Wir wohnen auf dem Land und wo wir hier spazierengehen gibt es gottlob keine Autos. Außerdem läuft er ja nicht wirklich weg, sondern er läuft zum Auto und legt sich darunter. Trotzdem eine sinnvolle Maßnahme. Mach ich auch so.
Ja, hier gibt es Greifvögel und Krähen und, wie gesagt, ein Nachbarhund hat mal Bekanntschaft mit einer Krähe gemacht. Der Vogel im Busch war ein kleiner Singvogel, Trauergrasmücke, das konnte man noch sehen, obwohl er schon länger tot war. In dem Baum neben Busch und Hecke sind oft Krähen und auch Eichhörnchen. Ich habe mal eine Katze im Baum beobachtet, die von einer der Krähen getriezt und verscheucht wurde, Nest ist da aber nicht. Wenn es nun so wäre, mit einer Krähe meine ich, was kann man tun? Ich kenne mich mit menschlicher Psychologie aus, aber wie löscht man ein Verhalten bei einem Hund? In der Angstsituation ist er ja nicht richtig ansprechbar, weil er flüchten will.
20 Uhr Ich war heute abend beim Tierarzt, der nichts neurologisch auffälliges finden konnte und auch der Ansicht ist, daß der Hund eine schlechte Erfahrung gemacht hat Im Wartezimmer war er total in Ordnung, hat gewedelt und geschnüffelt, als wir dann eine Weile allein waren, fing er wieder an zu zittern und wollte auf einen Tisch mit info-Broschüren springen und sich in die Zimmerecke drücken. Als wir dran waren war wieder alles ok. Er nahm Leckerchen vom TA und wedelte und war bester Laune. Als wir wieder gehen wollten und die Tür vom Sprechzimmer aufging, duckte er sich und wollte nicht raus. Zeigte wieder Angst. Die TA sagte, da sei aber nichts da draussen. Ja, genau, das wars doch, daß da nichts war. Sie meinte auch, nicht bestärken, eher ignorieren, nicht so viel spazierengehen. Ich werde den Hund jetzt nicht mehr bedauern und hätscheln, wenn er zittert, ich werde ihn zum Spielen auffordern und in Ruhe lassen, wenn er Angst zeigt, nicht versuchen, ihn zu überzeugen. Vielleicht habe ich ja Erfolg. Den werde ich hier berichten. Dank für eure Mühe. Viele Grüsse