Beiträge von LaBellaStella

    ich bin auch von der "ohne-leine-fraktion".

    für mich persönlich ist in meiner subjektiven "aussbildungsskala" der "freilauf" immer schon ganz oben gestanden.

    dazu gehört natürlicherweise ein funktionierender rückruf und das entsprechende gelände. (ersteres wird von anfang an geübt - zweiteres hab ich hier, gottseidank - kein leinenzwang und viel platz ohne strassen oder ähnliches).

    für mich gehört es einfach zu einem guten "feeling" mit dazu :smile:

    seit ich mit mehr als einem hund unterwegs bin, geniess ich es erstrecht, den allergrössten teil unserer "gassis" ohne leine unterwegs zu sein. natürlich könnte man auch mit 3 schleppleinen so trainieren, dass kein leinenmakramee entsteht - aber da bin ich ganz ehrlich: ohne not, wenn ich nicht muss, bin ich da zu bequem für.

    wenn ich seh, wieviel sich die jungs bewegen, welch ein laufbedürfnis sie oft und gern ausleben (z.b. mit rennspielen untereinander) oder auch nur, dass der eine in ruhe noch zuende schnüffeln will, der andere aber woanders was entdeckt hat oder der dritte nun unbedingt den stock mitschleppen will...ist einfach "einfacher" bei uns, ohne leine.

    bei meinen drei völlig unterschiedlichen hunden die ich alle irgendwie sortiert kriegen muss, wären längere spaziergänge an der leine nicht unbedingt lustig: der dackel, der in seinem eigenen langsamen dackeltempo gemütlich durch die gegend dackeln will, der gos, der auf hüti art ständig wichtige hütidinge im kopf hat und am liebsten alles auf einmal machen würde und dabei auch mal plötzlich tempo/richtung ändert, die ganze gruppe dabei im auge behält und gern mal umrundet und der herdi, der immer mal wieder gern irgendwo "überblick" gewinnt und mal die gegen scannt oder unbedingt schnell gucken muss, ob die bank/der holzstoß da vorne tatsächlich noch so harmlos wie gestern ist....nene...ich glaub, das wär für alle beteiligten nicht lustig.

    es geht zwar schon für bestimmte strecken - muss es auch - denn manchmal (strassen z.b.) müssen die jungs gesichert werden - aber als gesamtlösung wärs für mich nix, das leinelaufen.

    jeder darf sich in einem bestimmten radius so bewegen, wies beliebt. es wird nicht abgehauen, nicht im unterholz gestöbert und niemand verschwindet aus meinem blickfeld. klappt ganz gut.

    :lol:

    also ich finde das herzerfrischend!

    alldieweil hier auch so ein liebeskranker trottel rumrannte. der liebeskranke trottel heisst eigentlich joey. jungrocker von beruf und der hatte sich nun letzte woche entschlossen, sich zu verlieben. in was? in alles, was nicht bei drei aufm baum war...

    nachbars katze, sofakissen, meine buchsbäumchen - logisch, denn die damen in der umgebung nehmen ihn noch nicht wirklich ernst. anfragen seinerseits mit herzchen in den augen werden von den meisten damen feuerspeiend, fauchend und mit saftigen bayrischen watschn beantwortet.

    hinzu kommt, dass sein grosser bruder sam der wahre casanova ist. ganz gentleman, höflich und ehrerbietig wickelt der die ladies um die kleine kralle - und unser jungrocker muss frustriert zugucken....und will aufn arm.

    also blieb ihm nur, seinen kummer und seinen frust lauthals zu verkünden, bevorzugt abends um acht bei der tagesschau oder mitten im schönsten mord beim sonntagabendkrimi!

    das war ein schluchzen, heulen und stöhnen, ein brummen und summen, ein hin-und-hergelaufe, ein raus und rein.....mir war selber schon ganz schwummerig!

    vorbei wars mit dem liebesleid allerdings, als sich joey entschloss, einfach mal sam einen antrag zu machen: der boss-gos, völlig entrüstet, hat ihm den kopf wieder zurechtgesetzt: nu isser deutlich gedämpfter, der jungrocker.

