Beiträge von PocoLoco

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    Ich würde es parallel zum Maulkorb mal mit Futter probieren. Ihr wohnt ja auf einem Dorf, da kommen einem ja nicht sooo viele Leute entgegen, da kannst du ja ein wunderbares Anfangstraining machen und ausweichen, wenn Gegenverkehr kommt. Also aus der Hand füttern- keine Morgens-und Abendfütterung mehr, sondern ihn das Futter erarbeiten lassen bzw. die tägliche Ration als Belohnung aufbrauchen. Wenn also Leute kommen, würde ich ihn mit ein paar Übungen, die er kann (vielleicht kannst du ihm auch ein paar Tricks beibringen? Darüber gibts gute Bücher, "Trickdogging") ablenken und direkt füttern. Irgendwann wird er hoffentlich fremde Menschen positiv verknüpfen.


    Das ist grundsetzlich ein guter Tipp. Nur im vorliegenden Fall ist die Besitzerin des Hundes durch ihre Angst schon so blockiert, dass die Gefahr einer Fehlverknüpfung durch falsches Timing sehr hoch ist. Wir wissen nicht aus welchen Antrieb der Hund zum Schnappen neigt. Ist es Frust, Unsicherheit, Über/bzw Unterforderung, Krankheitsbedingt, Erziehungsbedingt. Deswegen würde ich bei einem so gravierenden Fall lieber keine Erziehungstipps geben, sondern nur den Tipp zur absoluten Sicherung des Hundes und die Konsultation durch einen Hundetrainer. Die TE braucht Hilfe um die Angstblockade wieder los zu werden und die Signale und Sprache des Hundes wieder zu verstehen. Es muss an der Aggression gearbeitet werden und das kann man nur vor Ort, wenn man den Hund in Aktion gesehen hat. Die Bindung ist aus irgendwelchen Gründen offenbar auch nicht optimal. Aber woran das liegt ist auch nur vor Ort zu erkennen.

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    poco :sad2: kannst du das mal bitte genauer erklären, wenn dir das nix ausmacht? wie kam es denn zu dem einschläfern?


    Lisa war eine wunderschöne, unkupierte Staff-Hündin, bei der leider versäumt wurde während der Läufigkeit besser aufzupassen. Es kam wie es kommen musste, ein Großer Münsterländer beglückte sie und daraus kamen 7 oder 8 kleine Welpen, die aber sehr gut aufwuchsen (habe damals auch Videos aus der Welpenzeit gesehen). Lisa hat ihren Job sehr gut gemacht, soll aber während der Aufzucht ein Aggressionsproblem gegenüber anderen Hunden, vorallem Weibchen entwickelt haben. Sie hatte sich mit unserer Daika ein paar Mal in der Wolle (wobei unsere Daika, ein Proll vor dem Herren als sie jung war, auch nicht ganz Unschuldig war). Und als die Liste damals eingeführt wurde und Lisa das Problem weiterhin zeigte, wurde sie eingeschläfert. Ich weiß nicht welcher Tierarzt das getan hat und ich denke auch das es eine Kurzschlusshandlung war. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Besitzer einen Rüden aus dem Wurf behalten hatten. Cäppie hieß er, weil er auf dem Kopf eine Zeichnung wie ein Käppie hatte. Ob das auch mit ein Grund war... ich weiß es nicht. Meine Eltern haben den Kontakt zu denen abgebrochen, weil sie das mit dem Einschläfern überhaupt nicht nachvollziehen konnten, denn Lisa war zu Menschen wie die meisten Listies ein absoluter Traum.

    Wenn Budges (der meines Wissens später Max hieß) noch leben sollte, ist er jetzt so um die 13 oder 14 Jahre alt. Akima war damals ungefähr so alt wie er (und sie ist ja 14 geworden). Die beiden waren ein tolles Team. Und sowas von anstrengend gemeinsam. :lol:

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    Ich kanns ja doch nicht lassen was zu schreiben... :roll:

    Selbst wenn etwas mit einem Soka passiert, was solls? Es sind HUNDE, egal was sie für eine Rasse haben. Wann geht das endlich in die Köpfe der Leute rein??


