ui, schön, noch wer aus dem chiemgau! bist ja sozusagen ums eck.
zu deinen fragen:
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Ich wohne in einem Mehrparteienhaus im Chiemgau. Meine Wohnung ist 45qm klein
wie gross oder wie klein die wohnung ist, spielt in der regel eine untergeordnete rolle. platz in der wohnung braucht ein hund nur soviel, dass er sich irgendwo hinlegen kann bzw dass er einen platz hat, wo er seine ruhe hat.
wichtiger sind dinge wie: treppen, stockwerk, aufzug, lösemöglichkeit nah/fern, event. garten usw. da kann dann eine 45qm erdgeschosswohung mit garten oder direkt an wiese/wald/feld besser sein, als eine 300qm loft im 4ten stock eines altbaus ohne aufzug mitten in der stadt. (grade bei welpen ist es anzuraten, zu überlegen, wie schnell man von der wohnung aus einen "löseplatz" erreicht. man denke an die situation: 3 uhr früh, regen, sturm, es pressiert, schnell in die puschen und raus im "nachthemd" )
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hier wohnt auch schon eine Hundebesitzerin mit einem Westie, die den Welpen fürs Geschäft verrichten raus lassen könnte oder den Kleinen auch mal stundenweise nehmen würde (bis er alleine bleiben kann).
als lösung eine möglichkeit. solange man sich bewusst ist, dass das "alleine bleiben können lernen" unter umständen bei manchen hunden lange dauern kann. event. wäre es sinnvoll, auch über einen plan B nachzudenken, wenn die nachbarin mal nicht kann. (krankheit, urlaub ect.).
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ch arbeite vollzeit - jedoch glücklicherweise Gleitzeit. Mein Arbeitsplatz ist auch nur 10 Autominuten von meiner Wohnung entfernt. Das hieße ich könnte jederzeit nach Hause fahren, um mit dem Hund kurz Gassi zu gehen. Natürlich wäre am Nachmittag eine große Gassi-Runde geplant. Wobei ich auch später den erwachsenen Hund nicht länger als 5 Std. alleine lassen würde.
5 stunden - wenn man es langsam aufbaut - ist noch ok. beim erwachsenen hund !!! bei einem welpen/junghund ist es zuviel. ich kenne hunde, die lernen das alleine-bleiben nie - ich kenne hunde, die akzeptieren es nach einiger zeit völlig problemlos. und alle möglichen varianten dazwischen. das ist eine wichtige sache, das solltest du dir gründlich überlegen. auch, dass es nicht immer so läuft, wie man sich das alles vorstellt. was passiert wenn du krank wirst? hast du dann jemand, der einspringt? oder wenn du aus irgendwelchen gründen mal länger arbeiten musst...usw.usw. das muss oft wirklich organisiert werden - mit "fallschirm und doppeltem boden".
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Aprobos: Bei welchen Hundesport kann man dem Collie eigentlich den meisten Spaß verschaffen?
nun ich denke, das ist nicht anders als bei den allermeisten anderen rassen auch: einfach mal ausprobieren.
ich würde so aus dem bauch raus mal sagen, dass sich ein collie eher weniger für schutzhundesport eignet. event. auch nicht unbedingt für turniermäßiges agilitiy (grösse, gelenke ect.). obi, dogdance, nasenarbeit, "hobby" agility, rettungshund ect - einfach mal informieren und ausprobieren. gibt die tollsten sachen.
weil du ja schon einen rasse "im auge" hast - wirst du wohl eh schon eine vorstellung davon haben, was du gerne machen würdest, geh ich jetzt mal von aus.
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Unter meinen Arbeitskollegen ist außerdem eine Züchterin für belgische Schäferhunde (Malinois) - auch diese würde mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Das finanzielle Thema ist kein Problem - das heißt, der Hund kann und wird vor allem dauerhaft bei mir einziehen.
dass dir die züchterin ein bisschen zur seite steht, ist sehr schön. aber mali und collie unterscheiden sich vom wesen her ziemlich.
das sollte man im hinterkopf behalten.
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Da ich alleine wohne hab ich noch eine Frage: Ich habe gelesen, dass Collies familienanhänglich sind. Kann ich es dann verantworten, den Collie in einer Ein-Frau-Haushalt leben zu lassen??
nur weil man dem collie nachsagt, er sei ein "familienhund" braucht er nun nicht unbedingt eine grossfamilie.
du bist dann seine "familie". in der regel reicht das. (du lebst ja nicht auf einer "insel" sondern gehst raus, triffst menschen und vorallem andere hunde, hast freunde, die dich besuchen usw. )
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Und vor allem: Passt unter den gegebenen Umständen ein Collie überhaupt? Oder sollte ich das lieber nochmal überdenken? Ich möchte ja auch, dass er sich bei mir wohl fühlt.
die frage der fragen - die man so per i-net oft nicht beantworten kann. wenn du dich über die rasse als solche gut informiert hast und du dich mit einem collie wohlfühlst - wieso nicht? "anfängerhunde" gibt es sowieso nicht. und eine bedienungsanleitung gibts auch nicht.
einfach mit sinn und verstand und einer portion ehrlicher selbsteinschätzung über die rasse informieren. vielleicht mal auf einen ausstellung fahren (salzburg oder münchen z.b.) und dort mit collie-züchtern sprechen, mal einen züchter besuchen - je mehr infos, desto besser.
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Wenn ich die Idee mit dem Welpen umsetzte, ist das auch schon gut überlegt. Ich kann meinen Jahresurlaub dann am Stück nehmen, was bedeutet, dass der Welpe die ersten 6 Wochen nach seinen Einzug nicht alleine wäre. Würde diese Zeit ausreichen, um den Welpen dann stubenrein zu bekommen?
das kann dir keiner sagen. ich würde aber - aus meiner persönlichen welpenerfahrung raus - sagen, nein. stubenrein ist ein hund dann, wenn er wirklich "einhalten" kann, sprich: blase und darm über längere zeit kontrollieren kann - auch wenns aus irgendeinem grund mal nicht gleich rausgeht. die meisten welpen lernen schnell, sich zu melden und dass sie draussen "pipi" machen sollen - aber es kommt trotzdem immer noch über längere zeit zu "unfällen" wenns nicht gleich rausgeht. manche brauchen länger, manche sind "schneller" - aber ob dann dein welpe zu den "schnellen" gehört, weiss niemand.
denk das alles nochmal in ruhe durch (gefühlte 1000x ;-)) und informiere dich so gut es irgend geht. spiel in gedanken alle möglichen situationen durch, rede mit hundebesitzern, mit züchtern, lies dich quer durchs DF, und frag dich ehrlich, ob das für dich alles so funktionieren könnte - und vorallem, was ist, wenns nicht funktoniert.