Beiträge von Cerridwen

    Nun ihr habt sie seit Freitag, sie kennt die Stadt gar nicht und kennt wahrscheinlich auch so nicht viel. Dann ist sie von allem, was sie kennt und wo sie sich sicher fühlte, weg und wird schonungslos in ein absolut neues Leben geworfen.

    Zum einen kann man nur sagen, lass den Hund erst mal ankommen und sucht euch schon jetzt mal Hilfe in einer Hundeschule oder über einen Hundetrainer.

    Sie hat halt noch kein Vertrauen zu euch und das ist nicht ungewöhnlich, Hund kennt euch ja auch gar nicht. Sie wird mit einem Mal mit allem konfrontiert, was man einem Welpen in kleinen Dosen kennenlernen lässt und kann nicht aus der Situation weg.
    Ihr müsst dem Hund Zeit geben und ihm nach Möglichkeit die Dosis Stadt vereinfachen und etwas langsamer angehen lassen. Habt ihr die Möglichkeit mit dem Hund raus zufahren? oder einen größeren ruhigeren Park? Etwas, wo nicht gleich das Stadtleben in vollen Zügen und mit allen Problemen zuschlägt?

    Hier kann man nur langsam und vorsichtig vorgehen, als hätte man einen Welpen um sich, dem man die Stadt kennen lernen lässt.

    Nun das sagst du ihr, in dem du das tolle Spielzeug an die Leine nimmst oder mit der Beute den Rückruf übst.
    Wenn der Hund dann mit der Beute auf den Weg zu dir ist, dann kannst du ja zum Beispiel das "Aus" üben und das halt auch über das Spiel oder über ein Lecker. Halte ihn das Lecker vor die Nase, die andere Hand unter den Gegenstand.

    Unsere beiden bekommen ihren "Wobbi" auch nicht so. Sie dürfen mit dem nur mit mir zusammen spielen und mit mir darum zerren und kämpfen, aber sie bekommen ihn nicht. Wenn sie ihn mal erwischen, dann bringen sie diesen aber sofort zurück, weil sie es ja nur mit dem Zerren in Verbindung bringen.

    Ich habe immer ein Spielzeug dabei, welches unwiderstehlich ist und nicht immer gibt, dann habe ich immer seht tolle Leckerchen, die es nur für etwas ganz tolles und ganz schnelles gibt.
    Dazu gibt es toben und balgen mit mir. Nachlaufspielchen und das mit verstecken ist immer ganz hoch im Kurs bei uns.

    Kurz ich mache mich ganz gern mal zum Affen.

    Zitat

    Entschuldigt bitte wenn ich micgh jetzt hier einklinke, eine sehr interessante Disskussion.


    Cerridwen
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Du das mal genauer erklären könntest.

    Nun wen der Halter sich hinhockt, kann sich der eigene Hund zwischen den Beinen verstecken und der Halter dann die andren Hunde wegschieben. Bei größeren Hunden kann man auch stehen bleiben, aber das Prinzip ist das gleiche. Oder wenn der Hund dann hinter dem Halter ist, kann der Halter einfach sich mit den anderen Hunden entgegenstellen und so das geschehen Splitten.
    Der eigenen Hund wird dabei nicht wirklich beachtet, bekommt aber trotzdem Schutz und kann sich so die Situation anschauen.

    Funktioniert auch sehr gut, wenn ein Hund von anderen gemobbt wird.

    Ähnlich dem Programm von Shoppy, kann man es auch so machen, das man sich einen ruhigen Platz im Park sucht, mit einer Entfernung, die der Hund ertragen kann, wenn sich dort fremde Personen bewegen. Langsam verringert man den Abstand und das aber so langsam, das der Hund immer noch enspannt ist und sich nicht aufregt. Wenn man einen Abstand erreicht hat, der nahe genug ist, das Fremde ihm was zuwerfen können, dann macht man genau dieses. Man lässt fremde Menschen, dem Hund einfach ein Leckerchen oder einen Ball zuwerfen und wenn der Hund dann schon freudig auf den nächsten Fremden wartet, dann kann man den Abstand weiter langsam verringern und irgendwann ist man dann an der Stelle, das der Fremde das Leckerchen nur noch fallen lässt oder der Hund beginnt, es sich selber zu nehmen.

    Wenn ich warten sollte, bis mir meine Hunde das Spielzeug freiwillig bringen, würde es Jahre dauern, bis sie es bringen. Oder es würde irgendwann langweilig und es wird dann einfach liegen gelassen, wenn man was tolleres findet.
    Mit zwei identischen Spielzeugen geht es bei uns noch, aber auch nur, wenn ich dann das zweite werfe, wenn das erste noch auf den Weg zu mir ist.

    Nun eine Schleppleine finde ich dort jetzt nicht unbedingt als Einschränkung und man kann auch aus dem zurückkommen ein sehr tolles Spiel machen. Nachlaufspielchen oder beim zurückkommen noch etwas um das Spielzeug rangeln oder eben ganz schnell ein identisches werfen und so das andere einkassieren.

    Bei einem Futterdummy ist es aber nun mal so, das man diesen bring und dann daraus futtern kann. Gemeinsame "Jagd" sozusagen.
    Hunde lernen auch, wenn sie zurückkommen, das es nichts schlimmes ist und dass das Spiel trotzdem weiter geht und der Spaß nicht zu Ende ist.

    Gerade in dem sensiblen Alter von 6 Monaten würde ich nicht mehr warten wollen, bis ein Hund mal freiwillig kommt, sondern schon den Rückruf vernünftig aufbauen. Gerade in dem Alter ist es ja so, das die Zwerge testen, wer das sagen hat und wer der Boss ist oder wer die Hosen anhat.

    Von daher würde ich persönlich immer schauen, wie kann ich dort zu dem Hund durchdringen und ihm verständlich machen, he bei mir ist es auch schön und mit mir kannst du auch spielen und wenn wir zusammenspiele, ist es einfach viel lustiger, als wenn du alleine dein Ding machst.