Beiträge von Theobroma

    Mein Hund macht im Freilauf keine Probleme.

    Das freut mich für Dich - ehrlich.
    Kein Grund, mit dem Finger auf andere zu zeigen.
    Meine bisherigen Hunde haben auch keine Probleme gemacht. Und nun?

    Ich bin keine von denen, die sich ständig über den Jagdtrieb des Terriers beschwert und sich dann aufs hochtriebig sein beruft.

    Und wenn es einfach so ist?
    Ja, ich hadere damit. Es hätte einfacher sein können. Für ihn.
    Wie gesagt, ich wünsche mir für Felix, dass wir einen Weg finden. Ich persönlich kann auch ne Flexi dran hängen und alles ignorieren. Will ich aber nicht.

    Meine Hunde leben auch in der Familie.
    In meinem Post steht "ein Familienhund , der nur nebenherläuft".

    Ah, ja dann - sehe ich genauso. Ich kenne genug durchgeknallte Terrier, die nicht ausgelastet sind. Wobei Auslastung eben eine sehr individuelle Sache ist. Der eine braucht viel, der andere wenig.

    Wir haben offensichtlich ein Energiebündel mit starkem Jagdtrieb, das viel Auslastung braucht. Das ist aber auch okay - es war nie geplant, dass der Hund nur als Deko dient und "nebenher läuft".
    Ich wünsche mir einfach in seinem eigenen Sinne, dass er kontrollierbarer wird, damit er eben seinen Freilauf genießen kann.

    Andererseits ist sie ein situationselastischer Hund, wie wir ihn brauchen.

    Genau das weiß ich an Felix auch sehr zu schätzen!

    Hier gibts sowas auch nur, weil ich weiß ich kann das hinterherhetzen bei Vögeln unterbrechen.

    Jepp, kann ich ja. Er "fragt" nach der Freigabe am Strand und lässt sich abrufen.

    Du schreibst ja selber, dass du ihm das bieten musst, weil es sonst anderswo in die Hose geht, bedeutet für mich, dass das ein Hund ist, der dringend ne gute Auslastung braucht.

    Bisher ist das ja nicht passiert, aber auch die Trainerin sagt, dass das eben passieren KANN, wenn er keine Auslastung bekommt.
    Mit 3 mal pro Woche Canicross + Gassi + Pferd + Strand hat er ja ne Menge zu tun. Dazu noch Kopfarbeit zu Hause. Aber ja, er braucht die Auslastung, die er auch bekommt. Er hat seine Exklusivzeit am Tag. Er hat sogar mehr davon als ich selbst...

    Gerade durch die Kinder hat er ja immer jemanden, der sich mit ihm beschäftigt. Tricks übt, draußen spielt usw. Für so einen aktiven Hund wie Felix passt das perfekt.
    Wäre er etwas weniger jagdtriebig, wäre er der perfekte Familienhund, weil man dann noch entspannter spazieren gehen könnte. Und die Auslastung des Jagdtriebes hat mit seinem Leben als Familienhund ja mal so gar nichts zu tun.

    Meld ihn doch zum Coursing *ggg (ich stell mir grad die Augen der Windhund-Besitzer vor, wenn da ernsthaft ein Terri dazwischengesetzt werden soll)

    Felix ist hier schon ein paar Mal mit Whippets und sogar einem Greyhound geflitzt (gibt nur einen, der frei läuft). Das hatte nen Riesengaudi, weil die endlich mal schneller waren als er. :lol:

    Lasse ich es zu, daß sie sich hochpusht, haben wir noch tagelang "gut" davon.

    Ich hab auch den Eindruck, dass Felix an dem Tag, wo er es darf, "fertig" werden muss. Sprich selber zu dem Punkt kommen, wo er zeigt, dass es ihm reicht. Das ist am Strand inzwischen nach ein paar Minuten der Fall. Manchmal braucht er ne halbe Stunde. Dann verlieren die Vögel den Reiz und er ist zufrieden. Und wenn der Punkt erreicht ist, hält es eben auch tagelang an.

    Ist ja ein Austauschs- und Diskussionsthread und es wurde konkret auch nach dem WIE gefragt. Ein "Ja" bringt also nix, das hat auch nix mit blumig zu tun. Sonst hätte man halt ein paar ältere Posts von sich zitieren können.

    So ganz alleine stehe ich mit meinem Eindruck ja offensichtlich nicht da.

    @flying-paws
    Ich bin überzeugt, dass Du eine Menge Erfahrung hast und es interessiert mich einfach, ob eben auch ein Hund wie meiner dabei war und wie Du mit diesem gearbeitet hast. Und was Du erreicht hast.
    Das heißt nicht, dass ich mir ein Patentrezept erwarte, sondern dass ich einfach versuche, die verschiedenen Arten zu ergründen, wie man mit dem Jagdtrieb des Hundes umgehen kann und was erreichbar ist.

