Beiträge von LaBellaStella

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    Ich hab mich jetzt durch über 30 Seiten gelesen, und irgendwie weiss ich nicht ganz, wo euer aller Problem ist. :???:

    Wir betreuen jetzt schon fast 3 Jahre Hunde tagsüber oder auch im Urlaub oder am Wochenende, aber solche Gespräche, wie ihr sie anscheinend alle führt, haben bei uns noch nicht ein einziges Mal stattgefunden...

    hm. also sollte ich je einen sitter brauchen, würde da sicherlich ein längeres gespräch drüber geführt werden, was ich will und was ich nicht will....

    befremdlich find ich das nun eher nicht - befremdlich würd ich finden, wenn der gassigeher nicht mit mir reden wollen würde :???:

    es gibt also echt menschen, die schlicht nur fragen: "was kostest du in der stunde?" bzw die einem den hund in die hand drücken und sagen "mach ma. leinenführiger könnt er auch werden im übrigen...!" ??

    dann ist das aber kein beneidenswerter job. ich stell mir grad vor, ich drück so nem sitter einfach den joey in die hand und sag "mach ma wie du meinst" - das wär schon fast grob fahrlässig...obwohl er sozialverträglich ist, nicht jagdlich ambitioniert und leinenführig ist......

    zunächst mal: es gibt wie so oft, auch hier einige unterschiede, wie das in den einzelnen bundesländern gehandhabt wird.

    erschiessen: hier in bayern darf ein jäger einen hund nur dann erschiessen, wenn der hund ein tier in erkennbarer weise (jagdliche tötungsabsicht) hetzt.

    ob er das im nachhinein beweisen kann - ist wieder eine andere sache.

    beschlagnahme: das darf hier kein jäger. ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das in anderen bundesländern anders ist - welche rechtliche handhabe sollte ein jäger haben, das eigentum eines anderen zu beschlagnahmen? was beschlagtnahmt er als nächstes? das fahrrad meiner kinder, omma krawuttkes krückstock??? mein auto, weil ich damit auch hätte ein reh anfahren können? nönö, ganz so einfach ist das nicht.

    dazu gehört bei uns in DE immer noch die jurikative - und im zusammenspiel mit dieser, die exikutive. ein jäger gehört dazu sicherlich nicht.

    anzeige: kann er machen. muss er begründen. und natürlich damit rechnen, dass der angezeigte ebenfalls gehört wird und seine sicht der dinge klarstellt. wo wir wieder beim "beweis" wären.

    verwarnen: natürlich, kann er auch machen. kann jeder machen. ich theoretisch gesehen auch. hat aber eher weniger folgen - zumindest keine wegnahme des hundes durch den jäger.

    bussgeld: ist hier in bayern nicht möglich. bussgelder dürfen hier die entsprechenden stellen und amtspersonen "verordnen" - niemand sonst. z.b. ordnungsamt, finanzamt, polizei ect. ect. ect. - ist wie beim autofahren: bussgeld kann auch herr oberlehrer schlaumeier nicht "verordnen oder androhen" - der kann höchstens zur poizei gehen und anzeigen, dass sein nachbar immer zu schnell fährt.

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    Jeb. Sitter, Gassigänger, Wochenpflege, Ferienhunde... Das sind alles verschiedene paar Schuhe :smile:

    Aber die Grundsätze bleiben dieselben !

    LG Nina

    sicher. ausser in meinem direkten und eindeutigen auftrag erzieht schlicht keiner an meinen hunden rum - das ist schon der ganze grundsatz, den ich - würd ich einen gassigänger oder sitter brauchen - aufstelle.

    und mit erziehen mein ich erziehen - keine notfallmaßnamen, keine bespassung - sondern schlicht erziehung.

    ein sitter kann mir gern im vorgespräch seine bedingungen mitteilen (er nimmt z.b. keine läufigen hündinnen oder eine grundlegende leinenführigkeit ist bedingung oder er nimmt keine hunde ohne geschirr oder er nimmt keine kleinen oder grossen hunde - was auch immer) - und ich kann mich dann drauf einlassen oder eben nicht.

    und genauso teile ich dem sitter mit, was ich möchte oder nicht. und da gehört bei mir schlicht dazu, dass ein sitter nichts an meinen hunden "um- oder rumzuerziehen" hat.

    die reitmädels, die mein pferd ab und an bewegen dürfen, müssen sich auch an regeln halten. die haben dem schimmel keine fliegenden wechsel oder traversalen beizubringen. die können mit ihm durchs gemüse traben - aber mehr nicht.

    ich bin da also völlig anspruchslos. hab ich bestimmte ansprüche wende ich mich an die, die diese ansprüche entsprechend befriedigen können - das sind dann allerdings weder gassigänger noch reitmädels.

