Beiträge von Theobroma

    Verzeih, wenn ich dir das nicht so recht glaube. Ich erinnere mich dabei an von dir eingestellte Fotos, mit dem fröhlichen Kommentar "Felix beim Möwen jagen".
    Ich konnte hier auch niemanden als sich perfekt darstellend lesen. Doch, halt, ich habe vor ein paar Jahren mal geschrieben, ich bin perfekt beim mich entschuldigen....

    ...für den Blödsinn, den meine Hunde so verzapfen und meine Unaufmerksamkeit, dies zu verhindern. Töten und hetzen kam dabei allerdings nicht vor.

    Daher schrieb ich weiter oben, dass ich Hetzen nur da erlaube, wo ich es verantworten kann. Wo keine Gefahr besteht, dass er was erwischt oder sich Wild ängstigt. Möwen und Krähen ängstigen sich nicht. Die fliegen kurz auf, so wie bei allen anderen Spaziergängern ohne Hund auch. Daher kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren.

    Es geht nicht drum was andere machen...die Hunde der meisten hier aber noch kein anderes Haustier getötet. Der Hund der Mutter der TS HAT. Also hat sie offenbar etwas falsch gemacht was viele andere richtig machen.
    Und wie schon gesagt wurde: Nur weil immer etwas passieren kann heißt das nicht dass man keine Maßnahmen zur Absicherung ergreifen soll ;)
    Aber es wurde alles schon mehrfach gesagt. Insofern dreht es sich im Kreis

    Oder Du hast auch einfach Glück gehabt. Freu Dich, aber werde nicht überheblich deswegen...
    Ich fahre seit fast 20 Jahren unfallfrei Auto. Trotzdem zeige ich nicht mit dem Finger auf andere...

    Ich - für mich - kann es einfach nicht leiden, wenn andere Tiere wegen meiner Hunde leiden. Und dazu zählt auch gehetzt zu werden, egal ob Hase oder Reh entwischen kann.
    Hetzen alleine ist für mich schon nen NoGo.
    Dementsprechend wird erzogen und notfalls Management betrieben.

    Absolut! Management nach bestem Wissen und Gewissen. Ich bin nicht perfekt dabei - du?

    Aber ein paar blöde Situationen gab es schon, die theoretisch gefährlich hätten werden können. Bin ich deswegen verantwortungslos?

    Offensichtlich nach DF-Maßstäben. Ich hab ich im Leben auch schon verschätzt und es hat meinen Pflegehund das Leben gekostet. Trotzdem sehe ich die Schuld nur zum Teil bei dem DSH und den Haltern. Im Leben hätte ich dem Hund keinen MK-Zwang oder kurze Leine gewünscht. Eher mehr Verständnis, Auslastung und Sorge durch den HH. Nur kann man das nicht "auferlegen".

    Ein Hund er ein anderes Haustier tötet ist in gewissem Maße gefährlich.

    Noch mal: ein Hund weiß nicht, was ein "Haustier" ist. Der hat hündisches Verhalten gezeigt. Nicht mehr und nicht weniger. Die HH hat sich verschätzt und einen großen Fehler begangen. Und hier werfen alle fleißig mit Steinen, obwohl garantiert jeder im Glashaus sitzt. Niemand ist perfekt, auch wenn sich einige hier so darstellen.

    Wenn ihr da schon mit der Katze kein Mitleid habt, dann doch wenigstens mit einem kleinen Hund.

    Ich habe mit allen Tieren Mitleid, die er jagt.

    Nur schau doch mal raus, wie viele Hunde "jagen" (im Sinne vom neben dem Weg im Wald laufen und mal einem Hasen ein paar Meter nachrennen) und Zeit ihres Lebens nie was erwischen. Viele Leute sind da ja sehr lasch und lassen die einfach. Willst Du die alle mit MK und Leine losschicken? Nur weil die Gefahr besteht, dass doch mal ein lebensmüder Hase zu nah dran war?
    Ich finde, es hängt wirklich von der Einzelsituation ab, wie man weiter verfährt und die kennen wir hier nicht. Vielleicht saß die Katze zwei Meter neben dem Weg und bevor sie wusste, was los war, wars auch schon vorbei? Vielleicht hat der Hund sie aber auch 200m quer durch die Straße gejagt und dann war sie zu schlapp? Wir wissen es nicht!

    Beispiel, um das zu verdeutlichen: eine Hundehalterin hier im Wald, die ich regelmäßig treffen, hat immer alle Hunde im Freilauf bis auf eine Bassethündin. Irgendwann kommen wir ins Gespräch, weil Felix ja meist mit Schlepp läuft (als einziger hier, wir sind recht bekannt :hust: ) und sie erzählt, dass besagte Hündin eines Tages aus dem Nichts in den Wald gesaust ist und ein Reh gepackt hat. Bevor sie wusste, was los war, war alles vorbei, Reh tot. Nun läuft die Hündin für immer an der Flexi, weil sie auf AJT wie wir es machen keine Lust hat und die Situation nicht wieder haben will.

    Finde ich gut und richtig von ihr. Der Hund kommt mit dieser Bewegungseinschränkung auch gut zurecht. Hier Auflagen mit MK und Leine wäre doch total sinnlos. Passiert nie wieder und die Hündin frisst keine kleinen Hunde.

    Ich glaub ja schon, dass mit den Farben etwas nicht ganz stimmt. Welchen Bildstil hast du in der Kamera und ist der Weißabgleich auf AWB?

    Sie steht auf AWB und beim Stil auf Auto... :???: Sie ist ja gerne flau in den Farben, unsere Kamera. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Bildschirm, dass mir das nicht so auffällt? Wobei ich es bei der Spinne schon gesehen hab... :ka:

    Wenn dein Kater den Besitz einer anderen Person 'unwideruflich zerstört' dann hat dein Kater genauso große Schuld wie dein Hund! Und du im Umkehrschluss auch.

    Jep, nur ändert das nichts an seinem Leben, oder? ;)
    Weil siehe im Folgenden:

    Privates Haustier = Sache im Sinne des BGBs = Besitz des Einzelnen. Art. 14 Grundgesetz = Schutz des Eigentums, sowie "Eigentum verpflichtet". Wildtiere gehören niemandem. Sind kein Eigentum. Rechtlich besteht da also in Deutschland tatsächlich ein Unterschied.

    Mh, oben wurde ein Paragraph zitiert, dass der nun als "gefährlich" gelten soll, weil der ein Wildtier oder anderes Tier gehetzt und/oder gerissen hat. Aus Sicht dieser Gesetzgebung besteht demnach KEIN Unterschied darin, ob der Hund eine Katze oder einen Fuchs oder Karnickel reißt (im übrigen bleibt auch die Frage, ob er das aus rechtlicher Sicht auf dem eigenen Grundstück dürfte!).
    Etwas anderes ist die Haftung. Da die Katze einen Eigentümer habe, müsste ich dem den Wert des Tieres ersetzen. Das hat aber mit dem weiteren Verfahren des Hundes nichts mehr zu tun.

    Mir geht es alleine um die Frage, ob ein Hund wegen eines solchen Vorfalls als "gefährlich" eingestuft werden sollte. Und das verneine ich.

    Ich verstehe die Argumentation. Aber es ist schon auch was anderes, wenn ein Hund eine Katze HETZT und danach ERLEGT. Also was anderes, als wenn der Hund happ macht- Maus weg.

    Wer weiß, ob hier überhaupt gehetzt wurde? Gerade bei Karnickeln wird doch oft gehetzt von Hunden und nur weil die keinem gehören, ist das besser? Oder die Maus, die unten im Loch wartet und ausgebuddelt wird hat keine Angst? Ne, kapiere ich nicht diese Haltung... Beim Jagen gilt für mich "GAR NICHT", egal auf was und wo.

    Wo ich dir absolut recht gebe ist, dass es zu viele Halter gibt, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Und die solche Diskussionen deshalb erst ermöglichen und vielleicht sogar nötig machen.

    Für die Katze ist das Wo egal. Aber im Sinne der Gefährdung besteht ja doch ein deutlicher Unterschied. Auf der Straße kann der Hund andere Verkehrsteilnehmer gefährden (und selbst überfahren werden).

    Nicht, wenn der Hund zum Beispiel an einer Flexi gesichert war oder nur wenige Meter neben dem Halter stand. Man muss da wirklich den Einzelfall sehen und auch wissen, wie fit die besagte Katze noch war. Vielleicht war es ja auch unverantwortlich von den Haltern, sie ungesichert nach draußen zu bringen. Wir waren nicht dabei, wissen nichts über eine Hatz oder ob es nur ein Sprung und fertig war. Das ist doch alles Spekulation.

    Ich hab das selber durch, dass mir ein kleiner Pflegehund in meinem Beisein von einem DSH tot gebissen wurde. Und bis heute hab ich deshalb ein schlechtes Gewissen, weil ich hätte vielleicht etwas anders machen können und es wäre nie passiert. Verantwortung und so...

    @Theobroma: schwarz - weiß, weil es deinen eigenen Hund rein zufällig auch treffen könnte?
    Weil dein Hund rein zufällig auch Auflagen bekommen könnte?

    Nö, weil hier andere Regeln gelten als in D. Hier ist ein erlegter Hase kein Thema und auch ne erlegte Katze nicht, aber wehe der Hund zeigt sich auch nur minimal aggressiv zu Menschen - auch im eigenen Haus - das ist nahe am Todesurteil.

