Schlafnarkose.

    Und ja, ich persönlich denke schon, dass ich anders mit meinem Hund umgehe, wenn ich weiß, dass bestimmte Belastungen vermieden werden sollten. Bei uns ist es nicht HD, aber ein Rückenproblem. Ich habe natürlich immer schon darauf geachtet, dass sie nicht viel Treppen steigt usw. Aber seit ich das mit dem Rücken weiß, achte cih noch mehr darauf, dass sie nirgendwo runterspringt, dass sie nicht stark beschleunigt (Bällchen spielen war auch vorher shcon tabu, aber selbst Abrufen, bei dem sie lossprintet, Apports, bei denen sie beschleunigt und abbremst, all das kann man noch extremer runterfahren), dass sie nicht ins Auto "hüpft" usw. Ich denke schon, dass man, wenn man weiß, dass der Hund etwas "hat", ihn noch mehr schont, ich merke es ja selbst. Sachen, die bei einem gesunden Hund kein Problem wären, sind es bei einem "kranken" Hund. Ich weiß, wie sehr ich Maja momentan "einschränke", ihr viele Sachen gestrichen habe, an denen sie Spaß hatte/immernoch hätte und mir dafür Alternativen überlegen musste, die ich ihr anbieten konnte, die weniger anstrengend sind.

    LG, Henrike

    Wie wurde die Ohrenentzündung denn diagnostiziert? Wurde mal ein Abstrich gemacht?

    Ich würde mal überprüfen lassen, ob es sich dabei um Malassezien handelt, das geht recht fix per Abstrich...

    Meine THP sagte mir, dass es bei einer akuten Ohrenentzündung geraten ist, mit schulmedizinischen Mitteln zu behandeln und nicht lange rumzuprobieren mit irgendwelchen pflanzlichen Geschichten (und auch die Homöopathie braucht da zu lange), weil dafür das Ohr einfach zu empfindlich (und auch zu wertvoll) ist, einfach weil da so schnell auch irreparable Schäden entstehen, wenn nichts unternommen wird.

    Wenn du seit Sonntag so gar keine Besserung bemerkt hast (die Ohren brauchen da im Normalfall eine Weile länger, als die Augen), dann geh nochmal zum TA und lass dir evtl. ein Mittel mit anderem Wirkstoffkomplex mitgeben.

    LG, Henrike

    1. Was euer Hund alles für Allergien hat?
    Aaaaalso:
    Rind, Lamm, Huhn, Ente, Schwein, Gerste, Hafer, Mais, Roggen, Weizen, Soja, Erbse, Lauch, sämtliche Milchsorten (auch Stuten-, Ziegen- und Schafmilch), Haselnuss, Walnuss, Hühnerei, diverse Farbstoffe, diverse Konservierungsstoffe und Antioxidantien, Bienenstiche, Flohbisse, Hausstaubmilben, Heumilben, Futtermilben, diverse Pilze (u.a. Candida albicans), Pollen (Beifuß, Erle, Hasel, Glatthafer, Rispengras, Schwindelgras, Wiesenliesgras, wolliges Honiggras)

    2. Was für Symptome hat euer Hund entwickelt?
    Kratzen (bis Blut kommt), Pfotenschlecken, häufige Ohrenentzündungen, knallrote Pfoten (kein Blut), als Nebenerscheinung eine nicht in den Griff zu bekommender Darmbakterienbefall, solange allergische Futtermittelreaktionen da sind

    3. Wie wurde es diagnostiziert?
    Bluttest, Bioresonanz + Ausschlussdiät

    4. Was macht ihr gegen die Allergie? (Terapiemethoden)
    Wir meiden, was geht. Futtermittel bekommt sie nur, was sie verträgt, da koche ich für sie, mit den Hausstaubmilben muss sie irgendwie klarkommen (ich putze zwar dagegen an, sie hat ein Kunstlederbett, aber ganz weg kriegt man die ja nicht), die Pollenreaktionen waren GsD alle recht gering, so dass das auch einigermaßen geht.
    Bei den Hausstaubmilben bekommt sie momentan Globuli, in denen das Hausstaubmilben-Allergen in potenzierter Form ist, da weiß ich aber noch nicht, wies wirkt.

    $. Gibt es einen Allergiefavoriten bei Hunden? (Futtermilben?, Herbstgraßmilben?, Nahrungsmittel?)
    Was ist mit Favorit gemeint? Die extremsten Allergien sind bei Maja mit Sicherheit die Futtermittelunverträglichkeiten, da gibt es eindeutig die krassesten Reaktionen.

    LG, Henrike

    Eine vollständige Heilung gibt es nciht, nein. Die Milben werden immer in der Haut leben, auch wenn gerade aktuell keine Demodikose vorliegt. Die Behandlung wird abgestimmt auf die Schwere der aktuellen Erkrankung. Dazu wird unterschieden zwischen lokaler und generaliserter Demodikose. Bei der lokalen Form sind nur einige wenige Stellen des Körpers betroffen, bei der generalisierten halt großflächig über den Körper verteilt viele Stellen.

    Behandelt wird in leichten Fällen mit Advocate, manchmal auch mit Ivermectin (gibts oral und als Spritzen, muss man aber aufpassen mit dem MDR!-Defekt), in fiesen Fällen auch mit Ectodex, das ist ein ganz scharfes Zeug, das aber auch die größte Wirksamkeit hat.

    Wichtig ist, die aktuelle Demodikose zu behandeln mit Medikamenten und danach das Immunsystem so zu stärken, dass die Milben nciht erneut ausbrechen können. Also Vorsicht bei jeder Impfung, jeder Wurmkur, jeder Antibiotika-Gabe, Cortison, Zecken Spot-Ons usw. Hinzu kommt eine gesunde Ernährung.

    Wenn es schnell erkannt wird, kann ein Hund gut damit leben. Ist halt immer bloß ein wenig einschränkend, weil die Milben schnell wieder ausbrechen, sobald das Immunsystem auf welche Weise auch immer geschwächt wird.

    LG, Henrike