Beiträge von LaBellaStella

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    was ist leindendruck, ab wann beginnt es für euch?

    leinendruck ist auch nicht schlecht, denn durch dieses rumgerucke entsteht druck...

    zu deiner frage: der druck durch den ruck beginnt meistens in dem moment, wo der besitzer völlig überfordert ist mit einem nicht erwünschten verhalten des hundes. hund macht nicht das was er soll, hund hat "nicht kapiert" was er soll oder hund "stellt sich stur" - also mal nen ruck. der logischer (oder tragischer) weise das verhalten des hundes in dem moment wohl auch verändert. (wie auch immer). das wiederum bestärkt nun den hh, auch das nächste mal zu rucken. je nach hund geht dieser dann (womöglich nach ein paar verwirrten versuchen, was er denn nun falsch gemacht hat) ins meiden oder es tritt irgendwann mal ein gewöhnungseffekt ein (was logischer - oder tragischerweise - ein festeres rucken nach sich zieht) oder im schlimmsten falle siehst du einen irgendwie unglücklich wirkenden, dauer-ruckenden hh mit einem nicht mehr gesunden hund durch die gegen tigern....

    nö, ich male da gar nicht so schwarz - sieht man öfter, wenn man mal genauer hinguckt.

    ein leinenimpuls - der ja nun sehr dosiert und "just in time" angewandt werden sollte, soll den hund nur aufmerksam machen. sozusagen "zurück zum halter" orientieren. er sollte nicht (!) als irgendwie geartete "strafe" oder sanktion angewendet werden oder als hilfsmittel um irgendwas zu erlernen oder zu festigen. (den hund per leinenruck wieder hochreissen, weil er sitz mit platz verwechselt hat z.b.).

    mir persönlich ist beides zu kompliziert ich wende beides nicht an und brauchs auch nicht. ersteres ist überhaupt nicht mein ding - und für zweiteres (minimaler impuls wg aufmerksamkeit) hab ich andere möglichkeiten, die bei meinen hunden funktionieren.

    also das BGB meint dazu:

    § 834
    Haftung des Tieraufsehers

    Wer für denjenigen, welcher ein Tier hält, die Führung der Aufsicht über das Tier durch Vertrag übernimmt, ist für den Schaden verantwortlich, den das Tier einem Dritten in der im § 833 bezeichneten Weise zufügt. Die Verantwortlichkeit tritt nicht ein, wenn er bei der Führung der Aufsicht die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

    ich kenn das auch nur so, dass ein gewerblicher tierhüter (egal ob hundepension oder ein reitstall ect.) extra eine haftpflicht fürs "gewerbe" abschliesst. eben für den fall dass das "gehütete" tier bei dritten einen schaden anrichtet. (bei dritten meint hier nicht den hüter sondern jemand anderen)

    das ist mal das eine.

    das andere ist die private haftpflicht, die der tierbesitzer abschliessen sollte - wo sich dann die frage stellt, ob die einspringt, wenn das tier - in diesem fall der hund - z.b. den perserteppich des gewerblichen hüters anknabbert.... :???: - denn in dem fall wäre ja der "dritte" eben der gewerbliche hüter......

    naja, egal welche richtung - das mit dem zähne zeigen ist wie mit dem berühmten schwanzwedeln: das selbe ist nicht immer das gleiche :smile:

    ein trainer - egal von welcher fraktion - der nicht gelernt hat, den ganzen hund und - fast noch wichtiger! - das gesamte "system" hund/mensch zu beurteilen, ist indiskutabel.

    nun, dass immerhin hier mal einen initiative stattfindet - find ich generell gut.

    insofern werde ich auch unterschreiben.

    wobei ich mir auch wünschen würde, dass unsere bestehenden gesetze mehr beachtet und vorallem ernster genommen werden.

    denn eigentlich reichen sie aus. wenn - ja wenn der behördenmarathon nicht wäre. die mühlen mahlen zu langsam - wenn in der ganzen behördenkette einer kein wirkliches interesse hat - dann bleibt alles stecken - und das darf nicht sein.

    ich würd mir wünschen, dass es - ähnlich wie es das bereits bei anderen fällen gibt (z.b. bei vergewaltigungsopfern oder kindesmissbrauch - da hat man dann speziell geschulte beamte) auch bei tierquälerei den einen oder anderen speziell geschulten beamten (polizisten) gibt, der dann entsprechend auch gleich reagiert.

    ab und an isses nämlich sehr mühsam, einem OA-mitarbeiter oder einem polizisten klar zu machen, dass es notwendig ist, einzuschreiten.....wer schonmal in der situation war, einem vielleicht nicht ganz tierlieben oder mit der materie nicht vertrautem beamten klar machen zu müssen, warum ein einschreiten notwendig ist, der wird vielleicht beim nächstenmal eher wegsehen...

    (selber schon erlebt - o-ton des polizisten: "jaja, wir schaun dann mal nächste woche vorbei, so schnell verhungert der nicht/stirbt der nicht ect., wir ham ja anderes zu tun." der beamte war gar nicht unsympatisch - aber irgendwie verstand er die dringlichkeit des anliegens nicht - eben weils ja "nur" ein pferd war um das es ging...).

