Beiträge von Cerridwen

    Zitat

    Woher nimmst du denn dieses Wissen? :???:

    Lesen und Beobachtungen.
    Nach zu lesen ist es bereits in sehr vielen und immer wieder gern empfohlenen Büchern.
    Und beobachten kann man es gut, wie Leela schon sagte, wenn man auf Augenhöhe mit dem Hund geht und wenn man selber mehrer Hunde hat und mal einen daraus nimmt und wieder zurück geht oder auch in Kumpelrudeln, wenn man zu einer befreundeten Hundegruppe kommt, sieht man dieses Begrüßungsritual sehr gut und auch hundeähnlichen in Rudelverbänden lebenden Tiere kann man das sehr schön beobachten.

    Ich habe eine Flexi mit Seil und würde auch keine anderen haben wollen.
    Grund, mein Hund soll durch die Leine nur gesichert werden und nicht die Leine entsprechend als Sicherung halten und in diese rein rennen. Mein Hund soll auf Signale reagieren und sich entsprechend verhalten. Von daher ist es völlig egal ob Seil oder Gurtband. Haltbar sind sie aber genauso wie ein Gurtband, das hängt einfach mit der Art des Seiles (diese Felchttechnik) und dem Material zusammen.

    Gespielt oder getobt wird an der Flexi gar nicht, genauso wenig wie an einer anderen Leine.

    Zitat

    Anspringen als Begrüßung?

    Na das wär mir ja ganz neu.

    Einen Menschen, ob fremd oder nicht anzuspringen mit vollem Körpereinsatz ist für mich ganz klar eine Pöbelei und die wird unterbunden.

    Begrüßen bei meinem Hund läuft eher so ab das er einem die Hand schleckt, seinen Kopf gegen die Beine drückt.
    Fremde Menschen begrüße ich zuerst, wollen sie sich dem Hund zuwenden oder ähnliches dann wartet er darauf und nimmt das nicht einfach selber in die Pfote ;)

    Ja das Anspringen ist als Begrüßung zu sehen - wie gesagt, der Hund kann nichts dafür, das unsere Mundwinkel so weit oben sind, nur für uns Menschen ist es Pöbelei, Maßregelung, Überwachung, Kontrollverhalten oder was auch immer und wir Menschen sind es, die dann dieses Verhalten umlenken und das nennt man dann Erziehung.

    Ich vertrete die Meinung, das Schauzengriff und Nackenpacken und ähnliche Methoden in der modernen Hundeerziehung nichts mehr zu suchen haben.
    In einem Hunderudel oder unter Hunden generell sind diese Interaktionen einfach nicht nur zur Maßregelung, sondern auch zur Begrüßung, zum Spiel und in vielen anderen Situationen eingesetzt. Wir können weder den gezielten Druck aufbauen, noch haben unsere Hände zähne, das wir die Druckpunkte entsprechend haben um es richtig ausführen zu können.
    Klar mag es wirken, aber einen richtigen Lerneffekt hat es leider nicht, wie ich immer wieder beobachten kann.
    Das mit dem ins Ohr beißen sollten man auch nicht in betracht ziehen, denn es kann schnell in die falsche Richtung sich verselbständigen.

    Ich persönlich würde so einen kleinen Beißer mit einem lauten "Au" - quitschen von mir wegschieben und dann das spiel komplett für eine kurze Zeit abbrechen. Dazu würde ich dem Zwerg dann im Spiel zeigen, wo er drauf rumknabbern darf (ein Tuch oder eine Knabberstange oder ein Kauspielzeug) und dieses dann immer in das Spiel mit einbeziehen.
    Dazu würde ich dem Zwerg langsam aber sicher ein Spielabbruchkommando bei bringen und das dann mit der Zeit verwenden und so das Spiel beenden.

    Erstens ist das Anspringen bei Hunden eine Art der Begrüßung, Hunde lecken dem Neuankömmling, wenn er im Rang höher steht die Lefzen. Nun was kann der Hund dafür, das unsere Lefzen (Lippen) soweit oben sind? Nichts, aber um entsprechend Respekt bezeugen zu können, müssen sie uns anspringen - das hat also nichts mit Besucher kontrollieren zu tun.

    Zweitens finde ich es ganz schön bedenklich, in einem Forum einen Tipp wie zurück beißen oder ähnliches zu geben. Denn zum einen muss man dort schnell sein und zum anderen schon eine mehr als stabile Position. Wenn ich diese Position aber noch nicht habe, dann kann dieser Tipp sehr böse ins Auge gehen und es kann dann erst recht zu einer Attacke des Hundes kommen. Ich kenne davon so ein oder zwei Kandidaten, wo dieses geschehen würde und ich könnte mit 100%iger Sicherheit sagen, das die Besitzer dann im Krankenhaus und der Hund unter er Erde landen würde.
    Bewusstes Rempel würde ich da auch schon zu zählen.
    Es mag bei einigen Hunde funktionieren, aber dazu sollte sich ein Trainer bitte vor Ort sich die Situation und den Kern des Auslösers anschauen und dann kann man zusammen entscheiden, ob es etwas bringt oder nicht - mal davon ab, das es eh eher unter gleichrangigen Tieren gezeigt wird. Ein Leittier straft einen Rüpel auch immer mit entsprechender Ignoranz.

