Beiträge von LaBellaStella

    nö, mir gehts wie den meisten hier:

    kommt immer ganz auf die jeweilige situation an. :smile:

    im einen moment könnt ich sam nackert auf der südseite zum fenster raushängen - im nächsten moment droh ich das gleiche sowohl joey als auch dem dackel an :lol:

    jeder von ihnen hat seine stärken und schwächen, seine liebenswerten marotten, ist ein eigener charakter.

    sam ist der seelenhund von meinem mann - auch wenn er die beiden anderen ebenfalls heiss und innig liebt. :smile:

    ich selber könnte selbst wenn man mich schlägt nicht sagen, wer mehr "mein" hund ist.....höchstens, wers grade in dem bestimmten moment nicht ist :lachtot: da bin ich sehr flexibel!

    Zitat

    Ich behaupte mal die Fälle in denen solche Klagen erfolgreich waren sind äusserst selten.

    täusch dich nicht.

    vor gericht und auf hoher see....es kommt auf so vieles an: notwehr darf nur "angemessen" sein - damit gehts schon los. was ist angemessen? der tritt in die weichteile oder ne ladung pfefferspray? ne saftige watsche oder den schädel einschlagen? hätte sich die notwehrsituation vermeiden lassen? hat man selber provoziert?

    wer hat am ende zeugen und was sagen die?

    ich denk da immer an den "fall brunner" - der mann war tod und trotzdem wurde hinterher noch lang und breit diskutiert und verhandelt, ob er nicht selber schuld war oder ob er aus notwehr gehandelt hat oder oder oder....

    kommt dann noch ein hund ins spiel, wirds noch kritischer. wurde der hund geziehlt "losgeschickt", hat er von sich aus eingegriffen? wars nur der kleine wadlbiss, der riss in der hose oder hat er richtig zugebissen? warum, wieso, weshalb kam es überhaupt dazu?

    natürlich: wenn 2 150kg schränke ohne vorwarnung auf ein 16 jähriges zartes mädel losgehen - dann könnte man da durchaus "notwehr" konsturieren. aber mal angenommen ich schubs nen halbwüchsigen 16 jährigen betrunkenen, der mich blästigt, von mir weg und der stürzt unglücklich und bricht sich die nase - dann gehts schon los, mit der frage, ob das nötig war.....greift nun in der situaion zwischen mir und dem betrunkenen jungrocker auch noch mein hund ein, dann brauchst schon viele zeugen und nen guten anwalt ......nur mal so als beispiele, zum nachdenken.

    jeder mensch hat seine eigene persönliche grenze, in der er anfangen würde, sich körperlich zu wehren. ob nun mit eigener hand, mit pfefferspray oder eben "per hund". wo der eine noch ruhig bleiben kann - da fühlt sich der nächste schon stark bedroht......das ist ganz normal. nur - wo zieht da der richter im zweifelsfalle die grenze?

    hm.

    das problem ist: wie will man das dem hund beibringen? ich mein damit das blosse verbellen und meinetwegen auch noch den "scheinangriff"?

    im "spiel" jap - kann ich mir vorstellen: wenn ich zu sam in einem bestimmten ton sag "wo iss die mietze?" spring er auf und mach auf "wilder gosso" und wenn ich sage: "daaaa ist die mietze" dann fällt er um und legt sich auf den rücken. so. das ist aber ein reines kunststückchen, das nix mit angriff/verteidigung zu tun hat.

    im "ernstfall" wird ein hund entweder tatsächlich eingreifen - oder er wird es lassen. ich hab hier 2 kandidaten, die wohl eingreifen würden - und das problem, dass ich das nicht will. (ein herdi, der sich entscheidet, einzugreifen, wird sich eher weniger mit einem freundlichen "scheinangriff" zufrieden geben - schon allein deswegen strebe ich ein nicht-eingreifen an!).

