Das spricht mir ja sooo aus der Seele.
Gerade Leute, die sich VOR der Anschaffung eines Hundes Gedanken machen, sind für mich schon mal positiv vorbelastet.
Und ja - es ist nicht pauschal unmöglich, einen Vollzeitjob und einen Hund unter einen Hut zu bringen.
Leider gibt es oft Leute, die nur sehr wenig Informationen zur Verfügung stellen. Und möglicherweise durch Rückfragen dann erst einmal zum Nachdenken gebracht werden müssen.
Auch sehr junge Leute, die noch in Schule, Studium oder Ausbildung sind gehen oft sehr blauäugig an das Thema heran.
Und genauso blöd finde ich die teilweise stereotypen Anforderungen von Tierheimen, die für einen grösseren Hund immer nach Haus und Garten rufen, Kinder erst ab 12, und immer jemand zuhause......
Es gibt so viele Hundecharaktere wie Menschencharaktere - und eigentlich sollte jeder sein passendes Gegenstück finden können, wenn das Umfeld einigermassen passt.
Man muss als Vollzeitberufstätige/r halt immer noch einen Plan B und möglichst noch C und D in der Tasche haben - denn es kommen schon mal Überstunden, Dienstreisen usw. vor. Und dann muss der vierbeinige Hausgenosse auch versorgt sein.
Bei uns klappt das auch ganz gut: Mein Mann ist in Altersteilzeit und arbeitet meist 3 Tage in der Woche - ich bin selbstständig und kann in der Mittagszeit mit Leika raus. Vor ein paar Jahren, als wir noch beide ganztags ausser Haus waren (und ich oft über Nacht oder mehrere Tage lang), wäre für uns ein Hund kein Thema gewesen - wir hätten ihm nicht gerecht werden können. Nun ist Leika in der Regel 3-5 halbe Tage alleine, das schafft sie sehr gut.
Wir sollten Leute unterstützen, die sich Gedanken machen und denen "auf die Sprünge" helfen, die noch nicht alle Voraussetzungen erfüllen.
Liebe Grüsse
Gudrun