Beiträge von PocoLoco

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Viele Alte Leute lieben Hunde! Ich bekomme fast durchweg positive Reaktionen (und wie gesagt, meine Hunde gehen nicht an die Bewohner).

    Es ist natürlich die Frage, was die Heime von dir verlangen werden. Bei uns dürfen nur die Hunde wirklich an die Menschen, die eine Therapiehundeausbildung genossen haben. Nur die sind teuer und müssen selbst getragen werden.

    Ich würde mir ganz genau anhören, was sich die Heime so unter deinen Besuchen vorstellen.

    Zitat

    Z.B.:
    - Anfassen des Hundes gegen Euren Willen bzw. ohne vorher zu fragen
    - "Leckerchen-Reingeschiebe"
    - Ansprache des Hundes


    Meine Bekannten dürfen meine Hunde jederzeit anfassen, Unbekannte versuchen es nur äusserst selten oder nach Rücksprache mit mir. Poco ist an Unbekannten (und auch einige Bekannte) nicht interessiert und läßt sich nicht anfassen, Rosie hingegen liebt es. Sollte sie mal ungefragt angefasst werden, dann werde ich demjenigen sagen "Und nun sehen Sie zu, wie Sie sie wieder los werden!" Das ist nicht so einfach. Wenn man einmal angefangen hat, fordert Madame immer wieder und mehr. Und die Haare läßt sie dann an der Hose des Streichlers. Selbst schuld.

    Leckerlies sind noch nie ungefragt gegeben worden. Weder von Bekannten, noch Unbekannten. :ka:

    Ansprache des Hundes...
    Bei Poco wird es mal ein kurzer Blick sein und dann ist derjenige uninteressant. Bei Rosie siehe den Punkt Anfassen. :)

    Ich habe gestern mal gefilmt (mit Handy nur) wie Poco reagiert, sobald ich ein potentielles Suchtobjekt in die Hand nehme.

    Das Problem ist vorallem auch das Danach. Seine Reaktionen die kommen, wenn ich das Objekt wieder wegpacke. Frust. Richtig gehend Frust. Mein Rüde ist so nett und läßt es nicht an mir aus (was ich auch schon an anderen gesehen habe). Seine Reaktion ist wildes Pinkeln (als würde er markieren, was er nicht tut da er vorher die Stelle nicht wie gewöhnlich abschnüffelt), massives Gras ausreissen und zum Teil fressen, wildes um mich herum gerenne mit ständigem anglotzen, sofortiges wieder hochfahren sobald meine Hand auch nur in die Nähe der Tasche kommt, in der sich das Suchtmittel befindet.

    Nach 4 (!) Jahren Arbeit ist es mittlerweile so, dass er ein "Jetzt ist Schluss!" auch mal akzeptiert und runterfährt. 4 Jahre Arbeit für etwas, dass ich ihm in 6 Monaten beigebracht habe. Nicht übel.

    Da bin ich froh, dass meine Hündin zu mir Kontakt aufnimmt, weil sie zu mir Kontakt haben will und sich nicht um dieses blöde Spielzeug kümmert.

    Leider habe ich die Zwickmühle, dass ich mit meinem Hund gern Suchen mache und dafür brauche ich ein Target. :ka: Aber ich denke weil er sich disziplinieren muss und nicht mehr nur stupide einem Objekt nachrennt hilft es beim Entzug.

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    Bei fremden Hundebegegnungen muß weder mein Hund noch der Andere seinen Status feststellen. Wozu auch?


    Genauso wenig müssen das meine beiden Hunde, die zusammenleben. Bei uns gibt es auch kein Gerammel, ausser in einer Stresssituation (zu heftiges Spiel, andere Stressfaktoren). Meinungsverschiedenenheiten (wenn man sie denn überhaupt so nennen kann) laufen auf einem so subtilen Level ab, dass man es als Mensch nur merkt, wenn man die Hunde gut kennt. Ich kenne die Blicke die bei meiner Hündin "So, Grenze ab hier" bedeuten, die mein Rüde auch einhält. Genauso andersherum die Art wie mein Rüde den Kopf hält um meiner Hündin eine Grenze zu geben. Da braucht es keine so heftige Art und Weise um irgendwelche Dinge zu klären. Hier gibt es eh nur 2 Status: Ich und die Hunde. :D Alles andere wechselt ständig. Man kann nicht sagen: So, der Hund ist nun der Boss über den anderen.

    Vielleicht sind meine Beiden eine Ausnahme, aber mit der Hündin die ich davor zu meinem Rüden hatte lief es ähnlich.

