Beiträge von mollrops

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    @ Tani88

    Was Du bezüglich "Selbst Schuld" und "Ein Schlimmes macht das andere nicht weniger schlimm" geschrieben hast, ist völlig ok, sehe ich auch so.

    Ich will aber einmal ganz bewusst den Advocatus diaboli spielen:
    Wie sieht es denn mit der ästhetischen Seite des Stierkampfes aus? Die Leute gehen da doch nicht hin, um zu sehen wie ein Tier abgeschlachtet wird. Das könnten sie schließlich auch im Schlachthof "um die Ecke" geboten bekommen. Ich glaube eher, dass es eine Mischung aus Grusel, Bewunderung und Schönheit ist, die Menschen zu so einer Veranstaltung treibt.

    Hat das nicht einen gewissen Charme und Eleganz:
    Der Torrero steht ruhig da, wippt kurz mit der Fußspitze und der Stier stürmt auf sie zu. Er wird den Torrero gleich in den Boden stampfen, aber nein, der Torrero macht eine Drehung auf dem anderen Fuß und lässt den Stier unter seinem Tuch hindurch ins Leere rasen.

    Das ist es doch, was die Leute in die Arena treibt und nicht das Blut.

    Ich finde leider keinen Charme und Eleganz.

    Im Gegenteil, es ist Barbarei. Dem Stier werden zu Pferd die Schultern als erstes bereits mit Lanzen von Picadores zerstochen. Dann bekommt er die Banderillas - 6 lange Spiesse - in die schweren Wunden eingetrieben, der Blutverlust lässt dem Stier die Sinne schwinden. Nicht selten erwischt der Stier eines der Pferde. Der Schutz der Pferde ist nur ein Sichtschutz - das Publikum sieht halt nicht gerne Därme aus den z.T. schwer verletzten PFerden hängen.

    Der Stier ist inzwischen vor lauter Schmerzenstränen fast blind und kann nur noch das Capote sehen, das grosse Tuch des Matadors. Er wird durch den Blutverlust und innere Blutungen immer schwächer und so auch langsamer. Er pumpt, das fehlende Blut führt zu Sauerstoffmangel im Gehirn.

    Der Torero kann nun sein kleines Tuch auspacken, das sogenannte Muleta. Damit wedelt er dem armen Stier immer mehr Blut aus den Wunden. Jetzt kommt die Phase, in der er auch mit dem Degen zustechen darf.

    Wenn der Stier dann Glück hat, krepiert er beim ersten Degenstich, der direkt zwischen die Schulterblätter gesetzt wird. Der Degen wird dort belassen, weitere Stierkämpfer lenken den Stier auf sich, damit das Schwert im Körper durch die Bewegungen alles zerfetzen kann. So schwer getroffen, ist der Stier eigentlich zu nichts mehr fähig, er spuckt Blut, bekommt keine Luft, weil die Lunge auch zerstört ist ... Er bricht zusammen, ist aber immer noch nicht tot. Zum Schluss bekommt das schwer verletzte Tier von einem anderen Torero den tödlichen Dolchstoss ins Genick, der hoffentlich gleich beim ersten Mal sitzt.

    Ohne Würde, mit abgeschnittenen Ohren oder Schwanz wird der Stier aus der Arena geschleift.

    So. Wo bitte ist hier Eleganz und Charme ? Ich sehe nur eine Tierquälerei, die seinesgleichen sucht.

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    Ok, aber wer setzt da eine Grenze? Oder gibt es keine Grenze weil soviele Hunde leiden? Wieso wird das Geld für die Transporte und die Versorgung nicht in Hunde gesteckt, die schon hier sind und eine OP benötigen, aber diese nicht bekommen weil dafür Geld fehlt? Das ist jetzt nur ein Beispiel und soll natürlich nicht alle Tierheime und Orgas über Einen Kamm scheren. Aber solche Fragen stelle ich mir einfach, weil ich der Meinung bin das man sich erstmal um die eigenen Tiere kümmern sollte, bevor man andere dazu holt. Oder ist das zu Egoistisch? Wenn ja, wer entscheidet dann wo man hilft und wo nicht? Wer entscheidet über andere Tierleben? Es geht ja nicht nur Hunden aus Ost-Europa schlechter als unseren hier. Und wieso fängt der Tierschutz nicht vor der Tür an, z.b. bei Massentierhaltung usw? Versteh mich bitte nicht falsch, ich finde auch jedes "gerettete" Tierleben gut und unterstütze sowas soweit es mir möglich ist, aber ich habe oft das Gefühl das Tierschutz zum Teil an falschen Stellen betrieben wird. Hinzu kommt, das einige anscheinend nur mit ihrem Herz denken, aber dabei die wirtschaftliche Reichweite ihres handelns ausblenden oder übersehen. Hinterher ist das Geschrei groß und es leiden mehr als geholfen werden konnte. Vielleicht ist das auch zu sehr OT, aber solche Fragen kommen bei mir zwangsläufig auf, denn für mich macht es schon einen Unterschied ob und wo geholfen wird und vorallem wieviel es bringt. Nachhaltigkeit sollte im TS mit an oberster Stelle stehen, aber das kann ich bis jetzt nur im Katzenbereich erkennen. :???:

    Unsere Tierheime zahlen doch keinen Cent für die TIere aus dem Osten oder Süden. Die Kosten zahlen die entsprechenden Organisationen - angefangen von den Behandlungen vor Ort, die Impfungen, die Kosten für die Flüge etc.
    Ohne Hunde aus diesen Ländern könnte z.B. der deutsche Tierschutz bzw. die deutschen Tierheime einpacken. Kleinere Hunde sind gefragt und nicht die problematischen Abgabehunde, Schäferhunde, Schäferhundemixe und Listenhunde.

