Beiträge von LaBellaStella

    Sam, Gos dAtura Catala (hüti) - intakt - 4 jahre alt / Joey, Maremmano-Mix (herdi) - intakt - 2 jahre alt /Jimmy, Rauhhaardackel - teilweise intakt ( :D einhoder) - 10 jahre alt.

    Sam und Joey werden in etwa gleich beschäftigt:

    die grosse tägliche nachmittagsrunde ist nach möglichkeit jeden tag eine andere "tour". je nach wetter, lust und laune klettern wir viel ( über baumstämme oder steile berge rauf/runter), machen suchspiele (wenn die kinder dabei sind, werden sie gesucht), mal wird frisbee gespielt oder wir machen mit allem, was wir finden agility. im sommer gehts auch mal zum schwimmen, ab und an leg ich einen fährte oder wir üben ein wenig mit dem dummy. manchmal treffen wir uns mit anderen hhs und gehen in einer gruppe - aber meistens sind wir "allein".

    (unser schwiegerdackeltier hält nicht sonderlich viel von "auslastung" - muss er auch nicht, der ists zufrieden, wenn er einfach so mit darf und ich glaub, er schwitzt im geiste immer schon, wenn er den beiden "grossen" zuschaut... :lol: )

    zwischendurch gehen wir auch mal gesittet...(bzw. wir versuchen es) durch die stadt oder mal im sommer in einen biergarten, auf ein ritterfest oder sie dürfen mit aufs turnier.

    1x die woche versuch ich, mit den jungs zu trailen - im winter wg. schnee ist das leider ein bisschen zu kurz gekommen.

    ich hab vor kurzem mit dem clickern angefangen - das macht uns allen viel spass - da kann auch der dackel gut mitmachen.

    sam ist ab und an als "figurant" für eine trainerin tätig - joey ist noch in der "lehre", der brauch noch ein bisschen mehr "coolness" für den job.

    ob sie ausgelastet sind? ich hoffe doch! zumindest machen sie den eindruck. :smile:

    meine art (die mit der konsequenz) - hat mich bisher noch nie in die situation gebracht mit meinen eigenen hunden ne wirtshausprügelei überstehen zu müssen, damit sie wissen, wo der "bartl den most herholt".

    dass du dir umgehend hilfe bei einem trainer holst, ist wichtig und richtig. grade wenn kinder im spiel sind.

    mal so ganz grundsätzlich, wie das bei uns hier abläuft: 3 hunde - 2 kinder.


    liegen die jungs (hunde) irgendwo rum - dann werden sie in ruhe gelassen. liegen sie direkt im weg - werden sie weggeschickt. kommen sie von alleine (z.b. auf die couch) wird gestreichelt, gekuschelt, gespielt. möchte man von sich aus mit den hunden spielen/kuscheln/sonstwas - werden sie gerufen. ist irgendwas besonderes - zecke, brombeerranke, kralle eingerissen ect - werd ICH gerufen und kümmer mich drum.

    an diese regeln mussten sich meine kids sehr lange halten. weniger gekuschelt oder gespielt wurde bei uns sicher nicht - irgendeiner der jungs wollte immer mal bespasst werden von den kids. ;) also kamen sie da auch nicht "zu kurz".

    heute wissen meine kids, wie sie unsere hunde "lesen" müssen - und meine jungs wissen, dass sie einfach nur weggehen müssen, wenn sie keine lust auf "bespassung" haben bzw. dass sie auf ihren plätzen immer ihre ruhe haben. (bis auf den gos, aber der ist auch ne eigene nummer - der darf brummen).

    ich kann dir von hier aus nicht sagen, wie "ernst" dein hund das meint - aber ernstnehmen solltest du es auf alle fälle.

    als wir damals mit maja unseren tierarztmarathon hatten, hab ich gelernt, vorher auch einfach mal zu fragen. nicht nur nach dem preis - sondern auch einfach mal, ob dieses oder jenes sinnvoll ist und wenn ja, warum.

    die meisten TÄ/TKs waren da nicht unfreundlich und haben vorab in etwa gesagt, was sie nehmen bzw. mir erklärt, warum und wieso.

    als wir schliesslich dann zu einem neurologen kamen und der ein CT vorschlug - da wollte ich auch wissen, was es in etwa kostet. obwohl ich leicht nach luft geschnappt habe - haben wir es machen lassen. vorher war die krankheit nur eine starke vermutung - danach wussten wir defnitiv bescheid - leider wussten wir ab da auch, dass es (MS) nicht behandelbar ist - verlangsamen war noch über eine gewisse zeit möglich.

    einige zeit später hatte sie einen schlimmen schub - der sich auch in unkontolliertem zucken der hinterbeine äusserte. wir mussten zu einem notfall-TA - sie brauchte möglichst schnell cortison. ich hatte für den fall der fälle die schriftlichen diagnoseergebnisse der TK dabei - und trotzdem wollte der TA noch röntgen...da muss ich sagen, hab ich auch vehement abgelehnt - geröngt wurde maja zu der zeit innerhalb eines halben jahres - als wir noch suchten, was sie hat - mindestens 10x von allen möglichen spezialisten...da musste es in meinen augen nicht sein, sie nochmal zu röntgen ohne dass es irgendwas geändert oder verbessert oder erhellt hätte.

    nun ja...

    hygiene muss sein - und eine gewisse grundhygiene grade im umgang mit tieren ist nicht verkehrt.

