Beiträge von LaBellaStella

    auch guten morgen :smile:

    jaja kleine hundewelpen sind oft anstrengend und kosten auch ab und an nerven. :smile:

    aber was sie definitiv nicht sind und was sie auch gar nicht sein wollen: chef.

    fast jeder, der schon welpen hatte, kennt die phase der schmerzenden hände und blutigen kratzer. die milchzähnchen sind scharf und spitz, die kleinen überdrehen und wir menschen lassen dabei "federn". :smile:

    das ist eine ganz normale phase - wie gesagt, fast jeder der welpen grossgezogen hat, kennt das.

    wichtig ist, immer wieder das "nein" üben. in allen möglichen situationen - nicht nur, wenn welpi zum piranha mutiert.

    bis der welpe das einigermaßen versteht, hilft oft - je nach welpen:

    quietschen "auua" und spiel unterbrechen. ignoriert welpi das, entweder aufstehen und selber gehen oder welpi mal eine (kurze!) auszeit geben. manche welpen sind auch schon von einem entschiedeneren tonfall beeindruckt.

    das hilft manchmal nicht sofort - aber mit der zeit hilft es immer.


    das mit dem "cheffe-sein-wollen" - nein, das vergisst du am besten gleich wieder! es gibt freche welpen, schüchterne welpen, mutige welpen, zurückhaltende welpen, ruhige welpen oder aufgedrehte. aber egal wie sie drauf sind, die weltherrschaft wollen sie allesamt nicht.

    wichtig ist, dass du für dich selber entscheidest, welche regeln dir wichtig sind. einfache und klare regeln. und dass du mit der nötigen liebevollen konsequenz diese regeln deinem welpen beibringst. je einfacher die regeln sind und je konsequenter du bist, desto schneller kann der hund sie verstehen. das ist eigentlich schon die ganze kunst.

    Zitat

    Nein, Menschen leben ja auch nicht in Rudeln und brauchen nicht diese klaren Strukturen... So ein Bullshit...

    1. ich lebe aber mit meinem hunden auch nicht in einem rudel. ich leb mit ihnen in einem sozialverbund wenn man es so nennen will.

    2. in jedem wie auch immer zusammengesetztem sozialen zusammenleben gibt es regeln. ob das nun im büro ist, in der schule, in der kind/elternbeziehung, im kegelverein, im strassenverkehr: alles geregelt, alles sturkturiert.

    3. auch im mensch/hund-verband braucht es regeln

    4. die aber erstmal (wichtig!) von dem, der die regeln aufstellt, klar kommuniziert werden müssen und von dem, der sie befolgen soll, langsam und gründlich erlernt werden müssen.

    5. für eine klare kommunikation braucht es weder zwischen mensch/mensch, zwischen hund/hund noch zwischen mensch/hund irgendwelche körperlichen machtspielchen.

    6. es gibt da sehr einfach und klare erwiesene aussagen, wie das lernen am besten funktioniert. beim mensch wie beim hund. erlklärt worden ist das hier schon vielfach.

    7. ein zuverlässiger, souveräner, konsequenter und reifer menschlicher "beschützer und chef" (hundeführer/herrchen/frauchen/teampartner/dosenöffner - wie man das auch immer nennt ist völlig wurscht) hat als hoch entwickelter primatenhirnträger irgendwelche körperlich-gewaltsamen aktionen nicht nötig.

    8. hunde untereinander kommunizieren auf so vielfältige, klare und subtile weise - dass auch da der berühmte rudelcheffe-alpha (der immer wieder so gern angeführt wird) allein durch sein "auftreten" ernst genug genommen wird.

    9. ich schliess mich leo an. mal wieder.

    meine hunde haben eindeutig zuviel charakter! :lol:

    sam: typisch gos. unglaublich viel energie, unglaublich viel "will to work" - aber mäßig will to please. wenn er einen job macht, macht er ihn ganz. absolut unbestechlich - von fremden nimmt er nix. sie sind für ihn einfach luft. kein kuscheltier - das ist unter seiner würde. dafür ein spassvogel und immer gut drauf. sehr auf seine "gosso-würde" bedacht. er ist ein absolut verlässlicher kerl wenns drauf ankommt. artgenossen gegenüber sehr souverän.

    joey: typisch herdi. ein dickschädel - aber trotzdem sensibler als man glaubt. zu tode betrübt, wenn "frauchen phöse ist". absolut unbeindruckt wenn ein anderer mensch "phöse" ist - sehr zum kummer von herrchen ;). sehr wachsam - ihm entgeht nix. sehr verschmust innerhalb der family aber sehr misstrauisch fremden gegenüber. ein denker - "erst denken dann handeln" ist sein motto. aber wenn er handelt - dann richtig. zu nichts zu überreden - zu nichts zu zwingen - aber mit den richtigen argumenten gut zu überzeugen. artgenossen gegenüber noch jungrockermäßig prollig bis unsicher, aber wenns passt, dann sehr verspielt.

    jimmy: jimmy ist ein rauhhaardackel. und ja - ein dackel ist ein dackel ist ein dackel! :lol: was soll man da noch viel schreiben? charmant wenn er will, niedlich wenn er will - aber der sturste sturkopf der ganzen familie wenn er nicht will.

    rituale? wo soll ich anfangen? :lol:

    pünktlich jeden abend um halb zehn sitz ich hier mit nem dackel zu füssen und zwischen zwei grossen nasen eingekeilt, die mich anstarren. reagier ich nicht, werd ich von dicken gumminasen angedotzt: zeit für "kauspass".

