Beiträge von PocoLoco

    Im übrigen (tut mir leid wenn ich wieder von meiner Arbeit anfange) nehmen Hunde auch das Unwohlsein fremder Menschen wahr und benehmen sich dann entsprechend.

    Als Poco noch neu bei mir war (vor mittlerweile bald 12 Jahren) war er sehr reserviert bis sehr unsicher fremden Menschen gegenüber. Vor allem wenn diese sich auch noch ausserhalb der "Norm" (für ihn jetzt) benommen haben. Dann hat er geknurrt, ist geflüchtet, je nach Typus.

    Ich habe ihn damals trotzdem mit zur Arbeit genommen. Dort war er ein anderer Hund. Nur zur Erklärung: Ich arbeite im Altenheim.
    Seine erste gute Tat war damals, sich eng an eine Bewohnerin zu kuscheln mit sehr schweren Depressionen. Sie liebte Hunde so sehr und deswegen habe ich ihm erlaubt, mit in ihr Zimmer zu kommen. Er ist sofort zu ihr hin, hat sich zwischen ihre Knie gesetzt und sich kuscheln lassen (etwas das ICH zu dem Zeitpunkt bei ihm nicht einmal durfte). Diese Frau hatte den glücklichsten Gesichtsausdruck, den ich je an ihr sehen durfte. Ich habe ihn dann für die Schicht bei ihr gelassen.

    Auch seine Vorsicht anderen Dementen gegenüber war unglaublich. Da durften Männer (die draußen unter "Normalen" Umständen für ihn gruselig gewesen wären) mit ihm Ball spielen (und ihm nebenbei das Kommando für "Gib her" und aus in die Hand beibringen). Irgendwo in den Untiefen des DFs schwirrt auch noch ein Bild herum, wo er einen Bewohner mit starken Bewegungsdrang und damit Eigengefährdung in der Nacht an seinem Platz gehalten hat, nur dadurch dass er sich wie selbstverständlich zu ihm setzte und sich streicheln ließ. Auch hier: Poco ist kein Hund der einfach so zu fremden Menschen geht.

    Hunde haben ein unglaubliches Gespür für Menschen und zeigen eine fantastische Bandbreite an angepassten und hilfreichen Verhaltensweisen, wenn sie nur dürfen.

    Poco hat mir übrigens zuverlässig angezeigt, als bei meinem eigenen Opa langsam die Demenz einsetzte. Er änderte plötzlich sein Verhalten von "okay, der ist da, ab und an mal kurz Tach sagen" zu "ich sitze nun an seinem Bein und er ist für mich gerade mal der wichtigste Mensch". Mein Opa fand es toll.

    So, nun Schluss mit dem Gequake von der Arbeit.

    PS: Nur noch ein kleines Ding, dass Rosie gebracht hat: Sie hat mir auf der Arbeit eine Bewohnerin angezeigt (nachts) die dringend meine Hilfe brauchte, aber nicht laut genug gerufen hatte (sie war gestürzt und ich war kurz vorher noch drin gewesen, wäre also ohne Rosie erst viel später zu ihr rein). Rosie geht niemals in Bewohnerzimmer. Nie. Sie gruselt das irgendwie und sie fühlt sich sehr unwohl. Und bei der Dame hat sie ständig unterm Türschlitz geschnüffelt und ist ständig hingelaufen. Ohne sie, hätte ich die Frau nicht so schnell gefunden.

    Ja, die merken das natürlich. Sind ja unglaublich feinfühlig. Je nach Erkrankung reagieren sie auch unterschiedlich. Von in Ruhe lassen, über einfach nur solidarisch beistehen bis fest an mich kuscheln und Nähe spüren lassen ist alles dabei. :D

    Ich finde es niedlich, wenn mein olles Trampeltier bei einem Migräneanfall polternd aufs Bett rumpelt und sich stöhnend an meinen Rücken knallt und dann erstmal mit unter mich geschobener Schnute ein bisschen mit den Zähnen knirscht. Lässt mich für eine Weile meine Schmerzen vergessen und hilft mir beim einschlafen. Aber wartet immer erst meine akute Unruhephase ab. Er weiß genau wann es sich lohnt und wann nicht.

    Wie süß, dass mit der Pommes. :D

    Meine Hunde haben auch schon Pommes gefressen, gewürztes eh und für mich ungenießbar schief gegangene Küchenexperimente.
    Poco hat mal eine ganze Tüte Nimm 2 Fruchtgummies mit Papier und Füllung gefuttert. Hat dann bunte Haufen gemacht.

    Das einzige Mal wo es richtig schief ging, war, als meine Saukater den Hund damals mit Cookies gefüttert haben. Da hat sich ordentlich den Magen verdorben. Aber da hat er auch wirklich viel von gefressen und Schokolade war auch mit drin. Durften damals Nachts in die Klinik weil er vor lauter Bauchweh nicht mehr stehen konnte. Und bei jedem Schritt hat er gefurzt.... war nicht schön (aber im Nachhinein irgendwie amüsant, sein vorwurfsvoller Blick, dabei konnte ich nichts dafür. Die Kater haben die Schublade aufgemacht und die Kekse runtergeworfen... aus der Packung. Fanden es wohl lustig den Hund damit zu füttern).

    Will sagen: Die Hunde vertragen schon eine Menge Müll....

    Na dann auch noch ein paar Geschichtchen von mir, die nichts mit Hund zu tun haben.

    Meine beste Freundin und ich wohnten damals im selben Haus. Sie eine Etage unter mir. Wir waren noch recht jung, vielleicht gerade im Beginn des Teenie-Alters. Wir hatten in der selben Nacht einen beinahe identischen Traum. Wir beide haben geträumt, dass das Haus von Gegenüber abbrennt. Als wir es uns am Tag drauf erzählten (weil der Traum auf uns Beide Eindruck machte), waren wir ganz überrascht in wie vielen Details unsere Träume übereinstimmten. Es war in beider unserer Träume der selbe Abschnitt vom Haus und bei uns beiden war das Haus anschließend verschwunden und wir beide konnten im Traum nicht mehr hinschauen, weil uns das Verschwinden so gegruselt hat.
    Dem Haus ist bis heute nichts passiert und es steht noch immer an Ort und Stelle. Erklären konnten wir es uns bis heute nicht.

    Gruseliger wird es mit dem nächsten was ich geträumt habe. Da war ich schon ein paar Jahre im Berufsleben. Ich hatte am Abend Spätdienst gehabt und auf meiner Station lag ein Mann im Sterben. Der Hausarzt kam, gab ihm noch Morphium und um kurz nach 20 Uhr war der Mann friedlich eingeschlafen.
    Feierabend kam, ich bin nach Hause und bin dann irgendwann ins Bett. Normalerweise nehme ich Dinge von der Arbeit nicht mit nach Hause. Ich kann gut abschalten.
    In dieser Nacht allerdings träumte ich. Ich war im Traum auf der Arbeit in der Nachtschicht. Mein damaliger Wohnbereich war in einem Hochhaus. Ich war zuständig für die 5. bis 7. Etage. Der Mann der gestorben war, wohnte auf der 6. Etage ganz hinten. Ich träume also, dass ich mit dem Aufzug von der 7 runter fahre auf die 5 . Und während ich an der 6 vorbei fahre (mir wird grad schon wieder komisch, daran zu denken) höre ich diesen Mann der in meiner Schicht gestorben war, schreien. So fürchterlich, dass ich mir die Ohren zu gehalten habe und mich an eine Person im Aufzug gedrückt habe (ich weiß nicht wer die war). Ich bin im Traum auf der 5 ausgestiegen, in den Stützpunkt gerannt und habe mich da verbarrikadiert. Ich hatte wirklich Panik. Im Stützpunkt bin ich dann (im Traum) eingeschlafen und wach geworde als die Frühschicht kam. Ich bin endgültig aufgewacht, weil mein Telefon klingelte (es war bereits Vormittags) und meine damals neue Kollegin dran war, die mich bat etwas früher zu kommen, da sie das mit dem Beerdigungsinstitut nicht konnte.

    Tja, ich bin hin und musste an den Traum denken. Und eigentlich wollte ich nicht in das Zimmer, aber ich übergebe niemanden, ohne wenigstens einmal reinzuschauen. Und meine Kollegin sagte schon, dass er nicht gut aussieht.
    Ich bin trotzdem rein und ich habe sowas vorher noch nie gesehen und auch nachher nicht wieder in der Ausprägung. Ich will die Details ersparen, aber er ist durch Mund und Nase (trotz Rückenlage) ausgelaufen.... Der Geruch.... Die Bestatter kamen und er war bisher der einzige, bei dem ich nicht dabei war, als sie ihn in den Sarg gegeben haben.

