Zitat
Selbst wenn er dir geschenkt wird, du unterstützt solche verantwortungslosen Leute damit, dass du ihnen den Hund abnimmst. Sie sollen selber sehen, wie sie mit ihm zurechtkommen, oder wie sie ihn loswerden. Je schwieriger es für sie wird, desto eher holen sie sich keinen neuen Hund.
Hm, unterstütze ich eine schwangere Frau mit einem sehr großen Hund die grade vom Freund sitzen gelassen wurde, wenn ich ihr den Hund abnehme? Bei der im Moment einfach Zeit, Geld und Kraft für den Hund fehlt und die ihn - aus Liebe zum Tier - lieber in gute Hände gibt, als ihn weiter bei sich zu behalten wo sie ihn nicht gerecht umsorgen kann?
Ja, ich helfe ihr. Bin mir aber sicher, dass sie alles andere als verantwortungslos ist und dass sie sich auch die nächsten Jahre defintiv keinen neuen Hund anschaffen wird.
Von Privat ist nicht gleich von privat. Man muss die Geschichte der Menschen und des Hundes dazu sehen.
zum Thema:
Ich denke, dass es möglich ist.
Weißt du, ich studiere auch ein doch sehr zeitaufwändiges Studium. Ich habe einen - vielleicht bald 2 - Hunde und es geht auch. Ich habe eben zuverlässige Sitter, denen ich meinen Hund wirklich anvertraue und wo ich weiß, dass sie nicht einfach absagen.
Ich weiß auch, dass es manchmal Stressig ist. Weil man lieber jetzt noch in der Mensa essen will - stattdessen fährt man eben nach Hause und geht mit dem Hund Gassi und isst eben später war (gut, in deinem Fall geht das mit dem nach Hause fahren schlecht - aber du wirst trotzdem zurückstecken müssen).
Dann gehe ich eben Abends nicht noch feiern, wenn der Hund schon tagsüber 6 Stunden alleine war. Dann stehe ich eben eine Stunde früher aus, als Kommilitonen, um mit dem Hund zu gehen.
Du musst wissen, dass ein Hund auch Einschränkungen bedeuten können - und trotzdem lohnt es sich meiner Meinung nach, das in Kauf zu nehmen.
Bedenke, dass der Hund einige Zeit benötigt, bis er "mitlaufen" kann. Grade in der ersten Zeit kannst du ihn nicht einfach alleine lassen - das muss er lernen und er muss sich einleben können. Besonders in der ersten Zeit muss er lernen, wie er sich verhalten muss. Die Erziehung geht ein Hundeleben lang weiter, aber grade in der ersten Zeit bei dir werden die wichtigsten Grundregeln gefestigt.
Ich würde dir - wenn du dir wirklich bewusst bist, was auf dich zukommt und bereit bist, das auch durchzuziehen - ebenfalls einen etwas älteren Hund empfehlen, dessen Vorgeschichte du kennst. Wie Hummel schon schrieb, vielleicht auch einen etwas kleineren, den du bequem mitnehmen kannst - denn das ist mit einem 8kilo Terrier-Mix defintiv einfacher als mit einem 50kilo Molosser.
Schau doch einfach mal im örtlichen Tierheim vorbei, schau, wie die Hunde dort "drauf" sind und vielleicht findest du dort einen passenden Begleiter.