Beiträge von Cerridwen

    Nun was hat denn ein Verhalten umlenken mit Ablenkung zu tun? Also meiner Meinung nach mal überhaupt nichts. Ich lenke meine Hunde nicht ab, sondern ich verlange ein anderes Verhalten.

    Ich hatte schon mal gefragt, wo der Unterschied zwischen:
    Hund springt Person an -> HH sagt "NEIN" -> Hund geht mit den Pfoten auf den Boden und bekommt ein Lob; nächstes mal das gleiche Spiel
    oder
    Hund springt Person an -> HH ignoriert das Verhalten -> Hund geht mit den Pfoten auf den Boden und bekommt Belohung; nächstes mal wird Hund schon gelobt, bevor er springt und noch die Pfoten auf den Boden hat.

    Also im Ziel sehe ich keinen Unterschied, sondern nur das der Weg zum Ziel ein anderen ist.

    Nun ich verlange auch viel von meinen Hunden unter anderem auch, das sie mir nicht die Nase in die Einkaufstaschen stecken, das sie mir kein Wild oder Katzen jagen und auch das sie auf´s Signal irgendwo rauskommen oder was auch immer.
    Nun warum soll ich also meinen Hund aus einem Gestrüpp scheuchen, wenn er doch auf das Signal hin diesen Bereich verlässt, weil er es eben über das freeshapping gelernt hat und immer belohnt wurde, wenn er das Verhalten von sich aus gezeigt hat. Warum soll ich meinen Hund mit einem Abbruchkommando von meinen Einkäufen wegschicken, wenn ich ihn doch genauso mit einem Signal auf seine Decke schicken kann. Warum soll ich meinem Hund ein separates Signal beibringen, wenn er doch mit einem Abrufkommando zu mir kommt und die Katze Katze sein lässt.
    Wer sagt denn, das ich immer und immer wieder dieses Verhalten belohnen muss oder das ich immer und immer wieder das alternative Verhalten zeigen muss? Irgendwann hat der Hund die Verknüpfung und wird dann auch von sich aus das Verhalten zeigen und mit der Zeit wird dann die Belohnung nur noch ein Glücksrad und irgendwann nur doch mehr als Sporadisch gegeben.
    Mein großer hat Fahrräder gejagt und das war wirklich nicht lustig und schon gar nicht ungefährlich für den Radfahrer. Wenn mein Hund denen in Rage hinterher geht, kann ich mit einem Nein oder ähnlichen nicht wirklich etwas erreichen. Also habe ich meinem Hund beigebracht, das er bei Radfahrern und auf das Signal Fahrrad bei mir im Fußbereich zu befinden hat, alternativ, wenn er ohne Leine unterwegs ist, sich an den Wegesrand zu stellen. Wenn wir auf dem Auslaufplatz sind hat Hund dann bei Sichtung eines Fahrrades zu mir zu kommen (eigentlich hatte ich den Dummy dann in die andere Richtung geworfen, inzwischen bringt der Hund Stöckchen oder seit einigen Tage ignoriert er die Fahrräder ganz). Belohnung für das Verhalten - nach 2,5 Wochen - nur noch Verbal und ohne Leckerchen.

    Das hat nichts mit Schlendrian zu tun und das man sich selber ändern muss, nein es ist richtig, man muss sich ändern und man muss aufmerksam sein - besonders wenn man etwas neues erarbeitet. Aber ansonsten hat man einen Hund, der sehr viel Freiheiten genießen kann, aber trotzdem "funktioniert".

    Wie schon gesagt, bei uns gibt es auch Go´s und NoGo´s, aber bei uns gibt es einen anderen Weg das Ziel zu erreichen und der ist eben, das ich meinen Hunden nicht sagen, was sie nicht tun sollen, sondern was sie stattdessen tun sollen. Was nützt es mir, wenn mein Hund weiß, das etwas verboten ist, aber nicht weiß, was er dafür machen soll. Was bringt es mir, wenn mein Hund weiß, das Menschen anbellen verboten ist, aber nicht weiß, was er an dessen Stelle tun soll. Was nützt es mir, wenn mein Hund weiß, das er beim Tür klingeln nicht bellen soll, wenn er nicht weiß, was er anstelle des Bellens tun kann. Ich finde es gut, das ich meinen Hunden eine Alternative gebe, die er für ein Verhalten x tun kann und habe trotzdem einen Hund, den ich überall mit nehmen kann, wo es erlaubt ist.

    Wie wollen am erste Mai unseren Hunden mal wieder ein Abenteuer gönnen.

    Zur Zeit tendieren wir zu Beelitz, auf das Gelände des Pfötchenhotels - Strand und Petwalk.
    Eventuell als Alternative für schlechtes Wetter steht noch der Grunewald zur Auswahl.

    Hat wer Lust mitzukommen?

    Berammeln kann aber auch eine Art Stressabbau sein und nicht wirklich etwas mit Dominanz - ja nach Situation - zu tun haben. Oder auch eine Übersprungshandlung.
    Es kommt immer auf den Zusammenhang an.
    Ich würde in der Situation einfach aufstehen und woanders hingehen, sozusagen das Verhalten ignorieren und gar nicht darauf eingehen.

    Zitat


    warum soll ich für all diese Dinge (da gibts mit Sicherheit noch einiges mehr) dem Hund eine Alternative bieten. Wenn ich sage, es wird nix vom Tisch geklaut, soll ich ihm stattdessen sagen: Wenn du was essen magst, dann melde dich und ich geb dir was ?

