Beiträge von mollrops

    Sagen wir mal so, Dein Hund ist noch nicht gereift. mit 2 Jahren ist er vielleicht körperlich erwachsen, aber nicht "geistig". Das scheint mir bei Dir aber ähnlich zu sein.

    Dein Hund ist ein Junghund, vergiss mal die Zahl 2 Jahre. DU solltest so souverän sein, ihn nicht in solche Situationen kommen zu lassen. Wenn man Dich liest, bekommt man fast den Eindruck, dass Du in solchen Situationen nur daneben stehst und hoffst, dass Dein Hund alles regelt und ggfs den Kontrahenden alleine platt macht. Dein Hund ist kein Feigling, er vertraut nur einem unfähigen Herrchen. Den Schuh des unsicheren Hundes darfst Du Dir nämlich getrost anziehen und nicht der Hund.

    Von daher hast Du eigentlich einen tollen Hund an der Seite, er aber in Bezug auf sein Herrchen noch die schlechteren Karten. Es gibt eine Reihe guter Hundetrainer in Ffm, von denen kannst Du den richtigen Umgang mit Deinem tollen Hund, der alles andere als ein Feigling ist, lernen.

    Sei doch froh, das Du einen Hund hast, der andere Hunde nicht zerlegt. Und sollte er gebissen werden, dann liegt es doch an Dir, den anderen Hundehalter dafür in die Pflicht zu nehmen. Meiner Hündin geht es nicht anders. Sie ist zwar nicht schissig, wurde aber auch schon 4 Mal attackiert und gebissen.

    Ich kann Dir nur eins sagen - sollte sich Dein Hund mal wehren und den anderen schnappen und ggfs. schwer verletzen, hast Du eine Menge Probleme am Backen. Bei so einer Grösse und Gewicht wird Dein Hund immer Schuld haben - erst recht, wenn Du in Frankfurt wohnst. Ich spreche aus leidlicher Erfahrung.

    Zitat

    Er war der perfekte Mops: nicht zu klein, nicht zu groß, Kulleraugen, glänzendes Fell - nur leider überzüchtet. Mit fünf konnte Bruno nicht mehr laufen. Eine Geschichte über unser schwieriges Verhältnis zu unseren Tieren in Zeiten der Hochleistungsmedizin.

    Der ganze Bericht ist hier zu lesen. Vorab, der Bericht ist nicht schön und es gibt nicht das erwartete Happyend. So wie Bruno ergeht es leider nicht nur der Rasse Mops, sondern inzwischen sehr vielen Rassen. Auch sollte der Bericht die inzwischen fast auf humanem Standard befindliche tiermedizinische Versorgung kritisch betrachten lassen. Wieviel Therapie sollte man seinem schwerstkranken Tier zumuten ?

    Am 16.04.2010 fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung zu dem Entwurf eines neuen Tierschutzgesetzes statt. Etwa 45 Vertreter verschiedenster Verbände und Einrichtungen gaben ihre Statements ab. Darunter auch Christoph Jung, Sprecher des Dortmunder Appells, zum Thema Hundezucht. Christoph Jung forderte gesetzliche Mindeststandards für die Zucht und eine rechtlich griffigere Definition von Qualzucht. Sein Beitrag stieß inbesondere bei Vertretern von Tierärzteorganisationen auf ausdrückliche Zustimmung. Zwei schriftliche Stellungnahmen zum Thema Hundezucht und Hundehandel wurden darüber hinaus eingereicht.

    Wenn Du weiter lesen willst, zum Dortmunder Appell geht es hier lang. Damit die vielen Brunos nicht umsonst gestorben sind ...

