Kontrollverhalten ist Stress für den Hund und es gehört mehr dazu als einem hinterher zu laufen und/oder Blickkontackt zu halten. 
Ich hatte mal einen Kontrollfreak. Ich durfte nichts mehr alleine machen, ihn alleine zu lassen war Horror pur (für die Wohnungseinrichtung) und vorallem geht es dem Hund dabei alles andere als gut. Er fordert ständig deine Aufmerksamkeit, kann nicht still liegen und einfach mal entspannen. Bei meinem ging es am Ende so weit, dass er im Sitzen geschlafen hat nur um nichts zu verpassen. Das war wahrlich kein schönes Leben mit ihm. Dazu kamen durch den ganzen Stress massive Durchfälle und der Hund sah aus wie ein Straßenhund, der nichts zu fressen bekam.
Heute ist es anders. Er schaut zwar ab und an noch was los ist (das sei ihm auch erlaubt), kann sich richtig entspannen und auch alleine bleiben. Das war eine 180 Grad Wendung.
Wenn ich deinen Text lese so handelt es sich um einen Hund, der Kontakt hält und einfach ab und an schauen möchte, ob alles noch beim Alten ist. Ich sehe keinen Grund zur Besorgnis in eurem Fall.
Wobei Kontrollverhalten nicht unbedingt bedeutet, dass der Hund nicht mehr hört. Auch das auf den Rücken drehen ist kein Zeichen "der Unterwerfung und Anerkennung eurer Führung". Er sagt euch in dem Moment nur, wo ihr ihn streicheln sollt. Das ist das selbe, als wenn der Hund euch beim Kraulen erst die linke und dann die rechte Körperhälfte zudreht. Mehr nicht. Auch das Gesicht ablecken bedeutet nicht, dass er euch als die Führer akzeptiert (völlig fremde Hunde können euch ebenfalls das Gesicht ablecken ohne das sie euch als Führer sehen). Das lecken des Gesichtes soll vom Lefzenlecken der Hunde abstammen, was ein Beschwichtigungssignal darstellt. Allerdings denke ich eher, dass der Hund es bei uns Menschen macht, weil wir meistens mit Lachen oder ähnlichen drauf reagieren und deswegen eine positive Reaktion zeigen. Mein Hund macht es nicht mehr, weil ich eine negative Reaktion zeigte (ich bin allergisch gegen Hundespeichel und habe es deswegen sofort unterbunden).