Beiträge von Niani

    @Fräuleinwolle:

    Wenn ich danach gehe, kann ich aber mit jedem Verstärker irgendwann an meine Grenzen kommen (und tue es auch, schmerzliche Erfahrung, die ich selbst bei meinem Fressmonster machen musste ;)). Wie weit man dann Forderungen an den Hund stellt, sei dahin gestellt. Ebenso, wie weit es vertretbar ist, einen Hund halb verhungert auf den Platz zum Arbeiten zu stellen oder ihm meine komplette Aufmerksamkeit zu entziehen, damit er dann beim arbeiten auf mein Lob reagiert.

    Zitat

    Nur mit deiner Stimme und Körpersprache wirst du den Hund nicht (dauerhaft) motivieren können, ergo wirst du an irgendeinm Punkt körpersprachlich Druck machen. Vielleicht hast du auch einen Hund, der sich leicht körpersprachlich einschüchtern lässt.

    Wow, ich finde, das ist eine Theorie, mit der du dich sehr weit aus dem Fenster lehnst... Es gibt sie ja tatsächlich, diese Hunde, die nur für ein Lob alles tun würden, auch ohne dass man sie deswegen sonst sozial eher "kurz halten" würde. Meine gehört definitiv nicht dazu. Und dann bricht man sich auch keinen Zacken aus der Krone, eben den Verstärker auszuwählen, der für den Hund auch wirklich ein Verstärker ist, ich zumindest nicht. Man kann dem Hund keinen Verstärker aufzwingen, der für ihn keiner ist. Aber bei bestimmten Hunden reicht das verbale Lob durchaus aus, auch ohne Leckerchen oder Spielzeug.

    Ich frage mich immer wieder, warum man, wenn man mit Leckerchen arbeitet, sofort unterstellt bekommt, dass man den Hund nur auf Futter reduziert... :???:
    Es fiele mir im Leben nicht ein, jemandem, der mit Spielzeug bestätigt, zu unterstellen, er würde seinen Hund nur auf den Spieltrieb reduzieren. Genausowenig, wie ich auf die Idee gekommen wäre, jemandem, der nur mit verbalem Lob arbeitet, zu erzählen, er würde seinen Hund einzig und allein auf den Bezug zu seinem Menschen reduzieren.

    Ahjo. Möhren gehen bei Maja gar nicht, zumindest nicht, wenn ich sie zubereite...
    Aber

    Zitat

    Im Gegensatz zu vielen Kohlarten ist Chinakohl leicht verdaulich und nicht blähend. Enthält Eiweiss, Kohlenhydrate, Aminosäuren, Senföl, Mineralstoffe und reichlich Provitamin A und Vitamin C. Wie alle Gemüse sollte auch Chinakohl kleinstmöglich geschnitten werden, damit seine wertvollen Inhaltsstoffe möglichst gut aufgenommen werden können vom Hund.

    Quelle: http://www.mkd-shop.ch/man_darf.php

    das hier hat mich Chinakohl probieren lassen, ist halt bei Allergikern ratsam, da die Chance, dass es da mal einen Kontakt gab eher gering ist. Maja bekommt den gedünstet und püriert, von daher ;)

    LG, Henrike

    Zitat

    Leider sind ja die meisten Hunde schon nicht mehr ansprechbar in geringen Trieblagen. Von den HH kommt dann doch meist diese typische Aussage: Ja eigentlich hört er ja... :roll:
    Die beiden Beispiele, die ich gab, bezogen sich auf diese relativ geringen Trieblagen.
    Das man diese extremen Trieblagen eh vermeiden muss, wenn man sie nicht kontrollieren kann, ist eh klar. Alles andere wäre in meinen Augen recht fahrlässig.
    Aber auch die geringen Trieblagen, die nicht zu kontrollieren sind, schmälern meiner Meinung nach die Lebensqualität. Weil der Hund einfach mit mehr Einschränkungen leben muss und uU auch mehr Gefahren ausgesetzt ist.

    Aber deswegen meidet man die geringen Trieblagen doch nicht, sondern trainiert, dass eine bestimmte Situation, die den Hund vorher in eine bestimmte LAge gebracht hat, ihn nun kalt lässt.

    Das Leben unserer Hunde besteht seit Welpendasein aus Stress und Frustration. Lauter Dinge, die Hund neu kennenlernt, die er will, aber nciht darf. Der Stress fängt an, wenn sie auf die Welt kommen, geht über zu den ersten Kabbeleien, dem ersten Ausflug in den Garten, das erste fliegende LAubblatt neuen Bezugspersonen, einem Umzug, Regeln, die man lernen muss usw. Da finde ich es sinniger, den Hund auf eine gewisse Stress- und Frustrationstoleranz zu "eichen". Man lernt viel kennen, man darf nicht immer alles, man kann nciht immer alles sofort. Und je mehr Hundi damit konfrontiert wird, umso besser lernt er, damit umzugehen. Deswegen würde ich nicht behaupten, dass schon geringe Trieblagen die Lebensqualität des Hundes schmälern, sondern dass erst mit der Gewöhnung daran die Lebensqualität des Hundes kommt. Wo früher fußballspielende Hunde Stress für meinen Hund waren, sind sie es heute nicht mehr. Und warum? Weil sie immer wieder diesem Stress ausgesetzt wurde (in für sie passenden Stärken) und gelernt hat, damit umzugehen.

    Wird ein Hund aber fernab jeglichen Stresses gehalten, weil das seiner Lebensqualität abträglich sein könnte, lernt er nix kennen und das Alltagsleben an sich ist schon stressig genug für ihn, wenn er dann mal damit konfrontiert wird. DAS ist dann verlorene Lebensqualität (aber nichts, was nicht so mancher Hund dennoch gelenrt hätte)

    LG, Henrike