Beiträge von Antoni

    Manchmal gibt es für ältere Leute ja auch andere Optionen, wenn sie für sich selbst entscheiden, keinen eigenen Hund mehr haben zu wollen.

    So bei meinem Vater im Mietshaus:

    Älteres Ehepaar, welches sich dazu entschied nach dem Tod ihres Hunde keinen mehr aufzunehmen.

    Der Mann litt sehr darunter.

    Dann zog unten eine neue Mieterin ein, mit Hund, hatte sich gerade von ihrem Mann getrennt.

    Der Hund, welcher sonst nie lange alleine bleiben musste, sollte nun tgl. 8 Std. alleine bleiben.

    Wie es sich so ergab, kam man ins Gespräch und nun holt der ältere Herr jeden Tag den Hund aus der Wohnung. Geht mit ihm eine Runde spazieren, nimmt ihn dann mit zu sich und kurz bevor Frauchen nach Hause kommt, bringt er ihn wieder runter in ihre Wohnung.

    Der Mann ist wieder richtig aufgeblüht, der Hund muss keine 8 Std. alleine bleiben und Frauchen hat so sogar eine Urlaubsbetreung etc.

    Und wenn alle Stricke reißen, springt mein Vater ein und geht eine Runde mit dem Hund :lol:

    Der ist nämlich auch schon Pensionär und noch top fit ;)

    Nur einen eigenen Hund möchte er nicht, sittet aber liebend gern den Hund meiner Schwester, was Job bedingt öfters vor kommt und meine nimmt er auch hin und wieder und eben den Hund der NachbarinxD

    Ich denke einen Plan B, für den Fall der Fälle, sollte man immer haben.

    Auch als junger Mensch kann man heute noch ins Auto steigen und bei einem Verkehrsunfall sterben.

    Im letzten Jahr sind gleich zwei Freunde von dem Mann meiner Mutter gestorben.

    Beide mitte 50, beide hatten einen Herzschlag, der eine ist tot zu Hause umgefallen, der andere beim joggen :ka:

    Genauso wie jeden Tag ein Unfall passieren kann oder ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt...das hat nichts mit dem Alter zu tun.

    Die Oma von meinem Mann ist jetzt 85, top fit und kerngesund, meine Oma feierte gerade ihren 80. Geburtstag und ist ebenso fit.

    Unsere beiden Opa's sind schon länger tot, beide mit langem Krankheitsverlauf...

    Man weiß nie, was einen erwartet und deswegen finde ich es ziemlich anmaßend, jemandem im Alter einen Hund abzusprechen.

    Dazu kommt eben noch, wer steht alles hinter der älteren Person?

    Wir hatten hier im Dorf auch eine alte Frau, die hatte immer Dackel und das bis zu ihrem Lebensende.

    Im letzten Jahr ist sie gestorben und ihr letzter Dackel lebt jetzt bei ihrer Tochter, die den auch gerne genommen hat.

    Wir buchen auch immer mit.

    Ich versuche ja schon immer sehr weit im voraus zu buchen, da ist mir das einfach sicherer.

    Wir hatten es auch schon mal, dass Schwiegervater eine Woche vor Urlaubsantritt im Krankenhaus war, da waren wir auch kurz davor die Reiserücktrittsversicherung in Anspruch zu nehmen, zum Glück kam er rechtzeitig wieder raus.

    Mir wäre das Riskio auch zu groß, ohne zu buchen.

    Stören tut es mich nicht, solange der Hund unauffällig ist:ka:

    Meine bleiben in der Regel zu Hause, außer wir sind unterwegs und essen nochmal irgendwo ein Eis oder so.

    Das einzige Restaurant, in das sie immer mit kommen, ist das meiner Mutter, da ich einen Besuch dort häufig mit einem Spaziergang mit meiner Schwester und ihrem Hund verbinde.

    Danach wartet Phelan aber meistens im Auto, sofern das Wetter es zulässt.

    Lexi darf mit rein, die ist so klein, die stört niemanden, wenn sie unterm Tisch liegt und im Gegensatz zu Phelan mag sie das ganz gerne.

    Phelan zieht das Auto definitiv vor.

