Beiträge von LaBellaStella

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    Sicher legt ein Hund ab einem gewissen Alter sehr Welpenhaftes Verhalten ab und wird erwachsen - das hat aber nichts mit den hier immer gern für alles herangezogenen Phasen wie "Welpenwahnsinn" "Pubertät" "Junghundewahnsinn", "2. Pubertät" und was es alles für nette Scherze gibt, um einfache erzieherische Mängel zu umschreiben, zu tun.

    Die häufigste Erklärung für das, was hier immer gern als Pubertät bezeichnet wird ist übrigens folgende: Am Anfang tappt der kleine Welpe einem eh brav hinterher, man kümmert sich also entweder garnicht um einen Abruf oder ist ganz übermotiviert, was man alles trainieren und können muss. Das klappt dann alles auch ganz gut, nur dummerweise bleibt man dann nicht dran oder überfordert den jungen Hund und zack, erntet man dann "plötzlich" eben die Früchte mit 10-11 Monaten.

    naja - weisste...

    mir sind die "phasen" mehr oder weniger auch nicht wichtig - sie kommen und sie gehen sowieso und jeder hund ist anderes.

    aber so ein klein wenig wissen drumrum kann auch nicht schaden.

    denn eigentlich ist das gegenteil von dem was du schreibst richtig: wenn ich um die (grob umschrieben) "welpenphase" weiss und weiss, dass daran anschliessend irgendwann die pubertät kommt - dann kann ich mich drauf einstellen und entsprechend vorbauen.

    ich - als nicht perfekter hundehalter - war schon froh, ein klein wenig über die entwicklungsphasen zu wissen - einfach schon wegen "adlerauge sei wachsam" - bei all den läufigen mädels hier in der gegend hätte ich sonst wohl alt ausgesehen als meine jungs in die pubertät - sprich geschlechtsreife - kamen.

    genauso hat meinem jungspundrocker mein wissen, dass herdis langsamer "reifen" auch nix geschadet - im gegenteil.

    nicht jeder, der sagt "der jungrocker ist grad in der flegelphase" nimmt das als ausrede für seine eigene unfähigkeit - sondern manchmal erleichtert einem das wissen um die entwicklungsphasen schlicht die erziehung. und wenns nur darum geht, den pubertären flegel lieber ein paarmal öfter an die leine zu hängen. nicht jeder erzieht schon den welpen von anfang an perfekt - und nicht jeder hund bleibt in jeder phase gleichmäßig auf sendung.

    das kann dir im übrigen auch jeder reiter bestätigen: denn auch bei pferden haste als rahmen eine kleine einteilung an der sich die ausbildungsskala grob orientiert. nen 5 jährigen reite ich ganz anders, arbeite ich ganz anders als den 15jährigen alten turnierhasen. und da ist das dann auch keine "ausrede" sondern schlicht wissen um die entwicklung des pferdes. ein 5 jähriger auf seinen ersten turnieren (ersetze turnier mit ausritt, umgang ect.) darf einfach noch ein bissi juxiger sein, als der abgeklärte alte. deswegen ist der reiter, der den jungen vorstellt noch lange kein versager.

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    elathaia

    der punkt ist, ich verliere bei einer interaktion mit einem zickigem fußhupenrudel nicht die fassung.
    Und bei allen anderen erlebnissen die penny hier aufzählt, erst recht nicht.

    für mich gibt es keinen grund, hier den teufel an die wand zu malen.


    grüße krusti


    :gut:

    danke.

    ich bin da auch eher lässiger eingestellt.

    nein - das heisst nicht, dass ich meine hunde wild durch die gegend schiessen lasse oder andere hunde/menschen belästigen lasse - aber wenn das mal jemandem anderes passiert, dass sein hund nicht mehr abrufbar ist bei "hundesichtung" dann find ich das für mich und meine hunde nicht so schlimm.

    mein sam ist auch ab und an mal weiter von mir weg - der hat nen grossen radius - das darf er auch, weil er eben abrufbar ist und jagdlich überhaupt nicht ambitioniert. allerdings könnt ich mir vorstellen, dass der eine oder andere da auch aus der ferne den eindruck bekommen könnte, da rennt ein hund allein rum.

