Hallo!
Es gibt in der Tat die Möglichkeit, die Analdrüsen zu entfernen. Allerdings hat die ganze Sache einen entscheidenden Haken: Man nimmt dem Hund damit seine Identität. Die Analdrüsen produzieren die Duftstoffe, die es den Hunden ermöglicht, den anderen quasi am Geruch einzusortieren. Entfernt man sie, wird der Hund für die anderen sozusagen identitätslos. Wäre also für mich eindeutig die allerallerletzte Lösung, wenn es gesundheitlich gar nicht anders geht.
Bei vielen Hunden haben Allergien tatsächlich Einfluss auf die Analdrüsen. Da reicht es oftmals schon, den Auslöser zu finden und den Hund diesem nicht mehr auszusetzen, um die Problematik in den Griff zu bekommen. Bei anderen Hunden liegen die Analdrüsen anatomisch tatsächlich so blöd, dass sie nicht automatisch entleert werden, wenn der Hund Kot absetzt, da müsste man dann wirklich manuell entleeren.
Prinzipiell würde ich dir zwei Tipps geben: Hol dir von einem anderen Tierarzt eine andere Meinung ein, was der dazu sagt. Es ist durchaus möglich, dass die Analdrüsen gar nicht zu weit innen liegen und wirklich eine Futtermittelallergie vorliegt und dann müsstet ihr in ganz andere Richtungen denken. Außerdem würde ich mich an einen guten Tierheilpraktiker in eurer Umgebung wenden und diesen um Rat fragen. Die gehen das Problem oftmals ganz anders an und haben nochmal mehr Ideen. Meiner Hündin beispielsweise hat die Homöopathie bei ihrer Analdrüsen-Problematik sehr geholfen.
Es gäbe übrigens auch die Möglichkeit, das Entleeren der Analdrüsen selbst zu lernen, sofern diese doch nicht an einer komischen Stelle liegen. Das wäre für eure Leika mit Sicherheit stressfreier, für euch weniger Fahrerei und weniger kostenintensiv. Voraussetzung ist halt, dass keine Entzündungen der Analdrüsen vorliegen (dann wirds wirklich sehr schmerzhaft) und dass ihr einen TA oder THP findet, der euch das ein paarmal zeigt und euch das unter Anleitung lernen lässt.
Ihr solltet, je nach LAge der Drüsen auch darüber nachdenken, ob es sich nicht anböte, die Drüsen von außen zu leeren (die Möglichkeit gibt es nämlich durchaus, die Tierärzte machen es bloß lieber von innen, weil das für sie einfacher ist, allerdings ist dabei auch die Verletzungsgefahr für den Hund größer). Das ist für den Hund meist angenehmer.
Liebe Grüße, Henrike