so wird das nix, mit selbstbewusstem hund.
ein tatsächlich selbstbewusster hund kann sich - auch wenn ihm mehrere fremde hunde gegenüberstehen - i.d.r. (!) ohne beisserei oder klopperei "verteidigen".
mein gos dAtrua rüde (sam) braucht sich, obwohl mit 22kg/55cm nicht grade ein schwergewicht und unkastriert, überhaupt nicht mehr zu "kloppen" um irgendwelchen anderen hunden zu sagen, dass er keinen wert auf ihre gesellschaft legt. und zwar egal, ob die auf krawall gebürstet sind oder nicht, egal ob die grösser/schwerer oder in der mehrzahl sind.
ist ein bisschen schwer zu beschreiben, wie er das macht - denn da läuft in sekunden unglaublich viel an kommunikation zwischen den hunden ab - für mich als mensch schwer zu erkennen - aber für andere hunde sehr eindeutig.
ich beschreibs gern so: begegnet uns ein "krawallo" - dann zeigt sam ihm dermaßen die kalte schulter, dass die meisten sich sofort wieder an die gute kinderstube erinnern, und sich erstmal höflich vorstellen. wenn dann mal einer dabei ist, der das nicht versteht, dann wird er ein wenig deutlicher dran erinnert: sam wird langsamer in der bewegung, wird förmlich grösser, bleibt quer stehen, lässt den anderen kommen - was er dem anderen dann sagt, weiss ich nicht (das ganze läuft i.d.r. sehr unhörbar ab) und spätestens dann überlegen es sich die krawallbrüder immer anders und weichen aus. gaaanz selten zieht er leicht die lefzen und viel viel seltener geht er dann kurz nach vorne. danach folgt meistens von beiden seiten ein kurzes beschwichtigungsritual und jeder geht wieder seiner wege - meistens geht erst der andere und sam wartet noch ein kleines sekündchen ab und wirft dem/den anderen noch einen langen langen blick zu...
joey, der herdimix, macht das schon ganz ähnlich - nur isser noch nicht ganz so cool drauf, bei ihm ist noch viel mehr "machogehabe" zu sehen und wenn er auf einen selbstbewusseren kanditaten trifft, dann schaltet er blitzschnell vom "imponieren" auf "beschwichtigen" um. ausserdem ist er altersgemäß (jungrocker) ner zünftigen wirsthausschlägerrei nicht immer abgeneigt - wenn er auf gleichalte jungrocker trifft. (wird natürlich nicht zugelassen von mir und unterbunden, bevors zur prügelei kommt.) wobei er als herdi-spätentwickler jetzt langsam aber sicher auch mehr coolness entwickelt und sich nicht mehr so leicht provozieren lässt.
sogar der dackel kann das ganz gut, wenn er will.
wie bringt man einem hund sowas bei? ich glaub nicht, dass das so einfach ist. liegt viel am hund selber, aber am besten wäre wohl ein souveräner althund, ders einfach vormacht.
zumindest war das bei uns so - sam hatte immer mal wieder einen "grossen bruder" zur seite, der das ganz ähnlich löste - ich bilde mir ein, sam hat sich da viel abgeschaut - und nun schaut sich joey da viel von sam ab.....
ich selber gehör aber wohl auch eher zur "ruhigen" sorte und mach mir bei hundebegegnungen eher weniger sorgen - ob das nun so ist, weil auch meine frühere hündin von der selbstbewussen art war, sie so wurde, weil ich das eher entspannt sah oder umgekehrt - weiss ich nicht. (ist die geschichte vom huhn und vom ei wahrscheinlich).
auf alle fälle wär zu empfehlen, selber ruhig zu bleiben, gut zu beobachten, selber einzuschreiten (möglichst auf ruhige art) und dem hund wenn er sie braucht, sicherheit zu bieten.
ob das bei einem rudel strassenhunde immer so möglich ist weiss ich nicht, gibts hier ja nicht.
ein nach vorne gehen auf kommando halte ich allerdings für gefährlich, vorallem, wenns denn im endeffekt nur aus "unsicherheit" passiert - könnte unter umständen sehr ins auge gehen. grad gegen mehrere andere hunde. noch dazu, wenn die anderen womöglich auch weiber sind - das geht dann unter umständen auch mal bis aufs blut.
besser wärs, dein hund könnte irgenwie lernen, wie man kritische situationen deeskaliert.