    einzig ein leicht melancholischer gesichtsausdruck zeugt noch davon, dass er grade seinen ersten verliebten frühlingsanflug hatte......atti, du kannst also noch hoffen, dass auch bei euch irgendwann wieder ruhe einkehren wird! :lol:


    welche hunde bzw. mixe in kat 1 bzw 2 gehören findet man da:
    http://www.polizei.bayern.de/news/rechtindex.html/12000

    das kann sehr böse ausgehen. da zählt bei manchen gutachtern oftmals auch der "augenschein" - d.h. wenn man nicht belegen kann, dass das tatsächlich "nur" z.b. ein boxermix ist, wirds kritisch. (und wie will man das bei den meisten mixen belegen? )

    ausserdem darf man nicht vergessen: selbst wenn ein rassegutachter meint, das ist ein "harmloser"mix - dann kann in bayern dennoch ein wesenstest angeordnet werden, wenn der hund bei der inaugenscheinnahme in irgendeiner weise "aggressiv" rüberkommt. i.d.r passiert das zwar nur dann, wenn der hund tatsächlich jemanden geschädigt hat - aber theoretisch könnte man davon ausgehen, dass sowas auch in dem hier geschilderten fall angeordnet wird.

    von allen anderen "strafen" wie steuernachzahlung, bußgeld ect. mal abgesehen, könnte das auch zu der vermutung führen, dass der halter nicht "zuverlässig" ist - und dann wirds nochmal kritisch.

    auch hier gilt: unwissenheit schützt vor strafe nicht - leider.

    jap, wie oben schon geschrieben: bayern ist keine gute ecke für sokas und mixe, die wie welche aussehen....

    was den streuner betrifft: mein mittel der wahl wäre ebenfalls, den hund einfangen und ab ins tierheim - spätestens nach dem 2,3 x ist ruhe.

    was das leben in oberbayrischen dörfern betrifft: ich persönlich hätte wohl keine lust, mir sorgen um meine hunde zu machen und event. das empörte gerede von irgendwelchen einwohnern anzuhören, weil einer meiner hunde ihre tulpen giesst oder ihr gemüsebeet "verunziert", das baby erschreckt, die omma zu fall bringt, die alufelgen von papas neuem auto markiert oder dem grossbauern in die futterwiese kackt usw. (alles dinge, die auch ein netter, wohlerzogener, nicht-gefährlicher oder nicht-jagender hund tut wenn er allein unterwegs ist).

    natürlich - ich kenns aus meiner kindheit nicht anders: aufm dorf, in dem weiler, wo meine onkels ihre höfe haben, liefen die hofhunde auch immer frei. und ja, das waren schöne zeiten. nur - leider - die sind wirklich vorbei, auch hier in oberbayern aufn dorf. mir sind die "menschen" einfach zu unberechenbar geworden - es reicht ein einziger, der $-zeichen in die augen kriegt, wenn er einen kleinen spritzer dreck auf der hose hat, weil sich mein hund mal geschüttelt hat um mir sämtliche höllenanwälte auf den hals zu hetzen......

    was bio betrifft: ich bin auch der meinung, sie ist ein guter hh. in der regel les ich ihre beiträge gern. deswegen muss ich aber nicht in allem ihrer meinung sein. hier bin ichs nicht. im nächsten fred dann schon. allerdings würd ich ihr hier, in diesem fred nicht unterstellen, zu trollen. ich halte es da eher mit meiner signatur. :smile:

    wow...was bin ich doch "hausbacken" wenn ich mir eure lieblingsgerichte so angucke :lol:

    bei mir ists - ganz bayrisch-konservativ - selbstverständlich

    krustenschweinsbraten mit dunkelbiersauce, semmel/kartoffel/serviettenknödel, bayrischem krautsalat oder blaukraut.... :D orginal nach ommas rezept!