    auch kann man einen "ernstfall" schwer einfach mal so nebenbei üben, könnt ich mir vorstellen. allein der gedanke, was da alles schieflaufen könnte - ich wär da sehr vorsichtig - denn in der regel ist immer der hundehalter schuld, wenn dann doch was passiert. und seies nur die kleinste schramme (stichwort gefährdungshaftung!).

    mir alles zu unsicher: bleibt der hund im "ernstfall" cool genug, es bei einem knurren oder bellen zu belassen? lässt sich der hund so "steuern" dass er nur, wenns erwünscht ist, "eingreift"? (und nicht womöglich auch dann, wenn es eine völlig ungefährliche situation ist - rangelnde nachbarskinder oder der beste freund, der einen von hinten nur erschrecken will?) bring ich damit vielleicht meinen hund in eine situation, in der er sich wirklich verteidigen müsste? (so ein paar fusstritte von irgendwelche pöblern z.b.)

    viel zu viele fragen, aber und wenns für meinen geschmack.

    entweder schreckt ein hund ab einer gewissen grösse sowieso allein durch seinen bloße anwesenheit ab - oder man lässt den hund völlig aus solchen situationen raus. besser ist das.

    solange ich vollzeit gearbeitet habe, hab ich mir meinen hundewunsch nicht erfüllt. für mich ganz persönlich wär das nicht gegangen - ich bin da ganz egoistisch - ich möcht meine hunde um mich rum haben - und nicht 8,9 stunden 5-tage-die-woche allein daheim lassen. ganz davon abgesehen, dass ich nicht denke, dass das auf dauer dem hund gut tut.

    heute geht es bei mir mit der hundehaltung - ich arbeit "nur" teilzeit. sie sind unter der woche ca. 4x4 stunden vormittags allein - in den allergrössten ausnahmefällen mal 6 stunden. dafür arbeite ich halt öfter mal am wochende länger - da ist dann mein mann zuhause. ganz davon abgesehen, sind meine kinder auch schon alt genug, mal mit den jungs rauszugehen, ich hab immer plan B falls mal alle stricke reissen sollten, zu "plan B" hab ich vollstes vertrauen und könnte dort auch meine jungs für länger lassen, umgekehrt ebenso. auch schwiegermuttern kommt gern jederzeit zum hundesitten. (sie kann zwar nicht mehr mit ihnen raus, aber " da sein" und die hunde mal zum pinkeln in den garten lassen, kann sie problemlos).

    täglich 8 stunden - ohne sitter, ohne gassigänger, ohne dass die hunde rauskönnen - nö. wär nicht meins. dann hätte ich wohl tatsächlich keine hunde.

    ich hatte alle meine hunde immer von welpenbeinen an.

    und - ich hab sie so schnell wie möglich offline laufen lassen - da wo es gefahrlos möglich ist. gefahrlos möglich ist es hier fast überall - einzige ausnahmen waren und sind : strassen, viel befahrene radwege (nicht wegen der hunde sondern wegen der oft unberechenbaren radfahrer), in der stadt (weil eben doch der eine oder andere passant angst vor hunden hat und eine leine da wohl mehr "sicherheit" signalisiert). und als die hunde noch arg klein waren vorne am mühlkanal - so ein neugieriger welpe steckt ja schnell auch mal seine nase über die brüstung und das war mir da dann zu riskant, dass mir da mal einer reinfällt.

    allerdings bin ich anfangs selten einfach nur so vor mich hingelatscht - ich hab versucht, möglichst interessant zu bleiben: ich fand plötzlich spielzeug, leckerlis, rannte quer beet durchs gemüse, kletterte über baumstämme, verschwand hinter büschen.... ect.ect.ect. :smile:

    wie gesagt, bei mir hats funktioniert, von anfang an fast immer offline - bis heute. :smile:

    ich hab hier ungefähr 4-5 unterschiedliche, schöne runden, die ich unter der woche mit den jungs laufe. vom tiefsten hochwald über feld/wiese bis kilometerweise am bach oder am fluss entlang ist da so ziemlich alles mit dabei. je nach lust und laune und wetter - nutzen wir die unterschiedlichen gelände um a bissi freestyleagi zu machen, manchmal fliegt der frisbee, wir klettern, balancieren - und getrailt wird auch immer wieder.