    Ich weiß was du meinst. :) Aber gerade weil es Hunde sind wie alle anderen auch, sollte es doch kein Thema sein, wenn die Hunderasse im Zusammenhang mit etwas genannt wird, was auch mit anderen Hunden hätte geschehen können. Hier machen nicht die Rassengegner die Rasse schlecht, sondern die Befürworter, indem sie die Nennung der Rasse so "hypen". Findest du nicht auch? Es waren Pits, so what? Es hat ja niemand gesagt, dass es typisch ist das "mal wieder diese Kampfhunde" ein unschuldiges Beaglechen angefallen haben. :)

    Ja, ich liebe Pits, Staffs und Bullies, aber ich finde es keine Katastrophe wenn ihre Namen in einem Zwischenfall ohne weitere Wertung genannt werden. Da hatten wir schon ganz andere Threads.

    Hallo! Erstmal schön das du einem Tierschutzhund ein neues Heim bietest.

    Es kann mehrere Ursachen haben, warum Lina ein Problem mit den Treppen hat und nicht aufs Sofa mag. Ein Grund könnte sein, dass sie es nicht kennt (meine Tierschutzhündin kannte das auch nicht und war sehr unsicher im Treppenhaus und aufs Sofa wollte sie erst auch nicht). Und zum Zweiten könnte es durch den Körperbau und der vorherigen Haltung (weiß man was darüber?) durchaus sein, dass sie bei bestimmten Bewegungen wie Treppen steigen oder irgendwo hoch springen Schmerzen im Rücken hat und deswegen vorsichtig ist. Das kann ein guter Tierarzt beantworten. An Dackellähme glaube ich nicht, da sie sonst mehr neurologische Ausfälle hätte und man diese deutlich sehen würde.

    Da der Hund erst seit ein paar Tagen in seiner neuen Umgebung ist gibt es 2 Möglichkeiten. Du gibst ihr noch ein paar Tage Zeit und siehst dann ob das Treppensteigen und aufs Sofa hüpfen besser wird (meine Hündin ist noch immer etwas unsicher in unserem Treppenhaus, draußen hat sie mit Treppen keine Probleme und wir fahren öfter Aufzug zu Hause) dann weißt du, dass es nur Unsicherheit war. Oder wenn es dir große Sorgen macht oder dir noch andere Unregelmäßigkeiten auffallen, du stellst sie dem Tierarzt vor und läßt ihren Rücken einmal durch checken.

    Ansonsten wünsche ich dir weiterhin viel Spaß mit der Süßen!

    Oha. Nun:
    a) Rammeln ist KEIN Versuch irgendeine eh nicht vorhandene Rangordnung an sich zu reißen. Dein Hund hat Stress und sein Ventil ist das Rammeln.
    b) Der Hund ist 3 Monate alt. Da kann man von Rang-Problemen eh nicht sprechen.
    c) Kläffen, an dir hoch springen und in die Klamotten und Hände beißen deutet auf eine schlechte Frustationstoleranz hin, was zu Stress führt und er deswegen anfängt wieder zu Rammeln.
    d) Was genau glaubst du, hat der Hund durch den Schnauzgriff verstanden? Nichts. Hast du ja an seinem Verhalten gemerkt, da er angefangen hat zu Rammeln, somit also noch mehr Stress entstand, weil er gar nicht zuordnen kann, was du ihm mit dem Schnauzgriff sagen willst. Du bist kein Hund sondern ein Mensch.
    e) Ob ein Hund mit aufs Bett oder Sofa darf, oder wann er Futter bekommt hat nichts mit irgendwelchen Rangordnungen zu tun, sondern mit veralteten Machtspielchen des Menschen. Der Hund sieht dich deswegen nicht mehr oder wenig als seinen "Rangvorgesetzten". Das ihr nur dann mit ihm spielt wenn ihr es wollt, ist absolut in Ordnung, damit er merkt, dass sich die Welt nicht um ihn dreht.

    Ihr habt einen sehr jungen Hund, der noch nicht genau weiß wo seine Grenzen sind, der noch nicht gelernt hat Frust auszuhalten, der aber dafür gelernt hat, dass er durchs Beißen durchaus Aufmerksamkeit bekommt, egal wie diese Aufmerksamkeit gelagert ist. Er ist, vermenschlicht gesagt, quengelig und möchte bespaßt werden. Er muss lernen, dass er diese Bespaßung nicht einfordern kann in dem es bei einem solchen Verhalten noch weniger Aufmerksamkeit gibt. Fängt er an mit Beißen oder auch Rammeln, dann geht aus dem Zimmer oder wendet euch von ihm ab. Und lasst dieses unsinnige Schnauze greifen. Das wird euch nur solange vermeintlich etwas bringen, bis der Kleine kapiert, dass man dieses unterbinden kann indem er euch in die Hände beißt. Wenn ihr diesen tollen Tipp mit dem Maulgriff von der Hundeschule habt, dann sucht euch eine andere. :/

