ob man nun der orga vorwürfe machen kann, weiss ich nicht. ich war nicht dabei, ich weiss nur, was die TE hier schildert.
da ich selber viele vorkontrollen gemacht habe, viele gespräche führe - weiss ich aus erfahrung, dass man vieles vorab klären kann (und vorallem klären MUSS!) - nur eines nicht: man kann niemandem in den kopf schauen.
ich persönlich erwarte von einem interessenten, dass er sich wirklich vorab viele gedanken macht, dass er viel fragt, dass er ehrlich ist - zu mir - aber auch zu sich selber.
letzteres ist wohl sowieso das schwierigste.
ich weiss nicht, wie in diesem fall die vorgespräche waren, ich weiss nicht, wie die TE sich dargestellt hat - oder was die orga versäumt hat - insofern geb ich da jetzt erstmal niemandem direkt die "schuld".
wie schon weiter oben gesagt wurde: eine glaskugel gibts leider noch nicht.
wie auch immer sich die TE letztendlich entscheidet, schwer genug wird die entscheidung sein: behalten oder nicht, weitermachen oder nicht, verantwortung übernehmen oder nicht. das ist sicher nicht einfach.
aber, eins liegt mir bei solchen sachen immer sehr am herzen und ich glaub, die TE wird mir nicht böse sein, wenn ich das hier einfach mal so schreibe:
in einer lebensituation, die einem eh schon absehbarer weise einen gewissen stress bringt - bei der TE sinds die anstehenden prüfungen und kausuren und so weiter - ist es wirklich das allerwichtigste, sehr sehr ehrlich zu sich selber zu sein und vielleicht auch dann mal den wunsch nach einem vierbeinigen begleiter hintan zu stellen - denn grade dann, wenn man anfänger ist (das ist ja grundsätzlich nix schlimmes - waren wir schliesslich alle mal) und nicht wirklich weiss, was da auf einen zukommen kann - sind die nerven schneller durch, als man selber erwartet.
ob sie nun naiv an die sache ranging oder ob es eine wohlüberlegte entscheidung war: fakt ist, es ist ganz anders gekommen, als erwartet.
und genau das sag ich meinen interessenten immer: stellt euch eure erwartungen vor - und dann genau das gegenteil davon - und überlegt, ob ihr das dann auch schaffen könntet.
wenn sie mir dann sagen: "ja das schaffen wir dann auch" - ich muss es ihnen glauben. sonst könnte ich überhaupt keinen hund vermitteln. (von vielen anderen dingen mal ganz abgesehen).
tiefenpsychologische tests kann keine noch so gute orga machen - man kann immer nur subjektiv über einen anderen menschen urteilen. wirklich kennen tut sich der jeweilige mensch eh nur selber.
wie auch immer die TE sich entscheidet: es ist ihre entscheidung, die ihr niemand abnehmen kann. ratschläge kann man geben - helfen vielleicht - aber die entscheidung, ob sie wirklich will, ob sie es wirklich schafft - die trifft sie selber.
Zitat
Aber wie schafft ihr es dann so viel Geduld und Arbeit und Zeit zu investieren, wenn ihr den Hund nicht hoffnungslos liebt? So etwas tut man ja nun mal nicht für jeden.
eine gute frage. ich würde nämlich von mir nicht behaupten, dass ich meine hunde "hoffnungslos liebe". hoffnungslos lieben - geht gar nicht.
ich kann mir schlicht ein leben ohne hund(e) nicht vorstellen. allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich immer alles gleichmäßig liebe.
ich könnte 3x am tag mindestens meine kinder erwürgen - ich könnte mindestens 3x am tag meinen mann erschlagen - genauso könnte ich mindestens 3x am tag meine hunde dem erstbesten mitgeben der sie haben will - aber ich würde es niemals tun - weil ich mir ein leben ohne sie nicht vorstellen kann.
ich kann mir wirklich schöneres vorstellen, als die kackehaufen meiner hunde wegzuräumen, ich hätte meine hunde durch den fleischwolf drehen können, als sie meine lieblingsschuhe auf dem gewissen hatten, ich musste mehr als einmal meinen göga davon abhalten, die jungs zu killen, wenn sie mal wieder ein usb-kabel oder sonst was von seinem heiligen computerzeug zerstört hatten - ich muss mich ständig mit irgendwas auseinandersetzen, an das ich überhaupt keine gedanken verschwendet hätte, wenn ich keine hunde hätte - und das ist nicht immer flauschig.
aber trotzdem: ich möchte nicht ohne sie sein. selbst in den allerpeinlichsten momenten, im grössten ärger: ich mag die köter einfach.