    Ein Hinweis auf einen alten Post würde mir genügen. Oder eben keine Antwort oder die Antwort "mag ich nicht beantworten". Nur ein Satz mit "ja, hab ich" - das bringt mir halt nichts. Und auch sonst keinem hier außer denen, die Dich und Deine Hunde schon seit Jahren kennen und das alles wissen.

    Ich verstehe gar nicht, warum da jetzt so ein Aufriss drum gemacht werden muss. Es ist doch eine ganz normale Frage mit der Bitte um eine Antwort.

    Warum soll ich den Hund dann erst auf den Geschmack bringen?

    Felix weiß doch, dass es Spaß macht. Das steckt in ihm drin, so wie Fressen und Pieseln. Der jagt auch Blätter an der Ein-Meter-Leine oder seinen Schatten.

    Sie meinte auch, dass man diese Art von Trieb nicht dauerhaft unterdrücken kann und sollte. Das wird nichts. Er kanalisiert sich dann woanders - das kann unschön werden.

    Ich war ja schon oft mit Felix am Strand und er ist die Tage danach viel ruhiger und ausgeglichener. Job erledigt, Frieden gemacht.

    Wir waren ja heute 1,5 Stunden zusammen unterwegs und sie meinte auch, dass er recht entspannt losgeht, weil zu Hause immer Ruhe herrscht. Dann baut er langsam Adrenalin auf. Bei jedem Rascheln, anderen Hunden, Bewegung hier usw. Er braucht dann Action, um das loszuwerden. Super ist Rennen - Spielen mit anderen Hunden, sein Canicross. Oder eben auch mal Hetzen auf Freigabe am Strand.

    Ich glaube, das ist sehr hundeabhängig. Der Eindruck bei ihm ist, dass es ihm gut tut, wenn er seinen Job hin und wieder machen darf. Aber eben MIT mir und nur nach Freigabe.
    Felix jagt ja nicht mit der Nase, sondern mit den Augen. Er will hetzen, nicht suchen. Das zeichnet sich immer deutlicher ab. Suchen ist für ihn kein Ersatz. Leider.

    Schade, dass es keinen Ignore-Button gibt... warum hab ich Dir oben eigentlich geantwortet. Schade um die Zeit...

    Du erwartest ernsthaft nach einer launig hingehauenen Frage eine Anleitung zur Durchführung einer umfassenden Erziehung deines Hundes?

    Wo steht das eigentlich?
    Du liest, was du lesen möchtest... tu das ruhig, aber lass mich doch einfach ENDLICH in Ruhe. Danke.

    Kein Training? Nur gesagt, das der Hund triebig ist?
    Und das für ZWEI Trainingsstunden?

    Nee oder?

    :???:
    Siehst Du hier:

    In dem Bereich des Waldes, wo wir meist auf Eichhörnchen treffen, ist er hochgefahren mit der Grunderregung. Aber noch weit entfernt von seiner höchsten Stufe. Leider war heute kein Puschelschwanz zur Kollaboration bereit. Ein paar Tests und Trainingseinheiten gabs trotzdem und dann waren die zwei Stunden auch schon rum.

    Wir haben im Wald, wo er noch recht ruhig war ein paar Versuche mit der Reizangel gemacht und dann auch ein paar Dinge geübt. Und dann ging es eben "Spazieren" im Wald bis zu der Stelle, wo er mir abgehauen war vor ein paar Wochen. Dort haben wir viel über seine Körpersprache gesprochen, wenn ich wie reagiere usw.

    Ich brauche ja kein "Kommandotraining", sondern eben genau das, dass mich jemand im Alltag am Wild oder halt in der Wildgegend mit Hund unterstützt und schaut, ob das so passt, was ich tue oder was ich anders machen kann. Sie hatte keine anderen Ideen, sondern würde das, was wir schon tun, so weiter machen mit ein paar kleinen Hinweisen im Timing.
    Außerdem eine neue Version des "kontrollierten Schauens" aufbauen, damit ich eine Chance bekomme, ihn zu kontrollieren und "einzufrieren" bis ich bei ihm bin.

    Wir haben wirklich sehr ausgiebig über die Möglichkeiten gesprochen. Mit Spiel belohnen oder nicht, Trainieren vor Ort mit der Reizangel oder eben nicht usw.

    Ich kann nicht beurteilen, ob die Trainerin das super gut macht. Sie ist die einzige hier, die positiv arbeitet und die in Frage kommt für eine Zusammenarbeit.

    Heute war unser Trainiertermin. Bezüglich Jagdproblem... ich pack den Bericht mal in einen Spoiler.

    Spoiler anzeigen

    Heute war der lang erwartete Trainiertermin. Daher ein kurzer Bericht von uns.
    Im Vorgespräch haben wir lange über Felix Charakter, die bisherige Erziehung und Probleme gesprochen. Dann gings in den Wald. Felix hat sich ganz normal präsentiert, weder besonders gehorsam noch besonders ignorant. In dem Bereich des Waldes, wo wir meist auf Eichhörnchen treffen, ist er hochgefahren mit der Grunderregung. Aber noch weit entfernt von seiner höchsten Stufe. Leider war heute kein Puschelschwanz zur Kollaboration bereit. Ein paar Tests und Trainingseinheiten gabs trotzdem und dann waren die zwei Stunden auch schon rum.

    Mitgenommen hab ich, dass ich in der Tat einen sehr triebigen Hund habe, der mir die Erziehung deshalb nicht besonders leicht macht. Sie hat sich unsere Zusammenarbeit, das Timing, den Umgang usw. sehr genau angeschaut und mich gelobt, dass ich wirklich schon viel erreicht hab. Mehr ist bei dieser Trieblage nicht drin derzeit. Sie meinte auch, dass ich eigentlich alle typischen Wege schon abgegrast hätte und nun weitergehen muss. Dranbleiben und üben.
    Mit Hilfe der Reizangel Gehorsam und Impulskontrolle am bewegten Fellobjekt üben. Außerdem eben den Abbruch und die Hetzfreigabe so festigen. Und dann eben auch gezielt zum Hetzen schicken, wo das möglich ist. Sie würde alle zwei Wochen eine Strandeinheit einbauen und genauso oft einen festen HuTa-Tag, damit er die Möglichkeit hat, mit anderen Hunden Rennspiele zu spielen. Das merke ich ja selber, dass ihm das gut tut und dass es im Alltag einfach zu selten möglich ist.

    Ob er jemals 100%ig sein wird, wagte sie nicht vorherzusagen. Es ist noch Spiel drin - das merke ich ja selber an seinen Fortschritten. Er ist deutlich ansprechbarer als noch vor 3 Monaten. Er orientiert sich besser und ist oft mit einem Ohr bei mir, auch wenn er vorneweg düst. Was nun toll wäre, dass er lernt, dass er gelegentlich von mir eine Freigabe bekommt und es deshalb Sinn macht, im Kopf bei mir zu bleiben und mit mir zu kollaborieren.

    Ich bin heute für mich ganz zufrieden, dass ich offensichtlich nicht allzu viel verbockt hab, sondern eher rausgeholt, was ging. Tut ja auch mal gut, dass von einem Profi direkt am Hund zu hören.

    Ich zitiere mich mal selbst:

    Heute war der lang erwartete Trainiertermin. Daher ein kurzer Bericht von uns.
    Im Vorgespräch haben wir lange über Felix Charakter, die bisherige Erziehung und Probleme gesprochen. Dann gings in den Wald. Felix hat sich ganz normal präsentiert, weder besonders gehorsam noch besonders ignorant. In dem Bereich des Waldes, wo wir meist auf Eichhörnchen treffen, ist er hochgefahren mit der Grunderregung. Aber noch weit entfernt von seiner höchsten Stufe. Leider war heute kein Puschelschwanz zur Kollaboration bereit. Ein paar Tests und Trainingseinheiten gabs trotzdem und dann waren die zwei Stunden auch schon rum.

    Mitgenommen hab ich, dass ich in der Tat einen sehr triebigen Hund habe, der mir die Erziehung deshalb nicht besonders leicht macht. Sie hat sich unsere Zusammenarbeit, das Timing, den Umgang usw. sehr genau angeschaut und mich gelobt, dass ich wirklich schon viel erreicht hab. Mehr ist bei dieser Trieblage nicht drin derzeit. Sie meinte auch, dass ich eigentlich alle typischen Wege schon abgegrast hätte und nun weitergehen muss. Dranbleiben und üben.
    Mit Hilfe der Reizangel Gehorsam und Impulskontrolle am bewegten Fellobjekt üben. Außerdem eben den Abbruch und die Hetzfreigabe so festigen. Und dann eben auch gezielt zum Hetzen schicken, wo das möglich ist. Sie würde alle zwei Wochen eine Strandeinheit einbauen und genauso oft einen festen HuTa-Tag, damit er die Möglichkeit hat, mit anderen Hunden Rennspiele zu spielen. Das merke ich ja selber, dass ihm das gut tut und dass es im Alltag einfach zu selten möglich ist.

    Ob er jemals 100%ig sein wird, wagte sie nicht vorherzusagen. Es ist noch Spiel drin - das merke ich ja selber an seinen Fortschritten. Er ist deutlich ansprechbarer als noch vor 3 Monaten. Er orientiert sich besser und ist oft mit einem Ohr bei mir, auch wenn er vorneweg düst. Was nun toll wäre, dass er lernt, dass er gelegentlich von mir eine Freigabe bekommt und es deshalb Sinn macht, im Kopf bei mir zu bleiben und mit mir zu kollaborieren.

    Ich bin heute für mich ganz zufrieden, dass ich offensichtlich nicht allzu viel verbockt hab, sondern eher rausgeholt, was ging. Tut ja auch mal gut, dass von einem Profi direkt am Hund zu hören.