Beiträge von Niani

    Tjaaa, bei Maja war es damals so eine Hals-über-Kopf-Entscheidung, dass es keine "Konkurrenten" hätte geben können.

    Mir schwirrt ja schon seit geraumer Zeit ein Zweithund im Kopf herum. Noch geht es aber nicht, was mich natürlich nicht davon abhält, hier immer wieder die Tierschutz-Orga-Links anzuklicken.

    Ich weiß relativ genau, wie der Zweithund sein soll. Alter, Eigenschaften, Geschlecht, ich weiß, welche Optik mich anspricht und natürlich auch, was bzw. wer zu Maja passt und das sollte ja auch gegeben sein (der müsst ich jetzt nicht mit einem Windhund kommen). Nun passiert es mir durchaus immer mal wieder, dass ich im Tierschutz über einen Hund stolpere, der perfekt in mein Beuteschema passt. Manchmal passiert es auch, dass ich auf einen Hund stoße, von dem ich mir recht sicher bin, dass er zu Maja passen würde. Und ganz ab und an stimmt beides und ich beiße mir in den Bauch, dass ich überhaupt geguckt hab, weil es ja eh noch nicht geht. Wenn es denn aber irgendwann geht und ich "aktiv" gucke und da sind gleich zwei oder gar drei dabei, von denen ich denke "Das könnt passen", dann würde ich mir wohl auch alles offenhalten und versuchen, die Hunde entsprechend kennenzulernen. Oder ich finde einen Hund, der ins Raster passt, sehe, der ist auf der Pflegestelle und sehe dann, dass dort noch ein zweiter Hund ist, der vielleicht aus irgendeinem Grund bis dahin noch nciht mein Interesse geweckt hatte, aber dann charakterlich doch das ist, was wir suchen: Ich würd sie mir beide anschauen wollen und dann entscheiden wollen, mit wem Maja besser klarkommt und auch, wer mein Herz mehr erobert.

    Abgesehen davon gibt es ein Tierheim, bei dem ich regelmäßig auf die Seite gucke und dort gibt es ebenfalls zwei Hunde, die ich mir anhand meines Rasters nie ausgesucht hätte, wenn ich könnte, sie wären inzwischen beide hier bei mir ;)

    Mit anderen Worten: ICh bin völlig unzurechnungsfähig, wenns um Tiere aus dem Tierschutz geht und ich sag sowieso schon seit zwei Jahren, dass ich eigentlich nix planen muss und mir keine Gedanken machen muss, wie der Hund dann später sein soll, weil der Hund dann im Zweifelsfall mich findet und sei es, dass ich wegen eines anderen Hundes komme und ihn mitnehme ;)

    LG, Henrike

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    Ich würde mir Hilfe suchen.

    Und wenn du selbst mit Hilfe der Lage nicht Herr wirst? Wenn du von Trainer zu Trainer tingelst, ohne jemals wirklich mit dem Hund zurande zu kommen, seis, weil dus nicht umsetzen kannst, was man dir sagt oder seis, weil du einfach nicht zu dem Hund durchdringst, einfach weil ihr nicht dieselbe Wellenlänge habt.... Was dann? Muss der Hund dann trotzdem auf ewig bei dir bleiben, auch wenn ihr beide mit der Situation nicht glücklich wärt?

    Es gibt durchaus Hunde, zu denen ich keinen Draht habe. Eine Bekannte hat einen Hund, mit dem ich niemals warm werden würde. Ich find ihn so ganz nett, aber als eigenen Hund würd ich ihn nicht haben wollen, sein Charakter passt nicht zu meiner Lebensweise, das Lernverhalten ist mir fremd, ich würd schlichtweg nen Rappel kriegen, müsste ich diesen Hund erziehen und mit ihm leben. Meine Bekannte hingegen ist völlig glücklich mit ihm, da passt es perfekt. Und jetzt mal Hand auf's Herz: Wo hats der Hund dann besser? Bei einem Halter, der mit ihm auf einer Wellenlänge ist oder bei mir, die ich absolut nix mit ihm anfangen kann und zwar an mir und meinem Verhalten arbeiten kann, die ich mit Sicherheit auch lernen kann, mit diesem Hund zu "arbeiten" und auch zu leben. Aber es wäre immer irgendwo ein "Beide Seiten arrangieren sich mit der Situation". Zu einem gewissen Maße muss man den Hund akzeptieren, wie er ist und er mich auch, wie ich bin. Aber wenn es so absolut überhaupt gar nciht passt, dann muss ich weder mich noch einen Hund dazu zwingen, quasi zusammenzuleben und ein Dauerarrangement draus zu machen, wenn der Hund es anderswo besser haben könnte und ich ebenfalls mit einem anderen Hund eher mein Glück finden würde...

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    Hat man erst mal einen Rapport etabliert klappt auch das man seine eigene Sichtweise anschaulich "verkauft".

    Tanja, kleine Zwischenfrage: Arbeitest du mit NLP?