    2 Tage später hatte ich Nachtschicht und ich habe mich, obwohl sich alles in mir gesträubt hat, dazu gezwungen, das leere Zimmer zu betreten.
    Meine Nachtwachenkollegin die an dem Tag Nachtschicht hatte, als ich den Traum hatte (eine Kollegin die schon wesentlich länger arbeitet und viel gesehen hat), hat mir erzählt, dass sie eine starke Abneigung hatte, sich dem Zimmer zu nähern. Irgendwie war sie froh, wenn sie nicht in der Nähe war.

    Warum auch immer. Der Mann war ein sehr netter, ruhiger und angenehmer Mensch gewesen. Keine Ahnung, warum uns das alle so beschäftigt hat. Und ich bekomme bis heute eine Gänsehaut wenn ich daran denke.


    Vor ein paar Monaten ist auf meinem aktuellen Wohnbereich ein Mann verstorben, der nicht so einfach und nett war, sondern ein richtiges Ekel. Er ist in den sehr frühen Morgenstunden, so kurz nach 6 verstorben. Meine liebe Kollegin vom Frühdienst hat angefangen um 7 Uhr ihre Leute zu versorgen, als es auf dem Flur so laut krachte, dass sie dachte, es wäre jemand gestürzt. Sie ist rausgelaufen und fand einen großen Bilderrahmen mit Bildern der Bewohner des Wohnbereiches, unter anderem auch des Verstorbenen, am Boden. Ein Bild das seit 3 oder 4 Jahren fest an der Wand hing, fällt ausgerechnet an dem Tag runter, als dieser Bewohner starb. Als hätte er noch einen letzten Gruß da gelassen. Der Nagel steckte noch immer in der Wand und den Rahmen musste man anheben um ihn auf Grund des Gewichtes von der Wand zu nehmen.

    Nur nochmal zum Verständnis: Was haben hygienische Bedenken (oder eben das nicht vorhanden sein derer) mit der Vermenschlichung des Hundes zu tun?

    Nicht jeder mag seinen Hund im Bett. Auch ich mag sie nicht immer dabei haben (vor allem wenn ich weiß, dass Hund sich in etwas gewälzt hat oder wenn er Parasiten hätte). Aber wenn es mir egal ist, oder ich sie ausserhalb dessen bei mir im Bett habe, vermenschliche ich sie doch nicht. :ka:


    Ich habe wirklich kein Problem damit wenn Leute es nicht mögen, wenn der Hund mit im Bett liegt. Aber ich habe auch keine Probleme damit, wenn Leute ihren Hund mit im Bett haben wollen. Denen damit direkt etwas zu unterstellen, finde ich nicht sehr höflich.

    Ich unterstelle ja auch nicht denen, die ihren Hund nicht im Bett haben wollen, dass sie ihre Hunde nicht artgerecht halten, weil sie ihnen das Kontaktliegen (was eine wichtige Sache im Hundeleben ist) nicht ermöglichen. Wo kämen wir denn dahin?

    Ich finde nicht, dass man einen Hund vermenschlicht nur weil er mit im Bett schlafen darf. Warum auch?

    Ich habe auch phasenweise was dagegen wenn meine Hunde mit im Bett schlafen. Aber wenn ich sie lasse, genieße ich den engen Kontakt und gerade mein Senior kommt mittlerweile nachts besser zu Ruhe wenn er bei mir schläft. Wenn das vermenschlichen ist, dann machevich das gern.

    Die Zähne einzusetzen, ist ein Ventil. Offenbar hat es dem Hund ja irgendwann gezeigt, dass er dadurch mehr Ruhe/Freiraum hat. Denn welcher Mensch läßt sich schon gern beißen.

    Wenn ich deinen Beitrag lese (und das kann ja durchaus falsch sein), habe ich Stress. Es liest sich sehr unruhig, gestresst, angespannt. Ein wenig nach Teufelskreis. Hund schnappt, man gerät in Stress und hält ihn fest und macht Dinge, was den Hund wiederrum hochschaukelt und vielleicht beim nächsten Mal noch ein wenig mehr eskalieren läßt.

    Was ich immer mitbekomme, sind die Weißen eher auf der nervösen Seite anzusiedeln, die schnell zu Stress neigen können (korrigiert mich, Weiße Schäferhundhalter, wenn ich Mist schreiben sollte). Jegliches Zuviel von irgendwas kann also ein solches Verhalten auslösen.

    Wenn ich mich richtig erinnere, wurde der Schreiberin in einem anderen Thread noch gesagt, dass das Programm zu gering sei.

    Eher im Gegenteil. Ihr wurde damals schon geschrieben, dass sie das Programm runterfahren soll.