    Ansonsten sehe ich allerdings keinen Grund, meine Hunde mit zu schleppen.

    Restaurantbesuche bedeuten in der Regel Zeit nur mit meinem Mann zu verbringen, ohne Kind, ohne Tiere, nur wir zwei.

    Ich brauche meine Hunde nicht immer und überall um mich rum haben.

    Nur mal das zu "wenn alle seine Schafe gerissen wurden, warum stellt er sich Rinder hin"

    "Besonders gefährdet durch den Wolf sind Schafe und Ziegen. Alle Schaf- und Ziegenhalter in WPGs müssen daher einen Antrag stellen und nach Bewilligung innerhalb von vier Wochen die entsprechenden Maßnahmen durchführen, um die Voraussetzungen für Ausgleichszahlungen zu erfüllen. Rinder und Pferde gelten in der Regel nicht als „besonders gefährdete Nutztiere“, so dass das Risiko von Übergriffen als gering gilt. Daher müssen für diese Tiere auch im WPGkeine besonderen Herdenschutzmaßnahmen beantragt bzw. durchgeführt werden. Sollte es dennoch zu Rissvorfällen kommen, können trotzdem - wie außerhalb von WPGs - Ausgleichszahlungen vom Land gewährt werden. Im Anschluss an ein solches Rissereignis werden einzelfallbezogen Präventionsmaßnahmen durch das Wolfsmanagement festgelegt, um weiteren Vorfällen vorzubeugen."

    Nun hat der liebe Mann also beim LLUR nachgeguckt und denkt sich" ach guck, Rinder und Pferde sind ja gar nicht großartig gefährdet also muss ich auch keine großartigen Herdenschutzmaßnahmen durchführen"

    So viel zu "man muss sich im Vorfeld sein Wissen aneignen" |)

    Nicht jeder Viehhalter ist so Wolfsangagiert und es gibt welche, die verlassen sich auf solche Informationen.

    Und sorry aber die Kostenübernahmen und die Antragsstellungen sind immer noch lachhaft.

    Ich z.B. gehöre nicht zu den Prioritäten Fällen mit meinen 10 Schafen obwohl 500 Meter entfernt der Wolf über Winter mehrmals gerissen hat.

    "Ziel ist es, allen Haltern von besonders gefährdeten Nutztieren auf Antrag mittelfristig Herdenschutzmaßnahmen zu finanzieren.

    In den nicht prioritären Fällen entscheidet das LLUR anhand von Risiko-Kriterien, ob den Haltern vorübergehend sogenannte „Herdenschutzpakete“ leihweise zur Verfügung gestellt werden, die an bestimmten Stationen abgeholt werden können.

    In den übrigen Fällen wird vom Land in der Zwischenzeit kein Herdenschutzmaterial bereitgestellt. Die Voraussetzungen für Ausgleichzahlungen im Falle eines Risses bleiben jedoch bestehen.

    Wenn die prioritären Anträge abgearbeitet sind, werden nach und nach auch die Anträge der übrigen Antragsteller bearbeitet. Auch diese werden also ein Beratungsgespräch und bei festgestelltem Bedarf eine Förderung von Präventionsmaßnahmen erhalten."

    So, ich hatte nun also die Wahl, Risiko eingehen und meine Schafe hinter ihren 90cm Zäunen weiter laufen lassen oder Zaun aufstocken.

    Ich habe letzteres getan, mittlerweile auch ein neues Stromgerät.

    Wenn man das also nun selber macht, weil einem seine Schafe lieb sind, bekommt man genau...gar nichts!

    "Kosten für Herdenschutzmaßnahmen können vom MELUND nur übernommen werden, wenn vor der Beschaffung der entsprechende Antrag bewilligt wurde oder ein sogegannter „vorzeitiger Maßnahmenbeginn“ erteilt wurde. Vorab beschaffte oder erbrachte Herdenschutzmaßnahmen können nicht gefördert werden.

    Wenn geeignete Herdenschutzmaßnahmen auch ohne Förderung durch das MELUNDdurchgeführt wurden, bestehen selbstverständlich auch hier die Voraussetzungen für Ausgleichszahlungen, sollte trotz des Schutzes ein Wolfsriss auftreten."