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    Ich find eingezäunte Freilaufflächen toll, gibt es hier aber nicht.

    Nicky

    Es muss doch nicht automatisch so sein das die Hunde nirgends frei laufen dürfen nur weil es eine eingezäunte Fläche gibt? Das eine schließt das andere doch nicht aus?

    es wäre sehr positiv, wenn dem so wäre. :smile: aber ich bin da ein bisschen ein gebranntes kind:

    vor jahren haben die örtlichen reitvereine mal eine initiative gestartet, sie dachten, es wäre eine gute idee, ein paar richtige "reitwege" zu haben. die stadt und die umliegenden gemeinden waren nicht abgeneigt - aber (!) sie stellten die bedinung, dass die reiter dann nur noch auf diesen wegen reiten dürfen......

    ähnliches würde ich hier dann auch befürchten, sobald jemand mit dem vorschlag an die stadt herantritt.

    ich verfolge derzeit eine diskussion in einer nachbargemeinde, wo eine hundeschule so eine freilauffläche mit der gemeinde zusammen einrichten möchte - der gemeinderat wollte dort eh schonmal eine generelle leinenpflicht einführen - und genau das werden sie machen, sobald sich sich über die hundewiese geeinigt haben.

    und das ist dann natürlich für alle, die hunde haben, mit denen man eher problemlos "offline" gehen kann, nicht so toll.

    gäbe es dieses immer wieder mal aufkommende "entweder-oder" nicht - hätte ich damit gar kein problem -obwohl ich wohl eher nicht auf freilaufflächen anzutreffen wäre. :smile: (ich bin einfach ein fan von "queer-beet-gassi-gängen" und meine jungs haben m.m. auch so genügend hundekontakte - mal so ganz subjektiv).

    das mit den spielplätzen kommt sehr auf die gemeinde an, in der man lebt.

    hier z.b. sind hunde - egal ob gross oder klein, brav oder nicht, angeleint oder nicht - nicht erlaubt. und das wird auch durchgesetzt.

    das sind so "kleinigkeiten" auf die man vorab achten sollte und sich kundig machen sollte.

    ich hab seitdem ich kinder habe (2 - mittlerweile 14 und 15 jahre alt) einen bzw zwei hunde.

    allerdings war bei uns schon immer der alltag mehr auf "mit hund" ausgelegt.

    sprich:

    urlaubsplanung (urlaub bei uns nur mit hund - z.b. fernreisen ist nicht)

    freizeitgestaltung: wir gehen gern bergwandern, auch die kinder, wir haben hier viele möglichkeiten die hunde mitzunehmen zum schwimmen - auch das ist nicht überall selbstverständlich, auch am baggersee nicht unbedingt! die/der hund(e) konnten mich bei meinem anderen "hobby" dem reiten immer begleiten, mein mann und meine kinder waren von anfang an "pro hund" eingestellt, unser freundeskreis ist auch grossteils "pro hund" usw.

    alltagsgestaltung: zeitfaktor - arbeitszeiten, ruhezeiten für einen selber (!), haushalt - was bleibt realistisch über an zeit für den hund? wohnen mit hund möglich - garten, umgebung, wie planbar ist das eigene leben die nächsten jahre? stehen umzüge an, berufliche veränderungen... ect.

    die eigene "leidensfähigkeit" ;) : dreck, mehrarbeit, wetterfestigkeit, das eigene "nervenkostüm", eine realistische selbsteinschätzung, verantworungsgefühl (ein hund wird 10-15 jahre lang da sein - eine lange zeit!), kompromissbereitschaft (statt den ganzen tag im freibad nur ein paar stunden, statt der neuen pradaschuhe stabile aber nicht so tolle "hundetreter", statt der hübschen ohrringe die tierarztrechnung, statt des schnittigen sportlichen cabriolets den hunde-kombi ect.)

