Mal ganz ehrlich. Wenn ich einen Rassehund haben möchte, dann gehe ich zu einem Züchter, der mir zu den Papieren entsprechende Untersuchungsergenisse zeigen kann und dieses über Generationen hinweg. Dann gehe ich zu einem Züchter, wo alle möglichen Untersuchungen Pflicht sind und bei bestimmten Farben auch Tests, die bei anderen Farben nicht so dramatisch sind - siehe audiometrischer Test.
Diese Untersuchungen werden dann nicht nur vom TA ausgewertet, sondern auch von entsprechenden Gutachtern.
Diese Pflicht und auch die strikte Umsetzung und Kontrolle und Eintragung von allen Generationen gibt es nun wirklich nur in einem Rassezuchtverein, die dem VDH oder FCI angeschlossen sind, sehr streng und damit recht sicher. Ich sage recht sicher, denn auch dort kann ich an schwarze Schafe geraten.
In einem Dissidenzverein gibt es in der Regel auch Zuchtrichtlinien, aber diese werden selten auf alle Erkrankungen, die Rassetypisch sind untersucht und diese Daten werden auch nicht immer richtig gesammelt und in Datenbanken eingetragen. Bei einige wird dann einfach gesagt, ach gibt kein Verdacht auf die Erkrankung also braucht es nicht untersucht werden.
Dann darf der TA die Untersuchungen auswerten und es wird kein Gutachter gebraucht.
Das sind kleine, aber auch feine Unterschiede. Diese Unterschiede machen aber sehr viel aus.
So habe ich einen angeblichen Jack Russel Terrier aus einer Dissidenzzucht übernommen und schon auf dem ersten Blick gesagt, das es kein reiner Jackie ist - schade, die Leute hatten Papiere für den Hund und waren dann verwundert, dass ich das sagte und mein TA hat den auch direkt als Mix deklariert, als der die Akte angelegt hat.