    Ach so und das sind im übrigen noch die Empfehlungen, wie ein guter Herdenschutz aussehen soll:

    " Schleswig-Holstein empfiehlt elektrifizierte (mindestens 3.500 Volt in allen stromführenden Zaunteilen) mobile Netzzäune in 105-108 cm Höhe oder Litzenzäune mit mindestens 4 Litzen, wobei die untere Litze nicht mehr als 20 cm vom Boden entfernt sein darf. Bei Festinstallierten Zäunen ist ein Untergraben und Überklettern durch Anbringen geeigneter Stromlitzen zu verhindern. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass höhere Stromspannungen – um die 5.000 Volt – einen umfassenderen Schutz der Nutztiere gewährleisten können."

    Quelle: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte…243168bodyText8

    So und jetzt erzählt mir bitte nochmal, dass wir mit Rissen leben müssen aber Wölfe, die sich auf Vieh spezialisiert haben, nicht geschossen werden dürfen.

    Wenn ein Wolf gelernt hat, dass ein E-Zaun "aua" macht, tut es auch ein 90cm Zaun.

    (Ein Wunder das HSH, die die Zäune mit Strom verbinden, diese auch anstandslos akzeptieren, obwohl sie ohne Probleme rüber springen könnten... :pfeif:)

    Wenn ein Wolf aber erstmal weiß, wie man Vieh reißt, kann ich aufstocken wie ich will, dass zeigt uns "unser" Wolf ja nun zu genüge.

    Die werden immer irgendwie probieren rüber oder unter durch zu kommen.

    Und wenn wir uns dann die Generation Wölfe heranziehen, die das von ihren Elterntieren lernen...

    Die Endreinigung ist in der Regel teuer, ja.

    Ich denke, die machen das so teuer, damit viele sich für's "selber putzen" entscheiden.

    Ich buche immer mit Endreinigung, bei einer einzigen Woche Urlaub im Jahr, habe ich keine Lust am letzten Tag auch noch zu putzen.

    Ich kenne aber viele, die selber putzen.

    Strom wird in der Regel immer extra bezahlt.

    Dafür gibt es ja die Stromzähler an den Häusern.

    Beim Einzug wird der Zählerstand aufgeschrieben und bei Abreise auch.

    Ich schiebe nochmal ein Video rein.

    Wir haben den 2. Schnitt zusammen gefahren und da wir über das eine lange Stück mussten, um auf die dahinter liegende Fläche zu gelangen, mussten ein paar Färsen einmal kurz umgetrieben werden.

    Eigentlich sollten sie dort eh schon länger hin, da meine Schafe mit dem abfressen nicht mehr hinter her kommen (Luxusprobleme:hust:)

    Ich habe mich bewusst ganz dicht an den Draht gestellt, damit Phelan einen schönen Outrun läuft.

    Da er mit glattem Draht nicht ganz so gute Erfahrungen hat (ist halt Strom drauf und bei den Rindern mache ich den nicht aus) traute er sich eine ganze Weile nur gehemmt unter durch und hat gerne mal den Weg "ab durch die Mitte" genommen.

    Wir erinnern uns an den Hangingtreecowdog? Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie das mit rein preschendem Hund , Zaun und panischen Rindern ist:pfeif:

    Definitiv nicht gut! Endete nicht nur damit, dass nicht nur unsere Rinder draußen waren, sondern die vom Nachbarn gleich mit|)

    War ganz am Anfang, 2 Jahre schon her und ich habe definitiv draus gelernt.

    Seit dem haben wir intensiv daran gearbeitet, dass man bei den Rindern unterm Draht durch kann und dank Con McGarry, haben wir einen tollen Weg gefunden, wie ich ihn deutlich weiter beim Ourun und den Flanken bekomme.

    Als die Färsen unten bei mir angkommen, muss ich dann mal ganz kurz etwas deutlicher werden:hust:

    Die neue Fläche kennen die Färsen nicht, deswegen geht mein Mann vor und lockt die ein bisschen.

