Alle die dieser Meinung sind sollen doch bitte mal herkommen.Ich biete Hamilton als Übungsexemplar an.
Wer es schafft den Whippet ohne böse Dinge dazu zu bringen das genetisch einprogrammierte Hetzen sein zu lassen, der bekommt den Titel "Hundeflüsterer des Jahrtausend".
Ich stelle meinen Jäger auch zur Verfügung - nebst Eichhörnchen.
Ich liebe diese Sprüche.
Lässt man zu, dass diese Hunde in ihr jahdverhalten einsteigen, ist es dan nicht mehr möglich sie mit nonaversiven Mitteln davon abzubringen. Das ist wie Hunde, die bei einem Kampf alles und jeden vergessen und nicht mehr ansprechbar sind.
Ja und bei jedem Hund ist die Zündschnur in dieses Stadium unterschiedlich lang. Felix würde sich erschlagen lassen, statt von einer potentiellen Beute abzulassen, wenn er eine ehrliche Chance auf Erfolg sieht.
Aber als sie mal über ein schwerstkrankes Wildkaninchen gestolpert ist, schaute sie ratlos vom Karnickel zu mir und wieder zum Karnickel. Weil die genetisch festgelegte Abfolge nicht starten konnte (Geruch - Sicht der Bewegung - Losjagen - Hetzen) hat dann der "theoretische Schluß", das Töten, auch nicht stattgefunden.
Wir haben etwas ähnliches erlebt. Im Garten saß eine flugunfähige Amsel. Wir hatten sie im Gebüsch nicht gesehen, aber Felix hat sie sofort gefunden. Er hat sie sich angeschaut, umgedreht und kam zu mir. Wäre sie aufgeflattert, hätte er sie platt gemacht. Ebenso bei einer halbtoten Maus. Keine Bewegung = uninteressant.
@oregano - Ja, Felix stammt zur Hälfte aus jagdlicher Zucht - sein Vater ging noch auf Fuchs (die Briten
). Die kleinen Terrier werden hier heute noch als Rattenfänger und für die Fuchsjagd auf dem Land eingesetzt. Und da müssen die nicht hören. Die bleiben an der Leine, bis sie den Fuchs entdeckt haben, werden abgemacht und gehen dem nach (mit GPS-Halsband). Rattenjagd auf den Höfen ist eh eine selbständige Sache...
Felix läuft so viel wie möglich frei. Er ist größtenteils kontrollierbar, aber das haben wir nicht komplett non-aversiv geschafft. Bei Fuchs, Dachs und Co. gehen alle Lichter aus. Bei Katzen und Eichhörnchen komme ich oft noch durch zu ihm, wenn sie nicht zu nah sind.
Felix darf hin und wieder hetzen - auf Kommando. Das hat seien Kontrollierbarkeit deutlich verbessert.
Ich glaube, die Intensität des Jagdtriebs ist angeboren. Sie steht in Konkurrenz zur Kooperativität des Hundes mit dem Menschen. Deswegen gibt es Hunde, die trotz starkem Jagdtrieb kontrollierbar sind. Andere sind es nicht. Und gerade Rassen wie Dackel und bestimmte Terrier sind Solitärjäger, die darauf gezüchtet sind, alleine oder in der Gruppe aber ohne Menschen zu jagen. Und bis zum bitteren Ende zu kämpfen wenn nötig. Diese Härte spürt man halt auch im Alltag und bei der Erziehung.