    (1x die woche - mit der "diät" halte ich mein lebendgewicht von 56 kg auf 175cm seit nunmehr fast 15 jahren :lol: )

    currygeschnetzeltes mit reis - auch ein favorit von mir. oder einen schönen bunt gemischten salat der saison mit putenstreifen, croutons und einem yogurtkräuterdressing....und natürlich der kaiserschmarrn mit selbstgemachtem zwetschgenkompott....*lecker*

    aber genausogern mag ich die italienische oder fernöstliche küche.

    italienisch am liebsten die ganz klassischen spagetti aglio e olio

    eine gute freundin von mir hat als zweithund auch so eine ängstliche maus aufgenommen.

    ich weiss noch gut, als sie mich das erstemal besuchte, saß das mädel völlig platt und zitternd unter ihrem stuhl - ein bild des jammers. sie traute sich nicht, sam auch nur anzusehen, sie nahm kein leckerli von mir, sie hatte nur angst und panik in der für sie damals fremden umgebung.

    jetzt, fast 3 jahre später, geht sie auf fast alle menschen offen zu, "erzieht" joey, liefert sich mit sam die dollsten laustarken "ehekräche" lässt sich vom ersthund nicht mehr die butter vom brot nehmen und man erkennt sie fast nicht mehr wieder. nur wenn man genau hinschaut, merkt man noch, dass sie in einigen situationen unsicherheiten zeigt.

    meine freundin hat sie mit viel geduld und fingerspitzengefühl langsam an den "normalen" alltag rangeführt - am allermeisten aber hat der maus wohl der sehr ruhige, souveräne ersthund geholfen, an den sie sich auch von anfang an sehr eng angeschlossen hatte. :smile:

    es muss also nicht immer sein, dass ein veränstigter hund ein leben lang so bleibt. aber wie rottifrauchen schon schrieb: in machen situationen werden oft auch unsicherheiten einfach bleiben. geduld braucht es halt immer.

    und ja, man kann da wirklich sehr viel lernen.

    hallo sabrina,

    UnserCarlos hat da einen sehr guten beitrag geschrieben - ich hätte dir das selbe gesagt. :smile:

    ein hund mit 4 monaten ist noch lange nicht erwachsen. er bzw. sie ist noch mitten in der lernphase und probiert natürlich allerlei aus.

    das hat noch gar nichts mit dominanz oder aggression zu tun: das ist ganz normales welpen bzw. junghundverhalten: ausprobieren, was geht und was nicht.

    (dominanz und aggression wird im übrigen auch sehr sehr oft als begriff völlig falsch verwendet - ein bisschen querlesen im forum, da findest du sehr viele threads drüber).

    normalerweise sollten sich die besitzer um die erziehung der kleinen erna kümmern - aber wenn du das machst, dann denk dran: erna ist noch ein kind. geduld und liebevolle konsequenz bringt da am meisten. nichts was sie tut, macht sie, um dich absichtlich zu ärgern - sie macht es, weil sie noch nicht weiss, dass manche dinge "nicht erwünscht" sind. das muss sie erst lernen. schritt für schritt. und zwar egal, obs um innerartliche kommunikation geht oder um "meins und deins" in der mensch-hund-beziehung.

    Zitat

    kyrali hat geschrieben:Moin

    ich frage mich allen Ernstes, wie alle VOR der Ära von Hundeschulen und Welpen"Kinder"Gärten es geschafft haben, liebe und ausgeglichene Hunde zu haben....

    Nur... gibts denn wirklich soviele Problemhunde oder ist das Problem nicht von Anfang an am anderen Ende der Leine????

    tja, ich bin ja ziemlich "unbeleckt" was hundeschulen betrifft. ich war noch nie in einer. ich kenne einige wirklich gute hundetrainer - und ich kenne einige, die wirklich grottenschlecht sind. ich kenne hundeplätze - früher mein alptraum, heute weiss ich ein, zwei wirklich tolle (da scheint sich wirklich was zu bewegen!).

    ich glaub gar nicht mal, dass es heutzutage soviel mehr "problemhunde" gibt wie in der guten alten zeit. ich glaub aber, dass es auf der einen seite mehr problematiken rund umd die hundehaltung gibt, die einfach der zeit und der mentalität der heutigen gesellschaft geschuldet sind - und ich glaub auch, dass früher die wirklich "problematischen" hunde nicht lange genug gelebt haben, um wahrgenommen zu werden.

