Zitat
Leider sind ja die meisten Hunde schon nicht mehr ansprechbar in geringen Trieblagen. Von den HH kommt dann doch meist diese typische Aussage: Ja eigentlich hört er ja...
Die beiden Beispiele, die ich gab, bezogen sich auf diese relativ geringen Trieblagen.
Das man diese extremen Trieblagen eh vermeiden muss, wenn man sie nicht kontrollieren kann, ist eh klar. Alles andere wäre in meinen Augen recht fahrlässig.
Aber auch die geringen Trieblagen, die nicht zu kontrollieren sind, schmälern meiner Meinung nach die Lebensqualität. Weil der Hund einfach mit mehr Einschränkungen leben muss und uU auch mehr Gefahren ausgesetzt ist.
Aber deswegen meidet man die geringen Trieblagen doch nicht, sondern trainiert, dass eine bestimmte Situation, die den Hund vorher in eine bestimmte LAge gebracht hat, ihn nun kalt lässt.
Das Leben unserer Hunde besteht seit Welpendasein aus Stress und Frustration. Lauter Dinge, die Hund neu kennenlernt, die er will, aber nciht darf. Der Stress fängt an, wenn sie auf die Welt kommen, geht über zu den ersten Kabbeleien, dem ersten Ausflug in den Garten, das erste fliegende LAubblatt neuen Bezugspersonen, einem Umzug, Regeln, die man lernen muss usw. Da finde ich es sinniger, den Hund auf eine gewisse Stress- und Frustrationstoleranz zu "eichen". Man lernt viel kennen, man darf nicht immer alles, man kann nciht immer alles sofort. Und je mehr Hundi damit konfrontiert wird, umso besser lernt er, damit umzugehen. Deswegen würde ich nicht behaupten, dass schon geringe Trieblagen die Lebensqualität des Hundes schmälern, sondern dass erst mit der Gewöhnung daran die Lebensqualität des Hundes kommt. Wo früher fußballspielende Hunde Stress für meinen Hund waren, sind sie es heute nicht mehr. Und warum? Weil sie immer wieder diesem Stress ausgesetzt wurde (in für sie passenden Stärken) und gelernt hat, damit umzugehen.
Wird ein Hund aber fernab jeglichen Stresses gehalten, weil das seiner Lebensqualität abträglich sein könnte, lernt er nix kennen und das Alltagsleben an sich ist schon stressig genug für ihn, wenn er dann mal damit konfrontiert wird. DAS ist dann verlorene Lebensqualität (aber nichts, was nicht so mancher Hund dennoch gelenrt hätte)
LG, Henrike