Beiträge von LaBellaStella

    Zitat

    Um den Hund zu führen, braucht man diese Eigenschaften, und oben genannte Dinge helfen sie zu erlangen.
    Das hat aber nichts damit zu tun, dass der Hund meint "du bist Chef" weil du als erstes raus gehst, sondern weil du klares Verhalten an den Tag legst.
    Hat also ursächlich nichts mit der Reihenfolge des durchquerens zu tun.
    Wenn man das generell kann, braucht man diese Dinge nicht

    :gut:

    super gut, kurz und knapp erklärt!

    genau das mein ich auch.

    Zitat

    I

    Meinst Du das du von den Leuten hier eine brauchbare Antwort bekommst ?
    Von solchen die von Tierkommunikation schreiben wo sie Leuten Fotos von ihren Hunden schicken und die sprechen dann mit dem Hund ?
    Die von Trainer zu Trainer rennen und Jahrelang versuchen das selben "Fehlverhalten" weg zu leckerlin. Die immer nur mit ihrem Hund in Hundeschulen sind, aber ihre zwei Hunde nicht allein lassen kann weil sie sich sonst zerfleischen.
    Schleppleinenprofis die beim anblick eines fremden Hundes in Angsstarre verfallen weil ihrem Baby was zustoßen könnte.
    Die mit ihrem Hund öfter zum Arzt gehen als sie selbst ?

    :D komisch.

    ich kenn keine TK und glaub nicht wirklich dran, ich nutze keine schleppleine, hab keinen trainer und hab noch nie eine hundeschule besucht. meine hunde bleiben unter der woche beide problemlos vormittags 4-5 stündchen allein, wenn überhaupt verfallen andere hundehalter in angststarre, wenn meine beiden jungs ankommen ;) und ich musste noch nie fehlverhalten "wegleckerlin". meine jungs wie auch mein pferd kennen den tierarzt nur vom impfen und vom röntgen her, da mein sämtliches "viehzeugs" ist gottseidank völlig gesund ist.

    trotzdem behaupte ich einfach mal eben so, dass all diese "regeln" (zuerst aus der türe, fessen als letzer und der ganze restliche kram) einzig und alleine einem wohl eher unsicheren hh hilft, struktur in den alltag mit hund zu bringen.

    dem hund ists wohl völlig wurscht, ob er nun als erster, zweiter oder letzter aus der tür darf. für einen hund ist das genauso eine regel bzw. etwas, was er lernen muss/kann/darf wie sitz, platz, aus oder nein.

    wenn ein hh meint, für ihn sei das wichtig - dann soll er es seinem hund beibringen.

    helfen tuts - wie schon gesagt - dem hh. er kann sich besser an einem festen rahmen von regeln orientieren und wird wohl dadurch an selbstsicherheit gewinnen.

    ich persönlich habe hier andere regeln im zusammenleben und im alltag mit meinen nasen, auf die ich wesentlich mehr wert lege.

    wenn ich nicht möchte, dass meine hunde vor mir aus der tür gehen - dann tun sie das auch nicht.

    aber wie gesagt: das ist keine feste regel bei uns, mir ist das situationsbezogen völlig egal. mal geht sam als erster, mal ich, mal joey, mal mein mann...wies grad kommt und passt.

    alle immer ab dem ersten, zweiten tag :smile: hab allerdings alle als welpen bekommen.

    zu deinem fall:

    wie reagiert sie denn an der schlepp auf radfahrer, jogger ect. ect. ect?

    kannst du da nicht schon ein bisschen was draus schliessen?

    also schaut sie angespannt und fixierend hin oder interessiert sie das an der schlepp überhaupt nicht?

    zieht sie womöglich sofort durch oder orientiert sie sich an der schlepp sowieso an dir?

    Das andere Ende der Leine /P.Conell kennst du ja schon

    also meine "anderen" top drei:

    Das Gefühlsleben der Tiere /M.Bekoff

    Das Alpha-Syndorm /A. Hallgren

    Hundepsychologie - Sozialverhalten u. Wesen/ Federsen-Petersen

    und - für mich ein besonders buch:

    Hirtenhunde Herdenschutzhunde - Die verkannten Wesen / M.Cordt

    was den alltag betrifft:

    jo, ist am anfang ein bisschen so, als hättest du ein weiteres kind.

    aber es pendelt sich alles ein.

    was das nicht alleinelassen betrifft: es geht. ein bisschen management brauchts zwar - aber es ist zu schaffen.