    für mich war das alles nie eine grossartige einschränkung - im gegenteil, ich find immer noch, dass die hunde mein (unser) leben sehr bereichern. :smile: aber: auch ich hab immer mal einen tag, wo ich alle beide schlichtwegs "verschenken" würde. ;)

    da ich sowas überhaupt nicht kenne - bin ich natürlich auch nicht representativ mit meiner meinung.

    allerdings seh ich sowas total sketptisch - warum?

    weil es für mich hier eine totale einschränkung wäre. hier gibts keine freilaufflächen, hundewiesen ect - hier gibts (ausser der unsäglichen "kampfhundeverordnung") noch nicht mal eine hundeverordnung oder ähnliches - d.h. kein leinenzwang. also ist quasi überall freilauffläche.

    natürlich hat einen eingezäunte hundewiese für alle, die einen jagdtriebigen hund haben, vorteile, das geb ich zu. :smile:

    aber für uns hier in der gegend wärs wohl für die meisten hundehalter eine "strafe" - denn derlei flächen haben dann meistens zur folge, dass rundrum überall dann eine leinenpflicht eingeführt wird - und das wär echt für mich der supergau.

    gaby, das unterschreib ich ja fast genauso sofort.

    nur - eine kleine einschränkung - und glaub mir, ich bin nicht betriebsblind:

    die wirklich seriösen und gut arbeitenden orgas, die werden von mir unterstützt. und das von ganzem herzen. und - da ists mir egal ob in- oder ausland. nur bin ich persönlich eben so gestrickt, dass ich nicht die, die sich wirklich engagieren, wegen denen, die alles mögliche falsch machen, fallenlassen.

    ich schau hin, ich prüfe, ich hinterfrage. und genau das sollte jeder tun. und wer für sich selber zu dem schluss kommt "das möchte ich nicht unterstützen sondern lieber dieses" dann ist das völlig in ordnung.

    genauso wie die warnungen und auch die berichte über schlechte erfahrungen ihre richtigkeit und wichtigkeit haben.

    nur pauschalisierungen wie "alles nur geschäftemacherei" - die helfen wirklich niemandem. genauso wie aussagen wie "wär besser, der wär nie geboren". da schluck ich dann schon gscheit - weil mein "ausländer" grad neben mir auf der couch liegt und nicht der meinung ist, dass es besser wäre, er wäre nie geboren worden - oder ersäuft oder in der perrera vergast - und wir hier, meine kinder, mein mann und ich finden das auch. mag polemisch sein und subjektiv - aber sorry - der sam ist nunmal einfach und schlicht unser hund - und hat es definitiv meiner meinung nach verdient, dass ich sage: ich bin froh, dass er hier ist.

    ich glaub, dass hier viel die eigene erfahrung, die eigene umgebung ne rolle spielt, wenn ich mir das alles so durchlese.

    natürlich, wenn man tagtäglich beim gassi auf menschen trifft, die probleme mit ihren ATS hunden haben - dann kommt man auf den trichter, dass ATS hunde problematisch sind.

    wenn man tagtäglich auf SH-hhs trifft, die nach der old-school-methode arbeiten - dann kommt man auf den trichter, dass SH-hh einen an der waffel haben.

    letzteres war bei mir der fall - allerdings hab ich mich dann mal mit einem blick übern tellerrand überzeugen lassen, dass beileibe nicht jeder, der einem SHV angehört, in diese schublade passt.

    ich hab übern ATS ne spezialrasse bekommen - und ich behaupte mal ganz frech, für uns war dieser hund der haupttreffer.

    ein klein wenig wundert mich auch die diskussion über all die galgos und co. nicht jeder ATS ist ein galgo(mix), nicht jeder ATS hund ist ein südi, und nicht jeder hund aus den ehem. ostblockländern ist ein verkappter herdi.