    ein "profi-gassigänger" sollte also bei mir in der lage sein, mit 3 völlig unterschiedlichen hunden zurecht zu kommen - ohne anzufangen, sie umzuerziehen. (er sollte sich also auf die drei einstellen können - kann er das nicht, hat er eh keine chance - sondern hinterher wahrscheinlich eher einen nervenzusammenbruch).

    björn, wenn deine kunden das so wollen - dann wird das so ok sein.

    was machst du, wenn ein kunde das nicht will? also wenn ein kunde mit einem in deinen augen "nicht björn-kompatiblen" hund kommt und dich als sitter will? lehnst du dann ab oder läuft er trotzdem mit?

    ich gehe mal davon aus, dass deine freundin den vertrag gelesen hat, bevor sie ihn unterschrieben hat und dass deine freundin ihn auch verstanden hat - sonst hätte sie ihn nicht unterschrieben.

    ferner geh ich davon aus, dass sie die entsprechenden einzelheiten mit der züchterin ebenso abgesprochen hat und dass sie sich vorab sehr genau über die züchterin informiert hat - über die zuchtstätte im allgemeinen und über die art und weise, wie die züchterin mit ihren zuchthunden umgeht im besonderen.

    sie wird wohl ein paarmal bei der züchterin gewesen sein, hat verschiedene züchter besucht, sich informiert und gut darüber nachgedacht, von welchem setter-züchter sie sich ihren hund holt.

    welche zuchtziele die züchterin hat, welche austellungen besucht werden, wie oft und wenn die hündin in die zucht gehen sollte, wie das im einzelnen vonstatten geht.

    also wusste sie - oder sollte sie wissen - was da alles auf sie zukommt. insofern wird es wohl schwierig werden, hier etwas zu machen - dann das, was du beschrieben hast, ist für sich allein gesehen noch nicht tierschutzrelevant im sinne des gesetzes.

    pfoten scheren, auf ausstellungen fahren oder einen hund eher "molliger" zu halten - das allein ist kein grund, dass der tierschutz eingreift. ein rechtsanwalt könnte den vertrag unter die lupe nehmen - aber die frage ist tatsächlich: hat deine freundin ihn so wie er ist verstanden und unterschrieben?

    jap, sowas ist doch so richtig flauschig früh am morgen!

    meine verstorbene schwiegermutter war ja die letzten jahre auch so. sie selber konnte nicht mehr wirklich laufen - also wurd der dackel "gassi" geschickt....sie hatte da auch so ein "gottvertrauen", ihrer meinung nach "wusste" der dackel, dass er aufpassen muss an der strasse..... :headbash:

    mir wird heut noch ganz komisch, wenn ich drüber nachdenke. und ich darfs auch bis heute ausbaden: unser erbdackel ist völlig ungeniert, wo er seine haufen hinsetzt. die beiden grossen schlagen sich in der regel in die tiefsten büsche - der dackel kackt da, wo er steht und geht - egal ob aufm bürgersteig mittemang oder sonstwo...hmpf.

    und von wegen, er weiss, dass er "aufpassen" muss...was ich den dackel schon "gerettet" hab vor radfahrern, autos ect. - eben weil er nie gelernt hat, dass er vielleicht auch mal seinen allerwertesten zur seite schieben könnte.....die beiden grossen sind wahre engel dagegen...

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    Das ist der Grund, warum ich es durchaus gerechtfertigt finde, wenn nicht immer gesagt wird "Jaja, keiner ist perfekt, das passt schon so, auch wenns nicht ideal ist", sondern wenn das eben auch kritischer gesehen wird - auch vor dem Hintergrund, dass man selbst ja auch nicht immer alles richtig macht. In dieser Frage sitzt meiner Ansicht nach so ziemlich jeder im Glashaus, sollte daher vielleicht nicht unbedingt mit Steinen werfen, aber er darf sie gern nach draußen tragen ;)

    LG Henrike

    wie wahr, wie wahr.

    ja natürlich. aber auf die begründung wäre ich sehr gespannt.

    es gibt etwas, was für welpen sehr wichtig ist, das nennt sich "umweltsozialisation". was nichts anderes bedeutet, als das ein kleiner welpe langsam aber stetig an seine umwelt gewöhnt werden muss. damit er später ein souveräner, lebenslustiger und selbstsicherer begleiter in allen lebenslagen sein kann.

    das zeitfenster für diese umweltsozialisation ist nicht endlos dehnbar. das sollte auch ein TA in spanien wissen.

    es gibt sogar eine bezeichnung für diese zeit: sozialisierungsphase

    http://www.hovawart-info.de/welpenerziehung.htm

    auf dieser seite kanns du dich ein bisschen informieren. und dann fragst deinen TA nochmal.