    Hier DIE Adressen bezgl. Mittelmeerkrankheiten

    Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie
    Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
    Prof. Dr. med. vet. Kurt Pfister
    Leopoldstr. 5
    80802 München
    Telefon (0 89) 21 80-36 22
    Fax (0 89) 21 80-36 23
    E-Mail: [email='Sekretariat@tropa.vetmed.uni-muenchen.de'][/email]

    Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
    Bernhard-Nocht-Str. 74
    20539 Hamburg
    Telefon (0 40) 4 28 18-0
    Fax (0 40) 4 28 18-400
    Internet: http://www.bni.uni-hamburg.de
    E-Mail: [email='bni@bni-hamburg.de'][/email]

    Tierärztliches Labor Freiburg
    Prof. Dr. D. Barutzki
    Postfach 10 01 20
    79120 Freiburg
    Telefon (0 76 14) 76 12 00

    Medizinisch und Gerichtliche Veterinärklinik
    Justus-Liebig-Universität Gießen
    Frankfurter Str. 126
    35392 Gießen
    Telefon (06 41) 99-3 86 04
    Fax (06 41) 99-3 86 09
    Internet: http://www.uni-giessen.de/fb18/mvk/klt.htm
    E-Mail: [email='MVK@vetmed.uni-giessen.de'][/email]

    Frag Dich dort durch. Ich drücke Euch und vor allem Eurem Hundi fest die Daumen.

    Ich habe heute einen sehr bewegenden Leserbrief bei den Stadthunden zum Thema gelesen, den ich gern zitieren möchte:

    Zitat

    Vergleiche zu diesem schlimmen Ereignis und der Medienhysterie diesen Artikel: Einfach nur Traurig !