    Das es für einen Hund enormen Stress bedeuten, wenn er nicht jede läufige Hündin bespringen darf, ist auch ein schon längst überholter Schmarren mit meterlangen Bart. Auch ein Hund kann seinen Trieb kontrollieren und schiebt keinen Frust, wenn er nicht decken darf. Er kann es sogar lernen, ruhig und kontrolliert zu arbeiten, selbst wenn eine läufige Hündin direkt vor seiner Nase rumschlawenzelt. Aber auch das nennt man Training und Impulskontrolle.
    Es ist ja auch in der Natur so, das in einem Rudel sich nur die Leittiere fortpflanzen und die anderen Tiere im Rudel nicht und dort geht das Leittier ja auch nicht hin und beißt den rangniedrigeren Tieren die Eier ab. Ganz im Gegenteil, die haben gelernt, wo ihr Platz ist und was ihre Aufgabe ist. Genauso kann es auch ein intakter Hund lernen und sich entsprechend benehmen.

    Im Grunde kann ich nur hoffen, das sich niemand wirklich diese Tipps zu Herzen nimmt, denn diese Tipps schaffen unter Umständen eine Frustration und dazu eine entsprechende Angst kombiniert mit Meidung. Was möchte man aber haben? Einen Hund der freudig mit macht und sich gern bei mir aufhält und sich gut führen lässt oder einer Hund, der bei einer schnelleren Bewegung in Deckung geht und eher lustlos neben einem hertrabt.
    Es gibt den schnellen Weg der Erziehung, der ist aber nicht immer der dauerhafteste und es gibt den langsamen, welcher meist mehr von Erfolg gekrönt ist, weil es einfach nachgewiesener Massen dauerhafter ist.

    Nun ich habe nicht alles gelesen, ich glaube, das brauche ich auch nicht. Sollte ich mich trotzdem wiederholen, dann sorry.

    Wenn deine Hündin Papiere, dann muss es ja irgendwo einen Verein geben, der diese Papiere ausgestellt hat und der dort eine gewisse Datenbank zu den Zuchttieren haben. Warum lässt du dich dort nicht mit eintragen und trittst diesem Verein bei. Es ist doch fast egal wo sich dieser befindet.
    Wenn die Rasse so selten ist und man diese fördern möchte, dann sollte doch auch kein Weg zu weit sein, um diese Rasse gesund und "rein" zu erhalten und nicht schon wieder mit anderem Blut zu mischen. Nun bedeutet, wenn deine Hündin gedeckt werden soll, dann wirst du wohl so mehr oder weniger in den sauren Apfel beißen müssen und ins Ursprungsland gehen und dort entsprechen alles machen, was nötig ist.

    Ansonsten der Vergleich Mensch und Tier passt nur nicht wirklich, aber wenn wir schon mal dabei sind. In der Natur ist es so eingerichtet, das nur das Leittier sich vermehren darf, damit nur die stärksten und gesündesten Gene vererbt werden. Der Rest eines Rudel beteiligt sich dann an der Aufzucht.
    Wenn wir nun also Menschen und Hunde vergleichen, dann könnte man sagen, das der Mensch das Leittier ist - so sollte es zumindestens sein - und so dürfte sich nur der Mensch fortpflanzen und die Hund dürften dann bei der Aufzucht des Kindes helfen. Was natürlich technisch so nicht machbar ist.
    Aber schon daraus ergibt sich, das eine Hündin nicht unbedingt mal einen Wurf bräuchte.
    Das mit dem einmal werfen ist auch schon ein ganz alter Schuh und zum Glück gibt es immer weniger TA´s, die so einen Schmarren noch empfehlen. Wer eine solche Aussage von seinem TA bekommt, der sollte sich meiner Meinung nach schleunigst einen neuen suchen, der etwas moderner ist und sich mit den neusten Forschungen beschäftigt hat und sich auch sonst gern auf den laufenden hält.

    Morgens und spät Abends eine kleine Minirunde nur zum lösen.
    Am Vormittag eine Runde zum Spielen auf den Auslaufplatz
    Mittags/frühen Nachmittag eine mittlere bis große Runde mit Übungen.
    Am späten Nachmittag/frühen Abend eine mittlere Runde zum schnüffeln.

    Sind summa summarum 5 Runden.
    Gut es kann hin und wieder auch mal etwas abweichen.

    Ich würde mich da jetzt nicht verrückt machen lassen.
    So wie ich es auf dem Foto erkennen kann, hatte Lenny es auch aber vorne an der Nase - Also genau darunter. Das war dann eine "lumpige kleine Warze" die unsere TA aber auch nicht mit entfernt hat, als der Knirps eh in Narkose lag. Ihr Satz dazu war, das ist so eine komische Stelle, das könnte mehr schaden als nutzen. Versuch erst mal das, was du eh probieren wolltest und wenn nicht können wir uns immer noch was einfallen lassen.

    Ich müsste es mir halt nur mal live anschauen, dann kann ich vielleicht schon mehr dazu sagen und dir, wie schon erwähnt, vielleicht auch was geben, was funktioniert.

    Ich persönlich würde mit dem Alleine bleiben Training noch einmal vor ganz vorne anfangen. Frei nach dem Motto des Büchliens "Waldi allein zu Haus".

    Wirklich anfangen, den Hund mit einem gefüllten Kong für 2 - 3 Zungenschläge und dann den Kong verlängern, dann das Zimmer verlassen und direkt wieder rein und länger aus dem Zimmer und immer so weiter.

    In der Zwischenzeit sollte man dafür Sorge tragen, das der Hund halt nicht mehr alleine zu Hause ist.
    Der Trick mit dem Telefon ist zwar ganz gut, aber die Frage ist, ob es die Situation nicht noch verschlimmern könnte.

    Ich durfte Dank der neuen Nachbarn von oben auch mal wieder bei 0 anfangen inzwischen das 4. Mal. Nur weil die ständig so einen Radau im Hausflur machen müssen, vergisst Lenny, das man ruhig sein soll und nicht wie ein großer böser Wolf heulen darf. Ich wusste gar nicht, das solche Töne aus einem so kleinen Hund rauskommen können.