Zitat
nun hätte ich gerne erfahrungswerte von hundehaltern, die einige jahre einen einzelhund hielten und dann einen zweiten dazuholten.
für welche "kombi" habt ihr euch entschieden, nach welchen kriterien seid ihr vorgegangen?
die "kombi" - wenn du das geschlecht meinst ist bei uns rüde/rüde, beide intakt. ich wollte sam, unseren ersthund nicht kastrieren lassen - und da ich nicht die möglichkeit habe, ein läufiges mädel von ihm zu trennen, ists nochmal ein rüde geworden.
ein wichtiges kriterium war das alter: sam war damals 2 jahre alt - also einigermaßen aus dem gröbsten raus, aber noch jung genug um noch spass an einem munteren spielgefährten zu haben.
wir haben uns bewusst für einen welpen entschieden - sam mochte und konnte mit welpen/junghunden schon immer sehr gut - und er hat als "grosser bruder" mitgeholfen, joey zu "erziehen". ich glaub, für sam war das leichter als ein schon erwachsener zweithund. (joey war wohl leichter zu "beeindrucken"
).
noch wichig war uns, dass es nicht allzu grosse unterschiede vom bewegungsbedürfnis/ausdauer/mitmachen-wollen gab.
die gegenseitige sympathie war dann letztendlich ausschlaggebend. sam durfte "mitaussuchen".
Zitat
war der neue hund eine bereicherung?
für uns? ja. für sam? er hat bisher nichts gegenteiliges gesagt.
Zitat
verstanden sich die tiere auf anhieb? dauerte die eingewöhnung?
ja, sie verstanden sich auf anhieb. sam hat joey gesehen und gesagt "einpacken" - und joey hat sich sofort sehr eng an sam angeschlossen. die eingewöhnung hat nicht länger gedauert, als bei jedem anderen welpen auch.
Zitat
ist ein zweithund eher eine belastung (zeitlich?), oder sogar eine entlastung (hunde sind zufriedener, ausgeglichener?)?
teils-teils. zeitlich ist es mittlerweile keine spürbare mehrbelastung mehr - das kann aber auch anders kommen, wenn man z.b. getrennt gassi gehen muss, weil einer der hunde ein problem hat, an dem man einzeln arbeiten muss. ebenfalls ein grösserer zeitlicher aufwand ist "dreck weg machen"
- 2 machen definitiv mehr dreck als einer alleine.
mit 2 hunden ist fast alles ein klein wenig umständlicher in der organisation - beim trailen z.b. brauch ich ein "opfer" mehr, lauf zweimal mit, gehts in den biergarten brauch ich bei zwei grossen hunden einen tisch, der eher am rand ist, bei meinen beiden spielte auch schon die grösse des autos mit rein, urlaub ist komplizierter zu organisieren, denn es kommt durchaus vor, dass ein hotel/pension zwar 1 hund akzeptiert, aber 2 nicht, tierarzt, futter, ausstattung -alles muss doppelt sein. 2 hunde sind vom handling her anfangs gewöhnungsbedürftig - da müssen einfach gewisse dinge bombenfest sitzen, sonst geht man unter...
entlastung im sinne von die hunde sind zufriedener und ausgeglichener: ja, bis zu einem gewissen maß schon. aber deswegen mach ich nicht weniger mit den beiden - denn ein ausgleich für die investierte zeit oder gar als einsparung war mein "zweithund" nicht gedacht - er war nie als "hofnarr" für sam geplant.
das alles hat sich sowieso schnell realtiviert, als das dackeltier noch mit dazu kam - nun ist alles "hoch drei".