Beiträge von Cerridwen

    Zitat

    hab ich mir auch schon gedacht, aber das kanns auch ned wirklich sein...

    wir gehen täglich ca. 3 stunden (verteilt) spazieren, ich spiele viel mit ihm, wir gehen schon fährten und sind oft beim training... *seufz*

    Es ist auch möglich, das es zu viel für den Hund ist und er entsprechend überfordert ist.
    Das Programm mal für ein Wochenende auf das nötigste beschränken und ansonsten zur Ruhe bringen.

    Ich hatte zeitweise sogar 4 Rüden tagsüber in der Wohnung und beim Gassigehen und keine Probleme.
    Ich hatte auch keine Probleme mit 2 Rüden und einer Hündin.

    Auch wenn ich nur mit meinem beiden Jungs draußen bin und uns begegnet eine Hündin gibt es keine Probleme.

    Gut der Kleine spielt manchmal etwas ruppig, aber das ist auch nicht wirklich ein Problem, selbst wenn es sich gefährlich anhört.

    Zitat


    Denn weder sagte ich das ich mich nur auf Verbote stütze noch sagte ich das Hunde nur durch Verbote lernen können.... ich sage nur das Verbote ein klitzekleiner Bestandteil in der Erziehung sind die ein gesundes Gleichgewicht zwischen Go und NoGo herbeiführen. Das aber kann und soll jeder für sich selbst entscheiden.

    Aber warum muss ich oder jemand anderes denn eine Korrektur über ein Verbot als Bestandteil - egal wie groß - in der Erziehung für ein Gleichgewicht von Go und NoGo einsetzen?
    Warum soll eine Korrektur über eine Alternativhandlung dieses nicht können?
    Und diese Frage meine ich ernst. Denn ich habe in der ganze Diskussion noch keine Erklärung dafür gesehen, das es ein zwingendes Muss ist und warum.
    Die einzige Erklärung ist doch, das es immer noch so in den Köpfen verhaftet ist und das es deswegen halt nur so geht.


    Staffy ich habe nie gesagt, das ich keine Korrekturen in dem Sinne verwende, nur das ich es eben nicht mit Worten belege, sondern mit Alternativhandlungen und wenn ich ein Spiel wortlos beende, dann ignoriere ich dieses Verhalten und belege es nicht noch mal mit einem Wort. Wie also schon mehrfach gesagt, ich ignoriere unerwünschtes Verhalten, lenke es um in gewünschtes positives Verhalten und bestätige dieses. Wozu brauche ich also noch ein Korrektur- oder Abbruchwort, wenn ich danach dann doch die Handlung umleite?
    Wenn sich die Hunde bei dir streiten und du schickst sie weg, ist es auch nichts anderes als eine alternative Handlung.

    Zitat

    Ich gebs auf... echt... bei manchen "aber da haben wirs doch - warum kann man nicht gleich wenn überhaupt" vergeht mir die Lust am diskutieren.

    Nun dann lass es, aber ich meine es schon ernst. Es wird bei manchen Nein als Verbot gesagt und dann das Verhalten umgelenkt.
    Ich sehe darin keinen Unterschied, weil am Ende der Übung das selbe rauskommt.
    Es gibt nur einen Punkt, das die Erziehung mit einem Nein für einen Anfänger leichter zu praktizieren ist oder leichter verständlich ist.


    Zitat


    Und ganz ehrlich... ich lehne das was Du machst überhaupt nicht ab. Ich ersuche über Pro und Contra zu diskutieren... nicht mehr und nicht weniger.

    Schade nur, dass das Pro auf ein klar ausgesprochenes Verbot ist und das Contra, das Hunde ohne klar ausgesprochene Verbote nicht lernen können, was NoGo ist.

    Zitat


    Gerade fällt mir ein gutes Beispiel ein, für das ich gerne von Dir eine Lösung nach Deinen Grundsätzen (bitte detailliert) aufgezeigt hätte. Und zwar die Beißhemmung!

    Kurz und knapp: Hund erhält etwas, wo er drauf rumkauen kann und dieses wird direkt ab dem ersten Spiel mit eingesetzt und sollte er doch mal Pulli oder Haut erwischen, wird das Spiel wortlos abgebrochen und gut ist. So haben es meine Hunde gelernt.
    Wer will kann da von mir aus auch das Spiel mit einem Nein zusätzlich abbrechen, ich brauchte es nicht.

    Zitat


    Grenzen kennen heißt aber zu wissen, was man NICHT tun darf und genau das meinen wir! Denn ein Umlenken, eine Alternativhandlung verbietet ein Verhalten ja nicht, also ist es für den Hund keine Grenze !

    Warum ist es nur eine Grenze, wenn ein Verhalten verboten wurde? WArum ist eine Alternativhandlung für ein Verhalten X so viel schlechter als ein Verbot für das selbe Verhalten?


    Zitat


    Da liegt dein Denkfehler !
    1. Ich lasse meinen Hund (bewußt) keinen Fehler machen, sondern sage ihm rechtzeitig, daß er auf dem falschen Weg ist.
    2. Nimmt mein Hund diese "Erklärung" problemlos an und braucht - wenn überhaupt - nur 2-3 Wiederholungen, um künftig diese Verhalten (Nase in den Einkaufskorb, im Auto nach vorne klettern, ...) zu unterlassen.

