Nun bei Welpenanschaffungen und -abgaben sehe ich es tatsächlich so, das diese Leute es sich sehr einfach machen, oder vorher sich nicht wirklich informiert haben. Besonders wenn die Tiere sehr schnell nach einer Woche oder so schon wieder weg sollen, weil es vielleicht arbeit macht, weil der Hund noch nicht stubenrein ist, nicht alleine bleiben kann oder man halt nicht mehr bis in die Puppen schlafen kann.
Denn es sind alles Dinge, die man - wenn man sich vorher etwas informiert - einfach weiß und man dann auch einfach wissen sollte, das es anstrengend ist. Auch wenn man die Intensität noch nicht kennt.
Zu dem anderen Extrem, natürlich gibt es Fälle, wo eine Abgabe einfach besser ist, aber ich habe hier zum Beispiel sehr oft das Gefühl, das es einfach aus einem Moment entschieden wird. Manchmal ist es einfach nur normal das man sagt, gebt euch noch mal eine Chance und versuch es noch einmal mit einem Trainer, das bist du dem Tier schuldig. Denn nicht immer nur das Tier ist ein treibender Faktor, sondern auch der Mensch. Ein Team besteht nun mal aus beiden Teilen.
Wenn der Trainer gut ist, dann wird dieser auch sehen, ob es eine Chance hat oder nicht und das meist nach einigen Terminen.
Ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein Trainer zur Abgabe rät, wenn er alle Bereiche eingesehen hat und vielleicht auch eine Therapie gestartet hat, um dem Team zu helfen. Es ist nicht ungewöhnlich, das man als Trainer die Verantwortung für einen Fall ablehnt und zur Abgabe oder zu einem Kollegen rät.
Was ich aber nicht verstehen kann, das man als Trainer einem Hund - Mensch - Team keine Chance geben mag. Man kann einfach keinem Menschen unterstellen, das er sich nicht ändern kann.
Ich denke, man sollte sich vor der Anschaffung eines Tieres genau erkundigen und auch über alle möglichen und unmöglichen Situationen, die auf einen treffen können. Genauso denke ich, sollte man sich vor einer Abgabe immer etwas Zeit gönnen und sich die Zeit geben bzw. nicht übereilt handeln oder aus einem Moment heraus entscheiden, sondern ruhig noch mal einige Nächte drüber schlafen und etwas Abstand zur Situation gewinnen.