Zitat
Nein, der Hund hat sich nicht erschreckt.
Für mich kam es so rüber, als wollte sie nicht dass meine Tochter jetzt dazu kommet. So wie eifersucht.
So quasi Frauchen ist jetzt meins. Aber das weiß ich wirklich nicht.
Vielen Lieben Dank für eure Antworten :)
Ihr macht mir Mut :)
ich glaube, du hast da gar nicht so unrecht: dein hund lag bei dir, du hast sie gestreichelt, sie war im "entspannungsmodus" und dann kam deine tochter dazu.
dein hund fand das wohl in dem moment nicht wirklich toll - sie lag da, war entspannt, hatte frauchen für sich - und hat durch das abschnappen deutlichst kundgetan, dass sie jetzt ihre ruhe haben will und nicht gestört werden will. (überleg mal, da reagieren auch menschen manchmal unwirsch, wenn man grade so schön am entspannen ist und dann kommt jemand und stört einen gewaltig auf....).
so stellt sich, ganz nüchtern, die situation dar.
aus der sicht der hündin war das eine ganz normale reaktion. ein (sehr!) deutliches: "geh weg, hier bin jetzt ich".
ohne das verharmlosen zu wollen (ein kleinkind und ein schnappender hund ist immer eine ernste situation!) - hat deine hündin also sehr deutlich etwas kommuniziert. (abschnappen ist gottseidank kein beissen mit verletzungsabsicht).
solche situationen sind immer kritisch, vorallem wenn das gesicht eines kleinen kindes im "abschnappradius" ist.
es ist jetzt an dir, solche situationen zu vermeiden bzw. in solchen situationen rechtzeitig einzugreifen.
entweder verhinderst du, dass deine kleine tochter wenn du grade mit deiner hündin kuschelst, dazu kommt (was schwierig ist, das versteh ich voll und ganz) und ein paar minuten wird eben nur mit dem hund gekuschelt - oder aber du musst bevor deine hündin deutlich sagt, dass sie im moment nicht will, dass die tochter dazu kommt, reagieren, in dem du dich von der hündin entfernst oder wenns denn sein muss, die hündin wegschickst.
du löst die situation also für den hund auf. immer. wenn deine hündin so eine situation selber löst in dem sie von sich aus weggeht - dann schadet übrigens ein kleines lob nicht, denn genau das ist ja das, was erwünscht wäre.
ein kleinkind und ein so junger hund sind immer stressig und nicht ganz einfach zu managen. alleine lassen sollte man beide niemals - solange die kleine krabbelt sollte man sogar immer in eingreifnähe bleiben.
dass ein starkes bedrängen des hundes durch das kind immer unterbunden werden sollte, hast du ja schon verstanden. ( hochziehen z.b. finden die meisten hunde nicht wirklich prickelnd, genauso wie umarmungen ect.ect.).
also: sorg unbedingt dafür, dass deine hündin immer (!) die möglichkeit hat, von sich aus eine situation zu verlassen (kein bedrängen durch das kind), sorg dafür, dass du entscheidest, dass jetzt "steichelzeit" ist - aber dann ist es auch ausschliesslich nur streichelzeit für dich und hund und sorge dafür, dass deine kleine mit dem gesicht vom gesicht des hundes wegbleibt.
deine hündin hat eigentlich nichts falsches gemacht (aus ihrer sicht) - nun ist es an dir, ihr andere wege der kommunikation zu zeigen und vorallem, dafür zu sorgen, dass sie nie wieder durch abschnappen kundtun muss, dass ihr was "zu eng" wird.