    Hat das wer gesagt? Nein. Aber wo ist das Problem, den Hund nicht in die Verlegenheit zu bringe, das er etwas klauen kann und ihm bei zubringen, wenn etwas auf dem Tisch steht/liegt, dann lasse es da und gehe auf deine Decke oder auf deinen Platz - weil das ist lohnender für dich?
    Das Ziel ist doch das selbe, der Hund klaut nichts vom Tisch, auch wenn da etwas steht, nur das es ein anderer Weg ist.

    Zitat


    Einem normalen Hund kann ich ohne Probleme einfach mal sagen, daß er jetzt nicht zu dem anderen Hund hinlaufen soll, ohne dafür ein Schau, Sitz, etc. zu verlangen ...einfach mal vorbeitraben.

    Nun da ich ja nach deiner Definition scheinbar einen unnormalen Hund habe, frage ich mich, warum der das auch kann, einfach an anderen Hunde vorbeitraben? Dürfte ja gar nicht gehen. Geht aber und auch ohne das ich etwas sagen muss.

    Zitat


    UND !! Wenn ich mir hier die ganzen Jagd- und sonstigen Probleme anschaue, dann wäre es für die meisten sehr hilfreich, wenn sie ihrem Hund einfach mal beigebracht hätten, daß ein NEIN NEIN bedeutet, ohne wenn und aber. Ich hab nämlich weder immer Lust noch Zeit, meinem Hund irgendwas anderes abzuverlangen, damit er nicht hinter der Katze herrennt.

    Und noch einmal, wer sagt denn, das die "unnormalen" Hunde keine Tabus kennen? Sie kennen diese auch.

    Nun ich gehe in dem Thema von gar keiner Rudelordnung aus, sondern von einem Junghund, der erst einmal erwachsen werden soll/muss.

    Das Ignorieren von läufigen Hündinnen hat auch nur etwas bedingt mit Ausbildung zu tun - und da kann man sich Hilfe in Form einer Hundeschule holen, als damit, das ein Hund erst einmal erwachsen werden sollte und man am Grundgehorsam und entsprechend damit auch an der Impulskontrolle und Frustrationsgrenze arbeitet.

    Nun für mich stellt sich nur eine Frage:
    Wenn der Hund jemanden anspringt und es wird nur "nein" gesagt. Was lernt der Hund daraus?
    Wenn der Hund jemanden anspringt, es wird "nein" gesagt und der Hund dann belohnt, wenn er die Pfoten auf dem Boden hat, ist das nicht auch ein alternatives Verhalten?

    Wo ist also der Unterschied ob ich "nein" sage und dann die 4 Pfoten auf den Boden bestätige oder ob ich eben nicht "nein" sage und trotzdem die 4 Pfoten auf den Boden bestätige - ob er nun vorher jemanden angesprungen hat oder nicht ist ja dann eine andere Frage.

    Betteln bei Tisch wird bei uns auch ignoriert. Soll der Hund sich doch den Hintern platt sitzen und mich anstarren. Warum sollte ich ihm das verbieten. Wenn er sich dann vom Tisch wegbewegt und sich anders verhält, kann ich dieses Verhalten bestätigen und brauche mir noch nicht einmal die Arbeit machen. Bei uns hat es 2 Tage gedauert und kein Hund saß mehr betteln dam Tisch, sondern jeder lag auf seiner Decke.

    Um auf den Fall beim Rütter zurück zukommen: Was hat der Welpe da gelernt, nach dem die Althündin ihn angezickt hat? Nichts, der Welpe hat es immer wieder gemacht und ist immer wieder zu der Althündin hin und hat sie genervt. Erst mit dem Alter kam dann das entsprechende Verhalten und die entsprechende Ruhe dazu.

    Und noch einmal, wer sagt denn, das der Hund keine Regeln, Go´s oder No Go´s kennt? Niemand, die lernen die Hunde auch, nur anders und eben nach dem Motto: Bringe dem Hund nicht bei, was er nicht tun soll, sondern bringe dem Hund bei, was er stattdessen tun soll.

    Warum bringst du Paco nicht auch bei, sich nur in einem gewissen Radius - den der Länge der SL - zu bewegen? Das macht es dann doch einfacher.

    Zum SL in der Hand oder auf dem Boden schleifen lassen.
    Anfänglich sollte die Leine schon in der Hand bleiben, damit man eine entsprechende Möglichkeit der Sicherung hat. Aber mit der Zeit sollte der Hund sich ja so stabilisiert haben, das er sich nur noch in dem Radius aufhält und entsprechend auf die Signale seines Besitzers reagiert. Wenn das mit der SL in der Hand gut funktioniert, dann kann man dazu übergehen, die SL schleifen zu lassen. Allerdings sollte man sich dann auch auf seinen Hund kontrollieren. Kein Hund startet ohne Anzeichen durch, nur sind die Vorwarnungen dann meist übersehen worden.
    Sinn und Zweck ist es doch, das die SL irgendwann mal wieder ab kann und dazu muss ich sie auch irgendwann mal aus der Hand legen und sie schleifen und später auch ausschleifen lassen.

    Unterfadenspannung oder ein verstellter Greifer könnte auch das Problem sein.
    Meine Maschine ist nämlich gerade erst aus der Reparatur zurück und da musste der Greifer komplett neu eingestellt werden. Problem begann ähnlich, mit Knubbel und allem drum und dran und dann wurde der Unterfaden irgendwann nicht mehr transportiert.

    Vielleicht muss die Maschine auch einfach mal gereinigt werden und mit einem Tropfen Öl gefüttert werden.