    Alina, ich weiß ja nicht, wie du die ausführliche "Schulung" bewerkstelligen willst, aber wer sagt, dass dann beim nächsten Mal alles gut geht? Jeder Hund ist anders, jeder hat unterschiedliche Baustellen, mit jedem muss man anders trainieren. Das kann beim nächsten Mal wieder in die Hose gehen, es kann aber auch gut gehen. Und nur weil beim ersten Hund alles einigermaßen geklappt hat, heißt das nicht, dass man so viel Ahnung hat, dass beim nächsten nicht irgendein Problem auftritt, mit dem man gar nicht umgehen kann. Und woher weißt du, dass du nciht auch irgendwann einen Hund haben wirst, der im Lauf der Zeit "MAcken" entwickelt, die du nicht in den Griff bekommst, egal, was du tust? Oder hältst du dich wirklich für so unfehlbar, dass dir sowas nicht passieren könnte und du mit absolut allem klarkämst? Oder würdest du dir dann bloß nicht eingestehen, dass du dem nicht mehr gewachsen bist? Ich weiß nicht, dann sind mir Halter fast schon lieber, die einsehen, dass sie an diesem einen Hund "gescheitert" sind, wenn mans denn scheitern nennen kann...

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    Na wahrscheinlich gar nicht. Es wurde immer schlimmer, bis sie ihn abgegeben haben.

    Und solche Beiträge bringen mich zum Kotzen. Du weißt es nicht und spekulierst munter drauf los. Natürlich hat jeder Hund seine Ansprüche, aber ich habe auch Bereiche, in denen ich mir besser vorstellen könnte mit einem Hund zu arbeiten als andere. Und ob es Sinn macht, einen Hund auf Biegen und Brechen zu behalten, sei auch mal dahingestellt, aber das wäre eines eigenen Threads würdig, von denen es bestimmt hier aber auch schon den ein oder anderen gibt. Ich persönlich würde vielleicht nicht einen Hund wegen Eifersucht abgeben, aber wenn die Leute wirklich versucht haben, etwas zu tun und der Lage einfach nicht Herr wurden, sondern es sogar noch schlimmer wurde, dann tust du ihnen hier ein großes Unrecht. Denn dann haben sie sogar dem Hund einen Gefallen getan.

    Wir sehen immer nur die Seite, die die Sendung uns zeigt. Wies wirklich war, kann keiner von uns beurteilen. Und solange die LEute nicht ausdrücklich gesagt haben "Näää, an dem Problem mit der Eifersucht wollen wir gar nix ändern", finde ich es ziemlich frech, ihnen zu unterstellen, sie hätten WAHRSCHEINLICH nichts getan und seien deswegen ungeeignet, einen Hund zu halten...

    Ich habe Maja erst einmal wirklich frieren sehen, während einer mehrstündigen ÖPNV-Odyssee wegen nicht-fahrenden Zügen und Straßenbahnen. Da wars dann aber auch so kalt, dass das Maß an Bewegung, das an Bahnhöfen usw. halt möglich ist, nicht ausreichte, um irgendeinen von uns beiden aufzuwärmen.

    Ansonsten hat Maja recht viel Unterwolle und springt auch bei Minusgraden ins nächstbeste Gewässer, da mache ich mir wenig Gedanken, ob mein Hund frieren könnte. Solange sie dann Freilauf hat und sich bewegen kann, passt alles.

    Allerdings hat sie seit neuestem einen Fleece-Overall zum Trocknen für drinnen, weil sie dann eben nicht mehr in Bewegung ist und sich gerne auf den kalten Boden legt.

    LG, Henrike

    Wie gesagt, ich war kurz davor, Maja einen Maulkorb zu verpassen. Ich hatte auch schon zwei im Auge. Sofern man den MK als "Absicherung" sieht, dass der Hund nicht zum Erfolg kommt und weiterhin dran arbeitet, sehe ich da weniger das Problem. Man sollte sich nur dessen bewusst sein, dass man eben weiter dran arbeiten muss, wenn der Maulkorb nicht lebenslang getragen werden soll, denn sonst hat man wohl das Problem, dass der Hund sofort alles weiterhin inhaliert, sobald der MK weg ist und gleichzeitig habe ich mir seinerzeit bewusst machen müssen, dass man einen MK eben nicht "ausschleichen" kann, der ist entweder dran oder ab.

    Man muss nur auch die negativen Seiten sehen: Sozialkontakte werden stark eingeschränkt werden, Freilauf könnte problematisch werden und es könnte U.U. den Hund stark verunsichern, wenn jeder, der ihm auf der Straße begegnet panisch wegspringt und vor ihm flüchtet. Wenn ihr die Möglichkeit habt, zumindest weiterhin mit Hunden von Bekannten soziale Kontakte zuzulassen und auch Freilauf zu ermöglichen, ist das schonmal die halbe Miete. Die Leute auf der Straße wird man nicht daran hindern können, beim Anblick eines Hundes mit Maulkorb hektisch zu werden, aber je nach Charakter des Hundes juckt ihn das ggf. auch nicht ;)

    Hilft dir das nun bei deiner Entscheidung? ;)

    LG, Henrike