    und dass es bestimmte keime gibt, die vom tier auf den menschen bei zu engem kontakt übertragen werden, ist auch unbestritten.

    allerdings bin ich der hinsicht nun alles andere als dogmatisch oder panisch. ich seh das recht gelassen.

    selbst wenn hier viele aufschreien: ich hab als kind zu ziemlich alles "geküsst" was vier beine und ein fell hatte...auf onkels bauernhof hab ich mit kälbern geknuscht, mit kleinen schweinchen nase an nase gespielt, sämtliche bauernhofkatzen durch die gegend geschleppt, mit den hofhunden lag ich auch mal seelig schlafend in der hundehütte und die pferde durften jederzeit von meinem apfel abbeissen :lol: anschliessend gabs die brotzeit im heu - händewaschen hielt ich für blosse zeitverschwendung :hust:

    meine mutter ist regelmäßig in sämtliche zustände gefallen - so hab ich ausgesehen und wohl auch gerochen :hust:

    meine tochter hat mal früher gern mit meiner alten hündin ihre butterbreze vergnügt geteilt - einmal biss sie ab - einmal der hund. und ich glaub nicht, dass sich meine kinder (sie sind jetzt 14 und 15 jahre alt) wirklich immer die hände gewaschen haben, nachdem sie mit den hunden rumgetollt sind.

    ich seh das also etwas lockerer. und wenn sich wirklich mal die hundenase oder die hundezunge ins gesicht verirrt - tja - dann finde ich das nicht so tragisch. es muss nicht sein - und normalerweise machen wir das auch nicht - aber manchmal sind die jungs einfach schneller.

    ich lebe mit meinen hunden. nicht für meine hunde - und nicht ohne meine hunde.

    20 minuten, viertelstündchen morgens zum lösen und zeitungslesen - die grosse nachmittagsrunde - und die abendrunde mit herrchen nochmal so 20 minuten/halbe stunde, dazu noch je nachdem einige zeit im garten (kurz pipi machen bzw.mal noch ne kontrollrunde ums haus) - das zusammen ergibt unter der woche an einem ganz normalen tag bei mir so gerechnet auch nicht mehr als 2 bis 2 1/2 max 3 stunden, je nachdem wie lang die runde am nachmittag ist.

    allerdings tapper ich nur äusserst selten "einfach so" durch die gegend mit ihnen beim gassi....

    aber: sie sind zu zweit (bzw zu dritt), da kommunizieren und interagieren sie auch viel untereinander im haus. (das geht von anspielen bis hin zum gegenseitigen ohrenauslecken oder auch mal zum gegenseitigen "anraunzen" ect.). machmal geht man sich auch nur gepflegt aus dem weg :D

    und: wir sind 4 menschen - da macht immer mal wieder jemand was interessantes (ob das nun die kühlschranktür ist, die geöffnet wird, oder ob man vorm staubsauger flüchten muss, ob man herrchen die socken im schlaf auszieht oder mal guckt, ob man bei den kindern im zimmer was abstauben kann...es kommt besuch oder der berühmte "briefträger" muss verbellt werden...)


    nicht falsch verstehen - wir bespassen sie nicht dauern - aber ich glaub schon, dass "wir" einfach in dem wir da sind und unseren alltag leben immer wieder eine interessante "dogdokusoap" abgeben - sozusagen eine "unbewusste" bespassung.

    und wenn man diese unbewussten "bespassungszeiten" (und da zähl ich auch das gemeinsame extremcouching nebst exzessivem bauch/ohren/halskraulorgien dazu ;) ) dann komm ich da natürlich auf weit mehr als "bloss" die 2 1/2 stunden in denen wir draussen unterwegs sind. ich bin auch fast dazu geneigt zu glauben, dass grade dieses "unbewusste" fast genauso wertvoll ist für die nasen, wie die ganzen "bewussten"dinge die wir uns zur auslastung sonst so ausdenken.

    da schliess ich mich der mehrheit an:

    4 wochen bei euch sind noch gar nichts. wer weiss, wie lange er unter schlimmen bedingungen überleben musste, der arme kerl.

    das wichtigste ist, dass ihr ihm soviel zeit gebt, wie er braucht. und euch auch. nicht selber unter druck setzen mit "in 2 monaten muss er dieses oder jenes tun/können" das geht meistens schief. :smile:

    vertrauen und bindung kommen - aber eben manchmal nur sehr sehr langsam. für jeden schritt auf euch zu muss er ja schliesslich erstmal eine unengenehme erfahrung sozusagen "aus dem gehirn löschen" - quasi über seinen schatten springen und das ist eine riesen leistung und geht nur langsam.

    das mit dem einfach wegschicken ist ein guter tipp - er wird lernen, dass er nicht schnappen/knurren muss wenn ihm was nicht behagt - sondern dass er ganz einfach weggehen kann und dass ihm da gar nix passiert.

    wenn er das verstanden hat, dann kann man langsam in kleinen schritten das "länger aushalten" von unangenehmen dingen üben - immer mit viel bestätigung und lob - und wenns nur 1 sekunde ist :smile: aus der einen sekunde werden zwei, dann 10 sekunden und irgendwann ist das alles gar nicht mehr aufregend. (oder nur noch insofern, als man eine tolle bestätigung bekommt fürs "pfotenabtrocknen" oder "ohrenanguckenlassen" usw.)

    zeit und geduld ist das zauberwort. :smile: