Ich versuche euch mal allen zu antworten.
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Kannst du bonni nicht vielleicht zu dir holen?
Dann wohnt sie bei dir, bekommt gleich noch Freunde dazu und wer weiß, vielleicht zieht sie dann doch irgendwann mal wieder zu deiner Mum, wenn es ihr wieder besser geht.. *hoff*
Wir können uns zur Zeit keinen dritten Hund leisten.
Da muss ich der Realität leider ins Auge blicken.
Mein Herz würde ganz anders entscheiden, aber es geht nicht ... 
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Insofern Bonni noch bei deiner Mutter ist, würde ich sie an deiner Stelle in der Tat für ein paar Tage zu dir holen. Ich glaube einfach, dass deine Mutter mit den Weihnachtsfest überfordert ist - und Bonni könnte ihr so gut helfen. Vergiss nicht, dass dies das erste Weihnachten ohne ihren Mann ist. MIt Bonni wäre sie nicht alleine. Und ersetzen kann sie deinen Vater nicht - das solltest du ihr erklären
Das brauche ich ihr nicht zu sagen, das weiß sie.
Und deshalb hat sie Bonni auch nicht geholt. Es sollte ein Neuanfang sein, eine neue Aufgabe im Leben.
Meine Ma suchte eine neue Aufgabe und es wäre gleichzeitig das Haus und der Garten nicht mehr so leer gewesen.
Sie hätte Grund gehabt rauszugehen, sie hätte neue Leute kennengelernt, was ja automatisch passiert, wenn man mit Hund unterwegs ist.
Sie hätten sich gegenseitig Liebe geben können.
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Kannst du nicht kurzzeitig hinfahren? Vielleicht ist sie mit Hund noch zu Hause und weiß nicht was sie machen soll? Vielleicht geht sie nicht ans Telefon, weil sie down ist und nachdenken will? Du hast ein gutes Verhältnis zu ihr. fahr bitte hin und schau nach ihr. Auch wenn der Hund nicht mehr bei ihr ist wird sie dich nun brauchen. Ich drücke die Daumen, dass alles ein gutes Ende nimmt
Nein, ich werde nicht hinfahren.
Wir werden heute wieder telefonieren.
Meine Ma braucht immer ein bisschen Zeit, sich zu fangen und die werde ich ihr geben.
Egal, was sie nun getan hat, ich werde mich zurückhalten, denn alles muss erst mal sacken.
Auch wenn mir Bonni unendlich leid tut und mir der Gedanke an sie Tränen in die Augen treibt, werde ich die Entscheidung meiner Mutter akzeptieren und ihr weiterhin zur Seite stehen, wie ich es immer getan habe.
Sie weiß, dass ich jederzeit für sie da bin, wenn sie mich braucht.
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Das hab ich auch gedacht! Dass sie nicht alleine ist und jemanden hat, der ihr beisteht und über alles hinweg hilft, das wäre doch ganz sicher im Sinne deines Vaters! Er würde bestimmt nicht wollen, dass sie solche Schuldgefühle hat und so unglücklich ist. Vielleicht hilft es ja, wenn du es ihr so sagst...
Ich weiß, was ihr meint, aber meine Ma braucht noch mehr Zeit.
Der Wunsch nach einem Hund war ein gemeinsamer Wunsch und es fühlt sich für sie jetzt nicht richtig an.
Sie kann Bonni nicht ihre Liebe schenken und ihr die Zuwendung geben, die sie verdient hat.
Sie streichelt sie, weil Bonni es möchte, es braucht, ja, aber nur weil sie es muss und nicht weil sie es auch will.
Meine Ma möchte, dass Bonni geliebt wird und diese Liebe kann sie ihr nicht geben.
Am Anfang war es auch noch nicht so, es hat sich erst im Laufe der Tage aufgebaut
und gestern eben der große Knall.
Es liegt nicht an Bonni, ich muss es nochmal sagen. Und es macht ihr auch nichts aus fünfzigmal am Tag bei dem Schietwetter rauszugehen und die Pfütze und der Stinker landent trotzdem auf dem Teppich. Das ist ihr egal.
Wenn der Hund schon vorher dagewesen wäre, würde sie ganz anders denken und fühlen.
Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll und auch meine Ma fiel es sehr schwer in Worte zu fassen.
Wir wissen alle, dass die Liebe zu einem Hund nicht immer Liebe auf dem ersten Blick ist, sondern wachsen muss.
Und auch das habe ich ihr gesagt. Aber sie will nicht, dass Bonni unter ihrer Lieblosigkeit leidet, wenn es nicht so ist, das hat die Kleine nicht verdient.
Wir können uns das nicht vorstellen, denn wir haben die Erfahrung vielleicht schon gemacht, aber das erkläre mal einem Menschen, der selbst noch in seiner Trauer so sehr gefangen ist.
Jedes Mal wenn sie Bonni sieht, hört, ihr Futter gibt, sie streichelt, Bonni ihren Kopf auf's Bein legt, ihr auf den Schoß krabbelt und ihr unverhofft küssend ins Gesicht hüpft, mit ihr rausgeht, sie wieder nach Hause kommt und von dem Flummi begrüßt wird ... jedes dieser Mal ist meiner Ma mein Vater so präsent, dass die Anwesenheit von Bonni einfach nur wehtut und ihr der Verlust meines Vaters noch deutlicher wird.
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Bitte berichte bei Zeiten, wie es weiter ging!
wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich die kleine nehmen. SOFORT!
Wenn es uns möglich wäre, würden wir den kleinen Spatz auch nehmen, aber es ist unmöglich. 
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Deine Mama und Bonni haben etwas gemeinsam: Beide sind allein. Warum also nicht "verbünden" und sich gegenseitig Liebe schenken?
In der Haut Deiner Mama möchte ich nicht stecken: Behält sie Bonni, hat sie irgendwie ein schlechtes Gewissen, gibt sie Bonni zurück ins Tierheim, wird sie wegen Bonni ein schlechtes Gewissen haben. So oder so: Das schlechte Gewissen bleibt :-/
Ich hoffe, Ihr findet eine Lösung für beide!
Liebe Grüße
Doris
Ach, Doris, du hast ja so Recht. :/
Aber wenn Bonni weg ist, kann ich nichts mehr für sie tun, nur hoffen,
dass sie woanders die Liebe bekommt, die sie verdient hat.