Beiträge von picominchen

    Bei der Stubenreinheit hast du kapiert, dass Klapse Käse sind.
    Schön ... aber warum eigentlich?

    Und warum kannst du dies nicht auch auf andere Bereiche
    deiner Hundeklapserziehung übertragen?

    Du wirst feststellen, ist gar nicht schlimm.

    Dein Hund wird nicht die Weltherrschaft an sich reißen, von deinem Tellerchen essen wollen, dein Sofa zähnefletschend vor dir verteidigen oder Menschen oder andere Hunde zerfleischen.

    Wenn mir deine Hündin nicht so leid tun würde, wäre ich fast imstande dich zu bedauern.

    Armes Menschlein, das es nicht schafft über seinen eigenen Tellerrand hinwegzuschauen.

    Traurig, dass deine Hündin nicht, ohne dass tut ihr Schmerzen zufügst, lernen darf,
    denn Hunde machen Fehler.

    Traurig, dass du ihr nicht lieber rechtzeitig eine passende Alternative für ein unerwünschtes Verhalten zeigst,
    als sie zu hauen.

    Tiere sind keine Maschinen, die auf Knopfdruck perfekt funktionieren, wenn man einen Befehl eingibt.
    Und sie kennen sehr genau den Unterschied , zwischen Haue oder z.B. Entzug Freilauf.

    Ich bin mir hundertprozentig sicher, was alle Hunde wählen würden, wenn sie eine Wahl hätten.
    Aber sie haben keine Wahl, sie müssen nehmen was kommt.

    Deiner Hündin wünsche ich alles Gute
    und dass sie nur wenige oder am besten keine Fehler mehr macht.
    Damit du keinen mehr Grund hast ihr welche zu klatschen.

    Meine Teddy kam vor 16 Monaten aus Rumänien, über ein hiesiges TH zu uns.

    Auch sie hat in ihrem vorherigen Leben wohl nicht viel Gutes kennengelernt. Sie hatte Angst vor allem und jedem.

    Menschen, Autos, Treppen, Fernseher, Radio, ihr Spiegelbild, ruckartige oder schnelle Bewegungen, laute Stimmen, spielende Kinder, sämtliche Haushaltsgeräte mit Geräuschen und vieles mehr verursachten große Angst bei ihr.

    Aber sie war stubenrein, darüber war ich erstaunt, aber das fand ich toll. :roll:

    Sie wäre in den ersten Monaten gar nicht in der Lage gewesen mit mir eine Hundeschule zu besuchen.
    Ich habe nichts von ihr erwartet. Sie hat in den ersten Wochen/Monaten genug damit zu tun gehabt ihre neue Welt zu entdecken. Mali, meine andere Hündin war ihr und auch mir natürlich eine riesengroße Hilfe. Von ihr hat sie sich vieles einfach abgeschaut und ganz viel Sicherheit gewonnen.

    Hätte ich gefordert und sie gedrängt, der Schuss wäre absolut nach hinten losgegangen, wir hätten nichts erreicht und Teddy kein zu mir Vertrauen gefasst.

    Vertrauen, sich sicher fühlen, eine feste Struktur und verlässlicher Ablauf im Alltag war unser Schlüssel.

    Sie hat sich mehr und mehr geöffnet und konnte sich dann auf mich konzentrieren, sich an mir orientieren, ihre Umgebung ausblenden und anfangen mit mir zu "arbeiten".

    Aber jeden Tag ein bisschen, auch wenn man arbeiten geht, das muss sein.

    Ich kann mir vorstellen, das eure Trainerin es wahrscheinlich gar nicht so negativ meint. Denn du sagst ja selbst, dass sie dir eine andere angsthunderfahrene Trainerin empfohlen hat, die dir auch schon Tipps und Hilfestellung gegeben hat.

    Für meine wäre in dieser frühen Zeit eine Hundegruppe auch nicht der optimale Weg gewesen.
    Da wären wir drei Schritte vor und zehn Schritte wieder zurückgegangen.

    Teddy braucht viel Ruhe und wenig Ablenkung um zu lernen.

    Vielleicht braucht das deine Hündin auch.
    Und da wäre Einzeltraining tatsächlich die bessere Wahl.

    Zitat

    Naja, vielleicht nicht eine ganze Stunde aber eine halbe oder 3/4 Stunde habe ich dies sicher früher mit Sancho gemacht. Wenn der Hund wild bellend hinterher flitzt, woher soll man da als HH wissen, dass das kein Spaß ist für ihn, sondern Stress? Ich jedenfalls wusste es nicht.


    Das ist doch schön für deinen Hund, dass du erkannt/gelernt hast, dass dieses stupide Ballwerfen Käse ist.
    Kein HH ist perfekt, ich lerne auch jeden Tag dazu.
    Wenn man sich tatsächlich mit Hundeverhalten auseinandersetzt und Hund nicht einfach nur da ist, weil er so schön flauschig durch die Gegend wackelt, dann erkennt bzw. lernt man, solche Dinge, vielleicht unter anderem auch durchs Lesen in einem Hundeforum ;)

    Sorry, aber ich glaube,
    da möchte sich jemand einfach nur als das "Superfrauchen" präsentieren. ;)

    Ich bin soooo froh, dass meine Mädels auch mal mit weniger auskommen, ohne dass hier die Bude rockt.

    Ganz ehrlich, so einen Beschäftigung-Junkey möchte ich nicht haben, denn das kann auf Dauer nicht gesund sein.

    Eine Stunde lang ununterbrochen "Bällchen spielen"? Wie sieht das aus?
    Das puscht den Hund auf ohne Ende und ich bezweifle, dass er da wirklich Spaß dran hat.
    Das ist alles andere, aber keine sinnvolle Bechäftigung. :roll: