Beiträge von Theobroma

    Ich weiß, dass im Zuchtverband diese Aussage stark diskutiert wird und bereits die Änderung vorbereitet wird. Ich habe selber eine schriftliche Zusagen von einer Züchterin, einen unkastrierten Welpen zu erhalten.

    Man muss dazu sagen, dass die FCI strikte Regeln hat, wenn eine neue Rasse "kreiert" wird. So ist "Vermehrung" außerhalb des Verbandes unbedingt zu vermeiden, um die Linien rein zu halten. Auch wenn immer alle meine, es ging ums Geld. Die Regel kam bisher vom Verband und viele Züchter laufen dagegen Sturm.
    Und: in den englischsprachigen Räumen ist bis heute eine Frühkastra oder eine Kastra bis spätestens vor Ablauf des ersten Lebensjahres absolut üblich (Felix ist eine echte Ausnahme hier, weil mit 15 Monaten unkastriert). Von öffentlicher Seite besteht hier also keine Ablehnung dieser Praxis der Frühkastra. Im Gegenteil, kastrierte Hunde verkaufen sich besser.

    Also wer nicht möchte, dass sein Hund früh kastriert wird, kauft ihn halt intakt. Man muss nur mit den Züchtern reden.

    Wenn für Dich auch ein Kauf im Ausland in Frage kommt, kann ich Dir einen tollen Kontakt für den AL nennen.

    Ein ALD ist somit aus meiner Sicht immer eine Überraschung, egal was ein Züchter (registriert oder nicht) dazu sagt. Was ist mit Jagdtrieb? Was ist mit Verträglichkeit? Lernfähigkeit?

    Nein, dafür sind schon zu viele Generationen davon gezüchtet worden.

    Ich kenne zwei gut, einen wirklich sehr gut. Tolle Hunde.

    Tarek hatte keine grosse Unsicherheitsphase, aber der strotzt ja auch nur so vor Selbstbewusstsein.

    :lol: Dachte ich nach den letzten Seiten auch! Ich hab nen Terrier - Unsicherheit kennt der nicht. :D

    So langsam wird er erwachsen, naja laaangsam ...

    Auch beim jagen, oder eben nicht jagen ist er lange nicht mehr so kopflos, hört besser zu, läuft viel mehr an schleppender Leine, oder auch mal frei.

    Ich lese immer gerne von euren Fortschritten. Tarek ist ja ein gutes halbes Jahr älter als Felix und das gibt immer wieder Energie zum weiter arbeiten. :bindafür:

    Hexenjagd ach so.Also möchtest du positive Bestätigung, dass alles ganz toll ist?
    Gut.

    Alles ist ganz toll.
    Dein Hund ist bestens sozialisiert. Es kann nichts mehr passieren, Du verhälst dich genau richtig.

    Ach, weißt Du, auf Deine Meinung diesbezüglich verzichte ich gerne! :D
    Ich nehme noch nicht mal Dein Argument gerne auf, dass auf Seite 3 erschienen ist:

    Ich stell mal ganz lästerlich die Frage, warum man sich bei solchen Bedingungen gerade den Terrier als Rasse sucht.

    Es liegt an der Rasse!!! Was mach ich mir überhaupt Gedanken! Ich kann Felix einfach machen lassen, weil es liegt ja eh an der Rasse! Danke - das überzeugt mich einfach von deiner Kompetenz!

    Aber weil das hier nur nervt, bitte ich Dich jetzt einfach ganz höflich, Dich hier rauszuhalten. :dafuer:

    So und nun beantrage ich eine Ignore-Funktion... :lol:

    Wie ja alle schon sagten: Die Dosis macht das Gift und ich glaube, keiner hier befürwortet ernsthaft, dass ein Pferd mit 3 - 3,5 M fertig auf Turnier vorgestellt wird.....

    Absolut. Ich bin auch froh, dass die Distanzler da noch gar nicht dürfen. :D

    Und klar, ein 3-4jähriger im "normalen" Stall mit Grufti-Koppelgang verkümmert. Ein Junghengst/Wallach auf der Koppel mit gleichaltrigen dürfte ziemlich zufrieden sein. |)
    Wenn ich das Pferd also eh rumstehen hätte, würde ich mit Ende 3 anfangen mit Schreck-Training sowie Bodenarbeit und mit 4 mal den Sattel drauf. Ab ins Gelände für ein paar Minuten. Richtig an die Arbeit und vor allem alles, was mit "Kreiseln" zu tun hat, gibt's hier erst ab 5.

    Bleibt doch zum Glück jedem selber überlassen, wann man einreitet...

    Aber eine Frage muss ich dazu noch stellen: warum sollte sich ein Pferd langweilen? Bei der entsprechenden Haltung in der Herde mit Artgenossen langweilt sich kein Pferd (außer es wurde schon zum Workaholic erzogen). Vor allem kein junges...
    Ich finde das den Spruch "Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd usw." da sehr passend.

    Echt schade, dass man hier nicht einfach mal was fragen kann, ohne dass gleich eine Hexenjagd draus werden muss, weil ein paar Leute sich in Spekulationen vergehen und Dinge raushauen, die einfach nur daneben sind.

    Ich gehe auf Kommentare, die eh nur auf Spekulationen beruhen nicht ein. Es ging mir einzig um die Situation heute.

    Um Felix Sozialisierung mal in einen Kontext zu stellen:
    Felix - ich hab das mal spontan überschlagen - dürfte in seinem Leben mind. 600 verschiedene Hunde kennengelernt haben. Grob gerechnet: 1 Jahr hier, 365 Tage, davon die Hälfte an belebten Hundeplätzen (Wald und Strand) - 150 Tage mit je 20 Hunden, macht 3000 Hunde. Natürlich begegnet man vielen davon öfters, daher hab ich mal nur 20% über gelassen, obwohl es sicher mehr waren.
    Es gab genau 3 (!!!) Vorfälle mit drei Hunden, die Felix angegangen sind, einmal davon war er eh an der Leine und der Hund kam uns nach. Und es gab mit heute genau zwei mal die Situation, dass ein Hund aufreiten wollte. Wenn ich mir die Quote so anschauen, kann Felix kein überforderter, unsozialer Hund sein.

    Wenn uns im Wald ein Hund begegnet, läuft er neugierig und ruhig darauf zu, setzt sich dann oft hin und wartet. Er beobachtet die Reaktion. Ist der Hund desinteressiert, geht er einfach weiter, schnüffelt und ignoriert den Hund. Hunde, die ihn auch anschauen, geht er begrüßen, höflich und kurz, dann geht es weiter. Einige Hunde zeigen per Körpersprache Spielbereitschaft - da geht er dann manchmal drauf ein. Ich schätze mal, dass er mind. die Hälfte der Hunde maximal über die Entfernung "grüßt" und nicht mal hinläuft. Der Rest wird beschnüffelt. Mit maximalen einem von 20 kommt es zu einem Spielansatz und nur bei 10% passt das so, dass Felix wirklich länger spielt.

    Das würde ich jetzt aus seinem Blickwinkel heraus anders sehen, wenn er sich erst zwei mal den Rücken kaputttrampeln lassen und dann eine Rauferei beginnen muss, um dem ein Ende zu setzen.

    Naja, mal immer langsam. Felix kennt den Labbi ja und er ist zu ihm hingelaufen. Der Labbi hat versucht aufzureiten, aber da der Labbi sehr langbeinig ist (ein seltenes, schlankes, sehr langbeiniges Labbi-Exemplar verglichen mit den anderen hier), kam gar kein Rückenkontakt zustande. Der Labbi hat längere Beine als Felix hoch ist. :D Felix fühlte sich nicht "körperlich" bedrängt, sondern eben durch das Verhalten.

    Oder lese ich da was falsches rein?

    Das ganze hat keine 30 Sek. gedauert. Begegnung, schnüffeln, Aufreit-Versuch, Abbruch seitens der HH, runter, schnüffeln, neuer Versuch, Abbruch, 2 m laufen, neuer Versuch, Ansage durch Felix. Die HH sagte dann, dass der Labbi das eben seit neuestem versucht (10 Monate alt eben).
    Was Felix halt (noch) nicht kann, ist eine kurze Ansage machen. Er ging halt gleich lautstark voll ins Geschehen. Da muss er meiner Meinung nach noch Maß halten lernen. Es wurde dann kurz laut, weil der Labbi die erste Ansage wohl eingesehen hat, das Nachsetzen von Felix aber nicht. Darauf hin geiferte der Labbi kurz zurück und dann hatten wir die beiden schon getrennt. Dann hab ich Felix kurz angesprochen, Blickkontakt eingefordert, im erklärt, er soll's lassen und "weiter" gehen. Hat er getan. Thema war beendet. Wir sind dann ne knappe Stunde gemeinsam spazieren gegangen und es gab keinerlei Probleme mehr.

    Ich hab kurz überlegt, anzuleinen oder dass jeder alleine geht, aber eigentlich war doch der Lerneffekt für die Hunde so größer, oder?

    Felix kommt übrigens mit sehr körperlichen Hunden gut klar. Er spielt ja auch gerne so richtig wild und körperlich. Trifft er einen unkörperlichen Hund wie einen Whippet, dann macht er eben Laufspiele und bleibt ansonsten auf Abstand.

    Aufmerksam beobachten und eingreifen, wenn nötig, aber nicht dem Hund die Chance nehmen, selbständig angemessen zu reagieren. Hunde sollten auch lernen dürfen, wie man Grenzen setzt, denn immer nur Friede, Freude, Eierkuchen ist nicht....

    Danke! Dann bemühe ich mich weiter, immer die richtige Balance zwischen Eingreifen und laufen lassen zu finden.
    Denn genau darum geht's mir. Ich war heute ehrlich erstaunt und positiv überrascht, dass Felix in der Lage war, nach dem Handgemenge wieder ansprechbar zu werden und den Streit zu beenden. Das war die ersten drei Male ja gar nicht denkbar. Und wie gesagt, danach ging es super mit den beiden.

    Bei Begegnungen mit kleinen Terrierrüden werde ich ihn aber zukünftig lieber aus der Situation nehmen, bevor sie eskaliert. Da lässt er sich allzu leicht hochstacheln.

    Das kommt vor, ja. Allerdings vermeide ich das, in dem ich Wege mit Ausweichmöglichkeiten wähle, d.h. einen großen Bogen gehen kann. Ich habe nämlich überhaupt keine Lust meinen Hund hinterher schleifen zu müssen oder ihn gewähren zu lassen.

    Wenn ich hier im Stadtwald gehe, begegnen uns mind. 20, aber oftmals deutlich mehr unangeleinte, größtenteils sehr verträgliche Hunde. Und Bogen laufen ist da nicht. Daher möchte ich, dass Felix lernt, wie er damit umzugehen hat. Und wenn es bedeutet, sich schnüffelnd und ignorierend dran vorbei zu bewegen ohne hinzuschauen. Er muss nicht interagieren, wenn er nicht möchte.
    Bisher hatten wir drei mal Stress mit anderen - einmal der besagte Cocker und zwei mal je ein kleiner Terrierrüde (Foxl und JRT, wobei letzterer auf den angeleinten Felix losging und nur schwer durch mich zu vertreiben war).

    Ach, Hündinnen sind uns einfacher am liebsten... :herzen1: ... die liebt er alle, ob zickig oder nicht. Die dürfen auch alles inkl. ihn anzicken.