Beiträge von PocoLoco

    einen Schäfer

    Ich kann dir jetzt aus dem Bekanntenkreis mit mehreren Schäfern kommen, die aber genau so sind wie deine jetzige Hündin. :D

    Meine Nachbarin hat eine DSHündin, die sich nach fast 3 Jahren regelmäßigen Sehen letzte Woche das erste Mal über mich gefreut hat und zu mir gekommen ist. Davor wurde ich rigoros von ihr ignoriert.

    Ich kenne ein paar Schäfer hier und keiner von ihnen ist dem Menschen gegenüber offen.

    Lass ihr einfach auch Zeit. Sie ist halt auch noch recht jung, macht auf Grund dessen verschiedene Entwicklungsstadien und auch Unsicherheitsstadien mit. Verlange einfach nicht zuviel von ihr, achte auf ihre Grenzen und schreite ein, bevor diese unterschritten werden. :gut:

    Lässt du dich gern von Menschen die du nicht kennst anfassen? Also ich nicht und ich kann den Hund verstehen.

    Fremde Menschen gruseln sie im Moment und da ihre eigenen Menschen ihr nicht helfen, macht sie es selbst.

    Halt die Menschen fern von ihr.
    Noch findet man sie süß, wenn sie ausgewachsen ist, wird das umschlagen. Gerade dann wenn sie weiter negative Erfahrungen mit aufdringlichen Menschen macht.

    Wir haben Probleme mit der Hundehierarchie.

    Nein, habt ihr nicht. Denn zwischen Hunden die nicht zusammen leben gibt es keine Hierarchie. Da gibt es Absprachen und vielleicht Übereinkommen, aber das war es.

    Es ist richtig, die Hunde welche die anderen Hunde schikanieren und ärgern und bedrängen daran zu hinden und es zu stoppen. Das muss der fremde Hund nicht selbst tun.

    1. Kann ein Hund bei sowas Spass empfinden?

    Es gibt Hunderassen, die extra dafür mal gezüchtet wurden. Siehe den Großen Berner. Kommt wohl auf den Hund an.


    2. Kann ein Hund das ertragen, seinem Herrchen zu liebe?

    Können schon, aber müssen? Wenn der Hund das abgrundtief dämlich findet, wäre es meiner Meinung nach für den Hund nicht erträglich es trotzdem zu müssen.


    3. Wäre sowas in Deutschland gesellschaftsfähig?
    4. Gäbe es Tierschutztechnische bedenken?
    5. Hat jemand schon mal von etwas vergleichbarem gehört?

    Siehe Antwort zur Frage 1. Ich fänd es bedenklich, wenn dein Hund ein 10 Kilo Cocker ist und täglich 60 Kilo durch die Gegend schleppen muss und dabei deutlich zeigt, dass er es eigentlich nicht will. :D


    6. Haben Hunde etwas dagegen, wenn ihnen ein komisches Etwas folgt und egal wie schnell sie laufen nicht abzuschütteln ist?

    Kommt auf den Hund an. Unsichere Hunde finden das bestimmt sehr unangenehm, Hunde die zu Panik neigen, könnten da wirklich auch in diese ausbrechen.


    7. Wie könnte man versuchen das zu trainieren?

    Versuchen kann man alles. :D Kommt halt darauf an, was dein Hund davon halten würde, ob er gesund ist, in einem Alter ist in dem man es ihm zu muten kann (also nicht zu alt und nicht zu jung).

    Wie man sowas aufbaut, kann ich dir allerdings nicht sagen.

    Mein Hund ignoriert Menschen, wenn ich sie ignoriere. Das heißt für ihn : die sind uninteressant.
    Sobald ein Mensch ihn aber lockt oder ich jemanden überschwänglich begrüße oder Benni auf jemanden aufmerksam mache, dann wird derjenige angeschmachtet, angestupst, genervt, bis Benni gestreichelt und beachtet wird.

    So war unsere Bullterrier-Mixin auch. Menschen waren ihr höchstes Gut, aber sie hat auch schon als Junghund klar gestellt, dass sie auf der Seite ihrer Menschen steht und das sie diese auch gegen andere Menschen verteidigen würde.
    Ich erinnere mich an eine Szene, als meine Mutter und ich mit ihr draußen waren (sie war zu dem Punkt noch nicht einmal ein Jahr alt und das war noch vor der ganzen Listenhund-Hetze), wurden wir an einer Bushaltestelle von einem Betrunkenen schräg von der Seite her angesprochen. Und Akima hat deutlich mit Körpersprache und auch Knurren gezeigt: "Bis hier hin, kein Schritt weiter!". GsD kam der Betrunkene nicht näher.

    Ein anderes Mal, da war sie schon mit Maulkorb unterwegs und es war spät Abends und wir haben eine Taube im Gebüsch gefunden. Die war Akima völlig egal und ich habe die Taube angestubst um zu sehen, ob sie noch lebt. Die Taube hat nach mir gehackt und Akima ist ohne weiter was zu sagen auf die Taube drauf. Ich mein, sie hat sie nicht bekommen, weil sie an der Leine war und Maulkorb drauf hatte. Aber die ist ohne Umschweife auf die Taube drauf, weil ICH mich vor der Taube erschrocken habe.

    Akima hat nie jemanden etwas getan (ausser anderen Hunden leider, aber auch da GsD nichts schlimmes), aber sie hat deutlich gezeigt, dass sie was tun würde, wenn sie ihre Menschen in Gefahr wähnte. Die oben genannten Beispiele waren jetzt Beispiele mit mir und meine Familie (bei der ich ja nicht mehr wohnte) könnte da sicher noch mehr erzählen.

    Ohne sind diese Hunde nicht. Ich liebe diese Rassen und ich finde sie total klasse, aber ich weiß auch, wie schnell ein Hund umschalten kann (Rassen unabhängig) und dann ist es bei bestimmten Rassen einfach schlimmer und heftiger als bei anderen.

    Meine Hündin, der wilde Mix, hat so einen Schalter wenn es um Wildtiere geht. Wenn der sich umlegt, ist sie ein völlig anderer Hund, in einem Wahn der Tunnelblick verursacht und allein der Gesichtsausdruck... wenn ich dran denke, schüttelt es mich. Und wenn der Schalter dann wieder zurück springt, ist sie wieder die süßeste Rosienenschnecke der Welt. Als wäre nie was gewesen.
    Und das hochgerechnet auf unsere Akima, die diesen Tunnelblick bei fremden Hunden bekam... nichts was man sehen mag und möchte (es sei denn man hat nen Rad ab).