Beiträge von Cerridwen

    Ich sage zur Stubenreinheit immer folgendes:
    Welpe wird wach - Raus
    Welpe hat gefressen - Raus
    Welpe hat getrunken - Raus
    Welpe hat getobt - Raus
    Welpe hat sich mit etwas intensiv beschäftigt - Raus
    Welpe wurde gekuschelt - Raus
    Welpe schnuffelt intensiv auf dem Boden rum - Raus
    Welpe meldet sich anders - Raus

    Beißhemmung:
    bitte nicht das Maul zu halten oder auf den Rückenlegen. Wir sind keine Hunde und können das gar nicht so gut imitieren wie die Mutterhündin oder andere Hunde.
    Wenn der Hund zu fest zu beißt, das quitsche in den höchsten Tönen und stehe auf, beende das Spiel kurz, gehe an einen anderen Punkt des Zimmers und spiele weiter.
    Man kann auch mit dem Spiel ein Abbruchkommando üben, besonders wenn der Welpe zu sehr überdreht. Das kann "Aus" sein, "Nein" oder auch "Schluss" oder ähnliches. Hier gibt es einen Thread, der sehr genau zeigt und erklärt, wie man das "Nein" am sinnvollsten beibringen kann.

    Kommen auf Zuruf:
    Der kleine Kerl muss ja nun auch erst einmal lernen, was dieses komische Geräusch mit dem Namen "Hier". Am besten würde ich es im Haus üben, wenn man genau weiß der Zwerg kommt definitiv - also wenn man das Futter macht oder wenn man das Lieblingsspielzeug heraus holt. Wenn der Hund dann im Haus verlässlich kommt, kann man es in den Garten verlegen und dann langsam die Ablenkung steigern.

    Zitat

    Aber ein Halti gut erklärt ist ebenso hilfreich wie eine Schleppe...

    Ich denke, das es den wenigsten darum geht, das es nicht hilfreich ist, sondern eher, das es wirklich angebracht und der Situation angemessen ist. Und dann halt der Punkt, das man es sich genau erklären und zeigen lässt - zumindest beim Halti finde ich es sehr sehr wichtig. Ich kann es noch so gut erklären und mit Bildern oder ähnlichem zeigen, aber das ist doch immer noch etwas anderes, als wenn ich es dem Menschen ganz genau Schritt für Schritt zeige und dann sage, in der Wochen machen wir nur Gewöhnung und nichts anderes und nächste Woche zeige ich euch, wie es richtig eingesetzt wird.

    Ähnlich sehe ich es auch mit der Schleppleine, denn auch diese erkläre und zeige ich meinen Kunden ganz genau und mache mit denen sogar Trockenübungen. Wie erwähnt, ich habe es mit einem Kunden getestet und denen das Buch "Mit 10m zum Erfolg" in die Hand gedrückt und sie haben mir dann gesagt, das es in der Theorie sehr schön ist, aber die es praktisch nicht unbedingt umsetzen können.

    Aber wo ist denn das Problem? Es gibt halt Menschen die noch kein Halti brauchten und selbst wenn sie eines gebraucht hätten, es nicht genutzt haben und einen anderen Weg gesucht und gefunden haben, weil sie das Halti nicht mögen und damit auf keinen Fall arbeiten möchten. Das kann ich sehr gut verstehen und ich akzeptiere auch die Meinung, das es von einigen kategorische abgelehnt wird.
    Aus der Praxis kann ich sagen, das von allen Hunden, für die die Halter ein Halti (um bei dem Beispiel zu bleiben) einsetzen wollten, nur vielleicht 2 % es wirklich gebraucht haben. Sei es um das Kräfteverhältnis auszugleichen oder um den Hund wirklich besser händeln zu können.

    Genauso, wie diese Leute eben solche Sachen kategorisch ablehnen, lehne ich andere Dinge kategorisch ab.

    Zitat

    Ich selbst hatte einen schlimmst schlimmen Hund, wie ich ihn meinem ärgsten Erzfeind nicht wünschen würde. Dieser Hund hatte eine Gehirnanomalie, was sich erst nach Odyssee bei mehreren Tierärzten herausgestellt hatte. Dieser Hund hatte ein Aggressionsproblem, wie es sich hier wohl keiner vorstellen kann und auch nicht möchte... Auch dieser Hund trug ein Halti, zusätzlich zum Geschirr, zusätzlich zum Halsband. Wenn dieser Hund ausgeflippt ist, hätte ihn niemand auf der Welt zur Räson bringen können.

    Nun ich kenne solche Hunde auch, aber das hat ja nun nichts damit zu tun, ob man die Handhabung in einem Forum erklärt oder ob man jemanden mit einem solchen Hund zu einem Trainer schickt.

    Was ist wohl der bessere Weg, wenn man so einem Fall in einem Forum geschildert bekommt? Dem User zu sagen: "versuche das mit dem und dies mit jenem" oder "wende dich bitte an einen Trainer, der dir vor Ort hilft und dir den Umgang und die Möglichkeiten erklärt"

    Wie schon oft erwähnt, ich habe nichts gegen Hilfsmittel, aber sie müssen halt richtig eingesetzt werden und nicht mal eben aus einer Laune heraus oder weil es gerade so schön einfach ist.
    Um beim Thema Halti zu bleiben: Wenn ich dem Hund immer nur ein Halti aufziehe, weil ich ihn dann besser halten kann, aber nicht an seinem Problem arbeite und darauf hintrainiere, das man das Halti nicht mehr braucht, dann ist es nicht der Sinn der Verwendung des Haltis.

