Beiträge von Cerridwen

    Ach ja eines hatte ich noch vergessen:

    Gefahren bei der Geburt. Welpe kommt nicht auf dem normalen Weg. Kaiserschnitt. Hündin hat nicht genug Milch und man muss zufüttern oder eine Amme organisieren. Mutter stirbt und man steht mit der ganzen Aufzucht alleine da oder braucht eine Amme - bei 10 Hunden, die alle 2 Stunden ein Fläschen wollen und dann den Bauch gerieben und das in den ersten 6 Wochen bedeutet Arbeit für mindestens 4 Personen, wenn man zwischendurch noch mal duschen, essen oder schlafen möchte.

    Ein Virus, der alle Welpen dahin rafft oder letztendlich neurologische Störungen hervorruft - solche Welpen sind schwer zu vermitteln.

    Nun hat deine Hündin überhaupt Papiere? Wie willst du wissen, wenn Mama und Papa deiner Hündin und vielleicht auch noch die Großeltern frei von HD/ED ware, ob es bei Geschwistern, Onkeln, Tanten und der ganze weitverzweigte Stammbaum auch alles ist? Es nützt leider nicht, die direkten Linien zu kennen, sondern auch die indirekten Linien. Das ist leider immer das Problem, das man diese als Privatperson ohne einen Verein im Rücken selten so lückenlos herausbekommt und nachverfolgen kann. Es ist zwar möglich, kostet aber mehr Zeit als man sich vorstellen kann. Dafür würde ich dann als Privatperson schon mal locker 5 Jahre einplanen. Denn für diese Nachverfolgung braucht man nicht auf die Hilfe der Vereine zu hoffen, sondern kann nur auf das Gutwill der "Züchter" und "Halter" der anderen Hunde hoffen und darum Bitten, diese Informationen herauszugeben. Allerdings wird ein Privathalter, der keinen Sport macht, keine Zucht betreibt und keine Probleme mit dem Bewegungsapperat hat, nicht unbedingt die Untersuchungen wegen ED/HD machen lassen. Und dann? Willst du die Leute dazu zwingen, denen das Geld bieten, das diese die Untersuchung machen?
    Wo habt ihr die Untersuchung gemacht? Nur beim TA oder wurden die Röntgenbilder auch zu einem Gutachter gegeben? Ich habe es schon oft erlebt, das der Tierarzt keine wirklichen Auffälligkeiten sehen konnte, aber der Gutachter dann doch HD festgestellt hat.

    Wie willst du sicher stellen, das auch die charakterliche Eignung da ist, das andere Erberkrankungen ausgeschlossen sind? Es gibt einen ganzen Sack davon.

    Allein von der Gesundheit und der charakterlichen Prägung - von der nicht alles nur aus der Umwelt kommt, sondern auch das eine oder andere aus den Genen - ist das ohne einen Verein im Rücken, der einem bei der Auswahl mit sehr tollen Datenbanken hilft und Vorschläge unterbreitet oder überprüft, ein fast unlösbares Unterfangen, wirklich sicherzustellen, das es 100%ig gesunden Welpen aus eine solchen Verpaarung geben wird.
    Wie gesagt, mit mindestens 5 Jahren Nachforschungen über den gesamten Stammbaum mit Geschwistern, Onkel und Tanten und Stiefgeschwister und Schwagern und was danach immer auch kommen mag, könnte man dieses Risiko verringern.

    Der zweite Punkt ist doch, das gerade Labradore vermehrt werden, wie Sand am Meer und es dort schon genug geschundene Hunde gibt. Welpen, die schon mit 12 oder 13 Wochen ein deutliches Problem im Rücken oder der Hüfte haben, von Allergien überseht sind, charakterlich kleine Mistviecher - bei denen man immer die besseren Argumente haben muss, warum man nun gerade und ausgerechnet in dieser Situation ein Sitz oder ein Komm haben möchte.

    Es gibt inzwischen so viele Querzuchten, das man schon gar nicht mehr auf den Standard kommt und sich die Augen- oder Fellfarben in die kuriosesten Richtungen entwickeln.

    Ich persönlich würde, wenn mein Hund Papiere hätte, mich an den Verein, welcher die Papiere ausgestellt hat wenden und dann den etwas komplizierteren - aber denn noch billigeren Weg - gehen, als - wenn ich es wirklich richtig machen will - viel Zeit und sehr viel Geld ausgebe, um alle Ebenen der Verwandschaft zu finden und mir dort die Tä - Gutachten zukommen zu lassen.

    Denn ohne Vorbereitung in Zucht, Gesundheit, Genetik und was dort noch alles zu gehört, wäre es mir zum einen zu gefährlich für die Hündin und zum anderen für die Welpen und die künftigen Welpenbesitzer. Denn man kann keine 10 - 15 Hunde behalten und Welpenbesitzer wollen auch sorgfältig ausgesucht werden.

    Nun hier gibt es extra eine Fundstelle für Tiere, die sitzen zwar beim TH, aber manchmal habe ich das Gefühl, das die mit dem TH nichts zu tun haben.

    Ich hatte da mal eine Fundhund gemeldet und die haben dann eine genaue Beschreibung aufgenommen und gezielt Fragen gestellt und als wir auf dem Weg waren, diesen Hund abzuliefern, rief die Besitzerin an und war happy.

    Versuch es mal zum Anleinen mit einem anderen Leckerchen als üblich. Wenn du üblich zum Beispiel Trockenfutter nimmst, dann nimm zu anleinen erst mal nur noch Wiener oder Käse (und schön kleingeschnitten)

    Versuch es dann, das du deine Maus etwas weiter neben dich holst, bevor sie das Leckerchen bekommt.
    Dreh ihr mal nach dem Rufen den Rücken zu und hocke dich mit dem Rücken zu ihr.
    Wenn sie schon "Sitz" kann, versuch es damit, locke sie neben dir ins Sitz und gehe dann neben ihr in die Hocke und lobe sie mit streicheln.

    Versuch mal die Leine so zu halten, das sie die nicht gleich sieht, das sie dir nicht schon sofort die Absicht erkennt, das du sie anleinen willst. Weil wenn du sie ranrufst und sie nicht anleinst, hast du die Leine anders - wahrscheinlich. Du kannst natürlich sie auch ranrufen und die Leine so halten, als wenn du sie anleinen möchtest und sie dann wieder wegschicken, das sie weiter spielen kann.

    Unser Hund kommt morgens zu uns ans Bett und wir fordern ihn dann auf, sich zu uns ans Fußende zu legen und dann haben wir oft noch bis zu einer Stunde ruhe - es sei denn, er muss wirklich.
    Unsere Bande liebt es morgens mit uns zu kuscheln und bei uns zu liegen.

    Ich denke auch, das der Züchter davon nichts wusste, denn er wird ja nun nicht jeden Welpen noch röntgen lassen.
    Sonst müsste ja jeder Züchter dafür aufkommen, wenn Arthrose, Spondylose oder Allergien auftreten.