    mein lieblingsbeispiel ist der klassische hofwächter-hund: wenn der seinen job machte und ab und an mal dem jugendlichen apfeldieb oder einen anderen "bösen buben" ins wadl zwickte - dann war man stolz drauf, so einen wächter zu haben. der "böse bube" machte sich vom acker und hätte sich wohl noch geschämt, dass er gebissen wurde...


    heute? heute muss man schon von der rechtlichen seite unglaublich viel beachten: der hund darf nicht zu lange bellen, er darf möglichst nicht vom grundstück, das grundstück muss gesichert sein wie fort knox, der hund muss zu jedermann/frau freundlich-neutral sein, er darf niemanden erschrecken, belästigen oder gar beissen. zwickt heute so ein hofwächter mal dem apfeldieb kräftig ins wadl - dann kommt die polizei, es kommt unter umständen zu länglichen prozessen, schadensersatzforderungen, es gibt auflagen, der halter muss sich gefallen lassen, dass an seiner "sachkunde" gezweifelt wird und und und und ..............da ist dann ganz schnell ein "problemhund" gebacken.

    oft steht eigentlich normales hundliches verhalten im völligen kontrast zu dem, was die gesellschaft von einem hund erwartet.

    ich glaub, das überfordert so manchen halter wirklich. und das wiederum bereitet den weg für viele selbsternannte trainer oder gurus. die meisten hhs wollen ja eigentlich niemandem was böses - sie wissen, dass sie rücksicht zu nehmen haben, sie wissen, sie sind immer schuld. und wenn es dann nicht ganz klappt, wenn "fiffi" den briefträger zwickt, "hasso" den besuch verbellt oder "spike" alle skater hütet - dann wird der druck gross.

    auf der anderen seite: ich hab durch die vielen angebote an hundeschulen oder trainer auch wiederum viele dinge kennengelernt, auf die ich früher im leben nicht gekommen wäre: bei mir ists die freude an der nasenarbeit, am trailen. da war ich dann schon froh, mir die "grundlagen von einem guten trainer zeigen lassen zu können :smile: - und auch immer mal wieder ein bisschen "feinjustierung" und feedback zu bekommen.

    Zitat

    Natürlich ist es Mist, wenn Hunde indoor gehalten werden und nur mal in der Tasche mitkommen. Aber es gibt eben auch eine Grauzone, die nicht unbedingt schlecht sein muss.

    LG
    das Schnauzermädel

    da hast du sicher recht. wenn es um gesundheitliche probleme geht - und eben, weils nicht anders geht - dann ist sowas sicherlich eine lösung. mit meiner alten maja wär ich die letzten wochen ihres lebens wohl froh gewesen, hätte sie sowas überhaupt akzeptiert bzw. hätte sie überhaupt noch irgendwo geziehlt hin gekonnt um pipi zu machen...

    mir machen nur diejenigen zahnweh, die diese art von "lösung" (welch ein wortspiel!) rein aus bequemlichkeit dem doch eher unbequemen mehrmaligem gassigehen vorziehen. grad beim welpen. und da könnte es wohl doch den einen oder anderen geben, der sich dann das gassi-gehen doch eher mal spart....und nein, ich unterstelle das niemandem der hier erwähnten - ist nur eine befürchtung von mir - ganz subjektiv.

    (und ja, ich habs auch bei katzen mehr mit freigängern, als mit wohnungskatzen. die ersteren können, wenn vielleicht sogar eine katzenklappe vorhanden, sich wenigstens aussuchen, wohin sie "gehen" wenn sie "müssen").

    Zitat

    I
    Vor Turnieren, Ausstellungen, Versteigerungen ect. von Pferden wird doch deren Mähnen bearbeitet, schau doch mal, ob es da was gibt.

    LG Maria


    echt? ich reite jetzt seit gut 30 jahre turniere - aber jemand, der die mähne seines pferdes gefärbt hat, ist mir noch nie begegnet. ok, ich reite englisch...ist vielleicht bei den westernreitern anders... :???:

    wobei ich denke, eine leichte decke (oder eine art "halbdecke") wäre wohl eher eine lösung - wenn training an anderen schafen nicht geht vorab - was meiner meinung nach der allerbeste weg wäre.