Rosie hat mich 350€ gekostet, als ich sie letztendlich übernommen habe. Fand ich nicht so viel, ehrlich gesagt. Hätte auch mehr für sie gezahlt.
Sie kam auch kastriert (was ich nicht so toll finde, aber nun gut), wurde schon mit 8 Monaten neutralisiert, kann man fast sagen. Ich finde das früh, aber ich habe es auch irgendwo verstanden, weil sie eben in gemischten Gruppen gelebt hat und somit es eigentlich unausweichlich war, dass sie kastriert wurde.
Wäre sie als Welpe oder vor dem 8ten Monat zu mir gekommen, wäre sie nun immer noch intakt. Trotz ebenso intakten Rüden.
Auslandstierschutz finde ich schon ein schwieriges Thema. Nicht weil Hunden geholfen wird, sondern weil die vermittelnden Leute teilweise gar nicht wissen, was für einen Hund sie da anpreisen.
Ich erinnere mich an ein Telefonat mit der in Deutschland ansässigen Vermittlerin in dem sie mir erzählte, dass Rosie ein Sporthund ist, der am Fahrrad mitlaufen muss und beim Joggen. Rosie HASST nichts mehr, als am Fahrrad zu laufen, oder mit mir Joggen zu gehen.
Sie wäre kein Couchpotato. Und OB die das ist. Klar hat die ihre 5 Minuten Rennphase, aber das war's.
Vom echt ausgeprägten Jagdtrieb wurde nie gesprochen.
Gab es scheinbar nicht.
Sie wäre eine sehr menschenbezogene Hündin. Ja stimmt. Diese kleine manipulative Kröte.
Verträglich mit allen Hunden (stimmt, bis auf sehr kleine Hunde... die kann man ja auch mal eben jagen).
Viele Dinge waren der Vermittlerin einfach nicht bekannt. Und da der Hund aus einer Gruppe in eine biedere deutsche Stube kam, hätte auch viel schief gehen können. Deswegen war sie auch erstmal nur Pflegehund.
Sie ist ein absolut tolle Hund in vielen Belangen. Da ist mit ihre Landsmännin deutlich weniger eine gute Vermittlung gelungen. ![]()