    Wir mögen es nicht, die dort mit Druck durch zu schieben und da unsere Tiere sehr gut auf uns reagieren halten Phelan und ich hinten nur die Stellung, damit die nicht wieder nach hinten ausbrechen.

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    Der Border ist hier, wegen dem Vieh (eigener ldw. Milchviehbetrieb)

    Ohne Vieh wäre hier kein BC eingezogen.

    Speziell an Auslastung macht dieser Hund gar nichts, der arbeitet Tag täglich, das ist Auslastung genug.

    Der Sheltie ist vor diesem Leben bei mir eingezogen (zwar war ich schon in der Landwirtschaft tätig aber ohne eigenen Betrieb)

    Einen weiteren Sheltie wird es aufgrund dieser Lebenssituation nicht geben.

    Mit fehlt die Zeit einen Hund zusätzlich auszulasten und in meinen Augen sollte ein Sheltie ein wenig mehr sein, als nur ein Mitläufer.

    Mit Lexi habe ich da wirklich Glück, denn sie ist nicht übermotiviert, was Hundesport angeht (haben früher Discdogging gespielt)

    Ihr gefällt das Leben hier ganz gut und sie nimmt ihre Aufgabe als Haus- und Hofwächterin sehr ernst.

    Spazieren gehen wir 3-5 mal die Woche.

    Je nachdem wie viel die Hunde mit auf dem Hof unterwegs sind und wie arbeitsreich der Tag für Phelan ist.

    Einen Hund fürs Vieh wird es hier wohl immer geben (ich lege mich bewusst nicht auf eine Rasse fest)

    Als Haus- und Hofwächter wird hier aber als nächstes definitiv ein Spitz einziehen.

    Das mit den Störche ist ja lachhaft...

    Sorry, aber welcher Landwirt beschwert sich denn über Störche?

    Wir haben in den letzten drei Jahren 4 Storchenmäste aufgestellt, weil die Störche hier immer mehr werden und unsere zwei sesshaften Brautpaare, die seit Jahren ihre Jungen hier groß ziehen, zunehmend gestört wurden.

    Zwei von diesen Mästen wurden sofort angenommen und wir erfreuen uns hier alle!!! an "unseren Störchen (gibt in diesem Jahre sogar ein Storchenfest)

    und das wir vor zwei Jahren alles in Bewegung gesetzt haben, um einen jungen Storch, der sichtlich einen angeborenen verkrüppelten Flügel hatte, aus dem Nest zu holen und der nun im Wildpark Eekholt lebt, interessiert ja auch wieder keinen.

    Wir bösen, bösen Landwirte....

    Aber ist wie mit dem Kiebitz.

    Hier wimmelt es vor Kiebitzen.

    Vor 1 1/2 Jahren wurde hier ein kleiner Teil als Naturschutzgebiet ausgerufen, denn die Kiebitze brüten ja nur auf unseren Äckern, weil sie keine andere Möglichkeit haben|)

    Nun wird dieses Gebiet komplett sich selbst überlassen, es darf nicht beweidet werden nichts (jeder sollte wissen, dass Kiebitze sich extra freie Flächen zum brüten suchen, um Fressfeinde rechtzeitig zu sehen)

    Oh Wunder, die Kiebitze brüten immer noch auf unseren Äckern, davon will aber nie jemand etwas wissen.

    Und ach du Schreck, wir steigen extra vom Trecker ab und setzen bei Zeiten die Kiebietznester aufs gepflügte Land. Die Elterntiere beobachten das alles immer in Ruhe und kommen sofort wieder.

    Aber wir bösen, bösen Landwirte....

    Und ach du Schreck, wir wollen unser Vieh schützen.

    Aber auch verboten.

    Gut, dann überlassen wir den Wölfen alles und behalten unsere Tiere im Stall.

    Aber dann schreit als Verbraucher bitte auch nicht auf, wenn die Tiere keinen Weidegang mehr bekommen, weil der Wolf direkt hinterm Hof lauert.

    Und oh Schreck, ich wohne im Wolfspräventionsgebiet und der Wolf ist hier nicht nur einmal durchs Dorf getingelt, also ja, das ist nicht einfach nur eine Behauptung, dass der Wolf über stromführende Zäune geht.