    Wir sind allein im Zimmer, deine Mutter ist im Obergeschoss des Hauses.. Ich mag dich, habe dich von Anfang an sehr gern gehabt. Ich nehme es dir nicht übel, dass du oft grob zu mir bist, du bist ja noch klein.. Plötzlich findest du diesen Bürotacker, beginnst damit zu spielen.. Du bist ja noch so klein, so neugierig, willst alles ausprobieren. Du tackerst Papier zusammen, jauchzt vor Freude. Ganz selten beschäftigt sich jemand mit dir, armes Kind, das musst du meist selbst machen, sie wollen nur ihre Ruhe haben ... Dann kommst du auf mich zu, mit dem Tacker in der Hand. Deine kleine Kinderhand greift nach meinem Schlappohr, und ... AU! Das hat weh getan! Ich jaule auf, doch du verstehst es nicht. Bist ja noch so klein, für dich ist es nur ein Spiel. Du greifst wieder nach meinem Ohr, ich will fliehen, doch wir sind in dem kleinen Zimmer eingesperrt. Du tust es wieder, wieder jaule ich laut auf, unter dem Schmerz. Du verstehst es nicht, denkst es wäre ein Spaß, ein lustiges Spiel. Ich bin dir nicht böse, du bist ja noch so klein. Du tust es wieder und wieder und wieder, ich kann dir nicht entkommen. Mein lautes Jaulen schallt durchs ganze Haus, doch niemand kümmert sich darum. Wo ist deine Mutter? Warum läßt sie uns wieder so lange allein? Warum hört sie mein Jaulen, meine verzweifelten Hilfeschreie nicht? Du rennst hinter mir her, drängst mich in die Ecke, tust es wieder. Wieder jaule ich gequält auf, dieses Mal noch lauter als zuvor. \"Halt endlich die Schnauze du Scheißköter!\", hallt die Stimme deiner Mutter durchs Treppenhaus. Sie nennt mich immer so, sie mag mich nicht besonders. Eigentlich hat sie mich nur gekauft, damit du etwas zum Spielen hast, und sie in Ruhe lässt. Sie will immer nur ihre Ruhe haben. Sie mag sich nicht um dich kümmern, und sie mag sich erst recht nicht um mich kümmern. Mein Ohr schmerzt, doch du lässt nicht von mir ab. Was soll ich nur tun? Ich will dir nicht wehtun, weiß du meinst es micht böse. Du verstehst es nicht, weil dir niemand beigebracht hat, dass man Tiere nicht zum Spaß quälen darf. Niemand hat dir je beigebracht, dass auch ich Schmerzen empfinde. Sie wollen nur ihre Ruhe haben ... Wieder spüre ich diesen stechenden Schmerz, er macht mich rasend. Wieder versuche ich zu entkommen, doch es glingt mir nicht. Ich will dir nicht wehtun, ich liebe dich doch! Du tust es wieder und immer wieder, der Schmerz wird unerträglich. Doch du hörst nicht auf, jagst mir eine Klammer nach der Anderen ins Ohr. Du kannst nichts dafür, du weißt nicht was du tust. Du bist ja noch so klein, verstehst es nicht. Schließlich kann ich nicht mehr, halte die Schmerzen nicht länger aus. Ich schnappe nach dir, mein Fangzahn streift dich an der Wange. Wir halten beide erschrocken inne, sehen uns einen Moment in die Augen. Ich wollte dich nicht verletzen, wollte nur dass es aufhört ... Du greifst dir mit deiner kleinen Hand an die Wange, und als du das Blut an ihr siehst, beginnst du zu schreien. Plötzlich geht alles ganz schnell. Deine Mutter kommt, reißt dich an sich. Dein Vater kommt, tritt brutal auf mich ein und schleift mich ins Auto. Er bringt mich zum Tierarzt. \"Sofort einschläfern, die Töhle hat mein Kind gebissen!\", brüllt er aufgebracht. Der Tierazt kennt mich, er wundert sich, kann kaum glauben, dass ich das wirklich getan haben soll. Tränen schiessen ihm in die Augen, als er die annähernd 100 Heftlammern in meinem Ohr sieht. Er streichelt mir sanft über den Kopf, dann greift er zur Spritze. Er muss es tun, ist dazu verpflichtet ... Morgen werde ich die Sonne nicht mehr aufgehen sehen. Aber ich werde berühmt sein. Auf den Titelblättern aller großen Zeitungen wird mein Foto stehen. Darüber wird in großen Buchstaben geschrieben sein: \"HUND ZERFLEISCHT KIND!\" In den Artikeln wird es heißen: \"Schon wieder fiel ein vermeintlich braver Familienhund grundlos ein Kind an und verletzte es schwer im Gesicht...\" Vielleicht wird die Geschichte sogar im Fernsehen diskutiert. Viele Menschen werden dann entsetzt aufschreien, hitzig diskutieren, einige werden fordern, dass alle Hunde für immer eingesperrt werden sollten. Aber niemand wird sagen was genau geschah, denn das interessiert nur ganz wenige. Deine Eltern haben es den Medien so erzählt, und die waren sehr froh darüber. Die Menschen lieben Geschichten über wilde Bestien, das bringt gute Auflagen und gute Einschaltquoten. Gute Auflagen & Einschaltquoten bringen viel Geld, und das lieben die Menschen noch viel mehr. Ich habe die Menschen geliebt. Ich habe dich geliebt ...

    Quelle: http://www.stadthunde.com/magazin/news/s…he30042010.html

    Laut Vetpharm Zürich ist mit Iboprofen nicht zu spassen. Dort steht:

    Zitat

    Ibuprofen ist toxisch beim Hund ab 8 mg/kg/Tag; nach einmaliger Applikation hat Ibuprofen ab einer Dosierung von über 100 mg/kg beim Hund, und von über 50 mg/kg bei der Katze toxische Wirkungen

    WEnn er wirklich 4 - 6 gefressen hat, würde ich auf alle Fälle eine zweite Meinung (Telefonisch in einer grösseren Tierklinik z.B.) einholen. Lt. Vetpharm Zürich kann es auch zu Magenperforationen, Einblutungen etc. kommen. HIer ein Link zur Giftnotzentrale http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm - dort den Inhaltsstoff Ibuprofen eingeben ...