    Vergesst bitte nicht, dass ihr in menschlichen Maßstäben noch ein Kind habt und keinen erwachsenen Hund. :)

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    Wen soll Paula denn jagen... die Ratten im Keller eurer neuen Mietswohnung?!? Dann hat aber der Vermieter vorsorglich versagt!! :D
    Im Ernst... das ist kein Listenhund. Und egal, wie sie sich entwickelt. Es wird sie dafür auch niemand bezichtigen können!! ;)


    Es gibt Wildreiche Gegenden und es gibt weniger Wildreiche Gegenden. Ich denke schon, dass sowas bei einem Jagdhund der nicht als solcher geführt werden soll mit in die Wohnungsplanung einfließen kann und irgendwo auch sollte.

    Also 2 meiner Kater wäre das zuviel Stress. Hätte ich nur die anderen Beiden könnte ich sie auch mitnehmen. Aber mit 4 Katern verreisen und dann noch 2 Hunden. Ich wäre nach dem Urlaub urlaubsreifer wie vorher, glaub ich. :)

    Deswegen verzichte ich drauf. Irgendwann mal, wenn die Kater nicht mehr sind werde ich dann wohl mal mit meinen dann neuen Hunden irgendwohin fahren. Aber im Moment ist es echt nicht drin.

    Meine kratzen nicht an der Tür.... sie machen sie gleich selbst auf. :) Aber sie merken wenn ich es mit einem Verbot ernst meine. Nur kann ich es nicht wirklich verhindern, dass sie sich irgendwann dann doch ins Bett schleichen. Denn im Gegensatz zu meinen beiden Bewegungslegasthenikern von Hunden, merke ich nicht, dass sie plötzlich doch da sind.

    Aber ich würde meine Katzen eh nie in ein Hotel mitnehmen. Was hätten die denn davon?

    Ich habe mir damals einen Labrador/Deutsch Kurzhaar/Dalmatiner ins Haus geholt. :D Wenn man ihn sieht, dann sieht man auch das es nicht stimmen kann. Den Labrador kann man noch abkaufen, der ist sogar sehr offensichtlich, aber der Rest??

    Offenbar stecken in diesen Mischungen größere genetische Vielfalten als man denkt, wenn man sich die Hunde so anschaut, was? hihi

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    Tja - meine Kleine hatte überhaupt keine Chance zur Flucht - die stand nämlich am Wegrand und hat rumgeschnuppert - und den Grossen erst realisiert, als sie nen halben Meter über der Erde in seinem Fang hing ...... kein schönes Erlebnis .....


    Meine Kleine hat nicht lange genug gelebt, als das wir einen ernstgemeinten Angriff hätten durchstehen müssen. Deswegen schreibe ich nur von meiner beschränkten Perspektive heraus, dass es bei MIR keinen Sinn hätte, den Hund auf den Arm zu nehmen, denn jeder Hund würde meinen Hund auf dem Arm eh bekommen, wenn es sich um den angreifenden Hund nicht gerade um Beaglegröße und drunter handelt. Sie hätte eher eine Chance auf dem Boden gehabt, als gefangen in meinen Armen.

    Mir persönlich ist es mittlerweile egal wer seinen Hund auf den Arm nimmt, ihn sich auf den Kopf setzt oder ihn hinter den nächsten Zaum schmeißt. Ich denke mir immer, dass jeder so seine Macken und Gründe hat und ich hinterfrage es nicht, ich wundere mich nicht drüber, noch denke ich groß drüber nach.

    Ich bin nur immer wieder überrascht, wie oft es zu Übergriffen auf die Hundepopulation in diesem Forum kommt. Ich habe jetzt seit ca 26 Jahren immer wieder näher mit Hunden zu tun und noch NIE einen ernstgemeinten Angriff eines Hundes auf den meinigen oder auf Familienhunden erlebt. Ja, mein Rüde wurde schon von einer gleichgroßen Hündin zusammengefaltet, hat ein paar Rüdenprollkämpfe hinter sich und wurde schon 4 Mal von einem Border Collie mit massiven Ressourcenverteidigungsproblemen zusammengeschlagen. Aber er hat noch nie auch nur einen Kratzer davon getragen, es sei denn hätte ich jemals das Gefühl gehabt das es jetzt ganz ernst ist. Ich habe bisher offensichtlich jede Menge Glück gehabt und kann eigentlich gar nicht richtig mitreden, wie es ist, wenn der eigene Hund auseinander genommen wird.