Meine Teddy kam vor 16 Monaten aus Rumänien, über ein hiesiges TH zu uns.
Auch sie hat in ihrem vorherigen Leben wohl nicht viel Gutes kennengelernt. Sie hatte Angst vor allem und jedem.
Menschen, Autos, Treppen, Fernseher, Radio, ihr Spiegelbild, ruckartige oder schnelle Bewegungen, laute Stimmen, spielende Kinder, sämtliche Haushaltsgeräte mit Geräuschen und vieles mehr verursachten große Angst bei ihr.
Aber sie war stubenrein, darüber war ich erstaunt, aber das fand ich toll. 
Sie wäre in den ersten Monaten gar nicht in der Lage gewesen mit mir eine Hundeschule zu besuchen.
Ich habe nichts von ihr erwartet. Sie hat in den ersten Wochen/Monaten genug damit zu tun gehabt ihre neue Welt zu entdecken. Mali, meine andere Hündin war ihr und auch mir natürlich eine riesengroße Hilfe. Von ihr hat sie sich vieles einfach abgeschaut und ganz viel Sicherheit gewonnen.
Hätte ich gefordert und sie gedrängt, der Schuss wäre absolut nach hinten losgegangen, wir hätten nichts erreicht und Teddy kein zu mir Vertrauen gefasst.
Vertrauen, sich sicher fühlen, eine feste Struktur und verlässlicher Ablauf im Alltag war unser Schlüssel.
Sie hat sich mehr und mehr geöffnet und konnte sich dann auf mich konzentrieren, sich an mir orientieren, ihre Umgebung ausblenden und anfangen mit mir zu "arbeiten".
Aber jeden Tag ein bisschen, auch wenn man arbeiten geht, das muss sein.
Ich kann mir vorstellen, das eure Trainerin es wahrscheinlich gar nicht so negativ meint. Denn du sagst ja selbst, dass sie dir eine andere angsthunderfahrene Trainerin empfohlen hat, die dir auch schon Tipps und Hilfestellung gegeben hat.
Für meine wäre in dieser frühen Zeit eine Hundegruppe auch nicht der optimale Weg gewesen.
Da wären wir drei Schritte vor und zehn Schritte wieder zurückgegangen.
Teddy braucht viel Ruhe und wenig Ablenkung um zu lernen.
Vielleicht braucht das deine Hündin auch.
Und da wäre Einzeltraining tatsächlich die bessere Wahl.