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    Was meint ihr, in die Kleinanzeigen stellen, ins Tierheim bringen, oder aussetzen irgendwo, wo es keine Kinder, Postboten und Müllmänner gibt?

    Gaby, die so etwas lächerliches eigentlich noch nicht gelesen hat, Idefix, der Killer, zwei schwere Monsterjungs

    ...ich würd mich "opfern"....ich würd auch meine müllmänner, postboten und kinners zur verfügung stellen....wenn du deine jungs also gern vor meiner tür aussetzen möchtest.... :lol:

    dennoch steht für mich immer noch die frage im raum: wenn der hund eigentlich noch ein wolf ist und man ihn (vulgo!) als raubtier bezeichnet - warum lebt der grossteil der nasen friedlich, freundlich und angepasst einfach so unter uns menschen?

    auch - und das möchte ich betonen - unter ganz "normalen" menschen? bei herrchen/frauchen die sich noch nie einen kopf über irgendwelche raubtiertheorien gemacht haben? warum hat unser schwiegerdackel unsere schwiegermuttern noch nicht gefressen? (schwiemu ist nämlich völlig unbelastet von irgendwelchen "methoden" - ja ich möchte sogar sagen, sie "erzieht" hunde nicht - sie lebt einfach völlig gelassen und glücklich mit ihnen zusammen?)

    heute wimmelt es hier von lauter raubtieren....hilfe...

    für mich ist ein hund zu allererst mal ein haustier. ab und an auch ein nutztier. dem "phösen" raubtier im hundepelz bin ich noch nie begegnet....ab und an allerdings schon hhs die wirklich glaubten, sie hätten eines. lag aber meistens eher in der kompletten hilflosigkeit des hhs begründet, dieser irrglaube.

    drum heisst er ja auch canis lupus familiaris - haushund. domestikation - du erinnerst dich? wenn nicht, vielleicht hilft dir - wenn schon nicht moderne fachliteratur - denn wenigstens wiki weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Haushund.

    wenn du schon mit dem begriff "raubtier" um dich wirfst, dann solltest du allerdings auch genauer definieren, was du überhaupt darunter verstehst.

    wenn du es rein zoologisch-wissenschaftlich meinst, hast du als reine begrifflichkeit in eine unterteilung in eine systematische einheit recht.

    hund, säbelzahntiger, robbe und grosser panda - alles im zoologischen sinne raubtiere (canivora). und was genau sagt dann der begriff "raubtier" noch aus? na? beutegreifer? fleischfresser? besonders "phöse" oder gar gefährlich? menschenfresser?

    was sagt uns das über den umgang mit canivora? (tipp: vergleiche panda und tiger - oder robbe und skunk- oder felis silvestris catus und hyäne und dann jeweils, wie du mit ihnen umgehen würdest...hättest du sie denn als haustier...)

    was die - von dir erwähnten unfälle mit kindern betrifft: ich kenn pferde, die beissen menschen, ich kenn ziegen, kaninchen, hamster die machen das auch. die gehören aber deswegen nicht zu den raubtieren. die sind dann entweder einfach schlecht erzogen, wurden falsch behandelt oder haben unangenehme erfahrungen mit menschen gemacht.

    dass wolf und hund irgendwo einen gemeinsamen stammvater haben - jo. nur hat ja eben grade seit dem die entwicklung nicht aufgehört....denn sonst wären es immer noch WÖLFE und keine HUNDE.

    was die aufklärung betrifft: da schliess ich mich leo voll an: ich hoffe doch, alle erwachsenen DF user sind bereits aufgeklärt :D

    wie gesagt, das mit dem ignorieren wird ganz oft falsch interpretiert....

    wärend ich hier sitze und diesen beitrag tippe - ignoriere ich meine hunde.

    wenn ich was esse - ignoriere ich meine hunde.

    wenn ich telefoniere - ignoriere ich meine hunde.

    wenn ich mir einen krimi angucke und es grade spannend ist - ignoriere ich meine hunde. usw.

    ergo ignoriert man ja normalerweise eh schon oft. und das ist auch gut so.

    wenn einer der jungs ankommte und möchte eine streicheleinheit - dann geh ich drauf ein - oder auch nicht - wie ich grade zeit und lust habe. eine nette anfrage dürfen sie immer starten - ein regelrechtes aufdringliches einfordern von irgendwas allerdings nicht.

    meine hunde wissen bzw. haben mit der zeit gelernt, wann es lohnend ist, mal eine anfrage zu starten - und wann nicht. sie haben auch gelernt, damit zu leben, wenn ich nicht auf sie reagiere. (da nützt dann auch der schönste dackelblick und der tiefste seufzer nix).

    ich ignoriere also nicht die hunde als solche - sondern ein verhalten in einer bestimmten situation. und das auch nicht im "schemaF" sprich: von 16 bis 18 uhr ist hund luft für mich - sondern ich entscheide in jeder neuen situation neu.

    einzig beim betteln um fressen mach ich eine ausnahme: das wird von anfang an komplett ignoriert. da gibts keinerlei ausnahmen.

    an der bindung hat sich dadurch nichts geändert.

    ich glaub wirklich, dass problem am tipp "ignorieren" hängt ganz stark davon ab, ob man verinnerlicht hat, dass es sich auf eine bestimmte situation und ein bestimmtes verhalten bezieht und nicht auf den "ganzen" hund. und dass es eben dadurch zeitlich begrenzt ist. und ja, ich glaub schon dass ein komplettes ignorieren über längere zeit eine strafe ist - noch dazu eine, die ein hund überhaut nicht versteht.

    jap hütis. das ist immer ein bissi speziell und ein richtiges "hüten" von einem kontrollverhalten oder gar von verlassensängsten zu unterscheiden ist oft nicht ganz einfach.

    ich hab hier ja auch einen hüti - der in dem alter ganz ähnliche verhaltensweisen zeigte. allerdings eher weniger zuhause - mehr draussen. da wars allerdings tatsächlich der versuch, zu hüten. (eben mit dem versuch, seine menschen, so sie sich in eine "unerwünschte" richtung entfernten, per heel oder per umkreisen wieder zurückzubringen ect.)

    meine persönliche theorie (und das ist wirklich nur eine theorie, die einfach aus beobachten von hütis und erfahrungen von anderen hüti-haltern resultiert - also nicht wissenschaftlich abgesegnet!) ist, dass bei vielen hütis der übergang von kontrollverhalten zum hüten sehr sehr fliessend ist.

    da ist es sehr wichtig, als mensch zu wissen, was man will - und das dann auch sehr konsequent durchzuziehen.

    ich hab für mich selber damals erstmal definiert, was ich genau will, was ich überhaupt nicht will und dann angefangen, genau an den stellen grenzen zu ziehen.

    was ich wollte, war, dass mein hüti im freilauf auf keinen fall seine "anhänglichkeit" verliert - sprich: sam bleibt immer in der nähe, er "verliert" uns nie und passt selber auf, dass er uns "nicht verloren geht". das ist eine angenehme sache, denn dadurch hab ich einen hund, der viel freilauf geniessen kann - ohne dass ich viel dran arbeiten musste dass der radius zu gross wird.

    da hab ich also das "hüten" bzw. kontrollieren für mich ausgenutzt.

    damit das ganze aber nicht zu einem hund führt, der "an mir klebt" hab ich einfach angefangen, ihm aufgaben zu stellen, die auch mal "selbstständigkeit" erforderten. bei uns war es die nasenarbeit/sucharbeit - die ihm da auf die sprünge geholfen haben, auch mal eher von uns weg eine aufgabe zu lösen. dazu auch mal ein ablegen und sich entfernen oder das "wegschicken" und ähnliche spielereien.


    im haus ist das verhalten nun überhaupt nicht erwünscht - ich möcht allein aufs WC gehen - ohne hund, der meint, er müsste da unbedingt mit. ich möchte auch gern mal ohne hund aus dem haus - ohne dass hund stundenlang an der haustür steht und auf meine rückkehr wartet.

    im prinzip wars da die mischung aus konsequentem verhalten und einem in kleinen schritten aufgebauten alleinbleibetraining. z.b. wenns klingelt, gehen wir menschen an die tür - die hunde bleiben auf ihrem platz - oder wenn ich staubsauge gehen die hunde aus dem raum in dem ich mich grade befinde, oder auch dieses oder jenes zimmer ist "tabu". auch kleine rituale wie: nach dem gassi ist erstmal ruhe angesagt haben geholfen. ich kann da ziemlich hartnäckig sein - mich kann mein hüti mit spielis eindecken, er kann neben mir purzelbäume schlagen - wenn ich grade etwas anderes mache - dann kommt er nicht zum erfolg. das hat er ziemlich schnell begriffen. (jetzt z.b. frauchen tippt was in den laptop - also no chance für beachtung).

    ich sag oft, man sollte damit beginnen, allein aufs WC zu gehen. denn das ist ja meistens eine angelegenheit, die man ganz selbstverständlich jeden tag mehrmals macht :D und über die man sich wenig gedanken macht und die wohl in den meisten fällen :D nicht lange dauert. genauso bei duschen. oder beim in den keller gehen. oder wäsche aufhängen. wichtig dabei ist nur, dass es etwas ganz normales, stets wiederkehrendes ist - das man eben einfach tut. um danach wieder das zu tun, was man vorhehr auch gemacht hat.

    das was ich vorher gemacht hab war langweilig (was tippen) - das was ich mache wenn ich rausgehe ist langweilig (aufs WC oder was zu trinken holen) und das was ich danach mache, ist genauso langweilig (wieder weitertippen).

    eine andere methode wäre, dem hund beizubringen, auf seinem/einem platz zu bleiben. funktioniert auch. ich persönlich machs eher nicht, weil ich ja 3-4 tage vormittags nicht da bin und da sollen sich die hunde frei in der wohnung bewegen dürfen, da wäre ein "platz und bleib" wohl eher nix. aber ich kann mir vorstellen, dass es in manchen fällen hilft.