    dazu einmal die woche, wenns ausgeht, die "hundeautobahn" und ein kleines stück durch die stadt - damit sie das nicht verlernen.

    am wochenende, gehen wir in der passenden jahreszeit viel in die berge oder schwimmen mit den jungs - oder wir "entdecken" neue wege und ab und an fahren sie am WE mit aufs turnier.

    wobei ich selber einfach mehr der typ bin, der ungern immer wieder die gleichen wege geht.

    :smile:

    nun, bin da a bissi gespalten...

    ich leb ja eh auf der insel der glückseeligen - wir haben (ausser der hundesteuerverordnung) überhaupt keine hundeverordnung - also nix leinenzwang, leinenlänge oder ähnliches. (nur eine soka-verordnung gibts - aber das die allgemeingültige in bayern).

    hier läufts auch ohne HV recht gut, das miteinander.

    in grösseren ballungsräumen allerdings - da kann ich mir schon vorstellen, dass es ab und an nottut, ein paar regeln aufzustellen.

    also: der hund sollte ja nicht den menschen als solchen angreifen - sondern es wird der beutetrieb genutzt.

    die beute ist in dem fall der ärmel, den der figurant trägt. der hund sollte, auch wenn er im trieb ist - trotzdem auf kommando auch wieder von der beute ablassen können. d.h. der hund wird, wenn man gut trainiert, niemanden einfach so "angreifen" sondern er will - sehr vereinfacht gesagt (!)- eigentlich nur die beute haben.

    "mannschaft" im sinne des wortes darf soweit ich weiss in DE kein hund gemacht werden, der in privathand ist.

    nun, das alleinebleiben muss im regelfall genauso geübt werden wie ein "platz" oder "sitz" :smile:


    auch wenn die kleine "alleinebleiben" grundsätzlich schon konnte - beim vorbesitzer - so heisst das nicht, dass sie das bei euch auch kann.

    du hast ja schon richtig angefangen: sekundenweise aus dem zimmer raus - und wieder rein. immer mal wieder, einfach so. auch beim gang aufs örtchen ist hund nicht mit dabei, oder mal in den keller und gleich wieder rein...usw.usw.usw.

    immer mit dem mantra: "ich gehe und komm gleich wieder - das ist ganz normal und nix schlimmes".

    grade hunde die schon ein paarmal ihre menschen verloren haben, tun sich anfangs wieder schwer, ein alleinlassen zu akzeptieren. also brauchts da viel geduld und zeit. :smile:

    irgendwann wird sie ein paar sekunden länger aushalten, dann auf eine minute, auf zwei minuten usw. usw. - das tempo bestimmt der hund.

    was das verhalten der kleinen betrifft, als du sie ''"zurechtgewiesen" (ich nenns mal so - ohne das jetzt bös zu meinen) hast: das ist beschwichtigen. je nach hund ist so ein "strenger" ton schon genug, um da länger dran zu knabbern. (manchen gehts am allerwertesten vorbei - andere sind stundenlang schwer beeindruckt - und alles mögliche dazwischen). auf alle fälle wusste sie wohl auch überhaupt nicht, warum sie nun so streng ins körbchen verwiesen wird.

    das auf den platz verweisen ist unter umständen beim alleinebleiben-üben kontraproduktiv: denn eigentlich sollte der hund ja dann auch auf seinem platz bleiben, bis man das "kommando" auflöst - und ich denke, du willst nicht, dass dein hund dann stundenlang im körbchen ist und sich nicht raustraut...geht hund doch raus, dann wirds später schwierig mit dem bleiben bis zur auflösung.....