    bleibt ja auch nicht für alle zeiten so, die kinder werden ja auch grösser.

    was all die dinge betrifft, wie "hund sollte nicht auf erhötem liegeplatz sein" ect. ect.: hier solltest du deinen gesunden menschenverstand einsetzen.

    wenn es DIR nicht gefällt, dass dein hund auf dem sofa liegt - dann geht er hald da nicht hoch.

    wenn es DIR nix ausmacht, dass er auf dem sofa ist: na, dann spricht auch nichts dagegen. :smile:

    hier liegt jeder da, wo er gern liegt. mal die kinder auf dem sofa, mal die hunde, mal die kinder vor dem sofa und die hunde oben, mal die kinder unter den hunden, mal auf den hunden, übereinander und durcheinander und überhaupt.

    ich könnte da beim besten willen keine rangfolge feststellen. wer diese bei meinen kindern und hunden sucht, wird wohl einen blutzsturz bekommen vor entsetzen, denn wenn mein sohnemann anfängt mit den fellnasen zu "raufen" gehts etwas wilder zu und hört sich an, als würde sohnemann jeden moment von einem rudel wölfe verspeisst. :smile:

    ab und an gibts dabei sogar mal einen kleinen kratzer - allerdings sind diese nie beabsichtigt und immer eher "unfälle".

    meine tochter war noch nicht ganz 3 monate alt, als unsere erste hündin als welpe mit 9 wochen bei uns einzog. es war stressig, sicher - aber es war auch schön zu sehen, wie sie zusammengewachsen sind.

    ein jahr später kam mein sohn auf die welt: unsere maja hat ihn sofort akzeptiert - als baby und mitglied unserer familie.

    natürlich hab ich da wieder vermehrt aufgepasst und nie die kinder und den hund allein gelassen - aber gelassen war ich trotzdem. :smile:

    das mit der potenziellen beute hab ich nun auch nach mehrmaligem lesen und drüber nachdenken auch nicht wirklich verstanden...

    :???:

    öh...

    also das konnt ich nun noch nie feststellen - weder, als ich selber noch kind war noch bei meinen kindern als sie noch babies oder krabbelkinder oder kleinkinder waren..... :???:

    dass mal der keks in der hand vom kind "potenziell" erbeutet wird, ok. (wobei meine tochter auch den spiess mal umgedreht hatte *gg* - sehr zum erstaunen meiner hündin damals, die kam aus dem gucken gar nimmer raus, als julia fröhlich und quietschvergnügt die hundeleckerlis verspeisste *gg*)

    aber dass nun ein kleinkind - vorallem eines, dass ja fest "dazugehört" den beutetrieb eines hundes weckt...ist mir neu.

    ansonsten:

    als mama hat man die situation "kleinkind/hund" immer im auge zu haben und klug und mit gesundem menschenverstand und mit herz zu managen.

    jap.

    genauso war und ist es bei uns auch, wie melanie grade geschrieben hat.

    über die rangordnung meiner kinder aus der sicht meiner hunde hab ich nun wirklich noch nie nachgedacht.

    meine jungs (und vorher meine maja) wissen, was sie dürfen und was nicht - und das reicht völlig.

    meine kinder sind wohl in den augen meiner hunde hauptsächlich fürs bespaßen da - die betonung liegt auf spass - und ich, als "phöses frauchen" sorg dafür, dass sie es alle miteinander nicht zu bunt treiben.

    also

    bei sam - Gos dAtura (katalanischer hüti) - kann ich sagen, er ist weniger hoftreu sondern mehr "herdentreu". d.h. er blieb und bleibt immer in sichtweite seiner "schäfchen" (also uns).

    sam sucht sich selber einen "sichtradius" und in diesem bleibt er dann auch. (solange wir dort auch sind).

    joey hat schon eher eine gewisse "hoftreue" - irgendwie auch logisch, als maremmano x hovi-mix. ich denke, wenn er seine gspinnerte, pubertäre jungrockerphase abgelegt hat, wird er sich in richtung "hofwächter" entwickeln.

    schon jetzt legt er sich - wenn ich mich beim gassigehen mal irgendwo hinsetze - einfach irgendwo in der nähe - möglichst auf einen platz mit gutem "ausblick" und scannt entspannt die umgebung. "seinen" garten verlässt er - auch wenn die gartentür offen ist - nicht ohne uns.

    trainiert haben wir das überhaupt nicht.

