Ist einer der sozialsten Hunden dort. Beim Spaziergang an der Leine ist jeder entgegen kommende Hund eine Bedrohung und wird angebellt oder angeknurrt. Sie hat zwei spezielle "Feinde", die wenn sie nur riecht, fängt sie schon an zu Hecheln, wenn sie sie sieht, rastet sie aus! Hier hat man keine Chance sie aus dem Verhaltensmuster zu bringen. Bei anderen Hunden ist es etwas besser inzwischen. Manchmal wird nur noch gegrummelt und dann geht man halt schnellen Schrittes im großen Bogen vorbei und redet ihr gut zu, dann geht das.
Läßt sich gut erkennen, dieses Muster.
An der Leine hat sie keinerlei Chance auszuweichen, bzw ein vernünftiges Hundesprachritual abzuspielen (was sie im Freilauf und somit in ihrer Hundegruppe ja kann) und das erzeugt Unsicherheiten. Manche Hunde reagieren auf so etwas mit "Angriff ist die beste Verteidigung" und beginnen dann irgendwann dieses einstudierte Ritual von "ich raste jetzt voll aus, dann läßt man mich in Ruhe" abzuspielen, was ja in den Augen des Hundes auch immer Erfolg zeigt. Man geht schnell dran vorbei, also hat sie die Situation gemeistert. Puh....
Die Taktik großräumig auszuweichen ist da schon völlig richtig. Besser wäre es, diese anzuwenden, bevor euer Hund da überhaupt irgendwie drohen (also knurren) muss.
Unsere hat ihn angebellt. Wir haben uns mit der Frau unterhalten und haben die meinte, wir sollten doch einfach die Leine los gelassen. Unsere ist gleich hin und war recht aggressiv. Sie beißt zwar nicht, aber es hört sich sehr beängstigend an und der große Hund hatte richtig Angst vor ihr. Sie springt den Hund dann auch an. Da war sie einfach schon hochgeschossen, so als würde man nen Bogen schießen!
Nicht verwunderlich. Da ist man schon auf volle Action Abwehr und auch auf 180 und wird los gelassen. Das man den inneren Tumult, Stress und Anspannung dann am nächstbesten Objekt ausläßt, klar. Ihr habt nur Glück gehabt, dass der Schnauzer ein Netter war. Das wäre übel nach hinten losgegangen.
Kontrollierte Hundebegegnungen sind an sich eine tolle Idee und etwas, dass ihr wirklich gut tun würde. Allerdings nicht wenn sie ohnehin schon auf 180 ist.
Auf der anderen Seite hat sie diese Treffen ja in der Tagesstätte und man muss einfach auch damit leben, dass es Hunde gibt die da draußen einfach keine Hunde in ihrer Nähe brauchen.
Leider ist das ja so verankert in vielen Menschen, dass Hunde draußen unbedingt mit anderen Hunden spielen müssen. 
Auch hat sie nach wie vor Angst vor Besen. Sie liebt uns (ihr Rudel) alle abgöttisch, aber egal wer einen Besen in die Hand nehmen verzieht sie sich und man merkt ihr an, dass sie in Habacht-Stellung ist.
Schon einmal den Besen einfach so in die Mitte des Raumes gelegt und geschaut wie sie drauf reagiert? Auf Grund der Herkunft ist es durchaus möglich, dass sie nicht immer gute Erlebnisse mit Besen hatte, wenn zB der Zwinger oder so gereinigt wurde. 
Und dann wird wohl eine weitere Suche nach einem geeigneten Hundetrainer wieder mal anstehen ;-) oder kann man bestimmte Dinge, die durch Prägung entstanden sind nie ganz therapieren?
Wahrscheinlich nicht, aber man Strategien erarbeiten, damit gruselige Dinge nicht mehr all zu gruselig sind. Aber dafür braucht man einen Trainer, der sich mit Angsthunden auskennt.
Strategien sehen übrigens von Hund zu Hund unterschiedlich aus. Als mein Rüde zB Angst vor Säcken/Gartenpflanzen im Halbdunklen hatte, hat es ihm geholfen, mit mir zusammen hin zugehen und sich die Gegenstände anzuschauen und zu beschnüffeln. Schnell war es Geschichte.
Meine Hündin hatte eine ganze Zeit lang Angst vor Straßenverkehr (sie wurde als Welpe aus dem fahrenden Auto entsorgt). Also haben wir uns regelmäßig an eine befahrene Straße gestellt, gehockt und Verkehr beobachtet. Ihr Anker war ebenfalls ich und der Körperkontakt mit mir. Hat sie heute Angst (meist nur noch bei Bussen/Lastern die von hinten kommen), drückt sie sich an mein Bein und alles ist gut für sie.
Das sind Strategien die helfen und irgendwann braucht der Hund sie nur noch im Notfall oder auch gar nicht mehr.