ZitatIch würde es parallel zum Maulkorb mal mit Futter probieren. Ihr wohnt ja auf einem Dorf, da kommen einem ja nicht sooo viele Leute entgegen, da kannst du ja ein wunderbares Anfangstraining machen und ausweichen, wenn Gegenverkehr kommt. Also aus der Hand füttern- keine Morgens-und Abendfütterung mehr, sondern ihn das Futter erarbeiten lassen bzw. die tägliche Ration als Belohnung aufbrauchen. Wenn also Leute kommen, würde ich ihn mit ein paar Übungen, die er kann (vielleicht kannst du ihm auch ein paar Tricks beibringen? Darüber gibts gute Bücher, "Trickdogging") ablenken und direkt füttern. Irgendwann wird er hoffentlich fremde Menschen positiv verknüpfen.
Das ist grundsetzlich ein guter Tipp. Nur im vorliegenden Fall ist die Besitzerin des Hundes durch ihre Angst schon so blockiert, dass die Gefahr einer Fehlverknüpfung durch falsches Timing sehr hoch ist. Wir wissen nicht aus welchen Antrieb der Hund zum Schnappen neigt. Ist es Frust, Unsicherheit, Über/bzw Unterforderung, Krankheitsbedingt, Erziehungsbedingt. Deswegen würde ich bei einem so gravierenden Fall lieber keine Erziehungstipps geben, sondern nur den Tipp zur absoluten Sicherung des Hundes und die Konsultation durch einen Hundetrainer. Die TE braucht Hilfe um die Angstblockade wieder los zu werden und die Signale und Sprache des Hundes wieder zu verstehen. Es muss an der Aggression gearbeitet werden und das kann man nur vor Ort, wenn man den Hund in Aktion gesehen hat. Die Bindung ist aus irgendwelchen Gründen offenbar auch nicht optimal. Aber woran das liegt ist auch nur vor Ort zu erkennen.