    mal wieder ein beitrag zum thema: wie macht man sich am besten zum deppen? :D

    na ganz einfach:

    gestern musste ich mit meinem kleinen civic gassifahren mit den buben. der kombi war in der werkstatt.

    das geht eigentlich ganz gut, nur ist es eben beim be/entlanden immer ein bisschen komplizierter: joey fährt angeschnallt auf der rücksitzbank und sam vorne im beifahrerfußraum. der civic ist ein coupe, also zweitürig, ziemlich niedrig und nicht wirklich praktisch für hundetransport.

    ich komm also gestern vom gassigehen zurück und bin ausnahmsweise auf den parkplatz vorm haus gefahren, statt wie sonst in die garage, da wir das auto nochmal brauchten.

    es war gegen 15 uhr als ich zurückkam, da ist hier immer relativ viel los: mamas die kinder zufuß aus dem kiga abholen, mamas die kinder mit dem auto abholen, mamas mit kindern, die angst vor hunden haben, mamas mit kindern die KEINE angst vor hunden haben usw.

    also lass ich die jungs um die uhrzeit aus weiser vorraussicht nur angeleint aus dem auto.

    man vergegenwärtige sich: ich, tief gebeugt mit einer hand an joeys gurt rumfummelnd, in der anderen hand den schon ausgestiegenen angeleinten sam.

    in dem moment, als ich endlich joey abgeschnallt hatte und die leine eingehakt und er aus dem auto springt - ich allerdings noch damit beschäftigt war, mich entsprechend zusammenzufalten, damit ich irgendwie wieder rückwärts aus dem auto rauskomme - springen alle beide fast gleichzeitig mit freudengeheul nach vorne.

    ich, erschrocken wie ich numal bin in dem moment bin - knall erst mit dem kopf gegen den dachhimmel, dann rückwärts mit dem bobbes gegen die ecke von der tür um mir anschliessend noch einen nagel am kippschalter vom fahrersitz abzureissen - die paar brandblasen von den durchflutschenden leinen zählen gar nicht....

    wie ein sektkorken aus der flasche schoss ich also rückwärts mit popo voran aus dem auto - kam kurz zum stehen um schon durch die um meine beine gewickelten leinen per salto und doppelter schraube mitten in dem wüsten knäul aus leinen und hunden zu landen.

    völlig knigge guck ich, was das ganze chaos verursacht hat und sehe 2m von meinen buben entfernt eine wunderhübsche collie-mix dame inkl. frauchen stehen.

    die frau stand da so, mit amüsiertem lächeln, der colli lächelte mit, meine jungs freuten sich nen ast und ich versuchte krabbelnder und grabschenderweise irgendwie wieder alles in die richtige perspektive zu rücken - gar nicht so einfach wenn einem die beine mittels gordischem knoten gefesselt sind und die eigene optik etwas verschoben vom stoß an den dachhimmel ist!

    ich gebs zu - ich hatte einen gewissen stresslevel in dem moment.

    die dame nebst collie stand da noch immer - holdseelig lächelnd.

    aufgrund eines starken schubes von adrenalin - gepaart mit einem weiteren schmerzhaften ruck der leinen an denen die jungs immer noch hingen (beide völlig von der rolle ob der freundlichen, schönen colli-dame) entfleuchten mir ein paar recht ärgerliche sätze wie:

    "stehn sie hald nicht gar so dumm da rum um himmelswillen!"

    die dame hörte auf zu lächeln, guckte leicht schuldbewusst - und packte ihren colli ins nah geparkte auto, wärend ich immer noch irgendwie versuchte, die jungs zu beruhigen und das leinenmakramee zur entwirren um wieder auf die füsse zu kommen....

    da tauchte die dame wieder auf - und ergriff hilfsbereit die leine von sam um mir danach die hand zu reichen und mir aufzuhelfen.

    "ist ihnen was passiert?" fragte sie freundlich

    ich war sofort besänftigt und begann mich wortreich bei ihr zu entschuldigen - ich war ja nicht grade nett gewesen zu ihr.

    sie meinte nur lachend: "wissens, ich weiss ich bin da saudumm rumgestanden - aber das bild war einfach so göttlich - sans ma bittschön nicht bös"

    daraufhin lachten wir beide herzlich - denn das bild muss wirklich absolut idiotisch gewesen sein, wie ich da so völlig hilflos auf maikäferart am boden rumkrabbelte.

    aus einer "idiotischen" begegnung wurde nun eine verabredung, mal gemeinsam gassi zu gehen.

    so kanns auch gehen! :smile: