Beiträge von BorderPfoten

    Hallo Vera,
    sicherlich spielt eine Rolle mit, dass Quintus jetzt auch da ist und das scheint den Boxer noch mehr aufzudrehen

    Er ist schon seit er ein Welpe ist bei meinen Eltern, wird aber meiner Meinung wenig ausgelastet. 2x 30 Minuten Spaziergang am Tag, das wars. Sonst läuft er nur so im Alltag mit und ist im Garten.

    Das ist ja gar nichts für einen jungen Hund dieser Rasse und ich würde ihn auch mal vernünftig auslasten, aber wie Helfstyna schon schreibt "kein stupides Ballwerfen". Doch die Auslastung sollte nicht durch Dich, sondern durch Deine Eltern erfolgen

    Ich hab mich halt nur gefragt, warum er das macht?? Echt...

    Der Hund kennt keine Grenzen, keine Erziehung und ist nicht ausgelastet. Irgendwo muss er seine Energie ja loswerden

    Ich drücke die Daumen, dass Ihr diese Zeit unbeschadet übersteht und Deinen Eltern musst Du mal ein paar warme Worte sagen

    Woher weißt du, ob die Hunde nicht einfach zu dick sind, weil die Menschen kein Auge drauf haben und ihnen einfach zu viel geben? Denn fett wird man ja nicht von Kohlenhydraten sondern von zu viel Energie.

    Aha, ganz neue Weisheit und Du weißt nicht, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung dick machen kann.

    vom Barfen her kenn ich es aber so, dass man nicht zuviel Innereien füttern soll....gerade mal 10% von der Gesamtration.

    Stimmt, denn Innereien haben einen recht hohen Phosphatgehalt

    Rinderkopffleisch mit Banane, Karotten, Zucchini, Reis, Apfel, das geht wunderbar.
    Er hat nur Schwierigkeiten, weil der nicht weiß, was er mit dem Fleisch anfangen soll. Er leckt und lutscht es auf.

    Dann versuche es doch mit gewolftem Fleisch

    Beim Barf ist es halt wahrscheinlich auch so, dass es da öfter verschiedene Sachen gibt und dann kann ein Hund schon so werden, dass er z.B. Huhn nicht mag, dafür aber Rind oder so.

    Das kenne ich auch von Attila. Er mag bspw Huhn überhaupt nicht roh, das muss gegart sein

    Viele Hütehunde sind nicht so einfach - was sie nicht kennen, essen sie nicht. Ich würde daher versuchen es zunächst zu garen und dann das eben immer weiter zu verkürzen bis es roh ist.

    Der Tipp ist gut und so habe ich es am Anfang bei Atti auch gemacht, denn er war ein furchtbarer Mäkler
    Als wir Faro bekamen und er vor seiner ersten Fleischmahlzeit stand, guckte er irritiert in den Napf und wusste nichts mit dem Fressen anzufangen. Erst als er sah, Atti frisst das, fraß er auch

    Attila ist 12 1/2 Jahre alt und bekommt seine Frischfleischration wie eh und je. Nicht seniorengerecht

    Seniorenfutter wird dann sinnvoll, wenn man dem Hund nur noch kleine Mengen des normalen Futters geben kann, damit er nicht zunimmt.

    und warum werden manche Hunde gerade vom Seniorenfertigfutter dick? Es enthält in der Regel doch wesentlich mehr KH und die gehen gern auf die Hüften

    Angilucky2201, das wird schon wieder :streichel:

    Jaja, die "Hundeflüsterer". Ich habe immer das Gefühl, die Leute meinen, dass wir irgendwie dumm oder inkompetent sind

    Ich liebe solche selbsternannten Profis. Sie merken gar nicht, dass sie den Hunden mit ihrem blöden Verhalten noch mehr Angst machen. In der Nachbarschaft wohnt auch wo ein Hundeflüsterer, der immer und immer wieder versucht, Faro zu locken und das auf eine Weise, die gar nicht geht. Laut, nach vorne gebeugt und Faro hat die Butz voll, Atti findet den Mann toll, aber Atti findet alle Menschen toll.

    Faro muss von sich aus entscheiden können, ob er zu einer Person hingeht oder nicht. Hat er sich einmal dazu durchgerungen, ist das Eis gebrochen.

    Sunny gehört also zur Kategorie "kenne ich nicht, ist doof", oder?

    Wie habt ihr denn dieses spezielle "Geh auf den Platz und beziehe daraus Ruhe" beigebracht?

    Ganz ohne Ablenkung und am Anfang habe ich daneben gesessen, bis Faro wirklich entspannt war. Je öfter wir das trainierten, desto entspannter wurde er und sucht jetzt von sich aus die Decke auf, wenn er seine Ruhe haben will

    Wie entschleunigt ihr Situationen.

    Das trainieren wir draußen und zwar wird alles, jede Bewegung, jede Handbewegung meinerseits im Schneckentempo ausgeführt. Diese Entschleunigung baue ich täglich ein paar Minuten in unsere gemeinsamen Spaziergänge ein und Du wirst dabei feststellen, wie schnell der Hund auf das gedrosselte Tempo eingeht. Hätte ich nie gedacht.

    Wir haben das im Training bei uns im Wald gemacht, wo samstags viele Menschen unterwegs sind und das ist für Faro schon gruselig, aber dieses "Omatraining" hat dazu beigetragen, dass ihm die Fremden weniger Angst machten

    Vieles ergibt sich wohl auch von selbst, wenn Sunny auf Dauer sicherer mit ihrer neuen Welt wird.

    Das ist so und wird bestimmt auch, was den Besuch angeht, besser werden.

    Jeder Trainer hat ja ein eigenes Konzept und ich weiß nicht, ob Deine Trainerin sich mit Angsthunden auskennt, denn für mich liest sich das Training so, als sei Sunny für die Trainerin zwar ein ängstlicher, aber kein Angsthund.

    Jetzt muss ich mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern, damit Du verstehst, was ich sagen will.

    Als Faro zu uns kam, war er, was fremde Menschen angeht, voller Angst, lief Bögen von 50 m und jeder Fremde war für ihn ein potientieller Feind, der für Faro bedrohlich war. Besucher wurden erst massiv verbellt, dann verschwand Faro und war weg, meist im Keller oder im 1.Stock. Wir ließen ihn.

    Nach ca 3 Monaten hörte ich von einer Trainerin, die sich angeblich mit Angsthunden auskennt und sie kam zu uns. Ihre Tipps waren die, die man jedem HH gibt. :ka: , also nichts, was nur ansatzweise unser Problem behoben hätte. Der einzige gute Tipp war, eine Decke ins Wohnzimmer zu legen, auf der Faro sich, zuerst ohne Ablenkung, dann mit Ablenkung entspannen kann und das funktioniert derzeit auch.

    Die 2. Trainerin arbeitete am Selbstbewusstsein der Angsthunde und dieser Ansatz war gut und Faros Angst wurde weniger. Doch leider hörte die Trainerin aus gesundheitlichen Gründen auf zu arbeiten und wir standen wieder da.

    Dann der Durchbruch. Manuela (Buddy-Joy). Sie ist Trainerin, kennt sich mit Problemhunden aus und wir gehen dorthin.
    Ihr Konzept ist anders als das, was man vom anderen Hundeschulen kennt. Sie arbeitet mit Entschleunigung, Ruhe, Orientierung auf den Menschen etc und das hat bei uns nach 5 Trainigseinheiten schon sehr viel gebracht.
    Besuch wird zwar anfangs verbellt, doch wenn Faro das Kommando "Decke" bekommt, legt er sich ab, bleibt ruhig und entspannt liegen.

    Damit will ich sagen, dass man nicht mit irgendeinem Kommando den Hund dahin bringen kann, wo er hin soll, sondern an Bindung, Vertrauen arbeiten muss

    Wir trafen vor 2 Tagen ein Ehepaar mit Hund im Wald. Sie treffen wir selten, sie kennen Faro seitdem er bei uns ist und waren sehr erstaun, dass er sich von ihnen streicheln ließ. Das wäre vor 6 Wochen noch nicht möglich gewesen

    Puh, das ist aber jetzt ein Roman geworden