Ich hab auch so eine Angstnase hier sitzen oder soll ich sagen hatte?
Meine Hündin ist fast sechs und kam vor zwei Jahren aus Oradea, Rumänien,
über ein TH hier in der Nähe zu uns.
Auch sie hatt vor allem Angst. Menschen, Autos, Fahrräder, Treppen laufen, Fernsehgucken etc. und viele Geräusche ängstigten sie. Die Dinge aufzuzählen, vor denen sie keine Angst hatte wäre leichter.
Wichtig war für sie, dass ich ihr einen festen Tagesablauf gegeben habe
und immer wiederkehrende verlässliche Rituale.
Entspannt spazieren gehen war am Anfang auch nicht drin. Wir sind wochenlang immer ein und dieselbe Runde gegangen, schon allein anders herum zu gehen, hat sie überfordert. Damit wartete ich ca. zwei drei Wochen, ich weiß es nicht mehr so genau. 
Wenn Menschen kamen, ob von vorn oder von hinten, wir sind große Bögen gelaufen und ich habe sie den Abstand zu den Leuten entscheiden lassen. Das ist bei uns zu Glück gut möglich. Wir blieben dann stehen und guckten nur.
Ich habe sie nicht angesprochen oder habe sie gestreichelt. Sie musste mit der Zeit die Erfahrung machen, dass die Menschen hier ihr nichts Böses wollen.
Nimm deinen Hund bitte nicht mehr auf den Arm, damit erreichst du nicht, dass er weniger Angst hat.
Ab und zu sind wir jemanden begegnet, mit dem wir "Menschen sind nicht böse" üben konnten.
Oder wir haben auf unserem Spaziergang andere HH getroffen, mit denen wir dann gemeinsam gegangen sind.
Die Leute haben artig meine Anweisungen befolgt, sie nicht zu beachten
oder wenn sie Kontakt aufnehmen wollte, sich wegdrehend in die Hocke zu gehen,
um ihr die Gelegenheit zu geben sich vielleicht zu trauen.
Aber die allergrößte Hilfe war meine Hündin Mali, die Teddy auf Hundeart gezeigt hat,
wie das Leben bei uns funktioniert und vieles nicht annähernd so schlimm ist.
Dein Hund braucht Zeit, Geduld und eine große Portion Vertrauen in dich,
damit er seine Ängste verlieren kann.
Solange Metcho Angst hat, wird er sich draußen von dir nicht mit Leckerlies oder Spielzeug ablenken lassen.
Angst lähmt und mit Angst kann man nicht lernen.
Übe Kommandos erst zu Hause und dann draußen, in einer reizarmen Gegend. Hunde lernen ortsbezogen.
Das was Metcho zu Hause kann, muss draußen an verschiedenen Orten auch erst von ihm gelernt werden.
Wenn dann vielleicht "Sitz" auf der ruhigen Wiese klappt, wird er es nicht automatisch am Straßenrand auch
können.
Bitte bestrafe ihn nicht, weil er nicht kommt wenn du ihn rufst. Dadurch wirst du sein Vertrauen nie gewinnen.
Metcho versteht den Zusammenhang in keinster Weise, wenn er draußen nicht kommt und du ihn dann zu Hause mit Nichtachtung oder Futterentzug bestrafst. Das zu lesen, tut mir in der Seele weh. 
Mueckes Angebot finde ich superlieb.
Vielleicht kann sie dir helfen.