    Ich mache mir da weniger Sorgen um Auflagen, aber ich bin Realist. KEIN Mensch kann ein Tier 100%ig sichern. Selbst Felix mit seinen 7,5kg hat mir schon die Leine aus der Hand gerissen, weil er das Eichhörnchen vor mir gesehen hat und einen Blitzstart hingelegt. Wäre das ne Katze gewesen, wer weiß... :ka: Er geht in Wohngebieten immer an der Leine, aber vor allem um ihn zu schützen. Ich tue alles, was möglich ist, um seine Jagdambitionen unter Kontrolle zu bringen und zu halten. Ich will nicht, dass er ein Tier tötet, übrigens nicht mal eine Maus. Aber da wird immer ein Quentchen Glück bei sein und ein Restrisiko bleiben. Wer das bei der Haltung eines RAUBTIERES nicht sehen will, sollte keines haben.

    Was mich so schockiert hier ist die Doppelmoral. Eine erlegte Katze im Garten ist rechtens (aus rechtlicher Sicht), aber auf der Straße vor dem Haus macht sie aus dem Hund einen "gefährlichen" Hund? Das passt doch nicht zusammen.
    Oder auch ein nettes Beispiel und von mir selbst erlebt: Nachbars Zwergkaninchen ist ausgebüxt und auf unserem Grundstück unterwegs. Es läuft zur Straße. Ich war schneller als mein Kater, aber es war verdammt knapp. Er hätte das Karnickel gekillt, keine Frage. Hätte er das getan, wäre alles okay, gewesen, hätte es mein Hund erwischt, dann nicht? Warum? Was macht das für einen Unterschied für das Karnickel?
    Und genau da setzt der Ermessensspielraum ein. Ein Hund, der einmalig in einer echt blöd gelaufenen Situation ein Tier erwischt und tötet (traumatisch genug für alle Beteiligten, auch den HH!), ist nicht automatisch gefährlich. Sollte er nicht sein. Ihr lest das Gesetz zu schwarz-weiß. Am Ende ist es immer eine Einzelfallentscheidung und die kann man sehr wohl beeinflussen und so den Hund vor lebenslangem Leinenknast retten.

    Oder auch aus dem eigenen Erfahrungsschatz: ein junger Fuchs hat sich auf unser Grundstück verirrt. Meine Hunde töten ihn. Ich rufe den Amtstierarzt an, er holt das Tier ab. Folgen - keine. Warum auch? Übrigens wäre auch nichts passiert, wenn das außerhalb des Hofes passiert wäre. Aber offensichtlich ist sowohl aus rechtlicher als auch für die meisten hier aus moralischer Sicht ein Schmusetier aus privater Haltung mehr wert als ein Wildtier. Für mich nicht. Und für den Hund ist eine Katze auch nur ein Tier wie alle anderen da draußen, vom Eichhörnchen über den Hasen bis hin zum Fuchs. Alles potentielle Beute - ein Verhalten, dass ihm der Mensch angezüchtet hat. Daher finde ich es einfach unfair aus menschlicher Sicht hier einen Unterschied zu machen. Ich verhindere in Eigenverantwortung jedweden Übergriff auf ein lebendes Wesen, wo die Gefahr eines Erfolgs besteht oder Tiere unnötig gestresst werden. Und wenn mir das einmal nicht gelingt, fände ich Konsequenzen wie MK und kurze Leine völlig daneben.

    So ist es.

    Wer fragt nach dem Leiden der Katze in ihren letzten Minuten?
    Und wer fragt nach dem Leid der Katzenhalter?

    Was ändert eine Auflage an deren Leid und Tod?

    Ich war damals nach dem Vorfall auch geschockt und froh, dass nichts passiert war. Und trotzdem darf Felix in unserem Garten frei laufen. Irgendwo muss er das ja dürfen. Ich halte das Restrisiko für tragbar und hoffe, dass er nie auf den Dachs trifft, denn das dürfte für den Dachs besser ausgehen...

    Es geht auch um Verhältnismäßigkeit. Katzen haben meistens einen Halter. Für die Mäuse auf dem Feld fehlt aber oft ein Kläger.

    Und? Macht es das besser? So ein Karnickel leidet weniger als eine Katze?

    Bleib doch einfach sachlich. Mäuse und Ratten zählen zu Ungeziefer, dürfen selbstverständlich von Katze und Hund erlegt werden.
    Eine Katze und Wildtiere nun mal nicht.

    Mäuse und Ratten sind auch Wild. Spitzmäuse z.B. stehen sogar unter Naturschutz.
    Aber genau das ist der Ermessensspielraum eines Gesetzes, den du hier gerade ausnutzt mit dieser Aussage.
    Kann ja auch einen Fuchs oder Dachs treffen. Oder eben ein Karnickel. Was ist mit einem Hund, der im Park ein Karnickel getötet hat? Leinenpflicht und MK? (mal ab davon, dass ich als Halter spätestens dann mit AJT anfangen würde)