Ich stelle mir gerade vor, ich wäre verantwortungsvoller Züchter. Ich habe einen Wurf großgezogen und die Würmchen sind soeben bei ihren neuen Besitzern eingezogen. Plötzlich wird eines der Kleinen aus mir unerfindlichen Gründen krank (Stress, vielleicht noch am letzten Tag bei mir mit irgendwas angesteckt usw.), der neue Besitzer meldet sich bei mir, macht auf mich einen etwas überforderten Eindruck und schildert mir haarsträubende Geschichten über einen mir unbekannten, aber jetzt schon unsympathischen Tierarzt. MEIN Verantwortungsbewusstsein würde mir gebieten, dem neuen Besitzer zumindest anzubieten, dass der Welpe wieder zu mir zurückkommen kann, da habe ich ein Auge auf ihn, da weiß ich dann, dass er in guten Händen ist, zumal ich einen TA habe, dem ich vertraue. Sobald der Wurm gesund ist, könnte ich dem neuen Besitzer immernoch unter die Arme greifen, ihm wichtige Dinge erklären, ihm ggf. bei der Suche nach einem guten TA unter die Arme greifen usw.
Und hätte ich den Eindruck, dass eines meiner Würmchen bei dem Welpenkäufer doch nicht in guten Händen ist, dass ich mich bei meiner Auswahl der neuen Eltern getäuscht habe, dann würde ich doch erst recht versuchen, den Kleinen zu mir zurückzukriegen, um zu wissen, dass er die bestmögliche Pflege bekommt. Gucken, ob der Besitzer ihn dann zurückbekommt oder ob man einen anderen Weg findet, kann man dann immernoch.
Insofern verstehe ich momentan absolut nicht, warum sofort davon ausgegangen wird, dass der Züchter ein schlechter Mensch und nicht seriös ist. Natürlich KANN das nun ein Vermehrer sein, der nur aufs schnelle Geld aus ist. Es kann aber auch einfach ein Züchter sein, dem das Wohl seiner Welpen wirklich am Herzen liegt. Warum immer gleich so negativ?
LG, Henrike