    mein "beinahe" pflege aus ungarn war ein kleiner wuschelmix, der kannte haus und wohnung, war stubenrein, ein absolut netter kleiner kerl, kein problem mit anderen hunden, überhaupt kein problem mit menschen, konnte autofahren, lief an der leine wie eine eins - der hatte nur ein problem mit hühnern. (und die sind in deutschen haushalten nun eher selten). wieso sollte dieser hund nicht irgendwohin vermittelt werden wo es keine hühner gibt? (keine sorge, das hühnerproblem wurde den zukünftigen hhs erklärt und die sind bereit, daran zu arbeiten bzw drauf zu achten).

    ich hab noch nie einen galgo vermittelt - aber dafür so manch einen spanier und zu den meisten hhs hab ich immer noch lockeren kontakt. bis jetzt gabs noch nie ein problem, dass man nicht lösen konnte - und das waren immer "ganz normale hundeprobleme" die man wohl in ähnlicher form bei jedem hund mal haben könnte.

    (sowas wie autofahren üben, alleinebleiben üben, grundkommandos lernen, schuhe nicht auffressen - ganz normale dinge, die jeder hund lernen muss).

    natürlich - wenns nicht passt zwischen mensch und hund - dann passt es nicht. und ja - ein ATS hund ist immer ein ü-ei - das ist fakt - und man muss sich das stets sehr gut überlegen. man muss die adoptanten mehr als umfangreich und ehrlich aufklären. aber das müssen die deutschen TS auch. und - auch ein guter züchter wird die interessenten gut aufklären und informieren.

    eine absolute aussage lässt sich beim ATS genauso wenig treffen wie im inlandsTS. eher noch weniger - das muss allen beteiligten klar sein. manchmal können pflegestellen ein paar grundsätzliche dinge vorab klären - z.b. mit den katzen auf der pflegestelle verträgt sich der hund gut - oder er fährt gern auto ect.ect.ect. - aber manche dinge kann man vorher einfach nicht sicher sagen - aber auch das gilt für inland/ausland gleichermaßen.

    geht doch schon los mit den erwartungen die ein hh an seinen (zukünftigen) hund hat: ich rette einen hund und erwarte dankbarkeit - dann gehts fast sicher schief. (und zwar völlig egal ob in/ausland).

    genauso wie "tierschützer" die hirn-und kopflos "retten" wollen und im endeffekt nur das eigentliche problem verlagern - nämlich hierher. wenn das ganze dann auch noch fanatische züge annimmt - dann schadet das dem TS immens. darüber muss und soll diskutiert werden - jede diskussion leistet ja auch aufklärungsarbeit und die ist (grade auch) im ATS sehr wichtig.

    verboten im sinne vom strafrecht ist ein vermehren von hunden nicht.

    aber fragwürdig im sinne von tierschutz/tierliebe und einer gewissen moralischen grundeinstellung zum thema hund schon. sogar sehr fragwürdig.

    du wirst hier wohl niemanden finden, der anderer meinung ist - und das aus guten gründen.

    sinnlose vermehrerei - und nichts anderes ist es - ist ein no-go.

    gründe dafür gibt es genug - les dich einfach ein bisschen ins forum ein.


    ein wirklich guter hundezüchter, der mit viel herzblut züchtet, möchte "seine" rasse weiterbringen. er ist einem rasseverband angeschlossen, wird sich weiterbilden, erwirbt grundwissen über genetik, rasselinien, rasseeigenschaften und er wird die verpaarungen sorgfältigst aussuchen.

    alles andere ist definitiv sinnlose vermehrerei.

    im übrigen: werden die mischlinge (und solche sind es, auch wenn du zwei hunde der gleichen rasse vermehrst) verkauft - dann gilt auch für die welpen eine gewisse haftung, sollten die welpenkäufer keine gesunden hunde bekommen. das kann ganz schön ins geld gehen.