    Warum habe ich einen Denkfehler?
    Ich lasse meinen Hund auch keine Fehler machen und sage ihm auch schon vorher das er auf dem falschen weg ist, nur eben nicht durch ein Verbot, sondern durch eine klare Alternative, die ich ihm vorbebe und sorry das es bei mir bei so simplen Sachen wie dieses Beispiel Nase im Einkaufskorb genau 2x - weil die Alternative in dem Fall etwas bekanntes ist, nämlich auf seine Decke zu gehen - diese Aufforderung brauchte. Ich spare mir nur das Nein oder Tabu oder sonstiges Verbotswort, weil das in meinen Augen ein Umweg zu Ziel ist.

    Zitat


    Weiß mein Hund, daß fremde Menschen tabu sind, weil ich ihm ein paar Mal auf dem Weg dahin dies gesagt habe, dann wird er - trotz verlockendem Eis - nicht zum Kind gehen, weil er weiß, daß Hund sowas nicht darf. Diesen Hund kann ich frei laufen lassen, auch mal aus den Augen verlieren und dieser Hund läuft nicht Gefahr, weggetreten zu werden.

    So was weiß mein Hund auch, auch wenn ich ihn nur auf dem Weg zu dem Menschen oder dem Kind zurückrufe und das auch wenn ich nicht expliziet sage, das es Verboten ist.

    Zitat


    Warum betrachtest du das als solch ein Drama, einem Hund etwas zu verbieten ?

    Es ist natürlich kein Drama, wenn jemand seinem Hund etwas verbietet.
    Aber warum wird es als Drama betrachtet, wenn es jemand nicht tut und dieser Hund trotzdem Regeln und Grenzen kennt?

    Zitat

    Schade das man beim Thema Erziehung nicht sachlich bleiben kann.


    Nun wo das Sachliche endet und das Unsachliche beginnt ist ja nun auch eine Ansichtssache.
    Ich finde es zum Beispiel schade, das etwas komplett abgelehnt wird oder als nicht möglich abgestempelt wird, weil es nicht in das man meisten genutzte "Konzept" passt und man sich vielleicht nicht vorstellen kann, das man eben auch einen wohlerzogenen Hund bekommen kann, der sich immer und überall benehmen kann und führbar ist und trotzdem noch alle Freiheiten eines Hundes besitzt, wenn er sich an Regeln hält und das alles ohne diesem Hund ein direktes Verbot ausgesprochen zu haben. Das Umlenken eines Verhaltens ist doch im Grunde nichts andere als in indirektes Verbot - versteckt in einer alternativen Handlung, die ich vorgebe.

    Zitat

    Der Hund verknüpft doch eine Situation, eine "Sache" oder sonstiges mit einer Aktion oder Reaktion. Ergo lernt der Hund nur Mensch - Anspringen - Nada.
    Natürlich sollte/darf man nicht versäumen dem Hund nach diesem Verbot eine Alternative zu bieten bzw. muss man ihn belohnen wenn er dem Verbot nachkommt.

    Nun aber da ist es doch wieder. Es wird ein Verbot ausgesprochen, der Hund kommt diesem Verbot nach und wir belohnt oder es wird ihm eine Alternative geboten.
    Warum muss ich aber den Hund erst einmal den Fehler machen lassen, damit ich ein Verbot aussprechen kann und biete da nicht vorher eine Alternative.
    Lasst ihr eure Hunde auch erst mal auf die Straße rennen, damit ihr dieses Verhalten korrigieren könnt oder verhindert ihr es von Anfang an, in dem ihr ein Warten am Bordstein fordert. Denn sogesehen wäre ja der Fehler einfach auf die Straße laufen, weil ist ja noch kein Verbot erstellt worden. Aber dort geht doch bestimmt jeder bei und stoppt den Hund schon bevor er auf die Straße tritt und der Hund in diesem Fall einfach keinen Fehler macht.

    Nun ich würde mal bei jeder Baustelle klein anfangen.

    Das bellen beim Alleine sein in Mimischritten üben und dem Hund so die Möglichkeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

    Bei Leine ziehen genauso weiter machen, wie du schon angefangen hast, da musst du einfach den längeren Atem haben und die richtige Position ausführlich loben und bestätigen.

    und zu dem Thema mit dem Bellen und zerren an der Leine kann ich dir nur das Büchlein "Alter Angeber" empfehlen.
    Suche den Punkt, wo dein Hund ruhig und entspannt ist, wenn er den anderen Hund sieht und bestätige diesen. Der Abstand wird sich mit der Zeit dann immer mehr verringern.

    Aber das alles braucht halt seine Zeit.

    Zitat

    Wenn ich nun den Hund keinen Fehler machen lasse sondern ihn davor bewahre, was lernt er dann in Bezug auf das Anspringen? In meinen Augen nichts. Springt er wie in Deinem Beispiel dennoch mal jemanden an, hat er in seinen Augen richtig gehandelt...

    Nun hat der Hund denn falsch gehandelt, wenn er trotzt Korrekturerziehung und Bestrafung jemanden anspringt? Nein, denn er hat in dem Moment auch seinen Erfolg und hat in dem Moment in seinen Augen richtig gehandelt.

    Und warum sind es zwei unterschiedliche Ziele? Ziel ist es - um bei dem Beispiel zu bleiben: Hund hat keine Menschen anzuspringen, nicht mehr und nicht weniger.
    Hunde lernen über Verknüpfungen und wie ich die Verknüpfung erstelle, das die Pfoten auf den Boden gehören und nicht an den Menschen ist doch völlig egal.
    Ich lasse doch meinen Hund nicht erst auf die Straße rennen, damit er lernt, das es falsch war. Da bestätige ich doch lieber jedes Warten am Bordstein und ganz egal ob es nach Aufforderung oder alleine geschehen ist.

    man muss ich völlig unerzogene, unfair behandelte und völlig unglückliche und dazu unselbständige Hunde haben.