    ich frage: "was, schon so spät?" worauf ich ausser vorwurfsvollen blicken auch noch ab und an von der couch geschubst werde - denn: JA SO SPÄT SCHON!!!

    ich geh in die küche - flankiert von drei leibwächter - und dann wird ausgesucht, was die herren möchten: leber? lunge? euter? rinderkopfhaut? oder doch lieber ein markknochen?

    selbstverständlich wird dann ein sehr kompliziertes ritual eingehalten beim verteilen der leckereien: alle hunde setzen sich - keiner zu weit vorne, keiner zu weit hinten. ich lege sams kauteil auf den flauscheteppich vor dem TV, joeys in das hundebett und das vom dackel unter den wohnzimmertisch.

    die jungs beäugen sich gegenseitig misstrauisch: dass ja nicht einer zum falschen platz wetzt...ich sag "ok" und jeder rennt auf seinen platz und hier beginnt das grosse fressen....

    joey ist stets als erster fertig, der dackel als zweiter und der boss-gos knurpselt am längsten. sehr zum verdruss der beiden anderen - die nämlich liegen bleiben müssen, bis der gos fertig ist und erst dann die plätze der anderen absuchen ob da nicht vielleicht doch noch ein kleines krümmelchen rumliegt.... :roll:

    jeden abend das gleiche - keine chance, das mal zu vergessen.....ein kreuz! :lol:

    mein erster vorschlag wäre wohl auch hovi gewesen - rotti käm gleich danach.

    herdenschutzhund:

    ein bissi :D erfahrung hab ich ja damit.

    für hundesport wie agilitiy, obidience o.ä. sind sie eher weniger geeignet - schutzhundesport fällt sogar völlig flach - geht gar nicht.

    natürlich ist der job des "wächters" der job für einen herdi, keine frage. diesen würde er sehr sehr ernst nehmen - vorallem, wenn er sich das "wachen" mehr oder weniger selber "beibringen" darf.

    und da herdis im allgemeinen ihre jobs so ernst nehmen - hat man, so man da nicht wirklich sehr drauf achtet, leider oft das erste problem: ob das nun bloss der briefträger ist, der mal eben an die wand gestellt wird, der nette besuch, der nicht reingelassen (oder rausgelassen) wird, der neue in der WG, der wochenlang nicht akzeptiert wird oder nachbars katze, die er 10x am tag aufn baum jagt: man muss wissen, daß das genau das ist, was ein herdi tun will und tun wird. (ist wie das jagen bei einer jagdhunderassen = spezialisten!).

    ebenso muss man wissen, dass die meisten herdis schlicht und ergreifend alles, was sie sehen, als ihr eigenes territorium sehen - ob das nun eigentlich schon nachbars feld ist, ein radweg der am grundstück vorbei führt oder die linie am horizont ist. wenn also ein herdi die grösste zeit draussen sein soll - dann muss er entweder in der nähe des menschen sein - oder aber das grundstück ausbruchssicher und (!) einbruchssicher eingezäunt sein.

    natürlich kann man das territorialverhalten eines herdis lenken. (mein briefträger lebt noch ) aber das macht genauso viel "mühe" wie das händeln eines jagdtriebigen hundes. und man muss wirklich früh damit anfangen.

    hat sich ein herdi erstmal entschieden, dass er den "phösen buben" nicht reinlässt - dann ist es äusserst schwierig, ihn wieder davon abzubringen.

    ich empfehle herdis ungern, wenn jemand einen wachhund sucht - eben weil er vom handling her nicht unbedingt dem klassischen haus-hofwächter entspricht, den man zur not wieder vom briefträger "abrufen" kann. mir ists lieber, jemand hat von vorneherein ein auge drauf, dass die wach/schutzeigenschaften eines herdis nicht noch gewollt geweckt werden. (ist auch wieder wie beim jagdhund: vom eichhörnchen / nachbars katze die bäume hochjagen lassen oder krähen hochschrecken bis hin zum ersten "ernsten" wildhetzen ists nur ein kleiner schritt..)

    ein herdi als familienhund ist eine super sache - für die familie. ;) sprich: für eine konstante anzahl menschen, die mit ihm zusammen wohnen ist er ein klasse hund (wenn man sich mit dem manchmal etwas eigensinnigen verhalten und dem doch auch eher mangelhaften will to please anfreunden kann) - aber meistens ists für nicht-familien-mitglieder nicht so erbaulich wenn er auftaucht. da muss dann der hh ein waches auge auf den herdi haben - was manchmal auch anstrengend sein kann.

    wenn du dich mehr für herdis interessierst, empfehl ich dir

    Mirijam Cordt: Herdenschutzhunde - die verkannten Wesen

    oder auch den klassiker

    Herdenschutzhunde von T.Achim Schoke :smile:

    Zitat

    Vor allem steht auf jeder 2. Visitenkarte auch noch "Problemhundetrainer". Wo kommen denn auf einmal die vielen Problemhunde und vor allem die unzähligen Spezialisten dafür her?

    :D na das ist doch logisch: die machen sie selber, die problemhunde.

    nach dem motto:

    "hast du noch keinen problemhund - dann mach ich dir einen"

    ...irgendwas problemhundiges lässt sich doch immer finden... ;)

    die jungs haben nur ihre tassomarken am geschirr. hundesteuermarken gibts hier nicht mehr (als nachweis der anmeldung des hundes bekommt man ein schriftstück bzw die aktuelle hundesteuerrechnung wird auch anerkannt. auch tollwutmarken sind keine pflicht - hier reicht der impfpass.

    ich lass mir allerdings demnächst für die beiden grossen neue geschirre machen, da wird dann wohl unsere handynumer mit eingestickt werden.