    Damit Du verstehst, wie gut es Tiere bei uns haben, schau mal, wie das anderorts gehandhabt wird :
    http://www.illatosut.hu/index.php?rows=2&page=1 - das ist die ungarische Tötungsstation Illatosut - aktueller Hundebestand. Bei jedem Bild steht, wann die Zeit für das jeweilige Tier abgelaufen ist. Nach Ablauf ist dieser Hund ein Todeskandidat, wenn die Station voll ist. Das ist meist dann, wenn 15 Seiten vorhanden sind. Aktuell ist also schon einer dran. Die Hunde haben dort gar nichts. Sie liegen allein auf Betonboden. Viele leiden unter Todesangst, viele sind eingefangene Streuner und viele abgegeben, weil alt, krank oder verkrüppelt.

    In Rumänien werden z.Z. die Strassenhunde eingefangen und getötet (wenn sie nicht schon vergiftet, erschlagen, erschossen, erträngt, totgefahren wurden. Die Regierung will das so, das VOlk jedoch nicht.

    Wie der Umgang mit dem Menschen besten Kameraden dort aussieht: http://www.youtube.com/watch?v=CLI5Qk…player_embedded - und das sind noch harmlose Bilder !

    Das der AUslandstierschutz uns alle angeht, kannst Du hier nachlesen http://www.comedius-server2.de/webs/ssl/webs/…d5437f95641.pdf - und vielleicht beteiligst Du Dich auch an den Petitionen ...

    Und was Massentierhaltung betrifft - sorry, daran sind doch wir Verbraucher mit unserer Geiz-ist-Geil-Mentalität schuld und nicht der Tierschutz. Immer wird alles auf den Tierschutz abgewälzt. Die Gesetzgebung ist gefragt. Der Griff an die eigene Nase ebenso. Jeder Depp kann Tiere vermehren wie er gerade Lust hat. Und dem sollte langsam einen Riegel vorgeschoben werden.

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    Wenn viele Tierheime nicht genug Geld für Medikamente haben, wieso werden dann teilweise extra Hunde aus Ost-Europa hierher geholt? Weil Tierschutz keine Grenzen kennt? Weil die Hunde es dort schlechter haben als hier? Sorry, aber wenn ich nicht genug Geld habe, dann hole ich mir nicht noch mehr Tiere ins Heim. Da habe ich lieber weniger Hunde, aber dafür stimmt die Betreuung und die Qualität der Unterbringung. Aber das ist eigentlich auch normal, oder hast Du 10 Hunde obwohl Du nur Geld für 3 hast? Kommt vielleicht überspitzt rüber, aber so läuft es in einigen Tierheimen die ich kenne ab und da fehlt mir jegliches Verständnis, erst recht wenn dann über fehlendes Geld gemeckert wird. Und hier in der Nähe gibt es z.b. ein Tierheim welches Geld von der Stadt bekommt. Allerdings nur für Fundtiere und nicht für Tiere die von ihren ehemaligen Besitzern abgegeben werden. Das es nicht ausreicht um den Betrieb zu finanzieren ist klar, deswegen sind die Tierheime ja auch auf Spenden angewiesen. :smile:


    Das warum kann ich Dir sagen: Die meisten Hunde im "Osten" krepieren langsam vor sich hin. Da werden Tiere in Verschläge zu Dutzenden gepfercht und die schwächeren werden von den Stärkeren zu Tode gebissen. Welpen und vor allem alte, kleinere Hunde haben überhaupt keine Chance, genauso wenig wie leicht behinderte Hunde. Ich freue mich für JEDEN Hund, der solchen Höllen entfliehen kann. Und ich freue mich für jedes Tierheim, die z.B. Todeskandidaten aufnimmt. In deutschen Tierheimen krepieren keine Hunde. Sie haben schöne Ausläufe, eine rundumtierärztliche Versorgung, bekommen gutes Futter, immer frisches Wasser, Ansprache und werden nicht misshandelt. Die Qual der Tiere im Osten und Süden Europas ist GRENZENLOS.

    Für einen Ts-Hund würde ich auch 500 km fahren. Warum soll er weniger wert sein als ein Hund vom Züchter ?

    Die NK ist doch nicht ortsgebunden. Überall gibt es Leute, die für den TS tätig sind und NK machen. Ich habe diese Woche alleine 4 positive NK in Frankfurt gemacht. Darüber hinaus werde ich von den Adoptanten sehr oft angerufen und um Hilfestellung gebeten.

    Nicht alles ist im TS bescheiden !

    Man kann aber einen Hund retten - für ihn rettet man die ganze Welt !

    Jein.

    Bambi jedenfalls überhaupt nicht. Sie liebt alles, wo Haare dran sind. Julchen geht es genauso. Mein Whippet liebt nur Windhunde. Andere Hunde, die den Weg nicht in den Haushalt finden, werden gnadenlos zurück gewiesen.

    Huhu

    Ich habe eine Box - die möchte ich aber nicht für die Erziehung meines Hundes verwenden. Bambi muss da während und nach der Fütterung rein, sie verbringt also schon 4 h täglich in diesem DIng (2 Mahlzeiten). Ansonsten ist das Ding zu und sie kommt da nicht rein.

    Ich bin fleissig am Üben und habe die ersten Fortschritte schon zu verzeichnen- heute morgen konnte ich unbehelligt aufs Klo ohne den Schatten am Backen. Sie hat zwar einen megalangen Hals gemacht und mir nachgeguckt, ist aber in ihrem Bett liegen geblieben. Auf die Türklingel reagiert sie gsd nicht.

    Ich muss wohl auch mehr auf mich achten, sie dreht sofort auf, wenn ich ihr gegenüber "lasch" werde und Kommandos nicht sofort einfordere.