    Auf Hunde von Angehörigen hat ein Heim keinen Einfluss. Ausserdem wenn der Hund eines Angehörigen etwas bei dessen Tante/Oma/Opa was weiß ich einschleppt, ist dies das Problem des Angehörigen.

    Bei einem Hund der zur Therapie ins Altenheim kommt, sieht das natürlich komplett anders aus. Wenn da was eingeschleppt wird, haftet das Heim (und auch der Hundehalter). Das will kein Heim und deswegen wird bei "Therapiehunden" darauf bestanden, dass sie nachweislich durchgeimpft sind.

    So ist es bei meinen Hunden auch und zusätzlich verlangt mein Haus auch eine Versicherung die bei Schadensfällen bis zu 3 (oder waren es 5?) Millionen Euro abdeckt. Und meine Hunde haben keinen direkten Bewohnerkontakt!

    Edit: Ebenso gilt es übrigens für Parasiten. Der Hund muss regelmäßig entwurmt (ich habe mit meinem Arbeitgeber regelmäßige Kotproben abgesprochen, da ich es nicht einsehe unnütz Chemie in den Hund zu kippen) sein und Vorkehrungen gegen Flöhe und Zecken getroffen werden. Ich habe mich da allerdings durchgesetzt, da ich mir nicht vorstellen kann das bei multimorbiden Menschen Spot Ons und Flohhalsbänder eine gute Idee sind.

    Für meinen Rüden ist aufreiten ein sehr großes Problem. Wenn ein anderer Hund auf ihn aufreitet, kann man sicher sein das es knallen wird. Das schätzt er überhaupt nicht. Es dürfen nur 2 Hunde auf ihn aufreiten und das sind meine Hündin und die Hündin meiner Schwester.

    Andererseits allerdings ist mein Rüde da kein Engel. Er reitet auch gern mal auf. Wenn er den anderen Hund nicht als respektwürdig erachtet. Und das sind die meisten (männlichen) Kastraten. Da reitet er schon mal gern auf, bekommt von mir aber dafür die rote Karte.

    Spielt er mit meiner Hündin kommt es auch schon mal vor das er aufreitet. Wenn es sich in Maßen hält, sag ich nichts. Übertreibt aber einer der Beiden wird das auch unterbrochen.

    Ich würde behaupten, das Stehen bleiben und in den Wald starren (und gleichzeitg nervös denken was der Hund wohl nun macht) kein gewöhnliches Verhalten ist. Da würde sogar mein Rüde, der andere Menschen eigentlich eher ignoriert auf dich aufmerksam werden.

    Dadurch das du nun festgestellt hast, dass dich anscheinend andere Hunde irgendwie interssant finden und du dich darauf nun (ich mein es nicht abwertend) versteifst, gibst du wahrscheinlich Signale (welcher Natur auch immer) ab, die dich für die Hunde interessant machen.

    Gehe ich ohne Hunde draußen spazieren und gucke mir Hunde aus auf die ich mich dann konzentriere, kann ich zu fast 100% davon ausgehen, dass sie irgendwie mit mir in Kontakt treten werden. Sei es durch Blickkontakt, Schnüffeln oder gar komplettes in Kontakt treten mit "Gestreichelt werden wollen". Ich kann meine Körpersprache aber auch so einsetzen, dass der Hund mich eher als unheimlich betrachtet und mir aus dem Weg geht (oder mich ankläfft).

    Hunde sind gute Beobachter und lernen schnell was normales, alltägliches, menschliches Verhalten ist und was nicht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Verhalten im Moment auch nur annährend normal und alltäglich ist. Es artet ja beinahe schon in sowas wie Paranoia aus, wenn du dich nicht mehr raustraust.

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    Das ist bestimmt richtig, aber kein großer Hund stampft einen Kleinen ohne Grund einfach platt. Wenn der so drauf ist, würde er das mit einem ebenbürtigen Artgenossen genauso machen und dem sind wir Großhundehalter genauso ausgesetzt.


    Sie schreibt von Relation. Meinen 25 kg Rüden ist es völlig wumpe wenn ein 30 kg Hund in ihn reinprescht. Ein zarter Rattler oder Chi kann schlimmste Verletzungen davon tragen. Da kann man nicht mit dem Argument kommen, dass es einem großen Hund genauso passiert.

    Ich kümmere mich nicht darum, ob ein Kleinhundehalter seinen Hund auf den Arm nimmt oder nicht. Es ist seine Sache und er hat sicher seine Gründe dafür. Und wenn es nur seine eigene Angst um den Hund ist.

    Heute erst wurde ein Jacky auf den Arm genommen, um meinen Rüden vor ihm zu schützen (JR wollte Hackfleisch aus ihm machen).