Ich finde der Hype um Barf ist ja signifikant wieder abgeflacht. Vor drei/vier Jahren konnte man nirgendwo mit einer Ernährungsfrage kommen, ohne das gleich gefragt wurde, warum man nicht barft. Mittlerweile ist es eher moderat: Was der Hund verträgt und ihm nicht schadet, soll er fressen.
Wie mit allem was furchtbar gehyped wird, verliert man schnell den eigentlichen Punkt aus den Augen.
Ich persönlich bin mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem ich mir sage, dass meine Hunde soviel mit ihrem Wolfsursprung zu tun haben, wie ich mit Lucy. Das heißt im Umkehrschluss für mich, dass die Ernährung vom Hund nichts mehr damit zu tun hat, für was Barf eigentlich steht.
Will ich meine Hunde dem Ursprung entsprechend füttern, würden sie auf einer recht strengen Restediät leben, die man keinem Hund mehr zumutet.
Also bin ich letztendlich bei einer Mischfütterung gelandet. Wenn ich faul bin oder einfach keine Zeit habe, gibt es Fertigfutter. Unterschiedlicher Natur. Habe ich Zeit, dann werden sie bekocht.
Roh gibt es hier gar nicht mehr. Vielleicht höchstens noch mal ein Hühnerbein. Das war es aber.
Das gute an uns ist ja, das wir uns eine eigene Meinung bilden können. Wir können beobachten, wir können entscheiden und erkennen was unseren Hunden gut tut und was nicht und die Ernährung entsprechend anpassen. Man darf sich halt nicht von irgendwelchen Hypes und Werbeversprechen blenden lassen.