    Kette, Rappeldose, Schellen, Disc´s: Wenn ein Hund dadurch eine Fehlverknüpfung bekommt, weil er sich erschrickt, heißt das nicht, das er deswegen ein grundsätzliches Wesensproblem hat. Das gleiche, wenn ein Ast krachend neben dem Hund landet. Wobei ich bei dem Ast wahrscheinlich genauso springen würde wie mein Hund und dann auch erst mal einige Zeit bräuchte, bis ich wieder ohne Probleme unter Bäumen laufen kann. Deswegen habe ich kein Wesensproblem.
    Wenn ich diese Mittel brauche, um zu meinem Hund durchzukommen, habe ich direkt etwas falsch gemacht und dann sollte ich mir diese Dinge vor die Füße werfen und nicht meinen Hunden.
    Erinnern wir uns an die Aussage zu dem Thema von dem Herrn Rütter: "Diese Dinge sind kein Scherz/Spaß, wir traumatisieren damit den Hund. Zwar nicht so schlimm, das wir ein Häufchen Elend hier haben, das Wochen braucht um sich wieder zu beruhige, aber das ist schon hart".

    Ich arbeite seit einiger Zeit mit einem Hund aus dem Tierheim. Ein hübscher Leinenpöbler, der auch nicht gerade leicht zu halten ist, wenn er ausrastet und er rastet täglich einige male aus. Wir haben über Halti gesprochen - ganz besonders für die Frau, weil sie Angst hatte, den Hund nicht halten zu können. Sie war so unsicher, das sie sofort die Leine ihrem Mann in die Hand drückte. Ich machte den Vorschlag, das sie doch mit zwei Leinen laufen sollten, wenn sie zusammen gehen. Sie an der kurzen Leine und er an einer Schlepp oder einer anderen längeren Leine. So hatte die Frau die Sicherheit, das ihr Mann da ist und den Hund sichern kann, wenn sie ihn nicht halten könnte und siehe da, die Frau war sicherer im Umgang mit ihrem Hund.
    Wir haben nach einiger Zeit haben wir dann Möglichkeiten gefunden, wie man die Ausraster reduzieren kann und wie man die Hund am besten händelt und dabei dann alles positiv aufzubauen.

    Ich glaube auch nicht, das man hier anmassend ist oder das hier jemand etwas vorschreibt oder vorhält, etwas zu machen. Aber es ist nun mal ein Forum, in dem es um die eigene Meinung geht und auch um das, was jemand nach seinem Gewissen sagen oder erklären möchte.
    Es steht doch jedem frei, nach solchen Dingen zu fragen, es steht auch jedem frei. darauf zu antworten oder Anleitungen zu posten. Aber genauso steht es jedem frei, auf die Gefahren, Schwachstellen und Risiken hinzuweisen.

    Dringlichkeitsanzeige beim OA und diese mit Adresse und Zeugen. Zum einen ist man dann auf der sicheren Seite und zum anderen wird dem dann ehrlicher.

    Außerdem wenn der Verdacht der Anzeige doch eh auf dich fällt, ist es doch egal ob Anonym oder mit Adresse.

    Zitat

    Hmmm - unserem Großen hat das auch geklappt! Er hat mich noch NIE angeknurrt oder gar geschnappt. Sprecha also aus Erfahrung, dass es klappen kann.
    Untereinander dürfen sie grummeln, knurren & bellen.

    Ich spreche auch aus Erfahrung, das es ins Auge gehen kann. Wenn vielleicht nicht dir gegenüber, aber fremden Menschen gegenüber - zum Beispiel wenn der Hund in die Enge getrieben wird.

    Meine Hunde dürfen mich auch nicht ohne Grund anknurren oder schnappen, aber sie dürfen es, weil ich dann weiß, das etwas nicht stimmt und sie zum Beispiel Schmerzen haben.
    Ansonsten habe ich ein Bellen oder Knurren auch nicht geduldet, aber eben auch nicht verboten/unterbunden, sondern ich habe es einfach in ein erwünschtes Verhalten umgelenkt.
    Es klingelte, Hund bellte - ich habe das bellen ignoriert und den Hund auf seine Decke an der Tür geschickt. Heute klingelt es, der Hund geht auf seine Decke und schaut, wer an der Tür ist, kein bellen mehr.
    Mein Hund wollte spielen und stand in Spielaufforderung vor mir und bellte. Ich habe das bellen ignoriert und habe ein Spielzeug aus der Kiste genommen und es ihm gezeigt, es wieder in die Kiste gelegt. Wenn mein Hund heute spielen will, geht er zu seiner Kiste und stellt sich in Spielaufforderung mit dem Spielzeug in der Schnute vor mir.
    Mein Hund hat einen Knochen, den ich gern haben möchte, mein Hund knurrt. Ich ignoriere das knurren, halte ihm ein besseres Lecker vor die Nase und sage "Aus" und tausche den Knochen zum Beispiel gegen ein Stück Käse.

    So lernt der Hund auch, das Bellen nicht okay ist und wird dann ein alternatives Verhalten zeigen.